Moralische Empörung überall. Auch jetzt in der Corona-Krise merken wir: Wer moralisch auf der richtigen Seite steht, gewinnt. Pluralistische Diskussionen? Mangelware – leider auch in den Öffentlich-rechtlichen TV-Sendern. Natürlich brauchen wir Moral für eine friedliche Gesellschaft. Aber wenn Moral zur Waffe wird und Empörung zu Munition, dann engt das den Diskurs ein. Was ist das moralisch Richtige? Darüber sollten wir reden können. Und differenzieren. Denn selbst ein Donald Trump kann mal recht haben. Der Philosoph Dr. Alexander Grau, Autor des Buches „Hypermoral – die neue Lust an der Empörung“ sagt: Hypermoralismus kann totalitäre Züge annehmen. Wir brauchen wieder mehr rationalen Diskurs.

1 Kommentar

  1. Jorge Frómeta Lores

    Der Herr Philosoph Dr. Grau, scheint nicht ganz falsch informiert zu sein. Da er sich doch, die Teilnahme von Herrn Bakdhi bei einem Talkshow bei den öffentlich rechtlichen, mit Herrn Drosten auch in der Runde, wünscht, weiß er doch, die angesprochenen Kritiker sind Galileos und gar keine Kerulanten. Herr Grau wollte sich nicht festlegen, und redete ein ganze Weile sehr ehrlich und beherrscht, bis er kurz davor war selbst zu erkennen, was er offenbar weiß, dass wir belogen werden bis zum es nicht mehr geht, und dass die Kritiker, egal wie gut und offensintlich ihre Argumente sind, zu deskreditieren und mundtot machen, frei gegeben sind. Dann hat einige Aussage getroffen, bei den er sich fast als Tagesschausombie enttarnt hat. Ab da war er nur am zurückpatteln, und war kein Philosoph mehr. Unglaublich! Ein Philosoph, der Bescheid weiß, und sich vor der Kamera nicht traut, bis zum Ende laut zu denken. Ein Philosoph mit solchen Ängsten, ist kein echter. Ich meine, die neue Normalität kann sogar mit Philosophen rechnen, die Bescheid wißen. Ich bin mir sicher. Wenn wir, wie es scheint, deutlich mehr werden, werden wir erstaunen, wie viele Leute auf einmal erwachen, von denen wir glaubten, sie seien nur verdummt worden und schwer zu überzeugen. Wir sind viel mehr, als wir glauben. Der Herr Philosoph Dr. Grau ist nicht so weit. Wenn er gekündigt würde, dann würde er sich erlauben, vor der Kamera bis zum Ende zu denken.

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