„Cholesterin-Pillen erhöhen Demenz-Risiko“ – mit Dr. Michael Spitzbart

24. Juli 202631 Kommentare

Arzt und Autor Michael Spitzbart ist sicher: Cholesterin-Pillen, also Statine, erhöhen das Demenzrisiko enorm und widerspricht damit der Pharma-Werbung. Er rät: Sofort wegwerfen. Spitzbart verfolgt Heilungswege abseits der Pharmaindustrie. Einmal jährlich ketogene Diät zur Krebsprävention, denn „Krebszellen brauchen Zucker“. Außerdem schwört er auf essentielle Medizin. „Wenn eine unserer 47 lebensnotwendigen Körpersubstanzen in Schieflage ist, dann ist es das ganze System.

Ein Gespräch auch über gefährliche Schwermetalle in Kinderimpfungen und den einfachsten und natürlichsten Weg, negative und depressive Gedanken in positive umzukehren. Stichwort Serotoninspiegel…

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Milena Preradovic

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Interview mit Dr. Michael Spitzbart (deutsch)

Milena Preradovic: Spätestens seit Corona ist klar, dass viele Mediziner unkritisch als verlängerter Arm der Pharmaindustrie agieren. Die wiederum bemüht sich nach Kräften, zusammen mit politischen Interessenvertretern andere Formen der Heilkunst wegzudrücken. Nach dem Motto: Woran wir nicht verdienen, das taugt nicht. Hilfreicher wäre sicher der Satz: Wer heilt, hat recht. Ginge es wirklich um die Interessen der Patienten? Aber kann es einer Industrie, die mit Krankheiten Milliarden macht, wirklich darum gehen, lauter Gesunde zu erzeugen? Mein Gast sagt, Mediziner behandeln meist nicht die Ursachen, sondern nur Symptome und verschreiben oft Kortison. Heißt übersetzt: Ich weiß auch nicht, was du hast. Er geht andere Wege, auch gegen die Volkskrankheit Krebs. Jetzt in Punkt Preradovic. Hallo, Dr. Michael Spitzbart. Wie schön, dich wiederzusehen.

Dr. Michael Spitzbart: Hallo, Milena. Freut mich sehr.

Milena Preradovic: Ich stelle dich kurz vor. Du bist Arzt, international gefragter Referent und Autor medizinischer Ratgeber. Du hast in den USA und an verschiedenen deutschen Universitäten Medizin studiert, als Chirurg gearbeitet und bist ausgebildeter Urologe. 40 Jahre lang hattest du eine eigene Praxis, in der du dich auf präventive und orthomolekulare Medizin spezialisiert hast, die nach Mängeln an körpereigenen Stoffen sucht und diese behebt. Dein Credo: Nach den Ursachen suchen und nicht nur die Symptome behandeln, vor allem nicht mit Tabletten. Das Ziel ist, Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit zu optimieren. In der Corona-Zeit warst du einer der kritischen Ärzte und hast dir insgesamt acht Verfahren vor der Ärztekammer eingehandelt. Vielen Schulmedizinern bist du ein Dorn im Auge, weil du andere, also natürlichere Wege gehst, auch bei Volkskrankheiten wie Krebs. Was ist bei Krebs dein Ansatz?

Dr. Michael Spitzbart: Otto Warburg, ein Nobelpreisträger, hat als Erster den Stoffwechsel der Krebszellen erforscht. Dazu muss man wissen, dass gesunde Zellen zur Energiegewinnung Kohlenhydrate und Fette verbrennen. Und die Krebszellen? Die vergären Zucker. Das ist der Stoffwechsel der Krebszellen. Gerade die jungen, vulnerablen Krebszellen sind vom Zucker abhängig. Später ist es ein bisschen anders. Aber wenn man dem Körper viel Zucker gibt, dann können sich Krebszellen natürlich wunderbar vermehren. Und durch die Vergärung von Zucker entsteht Säure, nämlich Milchsäure. In der Säure fühlt sich der Krebs wieder pudelwohl. Er schafft sich also sein eigenes Mikroklima, in dem er sich rundum wohlfühlt. Mein Ansatz ist, diesen Kreislauf zu durchbrechen, also die Zuckerzufuhr zu stoppen. Bei Krebspatienten ganz rigoros. Manche fragen dann: Kann ich mal einen Schummeltag machen? Ein Schummeltag ist wie bei einem Lagerfeuer, das langsam ausgeht und in das man wieder hineinpustet. So ist das bei dieser Art der Therapie. Man kann auch viele andere Dinge flankierend machen, beispielsweise Selen und Vitamin C ganz hochfahren. Also die Krebszellen ärgern, wo es nur geht. Wenn die richtig festgewachsen sind, ist das etwas schwieriger. Darum ist das Beste auch hier wieder die Prävention, die Vorbeugung. Ich empfehle allen Menschen, einmal im Jahr vier bis sechs Wochen lang die sogenannte ketogene Ernährung durchzuführen, also komplett auf Zucker zu verzichten, um gegen die Krebszellen vorzugehen, die wir alle jeden Tag bekommen. Jeder von uns bekommt am Tag viermal Krebs. Das ist ganz natürlich und normal, und das gesunde, kompetente Immunsystem erkennt diese Zellen und vernichtet sie. Dafür ist es nämlich da. Nur wenn das Immunsystem mal ein bisschen schwächelt, könnte es sein, dass sich die Krebszellen schneller vermehren, als sie bekämpft werden können. Und genau da greift diese Ernährungsform. Die ketogene Ernährung kann ich jedem empfehlen. Einmal im Jahr vier bis sechs Wochen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass man in diesem Jahr noch Krebs bekommt, relativ gering. Immer und nie gibt es in der Medizin nicht. Es gibt nur Wahrscheinlichkeiten. Und die Wahrscheinlichkeit sinkt drastisch.

Milena Preradovic: Aber bei einer ketogenen Diät soll man ja auf Kohlenhydrate verzichten.

Dr. Michael Spitzbart: Genau das ist es.

Milena Preradovic: Und das wissen ja viele nicht, dass Kohlenhydrate im Grunde Zucker sind.

Dr. Michael Spitzbart: Ganz genau richtig. Ob man jetzt Brot, Nudeln, Reis oder Bananen nimmt, im Endeffekt ist alles Zucker. Und das Allerschlimmste ist eigentlich der Fruchtzucker. Der Fruchtzucker füttert natürlich die Krebszellen wunderbar und ist auch einer der Treiber für Autoimmunerkrankungen. Wenn man beispielsweise Rheuma oder Allergien hat, spielt Fruktose, also Fruchtzucker, eine Rolle. Das hört sich gesund an, ist aber doppelt so schlimm wie Haushaltszucker, und der ist schon schlimm genug. Alles, was wir industriell zu uns nehmen, beispielsweise gesüßte Getränke, ist voller Fruktose. Und das würde ich als Allererstes weglassen. Wichtig zu wissen ist auch, dass wir diese Fruktose nur zu zehn Prozent in Energie verwandeln können. 90 Prozent werden in Fett verwandelt. Fruktose ist, wie gesagt, der Entzündungstreiber schlechthin. Deshalb würde ich neben dem normalen Zucker auch Fruktose meiden, wo es nur geht.

Milena Preradovic: Also auch kein Obst essen?

Dr. Michael Spitzbart: Obst kann man schon essen. Es gibt Obstsorten, die sehr viel Fruktose enthalten, und dann gibt es welche wie Erdbeeren oder Melonen, die weniger enthalten. Da kann man ein bisschen googeln und herumprobieren. Und je mehr man sich bewegt, desto mehr darf man sich auch wieder kleine Fehler erlauben. Wenn man allerdings nur am Schreibtisch sitzt und denkt, ein großer Pott Obstsalat sei jetzt besonders gesund, würde ich das mittlerweile etwas differenzierter sehen.

Milena Preradovic: Gibt es denn eigentlich Belege für den Erfolg der ketogenen Diät gegen Krebs?

Dr. Michael Spitzbart: Ich habe fast 40 Jahre lang so gearbeitet und aus meinem Patientenstamm sehr viele Belege dafür gesammelt. Ich habe auch nicht jeden heilen oder retten können. Manche sind wirklich auf den letzten Drücker zu mir gekommen, teilweise schon mit den letzten Atemzügen. Es war schrecklich anzusehen. Die setzen ihre ganze Hoffnung da hinein. Aber da kann ich natürlich auch nicht mehr helfen. Darum ist mein Steckenpferd, wie gesagt, die Prävention. Man sollte es gar nicht erst so weit kommen lassen. Aber ich habe auch genug Patienten gehabt, die bereits erkrankt waren. Ein Paradebeispiel ist ein Patient mit einem Pankreastumor, einem Pankreaskarzinom. Normalerweise heißt das: Diagnose, Beerdigung, in aller Regel innerhalb eines Dreivierteljahres. Und der hat sechs Jahre sehr gut durchgehalten, war allerdings auch sehr konsequent. Natürlich hatte er auch viel Lebensqualität, war Golf spielen und hat noch mal sechs Jahre herausgeholt statt eines Dreivierteljahres. Das ist in meinen Augen eine Hausnummer. Sechs Jahre haben oder nicht haben. Ich hätte sie lieber.

Milena Preradovic: Sollten wir denn, abgesehen von einer ketogenen Diät einmal im Jahr für vier bis sechs Wochen, auch generell am besten weniger Kohlenhydrate essen?

Dr. Michael Spitzbart: Am besten so wenig wie möglich. Man muss wissen, dass Kohlenhydrate nicht essenziell sind, egal, was draußen erzählt wird. Oft wird gesagt, sie seien essenziell. Das stimmt nicht. Kohlenhydrate braucht der Mensch nicht, sonst wäre er längst ausgestorben. Denn in der Evolution gab es Kohlenhydrate nur sehr bedingt und sehr begrenzt. Ackerbau und Viehzucht gibt es vielleicht seit 6.000 bis 8.000 Jahren. Den Menschen gibt es aber deutlich länger, und die Menschen haben sich sehr eiweißbetont ernährt. In der Evolution hat die Menschheit immer dann große Fortschritte gemacht, wenn sie die Jagdtechniken besser beherrschte, also das tierische Eiweiß besser verwerten konnte. Heute ist es dagegen so, dass sich die Menschen an Kohlenhydraten satt essen, die nicht essenziell sind, und dadurch Mangelzustände bei den Eiweißbausteinen entwickeln, die essenziell sind. Frauen haben es da sehr viel schwerer als Männer, weil sie drei zusätzliche Verlustquellen haben, bei denen etwas flöten geht. Beim Kinderkriegen geht ein Haufen Eiweiß verloren. Beim Stillen geht ebenfalls ein Haufen Eiweiß verloren. Und durch die Menstruation kann, wenn sie stark ist, auch sehr viel Eiweiß verloren gehen.

Milena Preradovic: Also ist es ein Märchen, dass wir Kohlenhydrate für unsere Energie brauchen?

Dr. Michael Spitzbart: Das ist ein Märchen, ein großes Märchen. Es hat sich lange in der Sportmedizin gehalten. Da hieß es immer: Vor dem Marathon gibt es die Nudelparty.

Milena Preradovic: Noch viele Jahre.

Dr. Michael Spitzbart: Die Kreisklasse macht das. Und die Guten freuen sich über jeden, der bei der Nudelparty war, weil sie den schon mal im Sack haben.

Milena Preradovic: Ich muss ja sagen, als ich so bei der Recherche war, habe ich mir gedacht: Erstaunlicherweise esse ich auch ganz instinktiv relativ wenig Kohlenhydrate. Ich mache mir keine Beilagen, sondern esse viel lieber ein Stück Fleisch mit Gemüse oder Salat. Wie ernährst du dich?

Dr. Michael Spitzbart: Ähnlich wie du, ohne Sättigungsbeilagen. Kartoffeln esse ich wenig bis gar nicht, Reis und solche Sachen sind für mich alles überflüssig. Man sollte sich nicht an den falschen Sachen satt essen und sich hinterher wundern, wenn man zu wenig Energie fürs Wesentliche hat.

Milena Preradovic: Was ist mit Alkohol? Da ist auch viel Zucker drin.

Dr. Michael Spitzbart: Ja, Zucker. Bei mir ist es immer einfacher, etwas ganz oder gar nicht zu machen. Ich habe zum Beispiel als Student noch geraucht und während des Studiums natürlich gelesen, wie schädlich das alles ist und wie blöd man eigentlich ist, wenn man es trotzdem macht. Ich hatte aber nicht die Kraft aufzuhören, weil der Stress beim Lernen zu groß war. Dann habe ich mir gesagt: Jetzt machst du dein Staatsexamen, und am nächsten Tag wachst du als Arzt auf und rauchst keine Zigarette mehr. Und das ist mir dann auch gelungen. Das Rauchen langsam herunterzufahren, also immer weniger zu rauchen, geht dagegen in die Hose. Ich hatte früher schon mehrfach versucht, meinen Nikotinkonsum zu reduzieren, aber nach drei, vier Tagen ist das immer wieder gescheitert. Beim Alkohol habe ich es genauso gemacht. Irgendwann habe ich überlegt: Ich brauche ihn eigentlich nicht. Und wenn andere Leute im Restaurant Wein trinken, verurteile ich da niemanden. Ich rieche auch gerne daran und erinnere mich, welche Rebe das ist und wie der Wein schmeckt. Das habe ich alles noch gut abgespeichert, aber ich brauche es einfach nicht. Vor ungefähr zehn Jahren habe ich, glaube ich, das letzte Mal Wein getrunken. Das war für mein Umfeld schlimmer als für mich.

Milena Preradovic: Wenn du nach so langer Abstinenz plötzlich ein Glas Wein trinkst, haut das schon ordentlich rein.

Dr. Michael Spitzbart: Nein, ich meine mein Umfeld. Die wollten mich immer überreden: Jetzt trink doch was! Als ob ich ohne Alkohol nicht lustig sein könnte.

Milena Preradovic: Du bist die ganze Zeit lustig, so wie ich dich kenne. Kommen wir zu einem anderen, durchaus ernsten Thema. Spätestens seit Corona heißt der heiße Scheiß ja: Impfen, impfen, impfen. Überall, im Radio, im Fernsehen, in den Zeitungen. Kampagnen ohne Ende. Es gibt Impfungen gegen Krankheiten, von denen ich vorher noch gar nichts wusste. Die Pharmaindustrie erwartet, dass der globale Umsatz mit Impfstoffen bis 2035 um mehr als 50 Prozent steigt. Du bist da kritisch, vor allem, was Kinderimpfungen angeht. Was ist da dein Punkt? Das interessiert mich wirklich.

Dr. Michael Spitzbart: Die Impfung selbst wäre gar nicht schlimm, wenn man einem Kind nur ein Antigen verabreichen würde, gegen das es dann Antikörper bilden könnte oder sollte. Das ist ja die Idee hinter einer Impfung: Man gibt dem Körper eine kleine Menge eines Antigens, damit er dagegen Antikörper produziert. Aber weil gerade das kindliche Immunsystem noch so unausgereift und nicht so aufmerksam ist, wie es sein sollte, muss man Wirkverstärker hinzugeben. Das ist meistens Aluminiumhydroxid. Dieser Stoff begünstigt allergische Reaktionen an der Einstichstelle. Dadurch werden die Immunzellen angelockt und beginnen zu arbeiten. Ohne diesen Wirkverstärker, das sogenannte Adjuvans, wäre die Impfung sinnlos. Sie würde einfach abgebaut, ohne dass Antikörper entstehen. Und jetzt werden die kleinen Kinder regelrecht mit Aluminium vollgeladen, mit einem giftigen Schwermetall. Ich kann nur allen davon abraten, diesen gesamten Impfkalender durchzumachen, sodass die Kinder bis zum 18. Lebensjahr, glaube ich, 90 Impfungen bekommen haben. In meinen Augen ist das Körperverletzung. Oft ist der Schaden sehr viel größer als der Nutzen. Es gibt mittlerweile umfangreiche Studien, die beweisen, dass ungeimpfte Kinder zehnmal weniger sogenannte atopische Erkrankungen haben, also Asthma, Allergien oder Neurodermitis. Diese Erkrankungen treten bei geimpften Kindern viel häufiger auf als bei ungeimpften. Man muss außerdem wissen, dass Impfstoffe nie gegen ein Placebo getestet werden, also gegen eine Kochsalzlösung. Sie werden immer mit einem früheren Impfstoff verglichen, in dem ebenfalls schon diese Wirkverstärker enthalten sind. Dann heißt es immer, es gebe keinen großen Unterschied zwischen der Verumgruppe, also der Testgruppe, und der Vergleichsgruppe, weil die im Grunde das Gleiche bekommen.

Milena Preradovic: Wenn Kinder also bis zum 18. Lebensjahr 90 Impfungen mit Schwermetallen bekommen, was macht das mit ihrem Körper? Weiß man das?

Dr. Michael Spitzbart: Ja, die Schwermetalle gelangen natürlich auch ins Gehirn und wirken dort neurotoxisch. Ich glaube, du hattest Dr. Michael Nehls auch schon mal zu Gast. Der kann darüber sehr viel erzählen. In meinen Augen ist er ein sehr guter Wissenschaftler. Das Problem ist vor allem die Kumulation. Wenn es nur eine einzige Dosis wäre, wäre das vielleicht nicht ganz so schlimm. Aber die Impfungen beginnen sehr früh. Gerade in den USA ist beispielsweise eine Hepatitis-B-Impfung Pflicht. Die wird bei Kindern durchgeführt, wenn sie zwei oder drei Tage alt sind. Dabei kann man sich mit Hepatitis B nur über Geschlechtsverkehr, offene Wunden, beispielsweise als Chirurg, oder durch Drogenkonsum mit gemeinsam benutzten Spritzen anstecken. Das machen kleine Kinder mit zwei oder drei Tagen in der Regel noch nicht. Das Problem ist, warum man diese Impfung so früh durchführt. Denn nach Impfungen kommt es immer wieder zu Entwicklungsverzögerungen, anscheinend besonders stark nach der Hepatitis-B-Impfung. Und weil die Eltern ihr Kind nach zwei Tagen noch gar nicht richtig kennen, können sie Veränderungen in seiner Entwicklung nicht erkennen. Wenn nach der Impfung etwas passiert, denken sie, das Kind entwickle sich ganz normal. Auch hier gibt es wieder keine Kontrollgruppe, bei der gegen Kochsalzlösung, also gegen ein Placebo, getestet wird. Es gibt in den USA die Amish und die Quäker, die teilweise noch so leben wie vor 250 Jahren und solche Impfungen ablehnen. Auch gegen Corona haben sie sich nicht impfen lassen und komischerweise trotzdem alle überlebt. Das wäre eine wichtige Kontrollgruppe. Und diese Menschen haben tatsächlich signifikant weniger atopische Erkrankungen, Allergien und solche Sachen. Auch ADHS gehört dazu. Das betrifft das Gehirn. Und in meinen Augen ist auch dieser extreme Anstieg von Autismus darauf zurückzuführen. Ich habe eben noch einen Beitrag von Robert F. Kennedy Jr. gehört, der über Impfungen gesprochen hat, insbesondere über das Aluminium. Wenn man nach einer Impfung mit Aluminium beispielsweise Erdnüsse zu sich nimmt, kann es sein, dass das Aluminium eine Kreuzallergie, also eine Allergie gegen Erdnüsse, hervorruft. Es gibt heute so viele Menschen mit Allergien, die es früher nicht gab.

Milena Preradovic: Ich habe keine Allergien. Ich habe aber als Kind auch noch Dreck gefressen.

Dr. Michael Spitzbart: Das ist genau das Richtige. Das erkläre ich meinen Patienten und Seminarteilnehmern immer. Das neue Prinzip der Schluckimpfung: einfach mal einen Schluck Wasser aus der Pfütze nehmen. Meine Hunde trinken auch immer daraus, und denen passiert nichts. Unterm Strich sollte man einfach weniger etepetete sein. Man muss ja nicht wirklich im Dreck spielen, aber weniger Etepetete ist sehr gut fürs Immunsystem.

Milena Preradovic: Man darf ja auch nicht vergessen, dass die meisten Tests zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Medikamenten von den Pharmafirmen, also den Herstellern selbst, durchgeführt werden. Es gibt ja eigentlich keine Stelle, die das alles wirklich streng kontrolliert.

Dr. Michael Spitzbart: Honni soit qui mal y pense. Die machen natürlich ihre eigenen Studien. Und das ist eigentlich mein Hauptvorwurf an die evidenzbasierte Wissenschaft. Evidenzbasiert ist natürlich gut, weil damit alles bewiesen werden soll. Aber nun muss man fragen: Wer beweist das denn? Wer macht die Studien? Wer finanziert die Studien? In 90 Prozent der Fälle sind das genau die Firmen, die die Wirksamkeit ihrer eigenen Medikamente beweisen wollen. Und erstaunlicherweise schneiden die dabei immer sehr gut ab. Ich wundere mich jedes Mal, dass die Ergebnisse immer so gut ausfallen.

Milena Preradovic: Ich bin auch genial. Das habe ich selbst bewiesen. Sonst beweist es ja keiner. Noch mal zurück zum Impfen. Du hast ja auch vor der HPV-Impfung gewarnt, die Mädchen schon ab neun Jahren verabreicht wird, um sie vor Gebärmutterhalskrebs zu schützen. Dafür bist du auch richtig angegangen worden. Was ist da dein Punkt?

Dr. Michael Spitzbart: Es gibt viele Entzündungen im Körper, die auch durch die Adjuvantien entstehen können, beispielsweise in den Eierstöcken. Und heutzutage gibt es ja so viele Kinderwunschzentren. Die gab es nicht, als ich noch jung war, also zu meiner Studentenzeit. Damals hat man immer gehofft, dass die aktuelle Freundin nicht schwanger wird. Heute ist es eher umgekehrt: Wie bekomme ich meine Frau oder Freundin schwanger?

Milena Preradovic: Siehst du da einen direkten Zusammenhang?

Dr. Michael Spitzbart: Ja. Es ist bewiesen, dass die Eierstöcke Entzündungen davontragen können, die möglicherweise nicht reversibel sind und anschließend zu Unfruchtbarkeit führen. Natürlich gibt es in der Medizin kein Immer und kein Nie. Aber die Wahrscheinlichkeit steigt enorm. Es muss ja irgendwoher kommen. Warum ist es heute so, dass Frauen schlechter Kinder bekommen können als früher? Übrigens wurde das Verfahren gegen mich bei der Ärztekammer eingestellt, mit der Begründung, dass ein Arzt seine Meinung auch dann vertreten darf, wenn sie nicht ganz falsch ist.

Milena Preradovic: Aber …

Dr. Michael Spitzbart: Dass es richtig ist, können sie natürlich nicht zugeben. Aber es war eben nicht ganz falsch.

Milena Preradovic: Aber auch seit 2021 hat die Unfruchtbarkeit zugenommen. Auch da lässt sich ein gewisser Zusammenhang vermuten, und vielleicht ist das ja auch nicht ganz falsch. Kommen wir zu einem anderen Thema, das ebenfalls hochaktuell ist. Seit Jahren werden wir Menschen ja regelrecht in Angst gehalten. Das war früher nicht so, jedenfalls nicht in diesem Ausmaß wie in den vergangenen sechs Jahren. Pandemien, Krieg, Klimakatastrophe. Das sagt ja auch Michael Nehls: Es wird versucht, einen permanent hohen Angstpegel aufrechtzuerhalten. Was macht das mit uns?

Dr. Michael Spitzbart: Menschen lassen sich unter Angst besser kontrollieren. Gerade bei Corona wurde so viel Angst geschürt, dass selbst die klügsten Menschen ihren Intellekt ausgeschaltet haben und nur noch ihrer Angst gefolgt sind. Man soll ja nicht aus dem Nähkästchen plaudern, aber meine Geschwister haben beide studiert und sind nicht gerade die Dümmsten. Trotzdem hatten sie während Corona große Angst und wollten sich immer wieder impfen lassen. Impfen, impfen, impfen, rauf und runter. Ich bin da eher das schwarze Schaf in der Familie. Meine Geschwister sind sehr gebildet, aber auch ein bisschen verbildet. Hier auf dem Land, wo ich wohne, sind meine Nachbarn dagegen unglaublich helle Köpfe. Die haben so viel Hausverstand, wie die Österreicher sagen, also gesunden Menschenverstand. Die haben von vornherein gesagt: Da machen wir nicht mit. Wenn ein Bauer sonntags nach Wien fährt, um zu demonstrieren, muss er jemanden finden, der sich in der Zwischenzeit um sein Vieh kümmert. Die Tiere müssen schließlich versorgt werden und haben ihre festen Zeiten im Stall. Für diese Menschen war es also ein erheblicher Aufwand, jedes Wochenende nach Wien zu fahren und ihre Meinung kundzutun. Meine Nachbarn kannten mich schon lange, bevor ich hierhergezogen bin, und haben mich dann mit offenen Armen empfangen. Hier fühle ich mich richtig wohl, muss ich sagen. Unter sehr verkopften Menschen fühle ich mich dagegen nicht mehr so wohl.

Milena Preradovic: Geht mir übrigens genauso. Ich wohne auch auf dem Land, und Hausverstand ist eines meiner Lieblingswörter. Du sagst ja, es gibt einen großen Unterschied zwischen Medizinern und Ärzten. Erklär mal.

Dr. Michael Spitzbart: Mediziner lesen jede Studie. Wir haben ja schon darüber gesprochen, wer diese Studien macht. Und sie glauben an jede Studie, bis sie sich irgendwann als Irrtum herausstellt. Wenn man die gesamte Entwicklung der Medizin verfolgt, sieht man, dass sie eigentlich eine einzige Folge von Irrtümern ist. Nur glauben die Mediziner immer an den jeweils aktuellen Irrtum und halten ihn für die Wahrheit, bis er wieder infrage gestellt wird. Mediziner betrachten den Menschen auch oft nur als Summe seiner Organe: die Leber, …

Milena Preradovic: Die Leber von Zimmer 310. Was ist heute dran? Die Leber von Zimmer 310.

Dr. Michael Spitzbart: Und die sehen den Menschen nicht als Einheit. Körper, Geist und Seele gehören immer zusammen. Ich denke mir oft, ein Mediziner hätte auch Maschinenbau studieren können, weil er nur auf der Organebene bleibt. Aber es gibt durchaus psychische Probleme, die beispielsweise durch die ständig geschürte Angst entstehen. Ein hoher Cortisolspiegel etwa. Es gibt psychische Probleme, die sich körperlich manifestieren. Wenn ich dann nur den Körper behandle, bin ich auf der völlig falschen Baustelle. Und das haben viele Mediziner nicht so ganz verstanden: dass man den Menschen als Einheit aus Körper, Geist und Seele betrachten muss und nicht als Summe seiner Organe. Was ein Mediziner außerdem gar nicht mag, und das können viele Patienten nachvollziehen, ist, wenn sich der Patient in seine eigene Therapie einmischt. Da bekommen die Mediziner so einen Hals, wenn ein Patient sagt: Ich spüre, dass mir das nicht guttut. Aber wer kann das besser spüren als der Patient selbst? Der Arzt kann es nicht spüren, der Mediziner erst recht nicht. Stattdessen sagen sie: Das ist der Goldstandard, so wird behandelt. Friss oder stirb. Das sind die Mediziner. Und davon gibt es welche zum Saufüttern, viel zu viele. Ärzte sind dagegen diejenigen, die vielleicht schon ein bisschen erfahrener sind. Ich war früher auch Mediziner und musste mir das alles erst aneignen. An der Universität habe ich das gelernt, was ich wissen soll, aber nicht das, was ich wissen muss. Dafür braucht es Eigeninitiative und Eigenstudium. Wenn du dir heute den gesamten Fortbildungskalender der Ärztekammer anschaust, also das, was dort angeboten wird, erkennst du überall die Handschrift der Pharmaindustrie. Bei jedem Kongress, bei jeder Fortbildung wird hinterher irgendein Produkt angepriesen, das angeblich ein Problem lösen soll. Aber wirklich lösen kann man ein Problem nur durch eine ursächliche Behandlung. Ich kann die Symptome lange mit Medikamenten behandeln, aber an die Ursache komme ich so niemals heran. Ich glaube, das wissen die auch, aber sie wollen es nicht verstehen. Denn ein Medikament kann ich sehr lange verkaufen. Wenn ich einen Menschen dagegen plötzlich heile, ist er für die Medizin verloren.

Milena Preradovic: Meine Erfahrung mit Hausärzten heutzutage ist, und das ist auch schon ein Unterschied zu früher, wir haben ja beide schon ein paar Jahre auf dem Buckel: Du schilderst deine Beschwerden und bekommst entweder eine Überweisung zum Ultraschall oder in die Röhre, also zum CT oder MRT, oder ein Rezept für Medikamente. That’s it. Ich sehe da auch kein wirkliches Interesse mehr. Man wird ja gar nicht mehr angefasst. Es wird nicht mehr abgetastet oder irgendetwas in der Art. Das finde ich schon wirklich erstaunlich. Wie gehst du vor, wenn ein Patient zu dir kommt?

Dr. Michael Spitzbart: Ganz wichtig ist das Zuhören. Denn der Patient verrät eigentlich schon in den ersten Sätzen selbst seine Diagnose, auch wenn er das gar nicht weiß. Man muss nur aufmerksam zuhören und den Menschen empathisch erfassen. Natürlich gehört auch ein bisschen Erfahrung dazu. Ich habe das neulich schon mal erzählt: Da kam ein älteres Ehepaar zu mir. Die Frau saß bereits an meinem Schreibtisch, während der Mann noch etwas aus dem Auto holte. Als er hereinkam, schaute sie ihn ganz entgeistert an und sagte: Ich habe noch kein Wort gesagt, und er wusste schon, was ich habe. Dabei ging es nicht um einen einfachen Schnupfen, sondern um etwas Selteneres. Da kommt eben die Erfahrung zum Tragen. Ich glaube, dass sich Mediziner langsam zu Ärzten entwickeln müssen. Und das Schöne ist, dass in meinen Seminaren immer mehr Ärzte sitzen, beziehungsweise Mediziner, die Ärzte werden wollen. Bei meinen Seminaren mit jeweils etwa 100 Teilnehmern frage ich immer in die Runde: Gibt es hier Ärzte? Ihr braucht euch nicht zu schämen. Dann gehen meistens fünf oder sechs Hände hoch. Und so outen sie sich als Ärzte, die diese Art der Medizin lernen wollen. Vielleicht auch, weil ihre eigenen Patienten sie dazu drängen und sagen: Ich möchte das so nicht mehr. Ich will keine Tabletten mehr nehmen, sondern an die Ursache meiner Beschwerden herankommen.

Milena Preradovic: Wie machst du das, an die Ursachen heranzukommen? Du nennst das ja auch essenzielle Medizin. Ist das der Fachbegriff?

Dr. Michael Spitzbart: Das ist noch kein Fachbegriff, aber ich möchte ihn etablieren.

Milena Preradovic: Dann haben wir ihn jetzt als Fachbegriff.

Dr. Michael Spitzbart: Jetzt steht er da. Dabei ist das eigentlich die einfachste Art der Medizin. Das habe nicht ich erfunden, das steht in jedem Biochemiebuch. Wir bestehen aus 47 essenziellen Substanzen. Man könnte darüber streiten, ob es mit Lithium nicht sogar 48 sind. Würde nur eine dieser Substanzen vollständig fehlen, wären wir tot. Das ist bewiesen. Darum nennt man sie lebensnotwendig. Diese 47 oder 48 Substanzen lassen sich in vier Gruppen einteilen: Aminosäuren, Fettsäuren, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie Vitamine. Kohlenhydrate gehören, wie eben besprochen, nicht dazu, weil sie nicht essenziell sind. Man kann sich das wie ein Regenfass vorstellen, das aus 47 Brettern oder Dauben besteht. Wenn alle Bretter gleich hoch sind, ist das gesamte System bei 100 Prozent. Wenn aber nur ein einziger Stoff bei 70 Prozent liegt, egal welcher, dann ist das gesamte System nur bei 70 Prozent. Auch die Selbstheilungskräfte liegen dann bei 70 Prozent. Was ich in meiner Medizin gemacht habe, war im Grunde nichts anderes, als dem Körper Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Ich habe versucht, die Defizite auszugleichen, damit der Körper wieder in seine eigene Kraft kommt und seine Selbstheilungskräfte entfalten kann. Es ist nie der Arzt, der heilt. Es ist immer die Natur, die heilt. Und dabei habe ich versucht, nicht ganz erfolglos, den Steigbügel zu halten.

Milena Preradovic: Wenn ich damit anfangen möchte, was brauche ich dann? Ein großes Blutbild?

Dr. Michael Spitzbart: Ein großes Blutbild hört sich groß an, ist aber ganz klein.

Milena Preradovic: Das heißt, der Arzt macht gar nicht das, was ich eigentlich bräuchte?

Dr. Michael Spitzbart: Das Problem ist, dass ein Arzt pro Patient und Quartal, also für drei Monate, ein Laborbudget von höchstens vier Euro hat. Allein die Bestimmung von Vitamin D kostet aber schon 30 Euro. Das geht natürlich nicht auf. Wenn der Arzt mehr Laboruntersuchungen veranlasst, als sein Budget erlaubt, muss er am Ende des Quartals alles selbst bezahlen. Und das macht er nicht. Darum reden Mediziner und Ärzte ihren Patienten solche umfangreichen Laboruntersuchungen eher aus. Das kann man umgehen, indem man direkt zu einem Labor geht. Das hat mehrere Vorteile. Jedes Labor kann Blut abnehmen. Ich habe beispielsweise eine Masterclass zum Thema Blut. Dort kann man sich ein PDF herunterladen, auf dem alle wichtigen essenziellen Stoffe und auch Hormone aufgelistet sind, also alles, was dabei eine Rolle spielt. Mit dieser Liste geht man dann direkt zum Labor und lässt sich dort Blut abnehmen. Das hat außerdem den Vorteil, dass die Präanalytik besser ist. Wenn beim Hausarzt Blut abgenommen wird, steht es manchmal erst einmal drei, vier oder fünf Stunden herum, bevor es vom Laborfahrer abgeholt wird. Vielleicht wird es auch nicht gleich zentrifugiert. Aber das Blut arbeitet weiter. Wenn ich beispielsweise ein Blutbild bekomme, bei dem das Kalium sehr hoch und die Glukose sehr niedrig ist, dann weiß ich, dass das Blut zu lange gestanden hat. Die gesamte Messung ist dann wertlos, für die Wäsche. Das Blut wurde nicht mehr ganz frisch untersucht, sondern hat zu lange gestanden. Im Labor passiert das normalerweise nicht. Es gibt einen wichtigen Blutwert, den ich jedem empfehle, einmal im Leben messen zu lassen. Er ist genetisch bedingt und muss deshalb nur einmal bestimmt werden. Das ist beispielsweise das Homocystein. Wenn dieser Wert erhöht ist, habe ich ein höheres Risiko für Gefäßverkalkung, also Arteriosklerose. Ein Cholesterinwert von 300 würde mich dagegen ziemlich kaltlassen, muss ich sagen. Cholesterin wird in der Medizin völlig überbewertet. Das ist eine Krankheit, mit der sehr viel Geld verdient wird, weil die Grenzwerte immer weiter gesenkt werden. Bei jeder Routineuntersuchung beim Internisten bekommt man Statine verschrieben, egal, wie die Blutwerte aussehen. Dabei haben Statine sehr viele Nebenwirkungen. Sie senken zwar messbar den Cholesterinspiegel, aber das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall wird dadurch nur minimal verringert. Dafür schlucken die Menschen diese Medikamente jeden Tag. Viele bekommen Muskelbeschwerden. Weitere Nebenwirkungen sind Muskelzerfall, Nierenversagen, Glaukom und, was ich besonders schlimm finde, Demenz. Wer über lange Zeit Statine nimmt, erhöht meiner Ansicht nach dramatisch sein Demenzrisiko. Denn auch das Gehirn braucht gute Fette und Cholesterin. Die Zellwände bestehen aus Fetten. Wenn ich das Cholesterin über Jahre hinweg konsequent senke, können die Reparaturmechanismen im Gehirn nicht mehr richtig funktionieren. Da kann man fast die Uhr danach stellen, dass diese Menschen dement werden.

Milena Preradovic: Also diese Statine, sprich die Medikamente gegen erhöhtes Cholesterin, wegwerfen?

Dr. Michael Spitzbart: Sofort. Das habe ich allen meinen Patienten empfohlen. Wenn man versehentlich zum Kardiologen geht, kommt man meistens mit drei Medikamenten wieder nach Hause: einem Blutfettsenker, also einem Statin, einem Blutdrucksenker, beispielsweise einem Betablocker oder Kalziumantagonisten, und einem Blutverdünner. Das Rezept liegt beim Internisten praktisch schon bereit. Das bekommen die Patienten routinemäßig. Wenn jemand zu mir kam und auf seinem Anamnesebogen genau diese drei Medikamente angegeben hatte, habe ich gesagt: Ach, Sie waren beim Kardiologen oder Internisten? Dann kam die erstaunte Frage: Woher wissen Sie das denn? Weil diese Medikamente dort eben routinemäßig verordnet werden. Dabei kann man für fast jedes Medikament eine gesunde, natürliche Alternative finden. Nehmen wir beispielsweise Bluthochdruck. Die natürliche Aminosäure Arginin erweitert die Gefäße und senkt dadurch den Blutdruck. Für diese Erkenntnis gab es 1998 sogar den Nobelpreis für Medizin. Trotzdem hat sich das bis heute nicht herumgesprochen. Weil man Arginin nicht patentieren kann, lässt sich damit kein großes Geschäft machen. Deshalb wird es trotz Nobelpreis nicht angewandt.

Milena Preradovic: Kann ich das irgendwo kaufen?

Dr. Michael Spitzbart: Überall. Im Internet kannst du Arginin frei kaufen. Es ist nicht verschreibungspflichtig, sondern eine Aminosäure. Und beim Cholesterin ist es ähnlich. Wie gesagt, selbst ein Cholesterinwert von 300 ist mir völlig egal, wenn ich kein erhöhtes Homocystein und kein erhöhtes Lipoprotein habe, nicht rauche und mich genügend bewege. Dann ist ein Cholesterinwert von 300 in meinen Augen und nach meiner fast 40-jährigen Erfahrung völlig nebensächlich. Wenn das Cholesterin tatsächlich sehr hoch wäre, könnte man beispielsweise mit Ballaststoffen anfangen. Damit kann man den sogenannten enterohepatischen Kreislauf unterbrechen. Normalerweise werden beim Essen Gallensäuren ausgeschüttet, die am Ende der Verdauung wieder resorbiert, also recycelt und zur Gallenblase zurückgeführt werden. Wenn ich aber sehr viele Ballaststoffe esse, beispielsweise Weizenkleie oder geschrotete Leinsamen, bleiben die Gallensäuren daran haften und werden mit dem Stuhl ausgeschieden. Dann muss der Körper neue Gallensäuren produzieren. Und wie macht er das? Er nimmt Cholesterin aus dem Blut und stellt daraus neue Gallensäuren her. Auf diesem einfachen Umweg kann man den Cholesterinspiegel ganz locker um zehn Prozent senken. Und natürlich ist auch viel Bewegung wichtig.

Milena Preradovic: Dann habe ich aber wieder Kohlenhydrate.

Dr. Michael Spitzbart: Ballaststoffe. Weizenkleie hat keine verwertbaren Kohlenhydrate. Das ist ein durchlaufender Posten.

Milena Preradovic: Okay, sehr gut zu wissen.

Dr. Michael Spitzbart: Oder Flohsamenschalen beziehungsweise Flohsamen. Die quellen im Körper um das Vierzigfache auf und haben dadurch eine große Oberfläche. So können sie viele Gallensäuren absorbieren und dem Weg alles Irdischen zuführen.

Milena Preradovic: Aha, okay. Was sind denn noch besonders wichtige Werte, die stimmen müssen, damit man ein gutes Leben führen kann?

Dr. Michael Spitzbart: Wie gesagt, ich hätte gerne alle essenziellen Stoffe an der Oberkante des Normbereichs. Zum Beispiel …

Milena Preradovic: Also nicht einfach nur im Normalbereich, womit die Ärzte ja schon zufrieden sind?

Dr. Michael Spitzbart: Genau. Für Mediziner ist ein Wert am unteren Ende des Normbereichs genauso normal wie einer am oberen Ende. Aber wenn du beispielsweise Leistungssportler wärst, wäre das ein himmelweiter Unterschied. Nehmen wir Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff. Das ist natürlich auch ein Dopingmittel im Sport, weil es so gut wirkt. Wenn du als Hobbysportler einen Hämoglobinspiegel im unteren Normbereich hast und einen Marathon läufst, brauchst du ungefähr eine halbe Stunde länger als jemand, dessen Wert im oberen Normbereich liegt. Und der hat nicht mehr trainiert, sondern einfach nur bessere biologische Voraussetzungen.

Milena Preradovic: Aber komme ich da auch ohne Doping hin?

Dr. Michael Spitzbart: Ja, auf jeden Fall. Man muss wissen, dass Hämoglobin zu einem Prozent aus Eisen und zu 99 Prozent aus Eiweiß besteht. Bei der Tour de France gibt es niemanden, der wie erwünscht einen hohen Hämoglobinwert, aber einen niedrigen Eiweißspiegel hat. Das gibt es nicht. Die beiden Werte bedingen sich gegenseitig und pendeln sich entsprechend ein.

Milena Preradovic: Also ist der Eiweißspiegel wichtig für mich?

Dr. Michael Spitzbart: Das Wichtigste überhaupt. Das Wort Protein kommt vom griechischen Wort „proteo“, was so viel wie „vorangehen“ bedeutet. Mit einem hohen Eiweißspiegel gehst du voran, mit einem niedrigen bleibst du zurück. Bei meinen Seminaren wird allen Teilnehmern morgens Blut abgenommen, und nachmittags haben sie ihre wichtigsten Werte auf dem Tisch. Dann lasse ich die Hände hochgehen und frage: Wer hat denn seinen Eiweißspiegel im oberen Normbereich? Denn genau dort möchte ich meine Patienten haben. Ich mache das auch aus pädagogischen Gründen, nicht nur aus persönlichem Interesse. Die Leute sollen sich umschauen und sehen, wie viele Hände hochgehen. Wer befindet sich im oberen Normbereich, also dort, wo wir hinwollen? Das sind allerhöchstens zehn Prozent der Teilnehmer. Im oberen Normbereich werden alle anabolen Prozesse unterstützt, also beispielsweise der Muskel- und Knochenaufbau. Im unteren Bereich werden dagegen die katabolen Prozesse begünstigt. Gerade junge Frauen sagen häufig: Ich habe einen chronischen Eisenmangel. Denen kann ich auf den Kopf zusagen, dass sie auch einen chronischen Eiweißmangel haben. Denn der Körper bildet aus Eiweiß Ferritin, das Eisenspeicherprotein. Da steckt das Wort Protein schon drin. Wenn ich wenig Eiweiß habe, habe ich auch wenig Eisenspeicherprotein und kann Eisen schlecht speichern. Wenn ich dann nur Eisen substituiere, ist das reine Kosmetik. Ich muss zuerst den Eiweißspiegel aufbauen, dann steigt auch das Eisenspeicherprotein. Und dann brauchen wir uns eigentlich keine Sorgen mehr zu machen. Das kommt automatisch.

Milena Preradovic: Wie baue ich meinen Eiweißspiegel auf? Indem ich mehr Proteine zu mir nehme, beispielsweise durch Proteinshakes oder eiweißreiche Lebensmittel?

Dr. Michael Spitzbart: Ja. Wenn der Eiweißspiegel sehr niedrig ist, empfehle ich durchaus, für eine Weile Proteinshakes zu nehmen. Natürlich sollte man es möglichst so machen, wie der liebe Gott es vorgesehen hat: über eine normale, gesunde Ernährung. Die sollte allerdings sehr eiweißreich sein. Man sollte möglichst viele Lebensmittel und wenige Nahrungsmittel zu sich nehmen. Alles sollte möglichst natürlich und lebendig sein und eben sehr eiweißreich. Gerade ist die vegane Ernährung sehr en vogue, und in meinen Augen ist das falsch. Natürlich kann jeder machen, was er möchte. Aber ich messe diese Werte schon sehr lange, auch bei Patienten, die sich vegan ernähren. Und bei denen liegt der Eiweißspiegel meistens ganz, ganz weit unten.

Milena Preradovic: Können die ihren Eiweißspiegel nicht irgendwie anders aufbauen?

Dr. Michael Spitzbart: Das ist schwierig. Mit Erbsen und Bohnen ist es beispielsweise sehr schwer. Die enthalten ungefähr zehn Prozent Eiweiß und sehr viele Kohlenhydrate. Da bist du von den Kohlenhydraten längst satt, bevor du genügend Eiweiß aufgenommen hast.

Milena Preradovic: Ich wusste gar nicht, dass Erbsen Kohlenhydrate enthalten.

Dr. Michael Spitzbart: Ja, sogar sehr viele. Erbsen und Bohnen gelten gerade bei Veganern immer als wichtige Eiweißlieferanten.

Milena Preradovic: Ich dachte immer, Erbsen sind Gemüse.

Dr. Michael Spitzbart: Das stimmt ja auch. Karotten sind ebenfalls Gemüse und enthalten relativ viele Kohlenhydrate. Gerade wenn sich junge Menschen heute vegan ernähren, weil es en vogue ist und angeblich dem Klima nutzt, vermute ich, dass bei ihnen Alterserscheinungen wie Osteoporose früher auftreten werden. Wenn du damit normalerweise vielleicht erst mit 60 oder 65 Jahren Probleme bekommen hättest, könnte das bei dieser Ernährungsweise, bei der der Eiweißspiegel ständig niedrig ist, möglicherweise schon mit 40 passieren.

Milena Preradovic: Auch spannend. Da habe ich wieder etwas, womit ich mich beschäftigen kann. Was ja gerade in der heutigen Zeit ebenfalls wichtig ist, ist die psychische Resilienz, also die psychische Widerstandsfähigkeit und Zuversicht. Ich glaube, das war in unserer Lebenszeit noch nie so wichtig wie jetzt. Aber diese Zuversicht schwindet. Ich sehe viele Mundwinkel, die nach unten gehen, à la Merkel. Du sagst selbst, dass nur zehn Prozent der Menschen in der westlichen Welt einen positiven inneren Dialog führen. Hat das auch körperliche Ursachen?

Dr. Michael Spitzbart: Ganz wichtig sind die Hormone im Gehirn, die uns beflügeln. Ich nenne sie die Rückenwindhormone. Wenn eine neue Aufgabe auf uns zukommt, sorgen sie dafür, dass wir entweder sagen: Das schaffe ich auch noch! Oder: Wie soll ich das denn jetzt auch noch schaffen? Die Belastung ist in beiden Fällen gleich, aber der eine reagiert so und der andere anders. Das kann man beispielsweise am Serotonin- und Dopaminspiegel im Gehirn festmachen.

Milena Preradovic: Die Glückshormone.

Dr. Michael Spitzbart: Genau, die Glückshormone. Sie sind für Antrieb und Glücksgefühle verantwortlich. Und diese Hormone hängen wiederum vom Eiweiß ab, denn sie werden aus Eiweißbausteinen gebildet. Diese Bausteine sind essenziell und müssen dem Körper zugeführt werden. Der Körper kann nur so viel Serotonin produzieren, wie der entsprechende Eiweißbaustein zur Verfügung steht. Das ist Tryptophan. Tryptophan ist der Grundbaustein für die Bildung von Serotonin.

Milena Preradovic: Auch nicht patentiert, auch nicht patentierbar.

Dr. Michael Spitzbart: Genau wie die Aminosäure Arginin. Tryptophan ist ebenfalls ein natürlicher Stoff, aus dem der Körper selbst Serotonin herstellt. Aus der Aminosäure Phenylalanin bildet er wiederum das Hormon Dopamin. Und auch davon kann er nur so viel produzieren, wie die entsprechenden Eiweißbausteine vorhanden sind. Meistens ist da noch sehr viel Luft nach oben. Man kann den Serotoninspiegel auch messen lassen. Das könnte jedes Labor machen. Die Bestimmung gehört ebenfalls zu der PDF-Liste, die ich für Laboruntersuchungen herausgebe. Aber man kann das auch selbst testen, und zwar kurz vor dem Einschlafen. Man muss nur in seinen eigenen inneren Dialog hineinhören. Wir alle führen ständig und unablässig ein inneres Zwiegespräch mit uns selbst. Wer jetzt diesem Podcast aufmerksam folgt, hört seine eigene innere Stimme nicht. Aber sobald man anfängt zu dösen, übernimmt der innere Dialog. Auch wenn man im Auto das Radio ausschaltet, übernimmt der innere Dialog. Wenn wir schlafen, läuft er weiter. Und wenn wir träumen, läuft er erst recht weiter. Wir denken also nicht, sondern es denkt. Das ist ganz wichtig. Gedanken kommen, wenn sie es wollen, nicht, wenn wir es wollen. Das können wir nicht steuern. Wenn ich viel Serotonin im Gehirn habe, kommen automatisch mehr gute Gedanken. Wenn ich dagegen weniger Serotonin habe, kommen automatisch mehr negative Gedanken. Wenn ich also abends im Bett liege und mit Gott und der Welt hadere, also einen negativen inneren Dialog führe, dann habe ich höchstwahrscheinlich zu wenig Tryptophan im Blut, um meine körpereigene Serotoninproduktion zu optimieren. Oder ich habe sehr viele negative Dinge abgespeichert. Auch da machen viele Menschen etwas falsch, indem sie sich ständig berieseln lassen, beispielsweise von den alten Medien. Sie hören zehnmal am Tag Nachrichten und bekommen immer wieder dieselben negativen Meldungen präsentiert. Im Fernsehen wird ja nur selten etwas Positives bekannt gegeben. Außer vielleicht, dass Herr Spahn zurücktritt.

Milena Preradovic: Ich muss ehrlich sagen, ich schaue sehr viel davon.

Dr. Michael Spitzbart: Das musst du ja auch.

Milena Preradovic: Genau. Aber ich habe nicht den Eindruck, dass mir das etwas ausmacht.

Dr. Michael Spitzbart: Weil du eben so resilient bist.

Milena Preradovic: Wahrscheinlich habe ich einfach einen guten Serotonin- und Eiweißspiegel. Das muss ich auch mal messen lassen.

Dr. Michael Spitzbart: Du gehst doch auch regelmäßig mit dem Hund spazieren. Bewegung ist ganz wichtig für die Psyche.

Milena Preradovic: Ich mache Sport, gehe im See schwimmen, vor allem im Sommer. Ansonsten bin ich jeden Tag in den Bergen oder im Wald mit dem Hund unterwegs. Ungefähr zwei Stunden am Tag.

Dr. Michael Spitzbart: Chapeau!

Milena Preradovic: Ja, genau.

Dr. Michael Spitzbart: Das erklärt einiges.

Milena Preradovic: Das merke ich auch, seit ich hier auf dem Land lebe. Vorher habe ich ja in Städten gewohnt und von morgens bis abends in einem Büro gesessen. Damals ging es mir anders. Mir ging es jedenfalls nicht so gut wie jetzt. Ich fühle mich meistens auch leistungsfähiger.

Dr. Michael Spitzbart: Irgendwann hat jeder mal einen Hänger, das ist ganz normal. Auch beim Glück kann es solche Phasen geben. Glück onduliert, es verläuft in Wellenbewegungen. Man muss die Tiefen kennen, um die Höhen genießen zu können. Wenn immer alles gleich wäre, wären die Menschen nicht glücklich.

Milena Preradovic: Ich habe auch festgestellt, dass man, wenn man sich schlecht fühlt und irgendwie alles doof ist, erkennen muss, dass das nur die eigene Realität ist und nicht die Realität an sich. Das finde ich sehr hilfreich. Viele Menschen gehen ja davon aus, dass die Dinge tatsächlich so sind, wie sie sie gerade wahrnehmen. Aber im Grunde ist es nur mein momentaner Zustand. Und der kann in einer Stunde schon wieder ganz anders sein.

Dr. Michael Spitzbart: Ganz genau. Es kommt auf die Sichtweise an.

Milena Preradovic: Magnesium spielt ja auch eine wichtige Rolle.

Dr. Michael Spitzbart: Eine riesengroße Rolle sogar. Auch beim Magnesium liegen die meisten Menschen eher am unteren Ende des Normbereichs als am oberen. Man muss wissen, dass die Anzahl der Kraftwerke in unseren Körperzellen, der sogenannten Mitochondrien, vom Magnesiumspiegel im Blut abhängt. Wenn ich viel Magnesium habe, habe ich viele Mitochondrien. Wenn ich wenig Magnesium habe, habe ich entsprechend weniger Kraftwerke in meinen Körperzellen. Diese Kraftwerke lassen sich biologisch ganz einfach aufbauen, indem ich auf meinen Magnesiumspiegel achte. Wenn ich allerdings zu wenig Magnesium habe, kann ich das nicht durch Jod ausgleichen und umgekehrt. Genau darum geht es bei der essenziellen Medizin: Man muss herausfinden, welcher Stoff fehlt. Jeder Gärtner weiß, dass es nichts nützt, eine Pflanze noch mehr zu gießen, wenn sie zu wenig Sonne bekommt. Man muss also den Stoff finden, der fehlt, und diesen optimieren. Das ist das Geheimnis meiner Medizin. Wobei ich es gar nicht als Geheimnis bezeichnen möchte. Es ist einfach die Grundlage meiner Arbeit gewesen, angewandte Biochemie. Es macht nur kaum jemand.

Milena Preradovic: Ist es denn egal, welches Magnesiumpräparat ich kaufe? Es gibt ja so viele verschiedene. Magnesium 400, Magnesium 500 …

Dr. Michael Spitzbart: Das sind zunächst einmal die Mengenangaben, also 300 oder 400 Milligramm. Dann gibt es natürlich verschiedene Galeniken, beispielsweise Magnesiumcitrat. Es gibt unterschiedliche Darreichungsformen von Magnesium. Und da gilt nicht „One size fits all“. Man kann nicht sagen, dass jedes Präparat bei jedem Menschen gleich gut wirkt. Dafür sind die Menschen einfach zu unterschiedlich. Deshalb müsste man vielleicht einmal ein Mischpräparat ausprobieren und anschließend ganz wichtig: wieder kontrollieren, ob der Magnesiumspiegel tatsächlich steigt. Ein Mischpräparat enthält verschiedene Magnesiumverbindungen, also nicht nur Citrat, sondern beispielsweise auch andere Magnesiumsalze. Entscheidend ist, den Wert anschließend zu kontrollieren. Ganz wichtig ist außerdem Folgendes: Wenn Menschen beispielsweise den Zusammenhang zwischen Tryptophan und Serotonin erkennen, den habe ja nicht ich erfunden, das steht in jedem Biochemiebuch, dann sagen manche: Ich habe schon mal Tryptophan genommen, aber mir geht es trotzdem nicht besser. Dann frage ich immer: Wie viel haben Sie denn eingenommen? Und die Antwort lautet meistens: So viel, wie auf der Packung steht. Aber was auf der Packung steht, ist juristisch begründet und nicht therapeutisch. Oft kann man die Menge um das Zehnfache erhöhen, um überhaupt in den therapeutischen Bereich zu kommen. Das gilt für Tryptophan und genauso für Magnesium. Beim Magnesium kann man bis kurz vor die Durchfallgrenze gehen. Zu viel Magnesium verursacht Durchfall. Man sollte also nur so viel nehmen, dass die Hosen noch halten. Manche sagen dann: Ich nehme Magnesium immer vor dem Sport. Da antworte ich: Gerade dann sollten Sie es lieber nicht nehmen. Denn wenn Sie ein bisschen zu viel erwischen, müssen Sie vielleicht ziemlich schnell hinter die Büsche verschwinden.

Milena Preradovic: Ich nehme morgens und abends jeweils Magnesium 400.

Dr. Michael Spitzbart: Das ist schon mal ganz gut. Der Königsweg wäre natürlich, den Magnesiumspiegel nachmessen zu lassen. Wie hoch ist mein Wert? Liege ich im oberen oder mittleren Normbereich? Habe ich noch Luft nach oben? Könnte ich noch mehr Mitochondrien in meinem Körper haben, die mir das Leben erleichtern und mehr Energie verleihen? Wenn man diese Werte misst und gezielt optimiert, ist das natürlich der Königsweg.

Milena Preradovic: Es macht Spaß, hier mit dir meine eigene Sprechstunde zu haben.

Dr. Michael Spitzbart: Machen Sie sich mal frei!

Milena Preradovic: Das ist das einzig Blöde, es ist hier alles sehr öffentlich. Aber kommen wir noch einmal zur allgemeinen Gesundheit. Den Leuten geht es ja offenbar nicht besonders gut. Im ersten Halbjahr 2026 waren Angestellte in Deutschland im Durchschnitt knapp zehn Tage krank. Die Anzahl der verschriebenen Medikamente ist seit dem Jahr 2000 extrem angestiegen. Mindestens zehn Prozent der Deutschen nehmen Psychopharmaka, vielleicht sind es sogar mehr.

Dr. Michael Spitzbart: Es sind mehr.

Milena Preradovic: Ich habe das ein bisschen ergoogelt, muss ich sagen. Welche Zahl hast du denn?

Dr. Michael Spitzbart: Eher 15 bis 20 Prozent. Es gibt eine hohe Dunkelziffer. Schließlich sagt nicht jeder offen, dass er Psychopharmaka nimmt.

Milena Preradovic: Gehen wir also davon aus, dass 15 bis 20 Prozent der Deutschen Psychopharmaka nehmen. Das klingt natürlich alles nicht nach einem besonders gesunden Land. Was würdest du tun, wenn du allmächtiger Gesundheitsminister wärst?

Dr. Michael Spitzbart: Ich würde die essenzielle Medizin verbreiten. Und ich glaube, ganz vorsichtig geschätzt, dass man dadurch mindestens 30 Prozent des Gesundheitsetats einsparen könnte. Wenn man von dieser Polypharmazie wegkäme und den Menschen wirklich das gäbe, was sie brauchen, beispielsweise gegen erhöhten Blutdruck oder erhöhtes Cholesterin, und diese Probleme auf natürliche Weise behandeln würde, könnte man einen Haufen Medikamente in die Tonne klopfen. Ich will damit nicht sagen, dass alle Medikamente schlecht sind. Es gibt durchaus gute Medikamente. Wenn man beispielsweise eine Infektion hat und Antibiotika bekommt oder bei einem durchgebrochenen Blinddarm Antibiotika benötigt, dann ist es natürlich gut, dass es solche Medikamente gibt. Es ist also nicht alles schlecht, aber es wird viel zu viel verordnet. Die häufigsten Todesursachen sind Herzinfarkt und Schlaganfall auf Platz eins und Krebs auf Platz zwei. Und ich weiß nicht, ob du ahnst, was die dritthäufigste Todesursache ist.

Milena Preradovic: Nebenwirkungen von Medikamenten.

Dr. Michael Spitzbart: So ist es.

Milena Preradovic: Das habe ich schon einmal in einem Interview mit Gerd Reuther erfahren.

Dr. Michael Spitzbart: Ganz genau. Die Medizin selbst ist die dritthäufigste Todesursache. Nicht etwa ärztliche Kunstfehler, sondern die leitliniengetreue Medizin. Professor Jörg Spitz, den ich als den Papst dieser Medizin in Deutschland bezeichnen würde, sagt, wenn ich mich richtig erinnere, sogar, dass die Medizin selbst die häufigste Todesursache ist, also auf Platz eins steht. Dabei ist diese Art der Medizin so fest etabliert. Auf jedem Kongress werden neue Medikamente vorgestellt, aber nie wird gefragt: Wie kann ich denn Medikamente vermeiden? Dabei ist es genau das, was die Patienten wollen. Das ist ja das Schöne: Die Patienten wollen diese Art der Medizin haben. Ich hoffe deshalb, dass sich auch durch unser heutiges Interview noch mehr Mediziner zu Ärzten entwickeln wollen und den Schlüssel zur essenziellen Medizin kennenlernen. Das würde sehr viel Leid und viele Nebenwirkungen ersparen und unterm Strich sehr viel Geld sparen. Mindestens 30 Prozent des Gesundheitsetats von 400 Milliarden Euro.

Milena Preradovic: Super, vielen Dank, Michael. Das war ein ausgesprochen informatives und höchst unterhaltsames Gespräch. Ich hatte ja schon vorher recherchiert, habe aber trotzdem noch viel Neues erfahren. Es ist immer ein Vergnügen mit dir. Dankeschön!

Dr. Michael Spitzbart: Das kann ich nur zurückgeben. Vielen Dank, liebe Milena. Vielen Dank!

Milena Preradovic: Tja, Leute, ich habe gelernt: Auch wir selbst sind gefordert, wenn es um unsere Gesundheit geht. Einfach Tabletten schlucken und gut ist? Das hilft ja eher der Pharmaindustrie als uns. Es ist wie in allen Bereichen, die wir hier auf diesem Kanal schon so oft besprochen haben: Wir müssen unser Leben, unseren Geist und unseren Körper selbst in die Hand nehmen, uns informieren und wie echte, souveräne Bürger agieren. Ich wünsche euch eine gute Zeit. Bis bald.

Interview with Dr. Michael Spitzbart (english)

Milena Preradovic: Ever since the coronavirus pandemic, at the very latest, it has been clear that many medical professionals uncritically act as an extension of the pharmaceutical industry. The industry, in turn, is doing everything in its power, together with political lobbyists, to suppress other forms of medicine. Their motto seems to be: “If we can’t make money off it, it’s no good.” A more helpful motto would surely be: “Whoever heals is right.” Is this really about the patients’ best interests? But can an industry that makes billions from diseases really be concerned with creating a population of healthy people? My guest says that doctors usually don’t treat the causes, but only the symptoms, and often prescribe cortisone. Which translates to: “I don’t really know what’s wrong with you.” He takes a different approach, even when it comes to the widespread disease of cancer. Now on Punkt.PRERADOVIC. Hello, Dr. Michael Spitzbart. It’s so nice to see you again.

Dr. Michael Spitzbart: Hello, Milena. It’s a pleasure.

Milena Preradovic: Let me briefly introduce you. You’re a doctor, an internationally sought-after speaker, and the author of medical guidebooks. You studied medicine in the U.S. and at various German universities, worked as a surgeon, and are a trained urologist. For 40 years, you ran your own practice, specializing in preventive and orthomolecular medicine, which identifies and corrects deficiencies in the body’s own substances. Your credo: Look for the causes and don’t just treat the symptoms, especially not with pills. The goal is to optimize performance and resilience. During the COVID-19 pandemic, you were one of the doctors who spoke out critically and faced a total of eight disciplinary proceedings before the Medical Board. You’re a thorn in the side of many conventional doctors because you take a different, more natural approach, even when it comes to common diseases like cancer. What is your approach to cancer?

Dr. Michael Spitzbart: Otto Warburg, a Nobel laureate, was the first to study the metabolism of cancer cells. It’s important to know that healthy cells burn carbohydrates and fats to produce energy. And cancer cells? They ferment sugar. That is the metabolism of cancer cells. Young, vulnerable cancer cells, in particular, are dependent on sugar. Later on, it’s a bit different. But if you give the body a lot of sugar, cancer cells can, of course, multiply wonderfully. And the fermentation of sugar produces acid, namely lactic acid. In this acidic environment, cancer feels right at home. So it creates its own microclimate in which it feels completely at ease. My approach is to break this cycle, that is, to stop the sugar intake. For cancer patients, this must be done very strictly. Some people then ask: Can I have a “cheat day”? A cheat day is like a campfire that’s slowly dying out and that you blow on to reignite. That’s how it is with this type of therapy. You can also do many other things to support it, such as significantly increasing your intake of selenium and vitamin C. In other words, annoy the cancer cells wherever possible. Once they’ve really taken hold, it’s a bit more difficult. That’s why prevention is the best approach here as well. I recommend that everyone follow the so-called ketogenic diet for four to six weeks once a year, that is, completely cutting out sugar, to combat the cancer cells we all develop every day. Each of us develops cancer four times a day. This is completely natural and normal, and a healthy, functioning immune system recognizes these cells and destroys them. That’s exactly what it’s there for. Only when the immune system is a bit weakened might the cancer cells multiply faster than they can be fought off. And that’s exactly where this diet comes in. I can recommend the ketogenic diet to everyone. If you follow it for four to six weeks once a year, the likelihood of developing cancer that year is relatively low. In medicine, there’s no such thing as “always” or “never.” There are only probabilities. And that probability drops dramatically.

Milena Preradovic: But with a ketogenic diet, you’re supposed to cut out carbohydrates.

Dr. Michael Spitzbart: That’s exactly it.

Milena Preradovic: And many people don’t realize that carbohydrates are basically sugar.

Dr. Michael Spitzbart: Absolutely right. Whether you’re eating bread, pasta, rice, or bananas, ultimately it’s all sugar. And the worst of all is actually fructose. Fructose, of course, feeds cancer cells wonderfully and is also one of the drivers of autoimmune diseases. If you have rheumatism or allergies, for example, fructose, that is, fruit sugar, plays a role. It sounds healthy, but it’s twice as bad as table sugar, and that’s bad enough already. Everything we consume that’s industrially processed, such as sweetened beverages, is full of fructose. And that’s the first thing I’d cut out. It’s also important to know that we can only convert 10 percent of this fructose into energy. The remaining 90 percent is converted into fat. As I said, fructose is the ultimate driver of inflammation. That’s why, in addition to regular sugar, I’d avoid fructose wherever possible.

Milena Preradovic: So, no fruit either?

Dr. Michael Spitzbart: You can still eat fruit. There are types of fruit that contain a lot of fructose, and then there are others, like strawberries or melons, that contain less. You can do a little Googling and experiment a bit. And the more you exercise, the more you can allow yourself to make small mistakes. However, if you’re just sitting at a desk and think that a big bowl of fruit salad is particularly healthy, I’d take a slightly more nuanced view of that these days.

Milena Preradovic: Is there actually any evidence that the ketogenic diet is effective against cancer?

Dr. Michael Spitzbart: I’ve been working this way for almost 40 years and have gathered a great deal of evidence for it from my patients. I haven’t been able to cure or save everyone, though. Some came to me at the very last minute, some were already on their last breaths. It was terrible to witness. They put all their hope into it. But of course, there’s nothing more I can do at that point. That’s why, as I said, my main focus is prevention. You shouldn’t let it get that far in the first place. But I’ve also had plenty of patients who were already sick. A prime example is a patient with a pancreatic tumor, pancreatic carcinoma. Normally, that means: diagnosis, funeral, usually within nine months. And he held on very well for six years, though he was also very disciplined. Of course, he also had a high quality of life. He played golf and gained another six years instead of just nine months. In my eyes, that’s a huge deal. To have six years or not to have them. I’d rather have them.

Milena Preradovic: Aside from following a ketogenic diet once a year for four to six weeks, should we generally eat fewer carbohydrates?

Dr. Michael Spitzbart: Ideally, as few as possible. It’s important to know that carbohydrates aren’t essential, no matter what people say out there. People often say they’re essential. That’s not true. Humans don’t need carbohydrates; otherwise, we would have gone extinct long ago. That’s because, throughout evolution, carbohydrates were available only sporadically and in very limited quantities. Agriculture and livestock farming have been around for perhaps 6,000 to 8,000 years. But humans have been around for much longer, and their diets were very protein-rich. Throughout evolution, humanity made great strides when people mastered hunting techniques, that is, when they were better able to utilize animal protein. Today, however, people are filling up on carbohydrates, which are not essential, and as a result, they develop deficiencies in the protein building blocks that are essential. Women have a much harder time with this than men because they have three additional sources of protein loss. A lot of protein is lost during childbirth. A lot of protein is also lost during breastfeeding. And through menstruation, if it’s heavy, a great deal of protein can be lost as well.

Milena Preradovic: So is it a myth that we need carbohydrates for energy?

Dr. Michael Spitzbart: It’s a myth, a big one. It’s persisted for a long time in sports medicine. The saying was always: “Before the marathon, there’s the pasta party.”

Milena Preradovic: That’ll go on for many more years.

Dr. Michael Spitzbart: The amateurs still do that. And the top athletes are happy to see anyone who attended the pasta party, because they already consider them an easy opponent.

Milena Preradovic: I have to say, while I was doing my research, I thought to myself: Surprisingly, I also instinctively eat relatively few carbohydrates. I don’t eat side dishes; I much prefer a piece of meat with vegetables or a salad. What’s your diet like?

Dr. Michael Spitzbart: Similar to yours, no filling side dishes. I eat few to no potatoes; rice and things like that are all unnecessary for me. You shouldn’t fill up on the wrong foods and then wonder afterward why you don’t have enough energy for what really matters.

Milena Preradovic: What about alcohol? There’s a lot of sugar in that, too.

Dr. Michael Spitzbart: Yes, sugar. For me, it’s always easier to do something completely or not at all. For example, I still smoked as a student, and during my studies I naturally read about how harmful it all is and how foolish you actually are if you do it anyway. But I didn’t have the strength to quit because the stress of studying was too great. Then I told myself: Now you’re going to take your state exam, and the next day you’ll wake up as a doctor and never smoke another cigarette. And I actually managed to do that. Trying to cut back on smoking gradually, that is, smoking less and less, on the other hand, always fails. I’d tried several times before to cut back on my nicotine intake, but after three or four days, I always failed. I did the same thing with alcohol. At some point, I realized: I don’t actually need it. And when other people drink wine at a restaurant, I don’t judge anyone. I also like to smell it and remember what kind of grape it is and how the wine tastes. I still remember all that quite well, but I just don’t need it. I think the last time I drank wine was about ten years ago. That was harder on the people around me than it was on me.

Milena Preradovic: If you suddenly drink a glass of wine after such a long period of abstinence, it really hits you hard.

Dr. Michael Spitzbart: No, I mean the people around me. They were always trying to persuade me: “Come on, have a drink!” As if I couldn’t be funny without alcohol.

Milena Preradovic: You’re funny all the time, at least from what I know of you. Let’s move on to another, quite serious topic. Ever since the pandemic, at the very latest, the big buzz has been: Vaccinate, vaccinate, vaccinate. Everywhere, on the radio, on TV, in the newspapers. Endless campaigns. There are vaccines for diseases I didn’t even know existed before. The pharmaceutical industry expects global vaccine sales to rise by more than 50 percent by 2035. You’re critical of this, especially when it comes to childhood vaccinations. What’s your point there? I’m really interested in that.

Dr. Michael Spitzbart: The vaccination itself wouldn’t be so bad if a child were given only an antigen against which it could, or should, then produce antibodies. That’s the whole idea behind a vaccine: You give the body a small amount of an antigen so that it produces antibodies against it. But because a child’s immune system in particular is still so immature and not as responsive as it should be, you have to add an adjuvant. This is usually aluminum hydroxide. This substance promotes allergic reactions at the injection site. That attracts the immune cells, which then begin to work. Without this adjuvant, the vaccine would be pointless. It would simply be broken down without any antibodies being produced. And now young children are literally being loaded up with aluminum, a toxic heavy metal. I can only advise everyone against following this entire vaccination schedule, which results in children receiving, I believe, 90 vaccinations by the age of 18. In my view, this constitutes bodily harm. Often, the harm far outweighs the benefit. There are now extensive studies proving that unvaccinated children have ten times fewer so-called atopic diseases, such as asthma, allergies, or atopic dermatitis. These conditions occur much more frequently in vaccinated children than in unvaccinated ones. It’s also important to know that vaccines are never tested against a placebo, that is, against a saline solution. They’re always compared to a previous vaccine that already contains these adjuvants. Then they always say there’s no significant difference between the active group, the test group, and the comparison group, because they’re essentially receiving the same thing.

Milena Preradovic: So if children receive 90 vaccinations containing heavy metals by the age of 18, what does that do to their bodies? Do we know?

Dr. Michael Spitzbart: Yes, the heavy metals naturally also enter the brain and have a neurotoxic effect there. I believe you’ve had Dr. Michael Nehls on as a guest before. He can tell you a great deal about this. In my view, he’s a very good scientist. The main problem is the accumulation. If it were just a single dose, it might not be quite as bad. But vaccinations start very early. In the U.S., for example, the hepatitis B vaccine is mandatory. It’s administered to children when they’re two or three days old. Yet you can only contract hepatitis B through sexual intercourse, open wounds, for example as a surgeon, or through drug use with shared needles. Two- or three-day-old infants generally don’t engage in any of those activities yet. The problem is why this vaccination is administered so early. Developmental delays occur time and again following vaccinations, apparently particularly frequently after the hepatitis B vaccination. And because parents don’t really know their child yet after just two days, they can’t recognize changes in the child’s development. If something happens after the vaccination, they assume the child is developing completely normally. Here, too, there is no control group being tested against saline solution, that is, against a placebo. In the U.S., there are the Amish and the Quakers, some of whom still live as they did 250 years ago and refuse such vaccinations. They also did not get vaccinated against COVID-19, and strangely enough, they all survived anyway. That would be an important control group. And these people actually have significantly fewer atopic diseases, allergies, and similar conditions. ADHD is also among them. It affects the brain. And in my view, this extreme rise in autism is also attributable to this. I just heard a talk by Robert F. Kennedy Jr., who spoke about vaccinations, particularly about aluminum. For example, if you eat peanuts after receiving a vaccine containing aluminum, the aluminum might trigger a cross-reaction, that is, an allergy to peanuts. There are so many people with allergies today that didn’t exist in the past.

Milena Preradovic: I don’t have any allergies. But as a child, I used to eat dirt, too.

Dr. Michael Spitzbart: That’s exactly right. I always explain this to my patients and seminar participants. The new principle of “oral vaccination”: Just take a sip of water from a puddle. My dogs always drink from puddles, too, and nothing happens to them. The bottom line is that you should just be less fussy. You don’t really have to play in the dirt, but being less fussy is very good for the immune system.

Milena Preradovic: We also can’t forget that most tests on the efficacy and safety of medications are conducted by the pharmaceutical companies, that is, the manufacturers themselves. There’s really no agency that strictly monitors all of this.

Dr. Michael Spitzbart: Honi soit qui mal y pense. Of course they conduct their own studies. And that’s actually my main criticism of evidence-based science. Evidence-based medicine is good, of course, because everything is supposed to be proven. But then we have to ask: Who’s actually proving it? Who’s conducting the studies? Who’s funding the studies? In 90 percent of cases, it’s precisely the companies that want to prove the effectiveness of their own drugs. And surprisingly, they always come out looking very good. I’m amazed every time that the results turn out so well.

Milena Preradovic: I’m brilliant, too. I’ve proven that myself. Otherwise, no one else is going to prove it. Let’s get back to vaccinations. You’ve also warned against the HPV vaccine, which is administered to girls as young as nine to protect them from cervical cancer. You’ve really been attacked for that. What’s your point there?

Dr. Michael Spitzbart: There are many inflammatory conditions in the body that can also be caused by the adjuvants, for example in the ovaries. And these days there are so many fertility clinics. They didn’t exist when I was young, back when I was a student. Back then, you always hoped your current girlfriend wouldn’t get pregnant. Today it’s more the other way around: How do I get my wife or girlfriend pregnant?

Milena Preradovic: Do you see a direct connection there?

Dr. Michael Spitzbart: Yes. It has been proven that the ovaries can sustain inflammation that may not be reversible and subsequently lead to infertility. Of course, in medicine, there’s no such thing as “always” or “never.” But the probability increases enormously. It has to come from somewhere. Why is it that women today have a harder time conceiving than they did in the past? By the way, the case against me at the Medical Board was dismissed on the grounds that a doctor is allowed to express his opinion even if it isn’t entirely wrong.

Milena Preradovic: But …

Dr. Michael Spitzbart: Of course, they can’t admit that it’s correct. But it wasn’t entirely wrong.

Milena Preradovic: But infertility has also been on the rise since 2021. There, too, a certain connection can be suspected, and perhaps that isn’t entirely wrong either. Let’s move on to another topic that’s also highly topical. For years now, we humans have been kept in a state of constant fear. That wasn’t the case in the past, at least not to the same extent as in the past six years. Pandemics, war, climate catastrophe. Michael Nehls says the same thing: Attempts are being made to maintain a permanently high level of fear. What does that do to us?

Dr. Michael Spitzbart: People are easier to control when they’re afraid. With the coronavirus in particular, so much fear was stoked that even the smartest people turned off their intellect and simply followed their fear. I’m not supposed to spill the beans, but my siblings both went to university and aren’t exactly the dumbest people around. Still, they were very afraid during the pandemic and kept wanting to get vaccinated. Vaccinate, vaccinate, vaccinate, over and over again. I’m more of the black sheep in the family. My siblings are very well educated, but also a bit overeducated. Here in the countryside, where I live, my neighbors, on the other hand, are incredibly sharp. They have plenty of “Hausverstand,” as the Austrians say, in other words, common sense. They said right from the start: “We’re not going along with that.” When a farmer drives to Vienna on Sundays to protest, he has to find someone to take care of his livestock in the meantime. After all, the animals need to be tended to and have their set times in the barn. So for these people, it was a considerable effort to drive to Vienna every weekend to voice their opinions. My neighbors knew me long before I moved here, and they welcomed me with open arms. I have to say, I feel really at home here. On the other hand, I don’t feel as comfortable anymore among overly intellectual people.

Milena Preradovic: By the way, I feel exactly the same way. I also live in the countryside, and “common sense” is one of my favorite expressions. You say there’s a big difference between medical professionals and doctors. Explain that.

Dr. Michael Spitzbart: Medical professionals read every study. We’ve already talked about who conducts these studies. And they believe every study until it eventually turns out to be wrong. If you follow the entire history of medicine, you’ll see that it’s actually a series of mistakes. But medical professionals always believe in the currently accepted error and take it as the truth until it’s called into question again. Medical professionals also often view a person merely as the sum of their organs: the liver …

Milena Preradovic: The liver in Room 310. What’s on the agenda today? The liver in Room 310.

Dr. Michael Spitzbart: And they don’t see a person as a whole. Body, mind, and soul always belong together. I often think to myself that a medical professional could just as well have studied mechanical engineering, because they remain solely at the level of the organs. But there are certainly psychological problems that arise, for example, from constantly stoked anxiety. High cortisol levels, for instance. There are psychological problems that manifest physically. If I then treat only the body, I’m on the completely wrong track. And that’s something many medical professionals haven’t quite grasped: You have to view a person as a unity of body, mind, and soul, not as the sum of their organs. Another thing medical professionals really don’t like, and many patients can relate to this, is when a patient interferes with their own treatment. They get so annoyed when a patient says: “I can tell this isn’t doing me any good.” But who’s better at sensing that than the patient themselves? The doctor can’t sense it, and the medical professional certainly can’t. Instead, they say: “This is the gold standard. This is how we treat it. Take it or leave it.” That’s what medical professionals are like. And there are plenty of them, far too many. Doctors, on the other hand, are the ones who might already be a bit more experienced. I used to be a medical professional myself and had to learn all of this from scratch. At university, I learned what I was supposed to know, but not what I actually needed to know. That requires initiative and self-study. If you look at the Medical Association’s entire continuing education calendar today, that is, what’s offered there, you’ll see the pharmaceutical industry’s influence everywhere. At every conference, at every continuing education event, some product is promoted afterward that’s supposedly going to solve a problem. But you can only truly solve a problem through treatment that addresses the root cause. I can treat the symptoms with medication for a long time, but I’ll never get to the root cause that way. I think they know that too, but they don’t want to understand it. After all, I can sell a medication for a very long time. If, on the other hand, I suddenly cure a person, they’re lost to the medical system.

Milena Preradovic: My experience with family doctors these days, and this is already different from how it used to be, since we’ve both been around for a few years now, is this: You describe your symptoms and either get a referral for an ultrasound or a scan, that is, a CT or MRI, or a prescription for medication. That’s it. I don’t see any real interest there anymore either. They don’t even touch you anymore. There’s no more palpation or anything like that. I find that truly astonishing. How do you proceed when a patient comes to you?

Dr. Michael Spitzbart: Listening is absolutely crucial. Because the patient actually reveals their own diagnosis in the very first few sentences, even if they don’t realize it. You just have to listen attentively and empathize with the person. Of course, a little experience helps, too. I told this story recently: An older couple came to see me. The woman was already sitting at my desk while the man was still getting something out of the car. When he came in, she looked at him in utter disbelief and said: “I haven’t said a word yet, and he already knew what was wrong with me.” And it wasn’t just a simple cold. It was something rarer. That’s where experience really comes into play. I believe that medical professionals need to gradually develop into doctors. And the wonderful thing is that more and more doctors, or rather, medical professionals who want to become true doctors, are attending my seminars. At my seminars, which each have about 100 participants, I always ask the group: “Are there any doctors here? You don’t need to be ashamed.” Then, usually, five or six hands go up. And that’s how they identify themselves as doctors who want to learn this kind of medicine. Perhaps also because their own patients are pushing them to do so and saying: “I don’t want it this way anymore. I don’t want to take pills anymore. I want to get to the root cause of my symptoms.”

Milena Preradovic: How do you go about getting to the root causes? You also call this “essential medicine.” Is that the technical term?

Dr. Michael Spitzbart: It’s not a technical term yet, but I’d like to establish it.

Milena Preradovic: Then we’ll consider it a technical term from now on.

Dr. Michael Spitzbart: There it is. And yet it’s actually the simplest form of medicine. I didn’t invent this. It’s in every biochemistry textbook. We’re made up of 47 essential substances. One could argue that, if you include lithium, there are actually 48. If even one of these substances were completely missing, we’d be dead. That’s been proven. That’s why they’re called essential. These 47 or 48 substances can be divided into four groups: amino acids, fatty acids, minerals and trace elements, and vitamins. As just discussed, carbohydrates aren’t included because they aren’t essential. You can think of it like a rain barrel made up of 47 planks or staves. If all the planks are the same height, the entire system is at 100 percent. But if even a single substance is at 70 percent, no matter which one, then the entire system is only at 70 percent. The body’s self-healing powers are then also at 70 percent. What I did in my medical practice was essentially nothing more than helping the body to help itself. I tried to balance out the deficiencies so that the body could regain its own strength and unleash its self-healing powers. It’s never the doctor who heals. It’s always nature that heals. And in doing so, I’ve tried, not without some success, to give nature a helping hand.

Milena Preradovic: If I want to get started with this, what do I need? A complete blood count?

Dr. Michael Spitzbart: A complete blood count sounds like a lot, but it’s actually quite limited.

Milena Preradovic: So that means the doctor isn’t actually doing what I really need?

Dr. Michael Spitzbart: The problem is that a doctor has a lab budget of no more than four euros per patient per quarter, that is, for three months. But just testing for vitamin D alone costs 30 euros. Of course, that doesn’t add up. If a doctor orders more lab tests than his budget allows, he has to pay for everything out of pocket at the end of the quarter. And he won’t do that. That’s why medical professionals and doctors tend to talk their patients out of such extensive lab tests. You can get around this by going directly to a lab. This has several advantages. Any lab can draw blood. For example, I have a masterclass on the topic of blood. There, you can download a PDF listing all the important essential substances and hormones, in other words, everything that plays a role. With this list, you then go directly to the lab and have your blood drawn there. This also has the advantage of better preanalytical handling. When blood is drawn at the family doctor’s office, it sometimes sits around for three, four, or five hours before the lab courier picks it up. It might not even be centrifuged right away. But the blood continues to change. For example, if I receive blood test results showing very high potassium and very low glucose, I know the blood has been sitting for too long. The entire test result is then worthless. The blood wasn’t tested while it was still fresh. It had been sitting for too long. That usually doesn’t happen at the lab. There’s one important blood marker that I recommend everyone have tested at least once in their lifetime. It’s genetically determined and therefore only needs to be measured once. That’s homocysteine, for example. If this level is elevated, I have a higher risk of vascular calcification, that is, atherosclerosis. A cholesterol level of 300, on the other hand, wouldn’t really concern me, I must say. Cholesterol is completely overrated in medicine. It’s a condition that generates a lot of money because the threshold levels keep getting lowered. At every routine checkup with an internist, you’re prescribed statins, no matter what your blood test results show. Yet statins have a great many side effects. While they do measurably lower cholesterol levels, they only minimally reduce the risk of heart attack and stroke. Yet people take these medications every day. Many experience muscle pain. Other side effects include muscle wasting, kidney failure, glaucoma, and, what I find particularly alarming, dementia. In my opinion, anyone who takes statins over a long period dramatically increases their risk of dementia. That’s because the brain also needs healthy fats and cholesterol. Cell membranes are made of fats. If I consistently lower cholesterol over the course of years, the brain’s repair mechanisms can no longer function properly. You can almost set your watch by it. These people will develop dementia.

Milena Preradovic: So should we just throw away these statins, that is, the medications for high cholesterol?

Dr. Michael Spitzbart: Immediately. That’s what I’ve recommended to all my patients. If you accidentally go to a cardiologist, you usually come home with three medications: a lipid-lowering drug, that is, a statin, a blood pressure medication, such as a beta-blocker or calcium channel blocker, and a blood thinner. The prescription is practically already prepared by the internist. Patients are routinely prescribed these. Whenever someone came to see me and had listed exactly these three medications on their medical history form, I’d say: “Oh, did you see a cardiologist or internist?” Then came the surprised question: “How did you know that?” Because these medications are simply prescribed as a matter of routine there. Yet you can find a healthy, natural alternative for almost every medication. Take high blood pressure, for example. The natural amino acid arginine dilates the blood vessels and thereby lowers blood pressure. This discovery even won the Nobel Prize in Medicine in 1998. Yet word of this still hasn’t gotten around. Because arginine can’t be patented, there’s no big business to be made from it. That’s why, despite the Nobel Prize, it isn’t being used.

Milena Preradovic: Can I buy it anywhere?

Dr. Michael Spitzbart: Everywhere. You can buy arginine over the counter online. It’s not a prescription drug. It’s an amino acid. And it’s similar with cholesterol. As I said, I don’t care at all if someone’s cholesterol level is 300, as long as they don’t have elevated homocysteine or elevated lipoproteins, don’t smoke, and get enough exercise. In my view, and based on my nearly 40 years of experience, a cholesterol level of 300 is completely irrelevant. If cholesterol were actually very high, one could start with dietary fiber, for example. This can interrupt what’s known as the enterohepatic cycle. Normally, bile acids are released when we eat. At the end of digestion, they are reabsorbed, that is, recycled, and returned to the gallbladder. But if I eat a lot of dietary fiber, such as wheat bran or ground flaxseed, the bile acids stick to it and are excreted in the stool. Then the body has to produce new bile acids. And how does it do that? It takes cholesterol from the blood and uses it to produce new bile acids. Through this simple mechanism, you can easily lower your cholesterol level by ten percent. And, of course, plenty of exercise is also important.

Milena Preradovic: But then I’m back to carbohydrates.

Dr. Michael Spitzbart: Dietary fiber. Wheat bran contains no digestible carbohydrates. It just passes right through.

Milena Preradovic: Okay, that’s good to know.

Dr. Michael Spitzbart: Or psyllium husks, or psyllium seeds. They swell to forty times their original size in the body, creating a large surface area. This allows them to absorb a lot of bile acids and carry them out of the body.

Milena Preradovic: I see, okay. What other particularly important values need to be right in order to lead a good life?

Dr. Michael Spitzbart: As I said, I’d like to see all essential nutrients at the upper end of the normal range. For example …

Milena Preradovic: So not just within the normal range, which is already good enough for doctors?

Dr. Michael Spitzbart: Exactly. For medical professionals, a value at the lower end of the normal range is just as normal as one at the upper end. But if you were a competitive athlete, for example, that would make a world of difference. Let’s take hemoglobin, the red blood pigment. Of course, that’s also a performance-enhancing substance in sports, because it’s so effective. If you’re a recreational athlete with a hemoglobin level at the lower end of the normal range and you run a marathon, it’ll take you about half an hour longer than someone whose level is at the upper end of the normal range. And that person hasn’t trained any harder. They simply have better biological predispositions.

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31 Kommentare

  1. Ximena Underwood

    Die pauschale Aufforderung, Statine „sofort wegzuwerfen“, ist angesichts individueller Risiken und des Nutzens bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen äußerst problematisch. Auch Aussagen wie „Krebszellen brauchen Zucker“ und eine jährliche ketogene Diät sollten nicht als belegte Krebsprävention dargestellt werden, ohne die wissenschaftliche Evidenz und mögliche Risiken einzuordnen.

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  2. Adam Mendoza

    Die pauschale Aussage, Statine würden das Demenzrisiko „enorm“ erhöhen, sollte mit belastbaren Studien belegt und nicht als Aufforderung zum sofortigen Absetzen formuliert werden. Gerade bei einer ketogenen Diät zur Krebsprävention und der Behauptung, Krebszellen bräuchten Zucker, wären eine differenzierte Einordnung und Hinweise auf ärztliche Rücksprache wichtig.

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  3. Carla Zhao

    Die pauschale Aufforderung, Statine sofort wegzuwerfen, ist angesichts der individuellen Risiken und des Nutzens dieser Medikamente problematisch. Gerade Aussagen wie „Krebszellen brauchen Zucker“ oder ein angeblich enormes Demenzrisiko sollten mit belastbaren Studien und einer ärztlichen Einzelfallberatung statt mit zugespitzten Versprechen belegt werden.

    Antworten
  4. Felix Vasquez

    Die pauschale Empfehlung, Statine „sofort wegzuwerfen“, ist angesichts der individuellen Risiken und des Nutzens bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen problematisch. Auch Aussagen wie „Krebszellen brauchen Zucker“ und die Empfehlung einer jährlichen ketogenen Diät sollten mit belastbaren Studien statt mit zugespitzten Versprechen belegt werden.

    Antworten
  5. Paula Yamamoto

    Die pauschale Empfehlung, Statine „sofort wegzuwerfen“, ist angesichts der individuellen Risiken und Nutzen problematisch. Gerade bei Aussagen zu Demenzrisiko, ketogener Ernährung und Krebsprävention wären belastbare Studien und eine ärztliche Beratung wichtiger als zugespitzte Gewissheiten.

    Antworten
  6. Ximena Bennett

    Die pauschale Aussage, Statine würden das Demenzrisiko „enorm“ erhöhen, sollte mit belastbaren Studien belegt werden – ein eigenständiges Absetzen kann gefährlich sein. Auch die Behauptung, Krebszellen bräuchten grundsätzlich Zucker, ist stark vereinfacht und verdient eine differenzierte Einordnung statt pauschaler Therapieempfehlungen.

    Antworten
  7. Ivan Keating

    Die pauschale Aussage, Statine würden das Demenzrisiko „enorm“ erhöhen, sollte mit belastbaren Studien belegt werden, statt zum sofortigen Absetzen aufzurufen. Gerade bei Medikamenten und Aussagen wie „Krebszellen brauchen Zucker“ sind eine differenzierte Einordnung und Rücksprache mit dem behandelnden Arzt entscheidend.

    Antworten
  8. Felix Engel

    Die pauschale Empfehlung, Statine sofort wegzuwerfen, ist angesichts der individuellen Risiken und der uneinheitlichen Studienlage äußerst problematisch. Gerade Aussagen wie „Krebszellen brauchen Zucker“ oder die jährliche ketogene Diät sollten sauber belegt und nicht als Ersatz für eine ärztliche Beratung präsentiert werden.

    Antworten
  9. Elena Quiroga

    Die pauschale Aussage, Statine würden das Demenzrisiko „enorm“ erhöhen, und der Rat, sie sofort wegzuwerfen, sind ohne Einordnung der Studienlage gefährlich. Gerade bei Medikamenten sollten Nutzen und Risiken individuell mit dem behandelnden Arzt abgewogen werden, statt sie mit vereinfachten Thesen wie „Krebszellen brauchen Zucker“ zu begründen.

    Antworten
  10. Simon Johansen

    Die pauschale Aussage, Statine würden das Demenzrisiko „enorm“ erhöhen, sollte mit belastbaren Studien belegt und nicht nur als Gegenposition zur Pharmaindustrie präsentiert werden. Besonders der Rat, die Medikamente sofort wegzuwerfen, ist riskant – Änderungen der Therapie sollten immer ärztlich und individuell abgeklärt werden.

    Antworten
  11. Felix Vasquez

    Die pauschale Aussage, Statine würden das Demenzrisiko „enorm“ erhöhen und man solle sie sofort wegwerfen, braucht eine deutlich differenziertere Einordnung anhand der individuellen Vorgeschichte und belastbarer Studien. Auch die Behauptung, Krebszellen bräuchten grundsätzlich Zucker, ist zu vereinfacht und sollte nicht als alleinige Begründung für eine ketogene Diät dienen.

    Antworten
  12. Ximena Ingram

    Die pauschale Empfehlung, Statine sofort wegzuwerfen, ist angesichts der individuellen Risiken und des Nutzens einer ärztlichen Abklärung problematisch. Auch Aussagen wie „Krebszellen brauchen Zucker“ und die Empfehlung einer jährlichen ketogenen Diät sollten differenziert und mit belastbaren Studien belegt werden.

    Antworten
  13. Simon Ingram

    Die pauschale Aufforderung, Statine „sofort wegzuwerfen“, ist angesichts der individuellen Risiken und möglicher kardiovaskulärer Vorteile sehr problematisch. Gerade bei Aussagen wie „Krebszellen brauchen Zucker“ oder der jährlichen ketogenen Diät wären belastbare Studien und eine differenzierte Einordnung durch die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt wichtig.

    Antworten
  14. Kumar Probodhd

    Die pauschale Aussage, Statine würden das Demenzrisiko „enorm“ erhöhen und man solle sie sofort wegwerfen, braucht dringend eine Einordnung anhand belastbarer Studien und des individuellen Herz-Kreislauf-Risikos. Auch die Behauptung, Krebszellen bräuchten grundsätzlich Zucker, sowie eine jährliche ketogene Diät zur Prävention sollten nicht als gesicherte Empfehlungen dargestellt werden.

    Antworten
  15. Alex Whitfield

    Die pauschale Aussage, Statine würden das Demenzrisiko „enorm“ erhöhen und man solle sie sofort wegwerfen, braucht belastbare Belege und eine individuelle ärztliche Abwägung. Auch bei ketogener Ernährung zur Krebsprävention und der Behauptung, Krebszellen „brauchten Zucker“, sollte klar zwischen plausibler Hypothese und klinisch nachgewiesener Wirkung unterschieden werden.

    Antworten
  16. michael

    Moin!

    Dr.Spitzbart spricht von einer „PDF-Liste“ die er herausgibt …

    Wo finde ich denn dieses pdf?

    Gruß!

    Antworten
    • Best Regards

      Deswegen werden ja die Beipackzettel nicht von Medizinern oder Apothekern geschrieben,
      sondern von Rechtsanwälten …

      Antworten
  17. Dr. Birchermüsli

    Wenn Herr Dr. Spitzbart überzeugt ist, dass viele seiner empfohlenen Wirkstoffe natürlich, preiswert und bei korrekter Anwendung risikoarm sind, wäre eine offene und überprüfbare Veröffentlichung seiner Methode konsequent:

    Warum gibt es kein kostenloses, maschinenlesbares PDF mit den zugrunde liegenden Studien, den benötigten Laborwerten, eindeutigen Entscheidungsregeln, Dosierungen, Höchstgrenzen, Wechselwirkungen, Kontrollintervallen und Abbruchkriterien?

    Ein solches Dokument könnte jeder von einer KI auswerten lassen, um zu verstehen, welche Empfehlung sich aus seinen konkreten Werten ergibt und welche messbaren Veränderungen nach einer bestimmten Zeit eintreten müssten. Das wäre noch kein allgemeiner Wirksamkeitsbeweis, würde die Methode aber nachvollziehbar, überprüfbar und für strukturierte Einzelversuche zugänglich machen.

    Wer wirklich möglichst vielen Menschen mit preiswerten Mitteln helfen will, müsste doch ein Interesse daran haben, dass sein Wissen unabhängig geprüft und nicht nur über Bücher, Vorträge, Untersuchungen oder eigene Produkte vermittelt wird.

    Antworten
    • cest moi

      ich kann mich dem Kommentar von Best Regards in jedweder Form anschliessen – Sie Birchermüsli-schwätzender-Troll: gehen Sie nach Hause und lassen Sie sich von Ihrer f…ing künstlichen Dummeheit an die Brust nehmen. Harari hat Recht, wenn er sagt, die nutzlosen Esser zu reduzieren bzw. zu eliminieren. Raus auf den Schlachthof, ihr Schafe!!!

      Antworten
    • Dr. Birchermüsli

      Der verlinkte Artikel behandelt einen anderen Anwendungsfall. Dort wurden allgemeine Chatbots mit offenen und teilweise hochaktuellen Nachrichtenfragen getestet. Die Systeme mussten Informationen selbst suchen, auswählen und bewerten.

      Ich spreche dagegen von einem vollständig offengelegten Protokoll mit festgelegten Laborwerten, Schwellenwerten, Dosierungen, Gegenanzeigen und Wenn-dann-Regeln. Idealerweise würden diese Regeln nicht frei von einer KI interpretiert, sondern maschinenlesbar und rechnerisch überprüfbar ausgeführt; die KI wäre nur die Benutzeroberfläche und würde jeden Schritt mit der entsprechenden Fundstelle belegen.

      Gerade weil KI Fehler machen kann, wäre eine solche Offenlegung wichtig: Jeder könnte kontrollieren, ob das System die veröffentlichten Regeln korrekt anwendet. Der Tagesschau-Beitrag widerlegt diese Anwendung nicht, sondern zeigt, weshalb klare Regeln, Quellenbelege und überprüfbare Rechenschritte erforderlich sind.

      Antworten
  18. Pia

    Ich bekam Allergien im Medizinstudium im verpflichtenden Formalin-Praktikum mit Grenzwertüberschreitungen mehrere Jahre lang. Und dann haben sie mich auch noch rausgeekelt und ich habe abgebrochen trotz guter Noten. Die Allergien blieben. Scheiß Uni!!!!

    Antworten
    • Pia

      Und meine These war ebenfalls von Anfang an, dass ich die Allergien nicht zufällig gegen die Pollen bekam, die zur Zeit der Anatomie- also Formalin-Kurse gerade in der Luft waren!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Wollte aber keiner hören. Ganz klar war das so.
      Scheiß Uni Frankfurt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

      Antworten
  19. Keine Angst

    Immer wenn ich solche unwissenschaftliche Vorträge höre, in denen unbeweisbare Thesen über die Wahrscheinlichkeit von Krebs aufgestellt werden, werden meine Depressionen stärker und ich bekomme Appetit auf Kohlehydrate!
    Haben wir denn gar nichts aus Corona gelernt und lassen uns immer noch von Leuten lenken, die uns Angst machen?

    Antworten
    • Erfahrung

      was ist für Sie „unwissenschaftlich“?
      Ich habe es noch nicht gehört, aber ich schwöre auf Homöopathie und darauf, dass es kein Placebo ist, auch wenn man den Wirkmechanismus noch immer nicht richtig kennt.

      Antworten
    • Erfahrung

      Aber falls er auch wieder Low-Carb empfiehlt, da bin ich dann als Veggie auch raus. Veggie ist für mich kein Lifestile oder Moralisches Ding, ich habe nicht gelernt, zu verdrängen, dass es tote Lebewesen sind, und das ist für mich kaum anders als in einen toten Menschen beißen zu müssen, wovor sich ja die meisten anderen auch ekeln.
      Ich spüre aber ebenfalls, dass es mir guttäte, weniger Kohlenhydrate (Nudeln, Kartoffeln, Brot, Reis,…) zu essen, nur geht das als Vegetarier einfach kaum.

      Antworten
      • Keine Angst

        @Erfahrung
        Auch wenn der Placeboeffekt bei Ihnen wirkt, so bleibt Homöopathie doch eine Ersatzreligion für Leute, die sich für vernünftig halten, es aber nicht sind! „Unwissenschaftlich“ ist z.B. wenn Sie von Wirkmechanismen schwadronieren, die Sie selber nicht beschreiben können.

        Dass die Ernährung KEINEN Einfluß auf Krebs hat, lässt sich ganz einfach beweisen:
        Im Hospiz finden Sie immer auch Kinder, die niemals Alkohol, Kaffee und Tabak konsumiert haben und aufgrund ihres Alters auch noch gar keine Zeit hatten, ihren Körper zu vergiften. Obwohl die Geschwister dieser Kinder sich exakt gleich ernährt haben, haben sie keinen Krebs und die Eltern auch nicht. Es kann also gar nichts mit der Ernährung zu tun haben!

        Sich ständig Sorgen über seine Gesundheit zu machen, wirkt allerdings garantiert nicht lebensverlängernd! 🙂

        Antworten
        • Erfahrung

          Ihre Aussage „„Unwissenschaftlich“ ist z.B. wenn Sie von Wirkmechanismen schwadronieren, die Sie selber nicht beschreiben können“ ist doch einfach nur dumm.
          Wollen Sie also in Abrede stellen, dass es Dinge gibt, die existieren, die wir mit unseren Modellen nicht erklären können? Wenn Sie das wirklich glauben,…
          Und ich schrieb ja eben, dass es bei mir kein Placebo ist, das kann ich sogar belegen, also was soll der Blödsinn. Sie brauchen es ja nicht zu versuchen, aber einfach sowas zu behaupten, ist doch bescheuert.

          Antworten
          • Liebe

            schreit euch ruhig verbal an – der Krieg wird kommen, und er wird euch alle heilen. So lange, bis ihr beginnt, euch gegenseitig zu lieben 🙂

          • Hiebe

            @Liebe
            Gestern wurden beim CSD mehrere Menschen überfahren und ich frage mich: Warum?
            Warum nicht Sie?

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