„Rechne im Herbst mit Krawallen“ – mit Waldemar Hartmann

12. Juni 20268 Kommentare

Was passiert in Deutschland, wenn nach den Wahlen im Osten nichts mehr geht ohne die AfD? „Ich rechne dann mit Krawallen von links und harten Auseinandersetzungen mit rechts“, sagt Journalist Waldemar „Waldi“ Hartmann, Moderatoren-Legende und inzwischen politischer Kommentator. Ein Gespräch auch über zerstörte Demokratie, „ideologische Kampfhühner“, Cancel Culture von Karteileichen, die deutsche Einheitspartei DEP und natürlich auch über Chancen der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM und Funktionäre mit Sendebewußtsein…

Waldemar Hartmann Homepage: http://www.waldemarhartmann.de

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Milena Preradovic

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Interview mit Waldemar Hartmann (deutsch)

Milena Preradovic: Es ist mal wieder Fußball-WM. Und wenn man sich die Vorabberichterstattung in den Qualitätsmedien zum Gastgeber USA angeschaut hat, dann konnte man schon auf den Gedanken kommen: Die Welt zu Gast bei Feinden. Das Trump- und USA-Bashing erinnert an die letzte WM in Katar. Da ging es nicht um Fußball, da ging es um Regenbogenbinden gegen böse Scheichs. Fußballturniere sind im besten Deutschland aller Zeiten ohnehin ein bisserl suspekt. Der Politprominenz graust es schon vor Deutschlandflaggen in den Fenstern der Fans. „Einheitsbraun“ nannte SPD-Chefin Bärbel Bas das Land, das sie mitregiert. Mein Gast nannte sie daraufhin ein ideologisches Kampfhuhn, eine Gefahr für die Demokratie. Klartext und Hausverstand – jetzt in Punkt Preradovic. Hallo, Waldemar Hartmann! Hallo Waldi, wie schön, dass du da bist.

Waldemar Hartmann: Hallo, Milena. Ich grüße dich. Long time no see.

Milena Preradovic: Jawohl. Ich stelle dich kurz vor. Du bist Journalist und legendärer Sportmoderator. Du hast beim Bayerischen Rundfunk zunächst beim Hörfunk im Bereich Politik und Aktuelles gearbeitet. Dann warst du einer der Gründungsmoderatoren der Rundschau im Bayerischen Fernsehen. Mitte der 80er bist du zum Sport gewechselt, hast für die ARD bei zehn Olympischen Spielen sowie acht Fußball-Welt- und Europameisterschaften moderiert und auch Wintersport. Zusammen mit Harald Schmidt hattest du die Sendung „Waldi & Harry“ bei den Olympischen Spielen in Turin und Peking. Mit „Waldis Club“ hast du Fußballturniere unterhaltsam analysiert – alles legendär. Du hast auch Boxen moderiert und stehst als Kabarettist auf der Bühne. 2023 bist du zu Nius gegangen und kommentierst dort das aktuelle Geschehen und verleihst das Tor der Woche. Gerade hat die Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada angefangen. Im Vorfeld wurde in den Medien schon ordentlich gewirbelt, vor allem gegen die USA unter Trump. Apollo News betitelte eine Doku der ARD mit „Die Welt zu Gast bei Feinden“, bei der letzten WM in Katar war das ja ganz ähnlich. Ist das jetzt typisch deutsch oder typisch neudeutsch?

Waldemar Hartmann: Ich glaube eher, man kann schon sagen: typisch deutsch. Es gab immer Gemäkel vor irgendwelchen Großveranstaltungen. Ich kann mich erinnern, das waren dann auch meine Lieblings-Winterspiele 1994 in Lillehammer. Da haben die schlauen Deutschen gesagt: Wie kann denn ein Ort wie Lillehammer mit 18.000 Einwohnern Olympische Spiele bekommen? Ich weiß noch, vor den Olympischen Spielen in Peking haben wir auf den öffentlich-rechtlichen Kanälen monatelang vorher Berichte gesehen. Irgendwann habe ich mir gedacht: Ich glaube, ich muss da nicht hin, weil ich in Peking im Smog ersticke. Die Geheimpolizei wird uns 24 Stunden am Tag verfolgen. Wir haben das sogar wirklich mal provoziert. Harald Schmidt ist mit dem Kamerateam auf die Chinesische Mauer und hat sich so verhalten, dass ein deutscher Polizist sofort die Handschellen angelegt hätte. Aber wir hatten diese Bilder nicht. Wir konnten einfach frei agieren. Das ist etwas typisch Deutsches: vorher immer sofort nicht die Suppe zu genießen, sondern zuerst nach dem Haar in der Suppe zu suchen.

Milena Preradovic: Aber in Katar ging es ja noch weiter. Da ist die deutsche Mannschaft blamabel rausgeflogen, auch weil sie sich wirklich von der Politik instrumentalisieren ließ. Regenbogenbinde gegen böse Scheichs und so weiter. Glaubst du, der DFB hat daraus gelernt?

Waldemar Hartmann: Ich bin mir nicht so ganz sicher. Sie haben es zumindest versucht. Was ich gehört habe: Die Mannschaft ist eingestimmt worden. Katar war ein Kommunikationsdesaster. Unter anderem auch auf Druck der damaligen Innenministerin Nancy Faeser, die sich ja mit dieser One-Love-Binde auf die Tribüne gesetzt hat, um Infantino – über den man streiten kann –, den Präsidenten der FIFA, richtig zu provozieren.

Milena Preradovic: War die nicht auch noch kurz vor dem Spiel bei der Mannschaft in der Kabine?

Waldemar Hartmann: Ja, da gab es auch noch Versuche, die Mannschaft noch einmal auf diese One-Love-Binde und auf die Menschenrechte einzustimmen. Rund um diese WM waren in der Vorbereitung Menschenrechte, Öl und was weiß ich wichtiger als das, worum es ging, nämlich um eine Fußball-Weltmeisterschaft. Ich habe das damals auch schon angeprangert. Ich habe einfach appelliert: Ihr heißt DFB, Deutscher Fußball-Bund. Ihr müsst aber keine NGO sein. Dafür gibt es andere, viele NGOs – zu viele, wie wir beide, glaube ich, wissen. Kümmert euch um das, wofür ihr gegründet worden seid. In Leipzig übrigens, wo ich seit sechs Jahren wohne. Also kümmert euch um den Fußball. Aber das ist halt auch ein Produkt davon, wenn Politiker an der Spitze dieses Verbandes stehen. Damals war das Grindel. Er war CDU-Bundestagsabgeordneter. Jetzt ist der Präsident Bernd Neuendorf. Der war SPD-Staatssekretär. Und die bringen offensichtlich ihre politische Ideologie mit hinein. Sie glauben, das hilft diesem Verband oder insgesamt dem Fußball, mehr in der Mitte der Gesellschaft stattzufinden. Ich behaupte, es stört nur.

Milena Preradovic: Ich frage mich ohnehin, warum das alles Politiker sein müssen. Vor Mayer-Vorfelder, vor Grindel – das waren ja auch Politiker. Warum nehmen die keine Fußballer, sagen wir mal echte Fußballexperten oder Fachleute?

Waldemar Hartmann: Da stellst du eine berechtigte Frage. Ich habe leider keine Antwort darauf, weil ich mir die gleiche Frage stelle. Das ist offenbar so in Deutschland. Das Funktionärswesen funktioniert eben so. Ich kann mich noch erinnern: Anfang der 90er-Jahre hat man diejenigen, von denen man glaubte, dass sie der Partei im Inland nicht mehr so ganz weiterhelfen können, nach Europa geschickt. Da wurde der dritte Sturm nach Europa geschickt. Was dabei herausgekommen ist, wissen wir jetzt. Jetzt leiden wir unter den Ergebnissen dieses dritten Sturms – derer, die Europa aufgebaut haben. Das ist ein Phänomen. Das ist quasi immer das Umbetten von Leuten, die als Funktionäre im politischen Bereich nicht mehr funktionieren. Dann kommen sie irgendwohin, entweder in eine Stiftung oder in einen Aufsichtsrat. Irgendwo werden sie einfach umgebettet, damit sie nicht mehr so viel Schaden anrichten können.

Milena Preradovic: Bleiben wir noch einmal ganz kurz beim Fußball. Rein qualitativ: Kann Deutschland dieses Turnier gewinnen? Jürgen Klopp sieht eher Spanien, Frankreich oder Brasilien vorne. Deutschland hat er gar nicht erwähnt.

Waldemar Hartmann: Wie könnte ich Jürgen Klopp widersprechen? Natürlich bin ich da bei ihm. Ich glaube das auch nicht. Und das sage ich nicht aus Häme oder aus typisch deutschem Pessimismus heraus, sondern das ist einfach eine Frage der Qualität. Wenn ich die Mannschaft mal durchgehe – und jetzt zähle ich nicht die ideologischen Einheiten, sondern die fußballerischen Qualitäten –, dann haben wir nicht wirklich internationale Spitzenklasse. Wir haben ein paar Gute, die auch international in renommierten Vereinen spielen. Ich denke jetzt mal an Wirtz bei Liverpool oder an Havertz bei Arsenal, der jetzt auch englischer Fußballmeister geworden ist und daran beteiligt war. Aber der Rest ist nicht internationale Spitzenklasse. Wir haben sogar ein paar Mannschaftsteile – ich sage jetzt mal die Außenverteidiger –, das ist gar nicht internationale Spitzenklasse. Und wenn du eine Weltmeisterschaft gewinnen willst: Natürlich gibt es den Spruch, nicht die Einzelkönner, sondern die Mannschaft ist wichtig. Aber es sollten schon drei oder vier dabei sein, die richtig gut kicken können. Da haben wir zu wenige, und die anderen haben zu viele.

Milena Preradovic: Macht Fußball eigentlich noch so viel Spaß wie zu deiner großen Zeit damals?

Waldemar Hartmann: Wenn ich alles ausblende, was das große Big Business mittlerweile bedeutet, also wenn ich nur noch auf das schaue, was auf der grünen Wiese stattfindet, dann ja. Weil es immer noch geile Fußballer gibt. Weil das Spiel schneller geworden ist. Weil manche nicht nur in Taktik erstarren, sondern auch offensiven Fußball zeigen. Das war jetzt in der Champions League so. Die letzten Spiele waren richtig geil. Das war super Fußball, als das K.-o.-System begann und man gewinnen musste, um weiterzukommen. Vorher – und das werden wir jetzt bei der WM erleben – wird es in den Gruppenspielen taktische Systeme geben, die zuerst einmal auf Nichtverlieren ausgerichtet sind. Das werden langweilige Spiele. Das war aber schon immer so. Ich schaue mir Fußball noch gerne an, vor allem die Premier League, weil dort sehr schneller, athletischer Fußball gespielt wird. Aber das ist jetzt vielleicht ein bisschen pervers: Das, womit ich früher mein Geld verdient habe, nämlich mit der Klugscheißerei vor und nach dem Spiel, schaue ich mir alles nicht mehr an. Ich bin bei Anpfiff dabei und bei Abpfiff weg. Alles, was außen herum gemacht wird, Milena, ist so aufgeblasen worden. Da stehen plötzlich vier Expertinnen und dann auch noch einer, weil der auch noch etwas sagen muss. Ich hocke dann vor der Glotze – bis ich es irgendwann aufgegeben habe – und denke mir: Was kann mir Frau Tabea Kemme mit all ihrem fußballerischen Wissen mehr erklären als Lothar Matthäus? Was kann mir Fritzy beim ZDF – ich weiß gar nicht ihren Nachnamen, die Trainerin – mehr erklären? Das ist alles okay, alles toll. Aber was kann sie mir mehr erklären als Christoph Kramer und Per Mertesacker? Zwei Fußballweltmeister.

Milena Preradovic: Ja gut, aber kann sie jetzt weniger erklären?

Waldemar Hartmann: Sie muss gar nichts mehr erklären, weil die zwei haben mir das schon gesagt. Aber jetzt haben wir die Vorläufe auch noch um eine Stunde verlängert. Die haben sich ja schon totgequatscht oder einen Wolf geredet, bis das Spiel überhaupt anfängt. Und vor allem dieses Kaffeesatzrühren vorher – das brauche ich überhaupt nicht. Danach, ja, ist okay. Aber wie gesagt: Ich…

Milena Preradovic: Aber der deutsche Fernsehzuschauer will ja ganz gerne eingeordnet werden. Also der findet das schon gut, wenn die Einordnung vorher stattfindet.

Waldemar Hartmann: Du gibst mir ja ein Stichwort. Wir Deutschen sind ja offenbar so doof, dass die Tagesschau, die Tagesthemen, das Heute-Journal – alle für uns immer einordnen müssen. Sie ordnen den Iran ein, sie ordnen Gaza ein, sie ordnen Beirut, den Libanon ein, sie ordnen alles ein. Sie ordnen Trump ein. So sind die Leute doch nicht, oder? Die können sich doch ihre eigenen Gedanken auch ohne Einordnungshilfe machen.

Milena Preradovic: Das ist, glaube ich, nicht der Sinn der Sache. Ich glaube, Michael Meyen, den Kommunikationsforscher, zu zitieren: Der sagt, die Tagesschau ist dafür da, dass die Leute wissen, was sie am nächsten Tag erzählen sollen.

Waldemar Hartmann: Ja. Mittlerweile ist die Tagesschau eigentlich nur noch dazu da, darauf hinzuweisen, dass morgens um sechs bei Nius – und ich zitiere jetzt den Slogan – „alle Leute erfahren, was ihnen abends verschwiegen wird“.

Milena Preradovic: Ja, genau. Schöne Geschichte. Bei den Verkehrsbetrieben in Berlin wird bei dieser WM auf jeden Fall wieder passieren, dass deutsche Flaggen geschwenkt werden. Das ist ja inzwischen ausgesprochen verdächtig. Und da gab es diese Woche eine Posse. Da hat die AfD-Politikerin Beatrix von Storch die Deutschlandfahne von einem Balkon des Bundestags geschwenkt. Daraufhin kam die Bundestagspolizei, weil das gegen die Hausordnung verstoße – obwohl auf dem Bundestag, also dem Reichstag, auch die Deutschlandflagge weht. Kommst du da intellektuell noch mit?

Waldemar Hartmann: Nein, ich bin überfordert. Ich schaffe das nicht mehr. Also wenn es einen Hausordnungsbeschluss gibt, auf den Julia Klöckner offenbar auch noch einmal hingewiesen hat, und die Bundestagspolizei, die ja innerhalb des Bundestages für die Einhaltung der Rechtsordnung sorgen muss, dann darauf hinweist, dass man das nicht machen darf, dass man die Flagge im Büro nur so aufhängen darf, dass man sie von außen nicht sieht – da habe ich zuerst gedacht: Das ist Fake. Das kannst du mir nicht erzählen. Im Deutschen Bundestag? Dann habe ich einfach gegoogelt und festgestellt: Das ist so. Du darfst im Deutschen Bundestag, auf dem außen „Dem deutschen Volke“ steht, eine deutsche Flagge nicht zeigen. Da fällt mir nichts mehr ein. Wenn mir irgendjemand ein Land auf dieser Welt nennen kann, das ähnlich verfährt, bei dem mit dem Hoheitszeichen, mit der Flagge, Strafen verbunden sind, wenn man sie zeigt, dann wäre ich überrascht. Es ist irre. Es ist irre, was passiert.

Milena Preradovic: Ja, es ist irre. Ich glaube, der Sündenfall war Angela Merkel. Die hat auf irgendeinem – es war, glaube ich, ein CDU-Parteitag – die Fähnchen eingesammelt.

Waldemar Hartmann: Das war, glaube ich, sogar nach einem großen sportlichen Erfolg, wahrscheinlich Fußball. Hermann Gröhe war damals Generalsekretär und hat mit „Atemlos“ von Helene Fischer gesungen. Und dann hat sie ihm die Fahne richtig zornig aus der Hand gerissen und weggegeben. Ich mochte Merkel noch nie, obwohl ich mein Leben lang schwarz gewählt habe. Aber das war dann der Beginn meiner Absetzbewegung. Als ich das damals gesehen habe, ging so ein Ruck durch mich und ich dachte: Die deutsche Bundeskanzlerin nimmt ihm jetzt die deutsche Flagge aus der Hand. Was ist denn da los?

Milena Preradovic: Ja, die deutsche Flagge. Das hatten wir ja schon mehrfach gesehen. Da ist der Staatsschutz irgendwo angerückt, wenn eine Parkbank in den Deutschlandfarben angestrichen wurde und solche Sachen. Da hat sich schon viel verändert. Und vor allem ist inzwischen alles rechtsradikal, alles Richtung AfD. Wenn man sich die AfD anschaut: Die führt in der neuesten INSA-Umfrage bundesweit mit 29 Prozent. Und im Herbst könnte die AfD in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit bekommen. Und wenn nicht, werden sich alle anderen Parteien zusammenlegen, um an der Macht zu bleiben. Ist das Demokratie?

Waldemar Hartmann: Natürlich nicht. Herr Siegmund aus Sachsen-Anhalt hat dafür einmal die richtige Erklärung gefunden: Es wird nur noch zwei Parteien geben – die AfD und alle anderen zusammen.

Milena Preradovic: Ja, ich nenne sie die DEP – die Deutsche Einheitspartei.

Waldemar Hartmann: Dann musst du dich schon fragen. Dann kannst du jeden Einzelnen aus diesen Parteien fragen: Ist das in eurem Sinn? Ist das in deinem Sinne, dass die Linke jetzt mit der CDU eine Mehrheit bildet? Ist das im Sinne des BSW? Ist das im Sinne der Grünen? Ist das im Sinne der SPD? Wobei man in Sachsen-Anhalt die SPD, glaube ich, gar nicht mehr fragen muss, weil ich glaube, dass sie nicht mehr in den Landtag gewählt wird. Die gurken da mittlerweile bei sechs Prozent herum. Das hat aus meiner Sicht mit Demokratie nichts zu tun, weil es nicht der Wille des Volkes ist. Und darum geht es bei Demokratie. Das steht ja am Reichstag oben, ich habe es gerade schon gesagt: „Dem deutschen Volke“. Die Wähler wählen nicht eine dieser Parteien mit dem Willen, dass sie mit anderen koalieren und kooperieren, um eine andere Partei von der Regierung fernzuhalten. Das ist keine Demokratie.

Milena Preradovic: Nein, es ist ohnehin seltsam, was passiert. Du hast ja kürzlich auf dem Trauermarsch für die Opfer migrantischer Gewalt in Dresden gesprochen. Das war, wie ich fand, eine sehr bewegende Rede. Jetzt hat der Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt den Aufruf eines AfD-Abgeordneten zur Erinnerung an die ermordeten Kinder durch illegale Zuwanderung als Beleg für den Rechtsextremismus der Partei gewertet. Nach Protesten ist der Verfassungsschutz zwar zurückgerudert. Aber was ist das für ein Zeichen an die Menschen?

Waldemar Hartmann: Wenn ich das Wort Verfassungsschutz höre, kriege ich ohnehin Pickel. Denn das wissen die wenigsten Leute. Das klingt immer so hehr: Toll, die Verfassung wird geschützt durch den Verfassungsschutz. Der Verfassungsschutz ist aber, wenn du so willst, eine Abteilung der Innenministerien und dem Ministerium weisungsgebunden. Jeder Innenminister kann den Verfassungsschutz seines Landes, der Bundesinnenminister den Bundesverfassungsschutz, politisch anweisen, in die oder jene Richtung zu forschen, nachzufragen oder zu schützen. Wenn dann der Verfassungsschutzpräsident von Thüringen – aus meiner Sicht ein ziemlich schlimmer Finger – als einer der Ersten mit den heftigsten Angriffen gegen die AfD arbeitet, dann musst du dich nicht wundern, was dabei herauskommt. Ich will zwischendurch sagen: Das klingt alles so, als hätte ich die AfD mitgegründet.

Milena Preradovic: Nein, auch ich nicht. Also warum?

Waldemar Hartmann: Habe ich nicht. Und ich habe erhebliche Bedenken bei einigen Punkten dieser Partei und auch bei einigen Menschen, die in dieser Partei sind. Aber sie ist gewählt. Und ihr werden aus meiner Sicht parlamentarische Rechte einfach verwehrt. Was für ein Kasperletheater im Bundestag stattfindet. Den Bundestagsvizepräsidenten, der dort oben wirklich nur protokollarische Pflichten erfüllt, zu verhindern. Was mit ihnen passiert, wenn man sie in einen kleinen Saal pfercht. Und die SPD kann einen Ballsaal für eine Tanzveranstaltung nutzen, obwohl sie weniger Abgeordnete hat. Was in den Ländern passiert. Welche Konstruktionen in Rheinland-Pfalz jetzt gegründet worden sind, um zu verhindern, dass man einen Untersuchungsausschuss einberufen kann, und, und, und. Das ließe sich ohne Ende fortführen. Da muss ich sagen: Das ist nicht die Missachtung der AfD-Funktionäre in diesen Parlamenten. Das ist die Missachtung der mittlerweile zehn bis fünfzehn Millionen Wähler – je nach Umfrage –, die diese Partei gewählt haben. Das ist eine Missachtung von einem Drittel der Bevölkerung. Das geht nicht so. Jetzt habe ich den Faden verloren, weil ich etwas außer…

Milena Preradovic: … mir gebracht habe. Ist ja auch okay. Aber es wird ja noch schlimmer. Die Wähler, die nicht passen, die nicht die richtigen Parteien wählen, werden ja auch noch richtig böse beschimpft. Arbeitsministerin und SPD-Chefin Bärbel Bas hat Deutschland als „einheitsbraun“ bezeichnet und feiert Zuwanderung als Vielfalt gegen dieses Einheitsbraun. Du hast sie dann als ideologisches Kampfhuhn bezeichnet. Ich fand das fast schon niedlich. Aber es hat sich noch kein Staatsanwalt bei dir gemeldet.

Waldemar Hartmann: Nein, ich bin nicht überrascht. Um Gottes willen, wenn ich jetzt fast danach bettle, dann steht morgen früh um sechs wirklich die Polizei vor der Tür. Ich überlege mir nicht jedes Wort. Und ich stehe dann auch zu jedem Wort. Ich bin sicher, dass ich nicht gegen Recht verstoße. Ich nutze meine Meinungsfreiheit, aber ich gehe nicht beleidigend vor. Ich befleißige mich dessen, was Rudolf Augstein einmal zum Lehrsatz seiner Spiegel-Leute gemacht hat: „Sagen, was ist. Schreiben, was ist.“

Milena Preradovic: Ist auch lange her.

Waldemar Hartmann: Aber der Lehrsatz gilt noch.

Milena Preradovic: Ja.

Waldemar Hartmann: Beim Spiegel gilt das schon lange nicht mehr. Aber der Lehrsatz gilt. Und den nehme ich für mich in Anspruch.

Milena Preradovic: Ja, völlig richtig. Du bist halt old fashioned. Noch einmal kurz zu Bas: Sie begrüßt ja ganz dezidiert so viel Zuwanderung wie möglich und ignoriert Einwanderung in den Sozialstaat. Sie hat ja gesagt, das gebe es gar nicht. Auch die steigende Kriminalität wird ignoriert. In Belfast haben wir gerade gesehen, wie das nach hinten losgehen kann. Da ist es nach dem Enthauptungsversuch eines Sudanesen an einem Mann zu heftigsten Ausschreitungen gekommen. Glaubst du, das könnte in Deutschland auch passieren? Oder ist dieses Land einfach zu apathisch? Nicht, dass ich das begrüßen würde, aber glaubst du, das könnte in Deutschland passieren?

Waldemar Hartmann: Ja, ich fürchte das sogar. Ich fürchte das sogar schon im Herbst. Ich begründe das: Stell dir vor, die AfD hat die absolute Mehrheit in Sachsen-Anhalt. In Mecklenburg-Vorpommern wird sie ein so starkes Ergebnis haben, dass es für die anderen, selbst wenn sie zusammenzählen, nicht ausreicht. Und in Berlin wird ein Linker, weil die Linken die Wahl gewinnen, Regierender Bürgermeister. Stell dir das alles vor.

Die AfDler, die Rechten, gewinnen die Wahl und werden zunächst einmal vor Stolz und Übermut platzen. Da wird ein Ventil aufgehen, weil bisher von rechts auf der Straße im Prinzip wenig passiert ist. Wenn auf der Straße etwas passiert – und damit meine ich Demonstrationszüge oder Protestaktionen –, dann meistens von links.

Die Linken werden alles organisieren. Du erinnerst dich an die gemeinsame Abstimmung der CDU mit der AfD. Das war nicht einmal ein Gesetz. Als die NGOs mobil gemacht haben, waren eine Million Menschen auf den Straßen. Olaf Scholz, der Bundeskanzler, stand in der ersten Reihe. Die Mitarbeiter des Adenauerhauses mussten evakuiert werden, weil die Polizei Sorge hatte, dass das Adenauerhaus, das CDU-Hauptquartier, gestürmt wird. CDU-Geschäftsstellen, zum Beispiel in Hannover, wurden angegriffen. Das war aus meiner Sicht Kindergeburtstag im Vergleich zu dem, was kommen könnte.

Ich wünsche mir das nicht. Aber ich befürchte, dass sich dann die Rechten plötzlich mit ganz breiter Brust fühlen. Sie haben die Wahl gewonnen – mit absoluter Mehrheit. Und die Linken merken, dass ihnen die Felle davonschwimmen, machen mobil. Und das findet dann auf der Straße statt.

Milena Preradovic: Also im Grunde Ausschreitungen von der anderen Seite, nicht wie in England und Belfast.

Waldemar Hartmann: Nein. Wobei sich das – wie gerade alles – vermischen wird. Du hast es ja auch gesagt: Wenn von rechts irgendetwas kommt, dann wird sofort die Nazikeule geschwungen. Und wenn etwas nicht ins Bild passt, dann musst du dir mal vorstellen: Da findet so etwas statt – ein Mann aus dem Sudan kniet in Belfast auf einem anderen und will ihn öffentlich enthaupten. Aber das wird nicht eingeordnet, wenn es nicht ins Bild passt.

Milena Preradovic: Ja, das ist bei uns ja nicht anders.

Waldemar Hartmann: Ja, das meine ich. Bei uns genauso wie in England. Und was in England los ist, das kannst du in London sehen.

Milena Preradovic: Da kommst du wegen eines Posts leichter ins Gefängnis als wegen einer Straftat.

Waldemar Hartmann: Also ich fürchte wirklich, dass sich vieles auf den Straßen abspielen wird. Ich erinnere einfach nur an diese erste gemeinsame Abstimmung. Und danach entschuldigt sich Merz auch noch im Bundestag. Er wusste genau, was passiert, und hinterher heißt es: Jetzt ist mir das aber peinlich. Das ist ja alles irre.

Und wenn Sachsen-Anhalt eine absolute Mehrheit für die AfD bekommt und es in Mecklenburg-Vorpommern ganz eng wird oder vielleicht sogar auch dort die AfD die Mehrheit im parlamentarischen Bereich bekommt – je nachdem, wie viele Parteien in den Landtag einziehen – und in Berlin genau das Gegenteil passiert, dann ist Ramba Zamba. Aber nicht so, wie Merz das meint.

Milena Preradovic: Da bin ich gespannt. Ich kann mir das bei den Deutschen eigentlich nicht so richtig vorstellen. Gerade bei den Bürgerlichen. Also du meinst dieses extreme Aufeinandertreffen?

Waldemar Hartmann: Ja. Das ist dann die deutsche Sprache. Meine Frau ist Sprachwissenschaftlerin. Die hat das auch einmal so erklärt: „Reaktionär“ ist sprachwissenschaftlich ganz einfach zu erklären. Es ist die Reaktion auf Aktion.

Milena Preradovic: Ja, ist klar. Du hast Merz schon erwähnt. Ein Mann, über den wir irgendwie alle staunen. Das ist der Mann, der nicht mehr Lügen-Fritz genannt werden darf, obwohl er nachweislich gelogen hat. Und Fritz heißt er auch. Wie beurteilst du diese Regierung?

Waldemar Hartmann: Setzen, sechs. Sie sind zum Wiederholen nicht zugelassen. Das wäre mein Schulzeugnis.

Ich muss das ja – nein, ich muss nichts gestehen, aber ich gehe offen damit um. Das habe ich nie als Geheimnis in meinem Herzen getragen: Ich habe, seit ich wählen kann, immer schwarz gewählt. Natürlich in Bayern die CSU. Auch damals war die CDU unser erklärter politischer Gegner, weil sie uns als CSU natürlich zu weit links war.

Aber ich habe dann auf Merz gesetzt, weil ich Frau Merkel nicht mehr ertragen konnte. Ich habe gesagt: Wer denn sonst als Merz kann diese Politik von Frau Merkel verändern? Er war nicht mit dabei, er hat diese Beschlüsse nicht gefasst. Er war das Gegenmodell zu Angela Merkel. Das war meine Hoffnung. Deswegen habe ich auch Wahlkampf gemacht – für Linnemann, Fritz Güntzler und, ein bisschen naiv, mit Tilman Kuban.

Milena Preradovic: Ein bisschen naiv war das schon.

Waldemar Hartmann: Nein, das war der Konservative in mir, weil ich dachte, der packt das. Ich habe an all die Reden geglaubt, die er vor der Wahl gehalten hat. Okay, ein bisschen naiv. Sag doch gleich: ein bisserl deppert.

Milena Preradovic: Nein, das habe ich nicht gesagt.

Waldemar Hartmann: Na gut, dann erweitere ich das. Umso größer ist jetzt meine Enttäuschung.

Natürlich fragen mich Leute – auch aus der CDU, vor allem von dort –, warum ich denn nur noch auf ihn draufhaue. Weil ich bei Nius richtig Gas gebe, sage ich: Ich kann euch das erklären. Wisst ihr, was Rosenkrieg ist? Der findet oft nach Enttäuschungen in der Liebe statt. Ich bin ein enttäuschter Liebhaber von Friedrich Merz. Und das ist jetzt mein Rosenkrieg, den ich führe. Damit müsst ihr jetzt leben.

Milena Preradovic: Merz hat ja zum Beispiel auch versprochen, die marode Wirtschaft wieder anzukurbeln. Ich sehe wenig Anzeichen dafür. Es stürzt weiter ab. Die Insolvenzen nehmen beängstigend zu, viele Unternehmen wandern ab. Wie beurteilst du das?

Waldemar Hartmann: Das ist alles Luftpumpenpolitik. Ich höre nur Luft. Vor allem folgt dann eine Lüge auf die andere.

Es findet ja auch ein Gipfel nach dem anderen statt. Nach einem Gipfel hieß es: 600 Milliarden Investitionen. Alles Quatsch. Das waren Gelder, die schon da waren, oder irgendwelche Planungen. Wir planen erst einmal – vielleicht, um dieser Regierung ein bisschen Feuer unter dem Hintern zu machen.

Alles, was auch nur ansatzweise in Richtung Wirtschaft, Energiekosten und so weiter gedacht war, ist dann von den Sozis wieder eingesammelt worden. Zuallererst von Klingbeil. Aber die große Bremserin ist Frau Bas. Bullshit-Bärbel macht alles kaputt, was im Ansatz nach gemeinsamer Reformpolitik aussehen könnte.

Dann ist sie sofort auf der Matte und sagt: Die Arbeitszeit würde ich am liebsten gar nicht anfassen. Was will sie überhaupt anfassen, um etwas zu verändern?

Milena Preradovic: Du arbeitest ja inzwischen bei Nius, wie du selbst gesagt hast, beim Feindsender, den Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther in seinen Träumen am liebsten verbieten würde. Du kommentierst dort das politische Geschehen und bist ja eigentlich ein Kind der Öffentlich-Rechtlichen. Wie schaust du heute von Nius aus auf ARD und ZDF?

Waldemar Hartmann: Ich bin nicht mehr so ganz überrascht, weil ich diese Entwicklung gesehen habe.

Der Bayerische Rundfunk galt ja zu der Zeit, als du bei Antenne Bayern warst – ich wurde damals gerade Sportchef, Anfang der 90er-Jahre – als der Schwarzfunk innerhalb der ARD. Das war damals auch so verteilt, ohne große Aufregung. Die Konservativen saßen in München und Stuttgart, weil dort die CDU regierte. Beim WDR saßen die Sozis, beim NDR saßen die Sozis. Das war quasi so verteilt, auch bei den politischen Magazinen.

Aber damals gab es noch eine Balance. Man wusste: Panorama ist links. Man wusste: Monitor ist links. Man wusste aber auch: Report München ist rechts oder zumindest konservativ. Dadurch hat sich das Ganze ein bisschen ausbalanciert – schon immer mehr zugunsten der Roten. Aber die Schwarzen waren noch da, und das war auch bekannt.

Ich habe damals schon Markus Söder oder Stoiber gesagt: Ihr schaut immer darauf, dass der Intendant aus eurer Farbenlehre kommt. Der Intendant weiß nicht einmal, was gesendet wird, weil der von einer Tagung in Europa zur nächsten fährt. Der Maschinenraum, der Mittelbau, dort, wo die Chefs vom Dienst sitzen, dort, wo Politik und Programm gemacht werden – da sitzen die anderen.

Milena Preradovic: Ja, aber da sitzen genau jetzt die mit der Farbe.

Waldemar Hartmann: Da habt ihr nie darauf aufgepasst.

Milena Preradovic: Ja, aber heute ist das so.

Waldemar Hartmann: Damals saßen sie auch schon dort. Aber die Sozen merken sehr schnell, ob es Widerstand gibt oder nicht. Und sie haben keine Skrupel.

Bei den Schwarzen habe ich ein Leben lang festgestellt: Die Schwarzen wollen immer auch bei den Roten beliebt sein.

Milena Preradovic: Ach so.

Waldemar Hartmann: Ja. Guck dir Wolfram Weimer an. Weimer hat angefangen, und ich dachte mir: Oh, schau her, jetzt kommt …

Milena Preradovic: … der Kulturstaatsminister.

Waldemar Hartmann: Genau. Und dann merkt er: Apollo hat die Nummer mit seinem Ludwig-Erhard-Gipfel aufgedeckt. Plötzlich fand er die alternativen Medien gar nicht mehr so lustig. Und plötzlich erhöht er den Filmförderfonds.

Sag mir einen schwarzen Filmschauspieler – ich meine jetzt nicht die Hautfarbe, sondern politisch. Er bekommt von dort nie eine Stimme. Aber er glaubt, wenn er sich ein bisschen beliebter macht und gleich 100 Millionen mehr Förderung verspricht, dann mögen sie ihn. Die drehen sich um und sagen: „Was ist das für ein Arsch?“

Milena Preradovic: Ja, ich sage ja immer: Die Ossis sind mit Honecker aufgewachsen und wir mit Hollywood. Ich glaube, da ist schon ein bisschen was dran.

Waldemar Hartmann: Ja.

Milena Preradovic: Und die Ostdeutschen sind, wie ich das wahrnehme, auch wesentlich skeptischer, was diese neue Kriegsbereitschaft in Deutschland angeht. Das ist ja ein großes Thema: Wir müssen kriegsbereit werden. Du bist alt genug, zur Nachkriegsgeneration zu gehören. Wie geht es dir mit diesem neuen kriegerischen Ton?

Waldemar Hartmann: Wenn ich „kriegstüchtig“ höre, dann frage ich mich: womit? Wenn ich auf der anderen Seite höre, welche Schwierigkeiten die Bundeswehr hat, Leute zu bekommen und überhaupt kampffähiges Material zu haben. Das kann man ja alles nachlesen.

Ich war vor anderthalb oder zwei Jahren bei Frau Maischberger. Damals habe ich eine Rede von Frau Lambrecht, der damaligen Verteidigungsministerin, gehört. Sie hat im Bundestag quasi einen Offenbarungseid geleistet: wie viele Kampfhubschrauber die Bundeswehr besitzt, wie viele davon einsatzfähig sind, wie viele Panzer die Bundeswehr besitzt und wie viele davon einsatzfähig sind.

Diese Zahlen hatte ich mir gemerkt, weil sie mich erschlagen haben. Ich habe mir gedacht: Das gibt es doch nicht. Das ist ein einziger Reparaturbetrieb und ein Schrotthaufen. Diese Zahlen habe ich dort genannt. Danach sagte Frau Maischberger: „Seit wann sind Sie denn Waffenexperte?“ Ich habe gesagt: „Weil mich diese Zahlen erschüttert haben.“

Dann war auch noch Frau Melanie Amann da, meine ganz besondere Freundin. Sie schaute mich an und sagte: „Anekdotische Evidenz.“ Dann haben sie einen Faktencheck gemacht, und plötzlich haben sie mich noch größer angeschaut, weil die Zahlen stimmten.

Deswegen sage ich heute: Womit? Merz steht da und sagt: „Wir wollen die größte und modernste Armee Europas haben.“ Ja, wovon träumt er denn? Wir kriegen doch nichts auf die Reihe. Wir können ja nicht einmal einen Bahnhof bauen.

Milena Preradovic: Stimmt.

Waldemar Hartmann: Stuttgart 21 – daran denke ich.

Milena Preradovic: Das werden wir nicht mehr erleben.

Waldemar Hartmann: Nein. Deutschland ist mit jeder Erneuerung der Infrastruktur überlastet, überfordert und kann es nicht. Es tut mir leid, wenn das so ist.

Diese Kriegstüchtigkeit ist aus meiner Sicht nur eine Nebelkerze, um zu sagen: „Putin, bitte nicht gleich übermorgen, sondern vor 2029 werden wir nicht verteidigungsfähig sein.“ Das sind Dinge, bei denen ich fassungslos dasitze.

Wenn Politiker im Bundestag sagen – Kiesewetter sagt ja, 2029 sei Putin so weit –, woher nehmen die das? Sie schaffen diese Kriegsangst, um ihre 500 Milliarden für die Bundeswehr zu rechtfertigen und andere Dinge zu vernachlässigen. Dann heißt es: Wir müssen jetzt Schwerpunkte setzen, wir müssen die Landesverteidigung stärken, wir müssen kriegstüchtig werden. Das sind aus meiner Sicht alles Nebelkerzen.

Und du hast mich gefragt, wie die Ossis darüber denken. Natürlich anders. Wir vergessen einfach, dass die Russen hier 40 Jahre lang Besatzungsmacht waren. Und die Russen waren eine andere Besatzungsmacht als die Amerikaner. Die Russen haben hier keine Kaugummis verteilt, die Amerikaner schon. Die Amerikaner haben Coca-Cola vor den Schulen verteilt. Das haben die Russen nicht gemacht.

Trotzdem haben sich natürlich Verbindungen entwickelt. Es sind Ehen entstanden. Vor allem – und das ist das, was Michael Kretschmer, der Ministerpräsident hier in Sachsen, immer anmerkt und womit er ja völlig gegen die CDU-Linie schwimmt – haben viele mittelständische Betriebe hier im Osten Verbindungen zu Russland und über Jahre gute Geschäfte mit ihnen gemacht. Durch die Sanktionen fällt das alles weg.

Nach dem Motto: „Jeder denkt an sich, nur ich denke an mich“, muss Kretschmer für seine Wähler hier anders denken als die CDU bundesweit und vor allem im Westen. Dafür habe ich in vielen Dingen großes Verständnis, weil es das praktische Leben hier ist.

Milena Preradovic: Ja, ich glaube, es wird eben nicht so wahnsinnig viel nutzen. Aber am Ende noch dein Tipp, um die Klammer vom Anfang zu schließen: Wer wird Weltmeister und wer wird die Überraschungsmannschaft?

Waldemar Hartmann: Ich habe das ein Leben lang so gehalten: Als Prophet äußere ich mich immer erst nach Eintritt des Ereignisses, weil dann die Trefferquote höher ist. Und wenn ich so schlau wäre, würde ich es für mich behalten, viel Geld darauf setzen und am Schluss kassieren. Ich bin da bei Kloppo.

Milena Preradovic: Also Spanien, Frankreich, Brasilien.

Waldemar Hartmann: Spanien, Frankreich, Brasilien. Ich nehme noch dazu, weil es so etwas immer wieder gegeben hat. Ich kann mich erinnern: Bei der Weltmeisterschaft in Südkorea waren die Gastgeber auch im Spiel um Platz drei. Die Heimischen kommen oft ganz gut. Deshalb setze ich diesmal nicht auf die USA, sondern auf Mexiko. Die haben uns in Russland auch schon wehgetan. Sie haben eine gute Truppe und spielen zu Hause. Also glaube ich, es wird ein Südamerikaner oder Mexiko.

Milena Preradovic: Überraschungsmannschaft. Ich tippe ja irgendwie so ein bisschen auf die Elfenbeinküste.

Waldemar Hartmann: Ja, die sind nicht schlecht.

Milena Preradovic: Also nicht Weltmeister, sondern Überraschungsmannschaft. So wie damals Kamerun.

Waldemar Hartmann: Ja. Haiti spielt mit, Kap Verde spielt mit oder Usbekistan. Da gibt es einige Überraschungen.

Milena Preradovic: Deutschland muss jetzt erst einmal gegen Curaçao gewinnen, oder?

Waldemar Hartmann: Ja, damit habe ich jetzt kein Problem. Aber du hast schon richtigerweise gesagt: Elfenbeinküste. Don’t forget Ecuador. Die haben eine super Qualifikation in Südamerika gespielt. Die schätze ich als unseren stärksten Gegner in der Gruppe ein. Und wenn dann die Elfenbeinküste auch noch stärker ist, dann müssten wir schon wieder heimfahren.

Milena Preradovic: Ja gut, daran sind sie natürlich gewöhnt.

Waldemar Hartmann: Hallo, ich muss doch wissen, warum ich in der Nacht aufstehe.

Milena Preradovic: Ja, vielen Dank, Waldi. Auch für den unterhaltsamen Polit-Fußball-Talk. Sehr schön, dass du hier bei mir warst.

Waldemar Hartmann: Gerne. Danke.

Milena Preradovic: Tja, Leute, wer wünscht sich nicht die Sorglosigkeit früherer Fußballturniere zurück, als wir uns keine Gedanken über Krieg, Geld und eine komplett abgehobene Politik machen mussten? Als unsere Meinung noch etwas galt und nicht von Staatsanwaltschaften verfolgt wurde. Ich wünsche euch trotzdem eine gute Zeit, schönen Fußball und macht ordentlich Party. Bis bald!

Interview with Waldemar Hartmann (english)

Milena Preradovic: It’s World Cup time again. And if you’ve been following the pre-tournament coverage in the mainstream media about the host country, the U.S., you might well have gotten the impression: The world is visiting its enemies. The Trump- and U.S.-bashing is reminiscent of the last World Cup in Qatar. That wasn’t about soccer; it was about rainbow armbands against evil sheikhs. Soccer tournaments are a bit suspect anyway in the “best Germany of all time.” Political elites are already horrified by the sight of German flags in fans’ windows. SPD leader Bärbel Bas called the country she helps govern “uniformly brown.” My guest then called her an ideological firebrand, a danger to democracy. Straight talk and common sense—now on “Preradovic.” Hello, Waldemar Hartmann! Hello, Waldi, it’s great to have you here.

Waldemar Hartmann: Hello, Milena. Greetings. Long time no see.

Milena Preradovic: Indeed. Let me briefly introduce you. You’re a journalist and a legendary sports broadcaster. You started out at Bayerischer Rundfunk, working in radio in the politics and current affairs department. Then you were one of the founding hosts of *Rundschau* on Bavarian television. In the mid-’80s, you switched to sports, hosting ten Olympic Games, eight World Cups, and European Championships for ARD, as well as winter sports. Together with Harald Schmidt, you hosted the show “Waldi & Harry” at the Olympic Games in Turin and Beijing. With “Waldis Club,” you provided entertaining analysis of soccer tournaments—all of it legendary. You’ve also hosted boxing events and perform on stage as a cabaret artist. In 2023, you joined Nius, where you comment on current events and award the “Goal of the Week.” The World Cup has just kicked off in the U.S., Mexico, and Canada. In the run-up to the tournament, there was quite a stir in the media, especially directed against the U.S. under Trump. Apollo News titled an ARD documentary “The World as a Guest Among Enemies”; it was much the same during the last World Cup in Qatar. Is this now “typically German” or “typically New German”?

Waldemar Hartmann: I tend to think you can definitely say it’s “typically German.” There’s always been grumbling ahead of major events. I remember—those were actually my favorite Winter Games, in Lillehammer in 1994. Back then, the “clever” Germans said: “How can a place like Lillehammer, with a population of 18,000, host the Olympic Games?” I still remember that, months before the Beijing Olympics, we saw reports about it on public broadcast channels. At some point, I thought to myself: I don’t think I need to go there, because I’ll suffocate in the smog in Beijing. The secret police will be following us 24 hours a day. We actually went out of our way to provoke them once. Harald Schmidt went up to the Great Wall with the camera crew and behaved in such a way that a German police officer would have immediately put him in handcuffs. But we didn’t have those images. We were simply able to act freely. That’s something typically German: always refusing to enjoy the soup right away, but instead looking for the fly in the ointment first.

Milena Preradovic: But things went even further in Qatar. The German team was humiliatingly knocked out, partly because they really let themselves be exploited by politics—wearing rainbow armbands against the “evil sheikhs” and so on. Do you think the DFB has learned from that?

Waldemar Hartmann: I’m not entirely sure. At least they tried. From what I’ve heard, the team was briefed. Qatar was a communications disaster. Partly due to pressure from then-Interior Minister Nancy Faeser, who sat in the stands wearing that “One Love” armband to really provoke Infantino—about whom one can argue—the president of FIFA.

Milena Preradovic: Wasn’t she also in the locker room with the team shortly before the game?

Waldemar Hartmann: Yes, there were also attempts to get the team on board with that “One Love” armband and human rights one more time. In the run-up to this World Cup, human rights, oil, and who knows what else were more important than what it was actually about—namely, a soccer World Cup. I denounced that back then, too. I simply appealed to them: You’re called the DFB, the German Soccer Association. But you don’t have to be an NGO. There are other, many NGOs for that—too many, as I think we both know. Focus on what you were founded to do. In Leipzig, by the way, where I’ve been living for six years. So focus on soccer. But that’s just a consequence of having politicians at the helm of this association. Back then, it was Grindel. He was a CDU member of the Bundestag. Now the president is Bernd Neuendorf. He was an SPD state secretary. And they obviously bring their political ideology with them. They believe this helps the association—or soccer as a whole—to become more mainstream in society. I maintain that it only gets in the way.

Milena Preradovic: I wonder anyway why they all have to be politicians. Before Mayer-Vorfelder, before Grindel—they were politicians, too. Why don’t they choose soccer players—let’s say, real soccer experts or specialists?

Waldemar Hartmann: That’s a valid question you’re asking. Unfortunately, I don’t have an answer because I ask myself the same thing. That’s apparently just how it is in Germany. That’s just how the bureaucratic system works. I still remember: in the early ’90s, they sent those whom they believed could no longer be of much help to the party domestically over to Europe. That’s when the “third wave” was sent to Europe. We know now what came of that. Now we’re suffering the consequences of that “third wave”—those who built Europe. It’s a phenomenon. It’s essentially always about reassigning people who are no longer effective as officials in the political arena. Then they end up somewhere—either at a foundation or on a supervisory board. They’re simply reassigned somewhere so they can’t cause as much damage anymore.

Milena Preradovic: Let’s stay with soccer for just a moment. Purely in terms of quality: Can Germany win this tournament? Jürgen Klopp sees Spain, France, or Brazil as the favorites. He didn’t even mention Germany.

Waldemar Hartmann: How could I disagree with Jürgen Klopp? Of course I agree with him on that. I don’t believe it either. And I’m not saying that out of schadenfreude or typical German pessimism—it’s simply a matter of quality. If I take a look at the team—and I’m not counting ideological factors here, but rather soccer-specific qualities—we don’t really have top-tier international talent. We have a few good players who also play for prestigious clubs abroad. I’m thinking of Wirtz at Liverpool or Havertz at Arsenal, who has now also become an English soccer champion and played a part in that. But the rest aren’t world-class. We even have a few positions—I’ll say the fullbacks—that aren’t world-class at all. And if you want to win a World Cup: Of course, there’s the saying that it’s not the individual stars but the team that matters. But there really should be three or four players who can play really well. We have too few of those, and the others have too many.

Milena Preradovic: Is soccer actually still as much fun as it was back in your heyday?

Waldemar Hartmann: If I block out everything that the huge business side of it has come to mean—in other words, if I just focus on what happens on the field—then yes. Because there are still amazing soccer players out there. Because the game has gotten faster. Because some teams don’t just get stuck in rigid tactics but also play attacking soccer. That’s what we saw in the Champions League recently. The last few games were really exciting. It was great soccer once the knockout stage began and teams had to win to advance. Before that—and we’ll see this now at the World Cup—the group stage matches will feature tactical systems focused first and foremost on not losing. Those will be boring games. But it’s always been that way. I still enjoy watching soccer, especially the Premier League, because the soccer played there is much faster and more athletic. But this might sound a bit twisted: I no longer watch any of the stuff I used to make my living from—namely, all the smart-aleck commentary before and after the game. I’m there at kickoff and gone by the final whistle. Everything that goes on around the edges, Milena, has become so overblown. Suddenly there are four female experts on the screen, plus one more guy because he has to have his say too. So I sit there in front of the TV—until I eventually give up—and think to myself: What can Ms. Tabea Kemme, with all her soccer knowledge, explain to me that Lothar Matthäus can’t? What can Fritzy on ZDF—I don’t even know her last name, the female coach—explain to me that he can’t? That’s all fine, all great. But what can she explain to me that Christoph Kramer and Per Mertesacker can’t? Two World Cup champions.

Milena Preradovic: Well, okay, but can she explain any less now?

Waldemar Hartmann: She doesn’t have to explain anything at all, because those two have already told me everything. But now we’ve also extended the preliminary rounds by an hour. They’ve already talked themselves to death or talked their heads off by the time the game even starts. And especially all that coffee-ground stirring beforehand—I don’t need that at all. Afterward, yeah, that’s okay. But like I said: I…

Milena Preradovic: But German TV viewers actually like to have things put into context. So they do think it’s good when that context is provided beforehand.

Waldemar Hartmann: You’re giving me a cue there. We Germans are apparently so dumb that the *Tagesschau*, the *Tagesthemen*, the *Heute-Journal*—they all have to put everything into context for us. They put Iran into context, they put Gaza into context, they put Beirut and Lebanon into context—they put everything into context. They put Trump into context. People aren’t really like that, are they? They’re perfectly capable of forming their own opinions without needing help putting things into context.

Milena Preradovic: I don’t think that’s the point. I believe I’m quoting Michael Meyen, the communication researcher: He says the Tagesschau is there so that people know what to talk about the next day.

Waldemar Hartmann: Yes. These days, the Tagesschau is really only there to point out that at six in the morning on Nius—and I’m quoting the slogan here—“everyone finds out what’s being kept from them in the evening.”

Milena Preradovic: Yes, exactly. Nice story. At Berlin’s public transit system, German flags will definitely be waved again during this World Cup. That’s become downright suspicious by now. And there was this farce this week. AfD politician Beatrix von Storch waved the German flag from a balcony of the Bundestag. The Bundestag police then showed up because it violated the house rules—even though the German flag is also flying on the Bundestag, that is, the Reichstag. Can you still keep up with this intellectually?

Waldemar Hartmann: No, I’m overwhelmed. I can’t handle this anymore. So if there’s a rule—which Julia Klöckner apparently pointed out again—and the Bundestag police, who are responsible for enforcing the law within the Bundestag, then point out that you’re not allowed to do that, that you can only hang the flag in your office in such a way that it can’t be seen from the outside—my first thought was: This has to be fake. You can’t tell me that. In the German Bundestag? So I just Googled it and found out: It’s true. You’re not allowed to display a German flag in the German Bundestag, which has “To the German People” written on the outside. I’m at a loss for words. If anyone can name a country in this world that does something similar—where displaying the national emblem or the flag results in penalties—I’d be surprised. It’s crazy. It’s crazy what’s happening.

Milena Preradovic: Yes, it’s crazy. I think the root of the problem was Angela Merkel. She collected the little flags at some—I think it was a CDU party convention.

Waldemar Hartmann: I think that was even after a major sports victory, probably soccer. Hermann Gröhe was secretary-general at the time and sang “Atemlos” by Helene Fischer. And then she snatched the flag right out of his hand—really angrily—and gave it away. I’ve never liked Merkel, even though I’ve voted for the CDU my whole life. But that was the beginning of my shift away from the party. When I saw that back then, it really shook me, and I thought: The German chancellor is taking the German flag right out of his hand. What on earth is going on here?

Milena Preradovic: Yes, the German flag. We’d already seen that happen several times. State security would step in whenever a park bench was painted in the colors of the German flag and things like that. A lot has changed since then. And above all, everything is now considered far-right, everything leaning toward the AfD. If you look at the AfD: It’s leading nationwide in the latest INSA poll with 29 percent. And this fall, the AfD could win an absolute majority in Saxony-Anhalt. And if not, all the other parties will join forces to stay in power. Is that democracy?

Waldemar Hartmann: Of course not. Mr. Siegmund from Saxony-Anhalt once came up with the perfect explanation for this: There will only be two parties left—the AfD and everyone else combined.

Milena Preradovic: Yes, I call it the DEP—the German Unity Party.

Waldemar Hartmann: Then you have to ask yourself. Then you can ask every single person in these parties: Is this what you want? Is it what you want, that the Left is now forming a majority with the CDU? Is that what the BSW wants? Is that what the Greens want? Is that what the SPD wants? Although in Saxony-Anhalt, I don’t think we even need to ask the SPD anymore, because I believe they won’t be elected to the state parliament again. They’re languishing at around six percent these days. In my view, that has nothing to do with democracy, because it’s not the will of the people. And that’s what democracy is all about. It’s written at the top of the Reichstag, as I just mentioned: “To the German people.” Voters don’t elect one of these parties with the intention that it will form a coalition and cooperate with others just to keep another party out of government. That’s not democracy.

Milena Preradovic: No, it’s strange what’s happening anyway. You recently spoke at the memorial march for the victims of migrant violence in Dresden. I thought that was a very moving speech. Now the Office for the Protection of the Constitution in Saxony-Anhalt has interpreted an AfD representative’s call to commemorate the children murdered as a result of illegal immigration as evidence of the party’s right-wing extremism. Following protests, the Office has backtracked. But what kind of message does that send to the people?

Waldemar Hartmann: Whenever I hear the term “Office for the Protection of the Constitution,” I break out in hives. Very few people realize this. It always sounds so noble: “Great, the Constitution is protected by the Office for the Protection of the Constitution.” But the Office for the Protection of the Constitution is, if you will, a division of the Ministry of the Interior and is bound by the ministry’s directives. Every state interior minister can issue political directives to his state’s Office for the Protection of the Constitution—and the Federal Minister of the Interior can do the same for the Federal Office for the Protection of the Constitution—to investigate, inquire into, or protect this or that matter. So when the head of the Office for the Protection of the Constitution in Thuringia—who, in my view, is a pretty shady character—is one of the first to launch the most vehement attacks against the AfD, you shouldn’t be surprised by the outcome. I’d like to interject here: This all sounds as if I had co-founded the AfD.

Milena Preradovic: No, neither did I. So why?

Waldemar Hartmann: I didn’t. And I have serious reservations about certain aspects of this party and also about some of the people in it. But it was elected. And in my view, it’s simply being denied its parliamentary rights. What a farce is taking place in the Bundestag—preventing the Vice President of the Bundestag, who really only fulfills ceremonial duties up there, from doing his job. What happens to them when they’re crammed into a small room. And the SPD can use a ballroom for a dance event, even though it has fewer members of parliament. What’s happening in the states. What schemes have now been set up in Rhineland-Palatinate to prevent the convening of an investigative committee, and so on and so forth. I could go on and on. I have to say: This isn’t a disregard for the AfD officials in these parliaments. It’s a disregard for the now ten to fifteen million voters—depending on the poll—who voted for this party. It’s a disregard for one-third of the population. This can’t go on like this. Now I’ve lost my train of thought because I brought something else…

Milena Preradovic: … got sidetracked. That’s okay, though. But it gets even worse. Voters who don’t fit in—who don’t vote for the “right” parties—are also being viciously berated. Labor Minister and SPD Chairwoman Bärbel Bas has described Germany as “uniformly brown” and celebrates immigration as diversity against this “uniformly brown” state. You then called her an “ideological firebrand.” I thought that was almost cute. But no prosecutor has contacted you yet.

Waldemar Hartmann: No, I’m not surprised. For heaven’s sake, if I were to practically beg for it now, the police would really be at my door at six in the morning. I don’t weigh every word. And I stand by every word I say. I’m certain I’m not breaking the law. I’m exercising my freedom of speech, but I’m not being offensive. I strive to follow what Rudolf Augstein once made the guiding principle for his Spiegel staff: “Say what is. Write what is.”

Milena Preradovic: That was a long time ago.

Waldemar Hartmann: But that principle still holds true.

Milena Preradovic: Yes.

Waldemar Hartmann: That hasn’t been the case at *Der Spiegel* for a long time. But the principle still holds. And I’m claiming it for myself.

Milena Preradovic: Yes, absolutely right. You’re just old-fashioned. One more quick point about Bas: She very explicitly welcomes as much immigration as possible and ignores immigration into the welfare state. She’s even said that doesn’t exist at all. Rising crime is also ignored. In Belfast, we’ve just seen how that can backfire. After a Sudanese man attempted to behead another man, it led to the most violent riots. Do you think that could happen in Germany too? Or is this country simply too apathetic? Not that I’d welcome it, but do you think that could happen in Germany?

Waldemar Hartmann: Yes, I actually fear that. I even fear it could happen as early as this fall. Here’s why: Imagine the AfD wins an absolute majority in Saxony-Anhalt. In Mecklenburg-Western Pomerania, it will achieve such a strong result that it won’t be enough for the others, even if they join forces. And in Berlin, a member of Die Linke will become Governing Mayor because Die Linke wins the election. Imagine all of that.

The AfD members—the right-wingers—will win the election and, at first, will be bursting with pride and exuberance. A floodgate will open, because so far, in principle, little has happened on the streets from the right. When something happens on the streets—and by that I mean demonstrations or protests—it’s usually from the left.

The left will organize everything. You remember the joint vote between the CDU and the AfD. That wasn’t even a law. When the NGOs mobilized, a million people were on the streets. Olaf Scholz, the Chancellor, was standing in the front row. The staff at the Adenauerhaus had to be evacuated because the police were concerned that the Adenauerhaus—the CDU headquarters—would be stormed. CDU offices, for example in Hanover, were attacked. In my view, that was child’s play compared to what might be coming.

I don’t want that to happen. But I fear that the right wing will suddenly feel emboldened. They won the election—with an absolute majority. And the left, realizing they’re in trouble, will mobilize. And that will then play out on the streets.

Milena Preradovic: So basically riots from the other side, not like in England and Belfast.

Waldemar Hartmann: No. Although—like everything else right now—it’ll all get mixed up. You said it yourself: If anything comes from the right, people immediately start brandishing the “Nazi” label. And if something doesn’t fit the narrative, just imagine: Something like this happens—a man from Sudan kneels on top of another man in Belfast and tries to behead him in public. But that isn’t contextualized if it doesn’t fit the narrative.

Milena Preradovic: Yes, it’s no different here.

Waldemar Hartmann: Yes, that’s what I mean. It’s the same here as it is in England. And you can see what’s going on in England right there in London.

Milena Preradovic: It’s easier to end up in jail there for a social media post than for a criminal offense.

Waldemar Hartmann: Well, I really fear that a lot of this will play out on the streets. I’m just reminding you of that first joint vote. And afterward, Merz even apologized in the Bundestag. He knew exactly what was happening, and afterward he said, “But now I’m embarrassed by this.” It’s all just crazy.

And if Saxony-Anhalt gives the AfD an absolute majority and it’s a very close race in Mecklenburg-Western Pomerania—or maybe the AfD even wins a parliamentary majority there, depending on how many parties make it into the state parliament—and the exact opposite happens in Berlin, then all hell will break loose. But not in the way Merz means it.

Milena Preradovic: I’m curious to see that. I can’t really picture that happening with the Germans. Especially among the conservatives. So you mean this extreme clash?

Waldemar Hartmann: Yes. That’s just the German language. My wife is a linguist. She once explained it this way: “Reactionary” is quite simple to explain linguistically. It’s the reaction to action.

Milena Preradovic: Yeah, that makes sense. You already mentioned Merz. A man we’re all somehow amazed by. He’s the guy who can no longer be called “Lying Fritz,” even though he’s been proven to have lied. And his name really is Fritz. How do you rate this government?

Waldemar Hartmann: Fail, six. They’re not allowed to repeat the year. That would be my report card.

I have to—no, I don’t have to admit anything, but I’m open about it. I’ve never kept this a secret in my heart: Ever since I’ve been able to vote, I’ve always voted for the conservative parties. In Bavaria, of course, that means the CSU. Even back then, the CDU was our declared political opponent because, to us in the CSU, it was naturally too far to the left.

But then I backed Merz because I couldn’t stand Ms. Merkel anymore. I said: Who else but Merz can change Ms. Merkel’s policies? He wasn’t part of it; he didn’t make those decisions. He was the antithesis of Angela Merkel. That was my hope. That’s why I also campaigned—for Linnemann, Fritz Güntzler, and, a bit naively, for Tilman Kuban.

Milena Preradovic: That was a bit naive.

Waldemar Hartmann: No, that was the conservative in me, because I thought he could pull it off. I believed all the speeches he gave before the election. Okay, a bit naive. Just say it straight out: a little silly.

Milena Preradovic: No, I didn’t say that.

Waldemar Hartmann: All right, then I’ll expand on that. That makes my disappointment all the greater now.

Of course, people ask me—including those from the CDU, especially from there—why I’m always bashing him. Since I really go all out on Nius, I say: I can explain this to you. Do you know what a “war of the roses” is? It often happens after disappointments in love. I’m a disappointed lover of Friedrich Merz. And this is my War of the Roses, the one I’m waging. You’ll just have to live with that now.

Milena Preradovic: Merz, for example, also promised to revive the ailing economy. I see few signs of that. It keeps plummeting. Bankruptcies are rising at an alarming rate, and many companies are moving away. How do you assess that?

Waldemar Hartmann: It’s all hot-air politics. All I hear is hot air. Above all, one lie follows another.

There’s also one summit after another. After one summit, they said: 600 billion in investments. It’s all nonsense. That was money that was already there, or just some plans. We’re just making plans for now—maybe to put a little fire under this government’s butt.

Anything that was even remotely aimed at the economy, energy costs, and so on was then swept up again by the Social Democrats. First and foremost by Klingbeil. But the biggest roadblock is Ms. Bas. “Bullshit-Bärbel” ruins anything that even begins to look like a joint reform policy.

Then she’s immediately on the scene saying, “I’d prefer not to touch working hours at all.” What does she even want to tackle to bring about change?

Milena Preradovic: You’re now working at Nius, as you’ve said yourself—at the “enemy station” that Schleswig-Holstein’s Minister President Günther would love to ban in his dreams. You comment on political events there, and you’re actually a product of public broadcasting. How do you view ARD and ZDF today from your vantage point at Nius?

Waldemar Hartmann: I’m not really that surprised anymore, because I’ve seen this development coming.

Back when you were at Antenne Bayern—I had just become sports director at the time, in the early ’90s—Bayerischer Rundfunk was considered the “black station” within the ARD. That’s just how things were divided back then, without much fuss. The conservatives were based in Munich and Stuttgart because the CDU was in power there. The Social Democrats were at WDR, and the Social Democrats were at NDR. That’s basically how it was divided, even among the political magazines.

But back then, there was still a balance. People knew: Panorama is left-wing. People knew: Monitor is left-wing. But people also knew: Report München is right-wing, or at least conservative. That balanced things out a bit—though increasingly in favor of the left. But the right was still there, and that was common knowledge, too.

I told Markus Söder and Stoiber back then: You’re always making sure the station director comes from your political camp. The station director doesn’t even know what’s being broadcast because he’s rushing from one conference in Europe to the next. The engine room—the mid-level staff, where the editors-in-charge sit, where policy and programming are made—that’s where the others are.

Milena Preradovic: Yes, but right now that’s exactly where the “color” people are sitting.

Waldemar Hartmann: You never paid attention to that back then.

Milena Preradovic: Yes, but that’s how it is today.

Waldemar Hartmann: They were already sitting there back then, too. But the Social Democrats notice very quickly whether there’s resistance or not. And they have no scruples.

With the Conservatives, I’ve noticed my whole life: The Conservatives always want to be popular with the Social Democrats, too.

Milena Preradovic: Oh, I see.

Waldemar Hartmann: Yes. Take a look at Wolfram Weimer. Weimer got started, and I thought to myself: Oh, look, here comes…

Milena Preradovic: …the Minister of State for Culture.

Waldemar Hartmann: Exactly. And then he realizes: Apollo has exposed the whole thing with his Ludwig Erhard summit. Suddenly, he didn’t find the alternative media so funny anymore. And suddenly he increases the film funding.

Name me a Black film actor—I don’t mean by skin color, but politically. He never gets a single vote from them. But he thinks that if he makes himself a little more popular and promises an extra 100 million in funding right away, then they’ll like him. They turn around and say, “What kind of asshole is this?”

Milena Preradovic: Yeah, I always say: The East Germans grew up with Honecker, and we grew up with Hollywood. I think there’s definitely some truth to that.

Waldemar Hartmann: Yes.

Milena Preradovic: And as I see it, East Germans are also much more skeptical about this new war-readiness in Germany. That’s a big issue, after all: We have to become ready for war. You’re old enough to belong to the postwar generation. How do you feel about this new bellicose tone?

Waldemar Hartmann: When I hear “ready for war,” I ask myself: ready for what? On the other hand, I hear about the difficulties the Bundeswehr has in recruiting personnel and even in having combat-ready equipment. You can read all about that.

I was a guest on Ms. Maischberger’s show a year and a half or two years ago. At that time, I heard a speech by Ms. Lambrecht, the defense minister at the time. She essentially made a confession of bankruptcy in the Bundestag: how many combat helicopters the Bundeswehr owns, how many of them are operational, how many tanks the Bundeswehr owns, and how many of them are operational.

I had committed those numbers to memory because they stunned me. I thought to myself: This can’t be true. It’s nothing but a repair shop and a pile of scrap metal. I cited those numbers on the show. Afterward, Ms. Maischberger said, “Since when have you been a weapons expert?” I said, “Because these figures shocked me.”

Then there was also Ms. Melanie Amann, my very special friend. She looked at me and said, “Anecdotal evidence.” Then they fact-checked it, and suddenly they looked at me with even more respect because the numbers were correct.

That’s why I’m saying today: With what? Merz stands there and says, “We want to have the largest and most modern army in Europe.” Yeah, what is he dreaming about? We can’t even get anything done. We can’t even build a train station.

Milena Preradovic: That’s right.

Waldemar Hartmann: Stuttgart 21—that’s what I’m thinking of.

Milena Preradovic: We won’t live to see that.

Waldemar Hartmann: No. With every infrastructure renewal, Germany is overburdened, overwhelmed, and simply can’t handle it. I’m sorry if that’s the case.

In my view, this “war readiness” is just a smokescreen to say: “Putin, please don’t come the day after tomorrow—but we won’t be capable of defending ourselves before 2029.” These are the kinds of things that leave me speechless.

When politicians in the Bundestag say—Kiesewetter says, for example, that Putin will be ready by 2029—where do they get that from? They’re creating this fear of war to justify their 500 billion for the Bundeswehr and to neglect other things. Then they say: We have to set priorities now, we have to strengthen national defense, we have to become combat-ready. In my view, these are all smokescreens.

And you asked me what people from the East think about this. Differently, of course. We simply forget that the Russians were an occupying power here for 40 years. And the Russians were a different kind of occupying power than the Americans. The Russians didn’t hand out chewing gum here; the Americans did. The Americans handed out Coca-Cola in front of schools. The Russians didn’t do that.

Nevertheless, connections have naturally developed. Marriages have taken place. Above all—and this is what Michael Kretschmer, the Minister-President here in Saxony, always points out, even though it puts him completely at odds with the CDU’s official line—many small and medium-sized businesses here in the East have ties to Russia and have done good business with them for years. Because of the sanctions, all of that is falling apart.

True to the motto, “Everyone thinks of themselves, but I’m the only one who thinks of me,” Kretschmer has to think differently for his voters here than the CDU does nationwide—and especially in the West. I have a great deal of understanding for this in many respects, because that’s just the reality of life here.

Milena Preradovic: Yes, I don’t think it’ll make all that much of a difference. But to wrap things up and tie back to the beginning: Who will win the World Cup, and which team will be the dark horse?

Waldemar Hartmann: I’ve always followed this rule my whole life: As a prophet, I only speak up after the event has happened, because then my track record is better. And if I were that smart, I’d keep it to myself, bet a lot of money on it, and cash in at the end. I’m on Kloppo’s side on this one.

Milena Preradovic: Well, Spain, France, Brazil.

Waldemar Hartmann: Spain, France, Brazil. I’ll add one more, because this kind of thing has happened time and again. I remember: At the World Cup in South Korea, the hosts also made it to the third-place match. The home teams often do quite well. That’s why I’m not betting on the U.S. this time, but on Mexico. They’ve already given us a hard time in Russia. They have a good team and are playing at home. So I think it’ll be a South American team or Mexico.

Milena Preradovic: A dark horse. I’m kind of rooting for the Ivory Coast, actually.

Waldemar Hartmann: Yeah, they’re not bad.

Milena Preradovic: I mean, not world champions, but a dark horse. Just like Cameroon back then.

Waldemar Hartmann: Yeah. Haiti’s in it, Cape Verde’s in it, or Uzbekistan. There are a few surprises there.

Milena Preradovic: Germany has to beat Curaçao first, right?

Waldemar Hartmann: Yeah, I don’t have a problem with that. But you were right to mention the Ivory Coast. Don’t forget Ecuador. They had a great qualifying campaign in South America. I think they’ll be our toughest opponent in the group. And if the Ivory Coast turns out to be even stronger, then we’ll have to head home again.

Milena Preradovic: Well, of course they’re used to that.

Waldemar Hartmann: Hey, I need to know why I’m getting up in the middle of the night.

Milena Preradovic: Yes, thank you very much, Waldi. And thanks for the entertaining political soccer chat. It was great having you here with me.

Waldemar Hartmann: My pleasure. Thanks.

Milena Preradovic: Well, folks, who doesn’t wish for the carefree days of soccer tournaments past, when we didn’t have to worry about war, money, or politics that’s completely out of touch? Back when our opinions still mattered and weren’t being prosecuted by the state. Anyway, I hope you all have a great time, enjoy the soccer, and party hard. See you soon!

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8 Kommentare

  1. Max

    Der DFB ist kein Verband mehr, sondern ein Selbstbedienungsladen für Planlose.
    Sportlich orientierungslos, kommunikativ peinlich, strukturell verkrustet.
    Man verwaltet den Niedergang mit Gremiensitzungen und Phrasen – und wundert sich dann über das Ergebnis.

    Kurz: Der DFB scheitert nicht am Gegner, sondern an sich selbst.

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  2. Gert Friederichs

    Merkel-Gröhe-Fahne weg ist auf youtube allgegenwärtig.
    Es gab einmal eine slow-motion-Version davon, die ich leider, leider gesehen, aber nicht abgespeichert habe. Und die auch für mich nicht mehr auffindbar ist. Da kam die völlige Verachtung dieser Dame für den Fetzen Stoff so richtig heraus.
    Es wäre schön, wenn ein Schnittkünstler oder Layout-Profi das noch einmal herstellen und posten könnte! Ich kann es leider nicht!
    Danke für den Beitrag! Die etwas älteren Herren verlassen das sinkende ARD/ZDF-Boot.
    Auch ich bin erst mit 9/11 im 62. Lebensjahr aufgewacht. Vorher gab es bei mir nur Beruf als Freiberufler mit wenig Beachtung dessen, was sich politisch und geopolitisch so zutrug.

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  3. Dr. Rolf Lindner

    Deutschlandvernichter

    Sie haben allen Grund zu zittern,
    wenn Recht und Gesetz wieder walten,
    landet so mancher hinter Gittern,
    müssen deshalb die Macht behalten.

    Dass Recht und Vernunft sie mit Füßen
    treten, ist ihnen wohlbekannt,
    würden für ihre Lügen büßen
    in einem freien Vaterland.

    Noch sind sie von der Macht besoffen,
    wissen jedoch, man wird sie richten,
    weshalb sie auf Verbote hoffen,
    doch Wahrheit lässt sich nicht vernichten.

    Die vom deutschen Volk verbleiben,
    werdet, solltet ihr weiter pennen
    und helft beim Wahrheit hintertreiben,
    wieder in euer Unglück rennen.

    Antworten
    • Best Regards

      Sehr lustig/interessant, wenn man mal den Lebensverlauf der Personen betrachtet (Wiki)

      Er ist 48 geboren … ich auch
      Lehre als Versicherungskaufmann … ich auch
      Diskjockey geworden … ich auch
      Als Journalist gearbeitet … ich auch
      Dreimal verheiratet … ich auch
      Schwierigkeiten mit einer Frau als Chefin … ich auch
      das Gendern würde „die deutsche Sprache vergewaltigen“ …sag‘ ich auch
      zwei Kinder aus den geschiedenen Ehen … ich auch, aber nur Stiefkinder

      Vielleicht samma verwandt – nix gnaus woas ma need

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    • Schön wär´s

      @Dr. Rolf
      Wie erging es doch gleich Helmut Kohl nachdem sich herausgestellt hatte, dass er größere Beträge Bargeld von anonymen Spendern angenommen hatte und sich damit nicht nur der Bestechlichkeit schuldig gemacht hatte, sondern sich gleichzeitig wohl auch an Geldwäsche beteiligt hatte?
      Er wurde zum Ehrenmitglied der CDU ernannt!
      Vor Gericht kam er nie und die Namen seiner Spender hat er mit ins Grab genommen.

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  4. Isa

    schön mal über das wichtigste der Welt ein Interview.

    Fußball hat innerhalb unserer Straßengemeinschaft immer Gemeinsamkeiten geschafft.

    danke für das Gespräch.

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  5. Nich lang schnacken...

    Waldemar Hartmann – war das nicht der, welcher sich im Quiz bei Kerner, wo er als Sportexperte eingeladen war, nicht daran erinnern konnte, dass Deutschland die WM 1974 im eigenen Land gewonnen hat? Na dann mal Prost 🙂

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    • ...Kopp in´ Nacken

      Tja, ein politischer Denker ist der Waldi ja nicht gerade, aber wenigstens glaubt man ihm, dass er auch meint was er sagt 🙂

      Wäre er ein politischer Denker, hätte er sich nicht nur darüber geärgert, dass Angela Merkel im Bundestag Deutschlandfähnchen eingesammelt hat, sondern hätte sich gefragt, warum sie das tat.
      Er wäre dann dahinter gekommen, dass die Abschaffung der Nationalstaaten in Europa zugunsten eines gesamteuropäischen Staates bereits beschlossene Sache ist.
      Und wenn er gesehen hätte, wie Frau Merkel jeden Monat zur Funke-Mediengruppe reist um ein Exklusivinterview zu geben, wäre ihm auch klar geworden, WER dies bereits beschlossen hat.
      Er hätte auch erkannt, dass der ungehemmte Zuzug von Jedermann Bestandteil dieser Agenda ist.

      Waldi hin, Waldi her – ich schaffe es einfach nicht, mich für diese Fußball – WM zu begeistern.
      Feiert bitte ohne mich!

      Antworten

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