Neue RKI-Zahlen widersprechen Kanzlerin Merkel – mit Prof. Dr. Stefan Homburg

17. Apr 202018 Kommentare

Haben die Maßnahmen der Regierung gegen das Corona-Virus gewirkt? Nein, sagt der Finanzwissenschaftler Prof. Homburg. Die Reproduktionszahl 1, die die Kanzlerin als Erfolg des Lockdown präsentiert, war schon 2 Tage vor den Maßnahmen des 23.3.2020 erreicht. „Der Lockdown hat überhaupt keine Auswirkungen auf die Verbreitung des Virus“, so der ehemalige Regierungsberater von Kanzler Schröder. Außerdem sei die Pandemie in Europa so gut wie vorbei, meint Prof. Homburg und verweist auf die neusten Zahlen des Euromomo.

Beitrag teilen

18 Kommentare

  1. Andreas Krüger

    Ein sehr schönes und hochinteressantes aufschlußreiches Interview. Experten wie Prof. Homburg müssen viel mehr zu Wort kommen. Dazu sind die alternativen Medien da.

    Antworten
    • Fietje

      Schon mal recherchiert, wer und was hinter correctiv steckt? Hirn einschalten ist in jedem Fall richtig und wichtig!

      Antworten
    • Martin

      “Faktencheck” oder “Correctiv” klingt ja nach einer ziemlich seriösen Institution, fast so wie “Stiftung Warentest”. De facto ist der Begründungstext von Cerrectiv für die durchgeführte “Zensur” von Prof. Homburg dahingegen so dünn und fadenscheinig, dass es nur noch ärgerlich ist.

      Antworten
  2. Gabriele J.

    Ich schaue mir immer mal wieder ihre Interviews an und sie interviewen gut.
    Über die Aussagen von Herrn Prof. Stefan Homburg bin ich mehr als erstaunt.
    1. Euromomo: Laut seiner Aussage zeigt sich für Europa keinen nennenswerten Unterschied in den Todesfällen zu sonstigen Wintern. Ja, das kann man so sehen, wenn man den Durchschnitt der europäischen Länder nimmt, aber hochinteressant sind doch die Zahlen aus den einzelnen Ländern: Italien, Spanien, Frankreich, UK (!), Belgien, Niederlande, auch Schweden (!) haben extrem hohe Todeszahlen, die die Werte der immer wieder genannten Winter 2017 und 2018 sehr deutlich übersteigen. Dagegen sind die Werte in Deutschland und Österreich extrem niedrig! Wieso hat er das verschwiegen? Das da im Mittel etwas herauskommt, was so ist “wie immer” ist einfach Statistik.
    2. Zu sagen, dass nun alles vorbei ist, da die Zahlen niedrig sind, empfinde ich als nicht-verantwortungsvoll. Die Ansteckungs- und Todeszahlen sind niedrig, weil es Maßnahmen gibt, die die Ansteckung minimieren.
    3. Er nannte Begründungen für den Anstieg in den einzelnen Ländern: UK hat meist zu wenige Betten, in Italien lag es an der schlechten Luftqualität, was ist mit Spanien, was mit den USA? Und selbst wenn man für die Länder im Nachhinein einen Grund nennen kann – weiß man das, auf Deutschland bezogen, denn alles vorher?
    4. Das die Basisreproduktionszahl nach unten gegangen ist, heißt nach Meinung des Experten das es alles unnötig war und die Pandemie vorbei ist. M.E. bedeutet es, dass die (auch schon vorher) getroffenen Maßnahmen eine Menge bewirkt haben.
    Die große Frage ist nun doch, wieviel ist nötig. Liebe Frau Praeradovic, könnten Sie zu der Grafik mit der Basisreproduktionszahl jemanden interviewen, der uns diese erklären kann? Ev. jemanden vom RKI? Letzte Woche wurde bei Markus Lanz Herr Prof. Streeck danach gefragt. Er hat leider sehr wenig dazu gesagt. Mich würde insbesondere interessieren, ob man daraus ableiten kann, dass all die Maßnahmen, die bis zum 23. März getroffen wurden, schon ausreichend sind. Dann könnte man, was die Maßnahmen betrifft, dahin zurückkehren. Meine 2. Frage wäre, wann diese Daten (vom 21. bis 23. März) vorlagen.
    Insgesamt ist mein Eindruck, dass politisch verantwortlich gehandelt wird, und man sich die Entscheidung nicht leicht macht. Es darf nicht vergessen werden, dass vieles nicht bekannt ist und es ja irgendwie entschieden werden muss. Es kann gut sein, dass man hinterher, in ein paar Monaten, sagen wird, gut, das oder das wäre nicht nötig gewesen. Und dieses oder jenes hätte man noch tun können/müssen. Aber so ist es nun mal, hinterher ist man immer schlauer.

    Antworten
  3. Simone

    Danke, für die klaren Worte.

    Antworten
  4. Robert Z.

    Ich finde es sehr schwierig Zahlen so miteinander zu vergleichen. Wir sehen auf der einen Seite, eine Grippewelle ende 2016 bis Anfang 2017 die ungehindert verbreitet wurde. Auf der anderen Seite sehen wir den Corona Virus der Weltweit mit Schulschließungen, Veranstaltungsverbote und Ausgangssperren verlangsamt wurde.
    Man kann doch diese Zahlen so gar nicht vergleichen, da diese unter grundsätzlich unterschiedlichen Verhältnissen zustande gekommen sind. Wir haben ja keinen Vergleich, wie die Zahlen ohne Maßnahmen gewesen währen.
    Des Weiteren muss man auch bedenken, dass andere Todesgründe stark zurück gegangen sind. Sämtliche Krankheiten die über direkten Kontakt verbreitet werden, wie auch die Grippe. Dann Verkehrsunfälle jeglicher Art oder Arbeitsunfälle.
    Das erhöht ja nochmal die Toten durch Corona, da diese anderen Toten in diesen Zahlen fehlen.
    Und wie Dirk K. Schon sagte, es sind einfach viele Fragen offen, was z.B. die Überlassung der Krankenhäuser und die vielen Toten in den Starken Regionen angeht.
    Das ganz große Problem, an dieser ganzen Geschichte ist doch die Unsicherheit. Es weis keine was wäre, wenn wir nichts unternommen hätten. Es ist immer einfach sich hinzustellen, zahlen zu lesen und zu Kritisieren. Nur unsere Politiker stehen vor der Entscheidung, gehen wir das Risiko ein und riskieren eine Vielzahl toten oder gehen wir auf Nummer sicher.
    Und die große Frage am Ende ist, wer sollte was davon haben, wenn es Wirklich alles nicht stimmt?
    Wir reden ja hier nicht nur von Deutschland, sondern Weltweit.

    Antworten
  5. Carlo Fisch

    Die Fragwürdigkeit der statistischen und medialen Berichterstattung (inkl. RKI !!!) beginnt mit der Ungenauigkeit der Sprache. Genauso wie beinahe über Nacht aus allen syrischen Flüchtlingen Einwanderer wurden, so wurden aus Toten MIT Corona im Krankenhaus plötzlich Tote durch Corona. Es ist kein Zweifel daran möglich, das eine schwere Vireninfektion jede andere krankhafte Disposition negativ beeinflusst und die Progonosen verschlechtern wird. Es bleibt die Frage, welches Gefahrenpotential für den Durchschnitt der Bevölkerung daraus abzuleiten ist. Die Nachrichtenlage ist insgesamt intransparent und widersprüchlich und wir haben den Eindruck, dass die Politik WELTWEIT kein Interesse daran hat, das zu ändern. Der äußere Feind Corona hilft allen Regierungen ihre Stellung zu festigen. Das ist ein alter, lang bekannter Effekt. Wir müssen deshalb sehr wachsam sein. Die aktuellen Entwicklungen bedrohen die Bürger- und die Menschenrechte in einem nie gekannten Ausmaß weltweit. – Es stellt sich mir die Frage, warum der Börsenhandel nicht ausgesetzt wurde, ja noch nicht einmal Leerverkäufe wurden unterbunden. Das bedeutet unsere Politiker erlauben in diesen Zeiten Wetten gegen Staaten und gegen Gesundheit! Was soll der einfache bürgerliche Beobachter davon halten. (…)

    Antworten
  6. Jan

    Haben Sie den Artikel auf dem der Graph beruht eigentlich gelesen (und verstanden)? Erklären Sie doch mal den “grauen Rahmen” um die blaue Linie, warum der in Richtung zum aktuellen Datum immer breiter wird und warum ein Artikel vom 15.4. nur Daten bis zum 10.4. betrachtet.
    Erläutern Sie doch bitte mal, welche Erkenntnisse dem RKI (und damit den Landesregierungen) am 21. oder 22.3. (also ein bis zwei Tage vor dem “Lockdown”) in Bezug auf die Reproduktionszahl vorlagen. Ganz schlechter “Journalismus”.

    Antworten
    • Clemens Leathley-Mattler

      1. Absatz: Korintenkackerei bzw. nonsense. Aufgrund von Wahrscheinlichkeiten auf Nichtwissen(!!) politische Entscheidungen von erheblicher Tragweite zu beschließen, ist grob fahrlässig und sollte gerichtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

      2. Absatz: eben – dem RKI lagen eben keine Kenntnisse vor, die einen “Lockdown” hinreihend hätten begründen können; das einzige was vorlag, waren wirre biomathematische Spekulationen, die uns in der Vergangenheit auch schon beispielsweise 70.000 Hitzetote vorhergesagt hatten und bis zu 3.000.000 Tote durch Civid und Tausende Tote durch die Schweinegrippe und und und…

      Bleiben Sie gleichwohl bei ihren Auffassungen, sie haben offenbar keine besseren verdient.

      Antworten
      • Jan

        Man war zu diesem Zeitpunkt in einer Situation in der es auch sehr gut hätte in die andere Richtung kippen können. Sie sagen also, wenn man es nicht anhand konkreter Zahlen belegen kann, dann soll mal nichts machen? Obwohl man weiß, dass die Zahlen immer nur den Zeitpunkt zwei Wochen vorher widerspiegeln? Obwohl man gerade “live” erfährt, was passiert, wenn es in die andere Richtung geht (Lombardei, Elsaß, Madrid, etc)?
        Zum Glück sind Sie nicht in einer Position, wo Sie so etwas entscheiden können oder müssen. Man kann Entscheidungen eben manchmal nicht erst treffen, wenn das Kind bereits im Brunnen liegt. Im Zweifelsfall geht die Gesundheit von tausenden Menschen vor. Wenn es nach Ihnen geht hätte man erst einmal Zustände wie in Frankreich zugelassen, weil man dann erst sicher sein kann, das so etwas tatsächlich passiert.

        Antworten
  7. Dirk K.

    Ein ersteinmal ein interessanter Beitrag.
    Doch es bleiben soooo viele Fragen.
    Warum wurde nicht erklärt, wie es in New York, in der Lomardei und in Teilen von Spanien (um nur drei Beispiele zu nennen) zu diesen katastrophalen Zuständen kommen konnte, wo doch das Covid-19- Virus so gefährlich ist?
    Darf ich jetzt davon ausgehen, dass in New York überwiegend alte und kranke Menschen leben, oder gelebt haben? Ich kann es mir nicht vorstellen.
    Und, was soll denn ein plausibler Grund dafür sein, dass ein Staat seine eigene Volkswirtschaft am Rande eines Ruins führt, wenn nicht wegen einer großen gesundheitlichen Gefahr?
    Nur aus Profilierungsgründen?
    Ich denke, das hätten dann auch die Oppositionsparteien und alle Populisten bemerkt und wären laut geworden.
    Fragen über Fragen…..

    Antworten
  8. Robert

    Es ist unglaublich,was von der eigenen Regierung in Deutschland für eine Sabotage am Staat betrieben wird.
    Für die Bürger habe ich nur Mitleid.
    Denn: Es ist leichter jemanden zum Narren zuhalten, als jemand davon zu überzeugen das er zum Narren gehalten wird.

    Antworten
  9. Bernd Schönborn

    Bin mal auf die Statements der Damen und Herren aus Berlin gespannt

    Antworten
  10. Clemens Leathley-Mattler

    Dito: großartig! habe den Kanal sofort abonniert! Weiter so!

    Dipl.-Ing. Architekt und anerkannter „Verschwörungstheoretiker”

    Antworten
  11. Uwe Alschner

    Gratuliere zu diesem wundervollen, sensationellen Interview! Ein wirklicher Hammer! Professor Homburg ist ehemaliges Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwirklung der Bundesregierung und Mitglied der Föderalismuskommission von Bund und Ländern. Er wurde sowohl von gewählten CDU- wie SPD-Politikern berufen und steht damit nicht im Verdacht politischer Parteilichkeit. Herr Professor Homburg ist aktiver Beamter und Fachmann für die Beurteilung komplexer Sachverhalte.
    Es bleibt abzuwarten, wie Politik und Medien auf diesen Scoop reagieren. Kaum vorstellbar, dass diese Schlussfolgerungen ohne Echo bleiben sollten.

    Antworten
    • Nineteen

      AFD…

      Antworten
      • Robert

        Nineteen.
        Erklär mir bitte mal aufrichtig, was das mit AfD auf sich hat.
        Wir hören?….

        Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.