„Woke und wehrhaft“ – mit Dr. Leo Ensel

4. Juni 202617 Kommentare

„Nie wieder Krieg“ war gestern. Heute müssen wir kriegstüchtig sein. Mit der „Zeitenwende“ haben Deutschland und EU auch ihre Diplomatie verloren. Wer Frieden fordert, ist ein „Lumpenpazifist“ und wird von der Zeit – „Die Tauben flattern nach rechts“ – in die extreme Ecke gestellt. Kriegs-Vokabular hat Entspannung und Verhandlung ersetzt. Der Konflikt-Forscher Dr. Leo Ensel zeigt in seinem „Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit“, wie Politiker und Medien verbal in Richtung eines angeblich „unvermeidbaren Krieges“ eskalieren.

Ein Gespräch auch über Entmenschlichung des Gegners, Apathie des Bürgers und den neuen coolen Militarismus, der Woke, Queer und Öko daherkommt.

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17 Kommentare

  1. Vetshtein Robel

    Dr. Ensels „Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit“ trifft den Nerv: Die Diskreditierung jedes Friedenswunsches als „Lumpenpazifismus“ verengt den politischen Diskurs gefährlich und macht diplomatische Lösungen zur unbequemen Randnotiz. Solange „Kriegstüchtigkeit“ als alleiniges Lösungswort gilt, fliegen die Tauben nicht nach rechts – sie werden einfach lautlos abgeschossen.

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  2. Vetshtein Robel

    Die These, dass Friedenfordern immer mehr mit der Beleidigung „Lumpenpazifist“ bestraft wird, ist erschreckend aktuell. Solange Diplomatie als Schwäche und Kriegs-Vokabular als Tugend gilt, verlieren wir genau das, was echten Frieden sichert – nämlich den Mut zu Verhandlungen statt zu weiterer Eskalation.

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  3. Marco Moreno

    Die These, dass „Nie wieder Krieg“ obsolet sei und jeder Friedensapell sofort als „Lumpenpazifist“ abgestempelt wird, ist alarmierend. Wenn Dr. Leo Ensel mit seinem „Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit“ nachweist, wie Diplomatie durch Kriegs-Vokabular ersetzt wird, zeigt das doch gerade, wie sehr wir den Dialog verloren haben. Stattdessen sollten wir wieder Verhandlungen zulassen, statt jeden andersdenkenden in eine extreme Ecke zu drängen.

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  4. Khaire Ardy

    Die These, dass Friedensforderungen pauschal als Lumpenpazifismus abgetan werden, ist leider in der aktuellen Debatte allgegenwärtig. Dr. Ensel liefert mit dem „Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit“ eine wichtige Diagnose dafür, wie unser Sprachgebrauch Verhandlungsbereitschaft erstickt – die Tauben flattern eben nicht nur nach rechts, sondern werden aktiv aus dem Diskurs verdrängt.

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  5. Astrid Wenke

    woke und wehrhaft erinnert nicht an toxische Männlichkeit sondern an die wehrhafte Demokratie.

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  6. Astrid Wenke

    Lieber Herr Dr. Engel, die Kriegspropaganda begann mit dem ‚Krieg gegen das Virus‘. Ich erinnere, wie ich damals dachte, wenn der Krieg gegen Menschen propagiert wird, werden sich die Leute ebenso leicht verletzen lassen. Nachdem ich inzwischen erfahren habe, dass das Militär maßgeblich an der Coronainszenierung beteiligt war, wundert mich der mich damals noch befremdende Slogan nicht mehr

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  7. Amara Gallagher

    Dr. Ensels „Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit“ liefert eine erfrischend nüchterne Bestandsaufnahme: Dass der Begriff „Lumpenpazifist“ heute schon als Schimpfwort für alle gilt, die noch immer über Verhandlungen statt über Aufrüstung sprechen, zeigt, wie sehr unser Diskurs entkoppelt von der Realität ist. Statt sich in die „extreme Ecke“ manövrieren zu lassen, wäre es an der Zeit, wieder klar zwischen konstruktiver Friedensarbeit und naiver Apologetik zu unterscheiden.

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  8. .TS.

    Dubios welche grobe Kritik an Herrn Ensel hier geäußert wird.
    Dabei sind nicht die grob offensichtlichen Mittel von hartem Polizeistaat (Coronoia-Regime, Rechtsmißbrauch gegen Kritiker) oder plumper Propaganda (Kultimultibuntismus, GONGO-Unwesen) sondern vielmehr die subtile Manipulation der Sprache am gefährlichsten, denn so subtil-unscheinbar-alltäglich wie das uns allen tagtäglich auf allen Kanälen (mitsamt dem persönlichen Umfeld) untergejubelt wird schleicht sich somit das gewünschte Denken am unbemerktesten in aller Hirne.

    Bezüglich Krieg sollte man bedenken daß jeglicher Militarismus vor allem einem Krieg dient, und das ist der gegen die eigene zivile Gesellschaft im Inneren. Kontrolle, Gehorsam und totalitäres Durchgreifen gegen jeglichen Widerstand lassen sich nie leichter durchprügeln als wenn die Masse durch den vermeintlich gemeinsamen Angreifer von außen abgelenkt und geistig wie moralisch gelähmt wird.

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    • Achtung

      @.TS.
      Halten Sie Ihren Vortrag doch in Gaza, Libanon, Jemen oder Iran!
      Viel Spaß!

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      • .TS.

        „Whataboutism“ – klassisch regimegünstlingslinke Propagandataktik zur Ablenkung und Relativierung von Fakten.

        Abgesehen davon ist von keinem der 4 genannten Länder bekannt daß dort Manipulation der Alltagssprache zur Zerstörung des eigenen Volkes & Kultur betrieben wird.

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        • Achtung

          In diesen Ländern wissen die Menschen ja auch, wer ihr Feind ist: Es ist der, von dem sie bombardiert werden.
          Wer einen echten Feind hat braucht eben keinen eingebildeten Feind!

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  9. winfried schmidt

    verstehen ist nicht jedermanns sache.

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    • Best Regards

      „Deutsch“ auch nicht …

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  10. Das Saaandmännchen war da

    Mel Gibson hat in einem einzigen Satz mehr Sinnvolles über sie Entstehung der Kriege gesagt, als Dr. Ensel in diesem ganzen Interview! Dr. Ensel brennt nur Nebelkerzen ab und steut Sand in unsere Augen.

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    • Achtung

      Bereits vor Corona hat Wirtschaftsminister Peter Altmeier im Fernsehen verkündet, dass die Bundeswehr zukünftig nicht nur zur Landesverteidigung da sei, sondern auch zur Wahrung von wirtschaftlichen Interessen. Da wir keine Staatswirtschaft haben wie in der DDR, sondern eine Privatwirtschaft, heißt das im Klartext: Zur Wahrung von privaten Interessen!

      Der Proteststurm in den Medien, den ich erwartet hatte, blieb damals aus und es folgte auch keine öffentliche Diskussion darüber.
      Auch Dr. Ensel hat dies scheinbar verpennt – oder tut er nur so überrascht?

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    • Anton

      Ich finde ihn sehr auf den Punkt.

      Aber es wird nichts am Lauf der Dinge ändern, das ist mein Problem.

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      • Achtung

        Hallo Anton,
        könnten Sie vielleicht noch einmal mit Ihren Worten sagen, was denn der Punkt ist?
        Und was soll das sein: „Der Lauf der Dinge“?
        Profitiert der „Lauf der Dinge“ nicht von viel zu vielen Mitläufern die glauben, man könne ja sowieso nichts machen?

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