Zensur in Bibliotheken – mit Dr. Uwe Jochum

31. Mai 202415 Kommentare

Zensur in Bibliotheken. Ob Kritik an Regierung, an Coronamaßnahmen oder an Einwanderung. Diese Bücher werden Bücherei-Kunden oder Studenten vorenthalten oder nur mit „Hilfestellung“ gezeigt. „Die Cancel Culture hält Einzug in die Bibliothek“, sagt Dr. Uwe Jochum. „Kritik gilt heute generell als rechts. Und das fängt bei Pipi Langstrumpf an.“ Der ehemalige wissenschaftliche Bibliothekar der Uni Konstanz sieht eine verstärkte und autoritäre politische Einflussnahme.

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15 Kommentare

  1. Y. S. Peter

    Ein tolles und interessantes Gespräch – danke Ihnen beiden!

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  2. Astrid Wenke

    Schade, dass so oft das Kind mit dem Bade ausgekippt wird: Astrid Lindgrens Bücher wurden schon in den 80ern von Netzwerken linker Buchläden kritisch diskutiert, eben weil sie so gehypt wurden. Die Überlegungen dazu finde ich nach wie vor interessant. Schade dass es gleich ins Absolute ausufert.
    Schwarze Kinder sind nach meinen Erfahrungen im Grundschulallrag am stärksten durch Rassismen in ihrem Selbstwertgefühl verletzt.Die einfühlsame Lindgren hätte sicher auch keinen weissen Negerkönig beschrieben, wenm Schwarze damals im schwedischen Alltag real vorgekommen wären. Damals war es halt eher eine Fantasiefigur – ebenso wie Pippi: Zu dem stärksten Mädchen derWelt wurde damals angemerkt, dass die realen Thomas und Annika sehr stereotype Rollenbilder verkörpern- Es ist das durchgängige literariscve Konzept von Lindgren, Befreiung und Lösung in der kindlichen Fantasie und nicht in kindlicher realer Aktivität zu verorten. Was in Hinblick auf die grundsätzliche Abhängigkeit von Kindern, damals noch mehr als heute, auch seine Berechtigung hat.

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    • G.Nau

      Die Bücher von Astrid Lindgren sollten aus allen Kinderbuch-Sammlungen entfernt werden, aber nicht wegen dem “Negerkönig”, denn Kinder bekommen keine rassistischen Gedanken, wenn sie davon lesen. Nein – die Bücher sind insgesamt asozial und verlogen!
      Lindgren wurde minderjährig von einem älteren Mann schwanger (Vaterfigur), verschwieg dies aber ihren Eltern und gab ihren Sohn zur Adoption frei weil sie nicht in der Lage war, mütterliche Gefühle für ihn zu entwickeln. Offensichtlich hatte ihr Sohn ein trauriges Leben, denn sie erfand für ihn eigens einen imaginären Freund: Karlsson vom Dach.
      Lindgren hielt ihren Vater für einen Hanswurst und verachtete ihre Mutter dafür, dass sie zu diesem Mann hielt. So wurde sie zu einer verbitterten, hartherzigen Person, die leider nicht versuchte, das eigene Schicksal aufzuarbeiten, sondern es zu glorifizieren und die Geschichte von einem Mädchen zu schreiben, das überhaupt keine Eltern braucht (außer, dass der Vater zwischendurch mal neues Gold vorbeibringt). Stephen King reitet auch auf dieser Welle: Außenseiter und Nerds werden bei ihm immer zu Helden und retten die Menschheit.
      Dafür gibt es offenbar ein breites Publikum, aber eine Gesellschaftskritik steckt darin nicht, denn Lindgren verallgemeinert ihr persönliches Einzelschicksal, das eben nicht repräsentativ ist. Mädchen sollten die Chance haben, so zu werden wie Annika, denn was ist Pippi Langstrumpf schon ohne ihre Superkräfte und ohne ihr Gold? Eine nervige Bratze, die noch nicht einmal lesen und schreiben kann!

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      • Axel (Lindgren und King Fan)

        Ein von widerwärtigen und asozialen schreibender Herr Genau. – Gott sei Dank sind Sie nur ein verachtetes Kindchen, das um Aufmerksamkeit schreit, und solche Grössen wie Lindgren und King verunglimpft. Sie kleiner Pisser. Aber an Ihrem Beispiel verdeutlicht sich, dass sich Deutschland versucht abzuschaffen. Die Zeiten werden sich ändern Herr Genau, und das wissen Sie genau, denn Sie zeigen Ihre wahre widerwärtige Fratze. Oder sind Sie einer dieser non-binären Tussis, die sich regelmässig Gold vorbeibringen lassen? Shame on you, der Herbst wird kommen 😉

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        • G.Nau

          Deutschland heute:
          Dreizehnjährige Mädchen sterben an Extasy-Pillen oder sie quälen andere Dreizehnjahrige mit brennenden Zigaretten und bringen sie hinterher um.
          Das ist die Realität von Kindern, die vernachlässigt und sich selbst überlassen sind!
          Es sind Kinder wie Pippi, die Andere überreden auf abgestellte Eisenbahnzüge zu klettern und Kinder wie Pippi sind es, die mit Landstreichern nicht Freundschaft schließen, sondern diese anzünden während sie schlafen.
          Ist DAS Ihr Deutschland? Meines nicht!

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          • Axel

            Ok, ich sage es anders – wehret euren Anfängen und euren woken und faschistoiden Zügen!
            Hier reden wir übrigens ganz normal vom Mohrenkopf oder Negerkuss. Ist keine Beleidigung,sondern eine Auszeichnung.
            Aber ihr lasst euch eure Geschichte schlecht machen.

        • Walter

          Naja, auch wenn sie Fan sind, müssen sie nicht derartig beleidigend werden….selbst dann nicht falls das von G. Nau geschriebene nicht stimmen sollte mit der Lebensgeschichte von Frau Lindgren. Falls wa nicht der Wahrheit entspricht, muss er sich dafür verantworten…. zumindest vor Gott. Und wirkliche Größen waren Lindgren die Märchenerzählerin und S.King der Horrorgeschichtenerzähler beileibe nicht.
          Wenn selbst erwachsene Menschen nicht so gerne Märchen lesen oder hören wollten, und noch leider wollen anstatt sich mit der Realität zu beschäftigen,wären die erfundenen Gechichten von Lindgren und S.King in der Versenkung verschwunden.
          Sie haben sich mit ihrem Kommentar, der von Hass, auf den der ihre Märchenwelt und deren Verfasser anderst sieht als sie, nur so strotzst selbst ein Zeugnis gegeben. Das ist ein erbärmliches Zeugnis!

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          • Axel

            Walterchen von der Vogelweide: Ihr in eurer woken (?) BRD-Firma seid so sehr mit euch selbst beschäftigt. Wir nennen es anstelle Remigration – als Beispiel – einfach Ausschaffung, hier in der Schweiz.
            Anstelle mit Extasy-Pillen schluckenden dreizehnjährigen sollten Sie sich besser um Ihre Kulturnation kümmern, aber stattdessen folgen Sie Herrschaften wie Scholz, von der Leyen, etc.
            Sind Sie ein Vertreter der Schande von Deutschland, dem West-Reich?
            Nett, dass Sie Hass erwähnen. Das war der Auftrag, den die USA versucht haben, den sogenannten Deutschen des 1871er Reiches einzuimpfen. Hat mit der deutschen Kulturnation vor 71 übrigens nix zu tun. Auch Wilhelm Busch hat damit nix zu tun. Aber sind Sie einer derjenigen, die ein solches Canceln wollen?
            Es wird Zeit, dass eine reinigende Kraft durch das Land fegt. Eien friedliche wäre zu wünschen, aber ihr Deutschen wählt scheinbar den anderen Weg.

      • Erkus

        “denn Lindgren verallgemeinert ihr persönliches Einzelschicksal”

        Gerade die Verarbeitung ihrer persönlichen Schicksalsschläge machen die Bücher so intensiv. Wollen sie Wilhelm Busch oder den Struwelpeter auch verbieten?

        Wirklich gefährlich und menschenverachtend ist die Verallgemeinerung von Transgender für Kinder, die in ihrer pubertären Findungsphase zu Hormonblocker und Geschlechtsoperation gedrängt werden.

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  3. Astrid Wenke

    Ich hab bei den Berliner Stsdtbibliotheken geguckt.Zum Glück gibt es die Falschen Pamdemien von Wodarg und auch das Corona Buch von Bakhdi/ Reiss im Bestand. Hätte mich auch sehr enttäuscht..

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    • .TS.

      Im Bestand, heißt: In welcher Anzahl, im offenen Ansichts– oder Ausleihregal, im Archiv oder im Giftschrank?

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      • Astrid Wenke

        heisst mehrere Exemplare über die Digitalsuche verfügbar. Genaueres können Sie recherchieren: http://www.voebb.de

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        • .TS.

          Sieht so aus als ob immerhin mehr als nur ein Alibiexemplar verfügbar ist, das ist schonmal begrüßenswert.
          Mehr müßte man dann wohl vor Ort herausfinden.

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    • B. T.

      Tatsächlich gab (und gibt) es solche Bücher eher in den Öffentlichen Bibliotheken (ÖB) als in den Wissenschaftlichen Bibliotheken (WB), die Pflichtexemplarbibliotheken außen vor gelassen. In den ÖB, in denen der erzieherische Auftrag nie ganz aus den Bibliothekaren verschwunden ist, wird das Thema Zensur meinem Eindruck nach etwas mehr reflektiert, während es in den WB oft gar nicht bewußt ist, in welchem Ausmaß auch unbewußt Zensur ausgeübt wird. Das ist aber nur ein Eindruck nach über über 35 Jahren als Bibliotheksbenutzer, davon 25 Jahre zusätzlich auf der Mitarbeiterseite. Den Ausführungen Jochums kann ich nur zustimmen und ergänzen, daß solch kritische Haltung unter Bibliothekaren selten und entsprechend unerwünscht ist.

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    • Erkus

      Beide Bücher standen in der Berliner Stadtbibliothek in der Breiten Straße zur Corona-Zeit sogar lange sehr präsent im Empfehlungsregal.

      Mein Eindruck zum Grund für Leseexemplare ist, dass diese Bücher gerne geklaut werden. Das betrifft beispielsweise “wissenschaftliche” Literatur zur Rassentheorie aus dem Kaiserreich im Original oder ältere Bildbände etc.

      Leider wurde im Interview nicht näher auf das betreute Denken als inoffizieller Teil der Agenda2030 eingegangen – siehe sdg18.de – sowie den Kampf gegen Desinformation mit seinen schwammigen Rechtsinstrumenten.

      Die Bibliotheken sind nur ein Teil dieses Ideologie-Kampfes. Google-Books will ja Bücher online für alle verfügbar machen. Wie wird dort eine “Betreuung” umgesetzt?

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