„Wer besitzt außerirdische Technologie?“ – mit Robert Fleischer

26. Dez. 20256 Kommentare

UFO-Thema mit Druck auf dem Kessel. US-Außenminister Rubio fordert die Offenlegung von UAP-Projekten, die sich komplett der staatlichen Aufsicht entziehen. Deutschlands renommiertester Journalist für außerirdisches Leben, Robert Fleischer, berichtet in unserem traditionellen Weihnachtsinterview von den parteiübergreifenden Anstrengungen, das geheime Tun des militärisch-industriellen Komplex offenzulegen. Wer besitzt bereits außerirdische Technologie?

Außerdem: Auch in Deutschland und Österreich nimmt das Thema UAP an Fahrt auf. Der Schul-Glaube, wir seien alleine im Universum, bröckelt an allen Fronten.

Robert Fleischers Kanal: https://www.exomagazin.tv/
Buchbestellung „Sie sind hier! Was jetzt?“: https://amzn.eu/d/8t25tMM
Vorträge Robert Fleischer: https://krasser.guru/act/robert-fleischer/

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Milena Preradovic

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Interview mit Robert Fleischer (deutsch)

Milena Preradovic: Während bei uns im deutschsprachigen Raum jeder Gedanke an UFOs oder außerirdisches Leben meist noch belächelt wird, sind andere längst zwei Schritte weiter. Auf internationalen Konferenzen beraten Militärs und Konzerne, wie sie außerirdische Technologie nutzen können. Der Außenminister der mächtigsten Nation fordert Transparenz und die Offenlegung von Behörden, die im Geheimen wirken. Auch der US-Kongress beschäftigt sich mit Außerirdischen. Was hat 2025 Neues zum Thema gebracht? Unser traditionelles UFO-Weihnachtsgespräch – auch über einen Film, der gerade in den USA für Furore sorgt. Jetzt auf Punkt Preradovic. Hallo Robert Fleischer, frohe Weihnachten und schön, dass du wieder da bist.

Robert Fleischer: Frohe Weihnachten, liebe Milena, danke für die Einladung.

Milena Preradovic: Sehr gerne, Tradition. Ich stelle dich kurz vor: Du bist Journalist, Moderator, Filmemacher und Diplomdolmetscher. Als TV-Journalist warst du unter anderem für Spiegel TV, ZDF und den MDR tätig. 2007 hast du die Bürgerinitiative Exopolitik Deutschland gegründet, mit dem Ziel, seriöse Informationen über das UFO-Phänomen zu verbreiten – heute spricht man von UAP – und Antworten auf die Frage zu finden, wie sich die Menschheit einem möglichen Erstkontakt mit extraterrestrischen Intelligenzen stellt. Seit 2010 bist du Herausgeber und Moderator von exomagazin.tv, einem Onlinemagazin, das sich den großen Rätseln unserer Zeit widmet. Seit 2019 moderierst du dort gemeinsam mit Dirk Pohlmann die Sendung „Erstkontakt“. Du sprichst regelmäßig auf Kongressen im In- und Ausland, bist Gründungsmitglied der International Coalition for Extraterrestrial Research mit 30 Experten weltweit, interviewst rund um den Globus Wissenschaftler und Offizielle zu diesem Thema und bist Autor des Bestsellers „Sie sind hier. Was jetzt?“.
Fangen wir an mit diesem Film, der gerade in den USA für Furore sorgt: Age of Disclosure, also „Zeitalter der Offenlegung“, zum Thema UAP und außerirdisches Leben. Wie hat er dir gefallen?

Robert Fleischer: Da gibt es zwei Meinungen in mir. In meiner Brust schlägt ja auch das Herz des Filmemachers, und der sagt: Das hätte man schon ein bisschen aufregender machen können. Es ist sehr viel „Talking Heads“, also einer nach dem anderen, der etwas erzählt, aneinandergeschnitten. Filmisch betrachtet hätte ich mir von einem Hollywood-Regisseur, der unter anderem Ready Player One gemacht hat, etwas mehr erwartet.
Was den Inhalt und vor allem das Kaliber der Beteiligten angeht, muss ich allerdings sagen: erste Sahne. Es sind 34 Personen, die dort auspacken – Militärangehörige, Piloten, Geheimdienstmitarbeiter, Regierungsbeamte, Wissenschaftler, Akademiker, Kongressabgeordnete und Senatoren. Einer der wichtigsten ist vermutlich der heutige US-Außenminister Marco Rubio, der für den Film allerdings schon vor ein paar Jahren interviewt wurde, als er noch stellvertretender Vorsitzender des Geheimdienstausschusses im US-Senat war. Das, was er zu erzählen hat, ist sehr interessant.
Oder James Clapper, der ehemalige Director of National Intelligence, der hier erstmals auftritt. Es gibt insgesamt einige Leute, die neu dazugekommen sind, von denen man vorher noch nie gehört hatte, allesamt aus dem Militär, der Luftsicherheit oder dem Geheimdienst. Das ist schon bemerkenswert, was sie Neues zu berichten haben.

Milena Preradovic: Was hast du denn konkret Neues erfahren? Du bist ja der große Experte.

Robert Fleischer: Zunächst einmal muss ich sagen, dass es sieben oder acht Leute in dem Film gibt, die ich selbst interviewt habe. Ich hätte mir gewünscht, dass das, was sie sagen, etwas ausführlicher vorkommt. Zum Beispiel die Geschichte von Mario Woods, einem Militärpolizisten, der auf einer Basis offenbar von Aliens – oder was auch immer – entführt wurde und Stunden später ganz woanders wieder auftauchte. Wir wissen ja gar nicht genau, was dieses Entführungsphänomen ist. Er kommt im Film nur mit zwei Sätzen zu Wort, obwohl er mir die ganze faszinierende Geschichte ausführlich bei exomagazin.tv erzählt hat.
Das gilt auch für Kampfjetpiloten wie Alex Dietrich. Aber zu dem, was für mich wirklich neu war: Nehmen wir James Clapper. Der ehemalige Director of National Intelligence erzählte, dass er 32 Jahre bei der Air Force war und als Chief of Air Force Intelligence mitbekam, dass es ein aktives Programm gab, um sogenannte anomale Aktivitäten zu verfolgen, die man sich nicht erklären konnte. Viele davon ereigneten sich in der Gegend von Area 51, diesem geheimnisumwitterten Gebiet in der Wüste, das durch angebliche UFO-Sichtungen und Alien-Aktivitäten bekannt wurde.
Interessant ist, dass er hier die Air Force ins Spiel bringt. Die US-Luftwaffe hat sich bislang praktisch gar nicht zu diesem Thema geäußert. Er erwähnt ein Programm, über das wir vermutlich demnächst noch mehr erfahren werden.
Spannend war auch Mike Clarity, ein ehemaliger US-Marine und Mitglied der UAP Task Force. Er sagt, er sei einer der Geheimdienstmitarbeiter gewesen, die biologische Auswirkungen einer Begegnung mit UAP selbst erlebt haben und gesundheitliche Schäden davontrugen. Das ist ein großes Thema. Ich habe dazu auf exomagazin.tv ein Interview mit John Burroughs geführt, einem Militärpolizisten aus dem Rendlesham Forest, der während seines Dienstes einem UFO zu nahe gekommen ist und heute eine Invalidenrente von der US-Regierung erhält.

Milena Preradovic: Welche Schäden hatte er denn?

Robert Fleischer: Er hatte Herz- und Augenprobleme. Seine Gesundheitsakte war streng geheim – so geheim, dass weder er selbst noch behandelnde Ärzte sie einsehen durften. Selbst heute darf er nur zu Ärzten mit entsprechender Sicherheitsfreigabe. Das Problem war, dass die Ärzte bei einer notwendigen Herz-OP keinen Zugang zu seinen Unterlagen bekamen. Das Pentagon rückte diese Akten nicht heraus. Das führte zu einer falschen Operation, und sein Zustand besserte sich nicht. Erst als sich ein US-Senator für ihn einsetzte, wurde die Herz-OP bezahlt und ihm die Invalidenrente gewährt.
Das ist nur einer von mehreren Fällen, in denen Menschen im Dienst ernsthafte Gesundheitsschäden erlitten haben.
Zurück zum Film: James Cobb, ein US-Air-Force-Pilot mit 23 Dienstjahren, berichtet, dass er einmal den Auftrag hatte, ein unbekanntes Objekt auf dem Radar zu verfolgen. Der Befehl lautete: „Ich will dieses Ziel.“ Es sollten alle verfügbaren Kampfflugzeuge starten, doch es war unmöglich, dieses Objekt einzuholen oder abzufangen. Er sagte: „Wir waren nicht in der Lage, die Lufthoheit über Amerika aufrechtzuerhalten.“
Dann gibt es noch Brad Patterson, einen ehemaligen Direktor für Flugsicherheit im Nationalen Sicherheitsrat, der auch bei der FAA tätig war. Er sagt: Aufgrund meiner Erfahrungen kann ich sagen, dass wir in diesem Universum absolut nicht allein sind. Diese Technologie tut Dinge, die wir nicht können.

Robert Fleischer: Von der FAA, also der Luftaufsichtsbehörde, haben wir bislang ebenfalls so gut wie nichts gehört.
Marco Rubio ist natürlich eine Schlüsselfigur. Heute ist er Außenminister, früher war er im Geheimdienstausschuss des US-Senats. Er gehörte zu den Senatoren, die Whistleblower in geschützten Anhörungen befragt haben – zu dem, was sie über angebliche UFO-Absturz- und Bergungsprogramme wissen. Seit den Aussagen des Whistleblowers David Grusch wird dieses Thema parteiübergreifend intensiv diskutiert. Es geht um die These, dass sich innerhalb des amerikanischen militärisch-industriellen Komplexes über Jahrzehnte Programme zur Alien-Technologie verselbstständigt haben, von denen heute weder der Kongress noch andere Stellen Kenntnis haben.
Rubios große Sorge ist, dass Macht in den Händen von Unternehmen liegt, die über Jahrzehnte Besitz und Kontrolle über diese Technologie hatten und sie für eigene Zwecke nutzen, nicht im Sinne der nationalen Sicherheit. Die Whistleblower, die er befragt hat, hätten Vereinbarungen unterzeichnet, denen zufolge ihnen lange Haftstrafen oder sogar der Tod drohen, sollten sie darüber sprechen.

Milena Preradovic: Erwartest du denn von Rubio in seiner Zeit als Außenminister mehr Transparenz?

Robert Fleischer: Das ist eine sehr interessante Frage. Der US-Vizepräsident J.D. Vance hat kürzlich in einem Interview gesagt, Marco Rubio sei bei diesem Thema voll Feuer und Flamme und kenne sich bestens aus. Auch Vance selbst hat gesagt, er finde das Thema äußerst spannend. Bislang ist es allerdings bei Lippenbekenntnissen geblieben.
Nach allem, was ich aus Gesprächen mit Wissenschaftlern weiß, die sich mit den Folgen von Disclosure beschäftigen, wäre ich sehr vorsichtig mit Erwartungen. Die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen könnten verheerend sein, wenn man das nicht extrem kontrolliert angeht.
So wie es aussieht, haben die Amerikaner nicht einmal ihren eigenen Laden unter Kontrolle, sonst müssten sie solche Filme nicht unterstützen. Age of Disclosure wurde teilweise im US-Senatsgebäude gedreht, viele Senatoren treten darin auf. Der US-Kongress meint es todernst. Nicht nur aufgrund dieses Films, sondern auch mit Blick auf Anhörungen und Gesetzesinitiativen gehen sie offenbar mit ziemlicher Gewissheit davon aus, dass diese Projekte real sind: dass der militärisch-industrielle Komplex im Besitz geborgener technologischer Objekte nicht-menschlicher Herkunft ist und außerhalb jeder Aufsicht damit machen kann, was er will.
Sie versuchen nun schon zum dritten Mal in Folge, ein Gesetz einzubringen, um die Kontrolle über diese sogenannten „Rogue Projects“, also abtrünnige Projekte, zurückzuerlangen. Und auch dieses dritte Mal ist es gescheitert.

Milena Preradovic: Also das hört sich ein bisschen nach Deep State an. Wie steht denn eigentlich Trump zu diesem Thema?

Robert Fleischer: Trump ist offen, ganz offensichtlich. Wir hatten, glaube ich, in unserer letzten Sendung schon darüber gesprochen, dass sein Sohn, Trump Junior, ein langes Interview mit Whistleblowern gemacht hat. Trump selbst hat im September 2024 in einer Talkshow gesagt, dass er im Oval Office vier bis fünf Piloten persönlich dazu befragt habe. Das seien sehr ernst zu nehmende, solide Leute gewesen. Sie hätten gesagt: Wir wissen nur, da war ein rundes Objekt, das drei- bis viermal schneller war als unsere F-22, also der modernste Jet der Amerikaner, und sie hätten Dinge gesehen, die sie sich nicht erklären konnten.
Er ist sich also bewusst, dass das Phänomen an sich real ist. Was diese sogenannten Legacy-Programme angeht, also Bergungs-, Absturz- und Reverse-Engineering-Programme, weiß man nicht genau, inwieweit er darüber informiert ist. Luis Elizondo sagt, Trump sei sehr gut informiert. Trump hat außerdem im April 2025 in einer Presserunde ein etwas rätselhaftes Statement abgegeben, das sich nicht direkt auf UFOs oder UAP bezog, sondern auf geheime Technologie. Er sagte: „Wir sind sehr mächtig, viel mächtiger, als die Leute verstehen. Wir haben Waffen, von denen niemand eine Ahnung hat, was das ist. Und das sind die mächtigsten Waffen der Welt, viel mächtiger als alles andere.“ So ungefähr.

Milena Preradovic: Könnte natürlich auch ein typischer Trump sein. In dem Film berichtet, glaube ich, auch der Astrophysiker Dr. Eric Davis von seiner Teilnahme an geheimen US-UFO-Programmen. Er sagt – nicht zum ersten Mal, aber jetzt auch dort –, dass dabei nicht nur abgestürzte UFOs, sondern sogar Leichen der Insassen dieser Objekte geborgen worden seien. Davis selbst weiß demnach von mindestens zwei Arten nichtmenschlicher Insassen, von denen die US-Regierung wisse. Weiß man, wo diese Leichen sein sollen, und gibt es weitere Berichte dazu?

Robert Fleischer: Ich glaube, Luis Elizondo hat in seinem Buch sogar einen konkreten Standort genannt. Aber das hilft natürlich nicht weiter, wenn es sich um geheime Projekte handelt. Was man über diese Leichen weiß, ist so gut wie nichts. Seit Roswell gibt es Berichte, dass dort Leichen geborgen worden sein sollen. Roswell kommt übrigens auch in dem Film zur Sprache, und dort wird gesagt, dass Roswell definitiv stattgefunden habe, dass definitiv Trümmerteile und auch Leichen der Besatzungen geborgen worden seien.
Eric Davis sagt, er wisse von mindestens zwei fortschrittlichen nichtmenschlichen Spezies. Eine davon habe Kontakt mit Personen aus diesen Absturzbergungsprogrammen in der Rüstungsindustrie aufgenommen, von der anderen habe man nur die Leichen bei verschiedenen Abstürzen gefunden. An anderer Stelle spricht er davon, dass in Roswell vier nichtmenschliche Leichen geborgen worden seien, und er hat auch schon von vier verschiedenen Spezies gesprochen.
Das alles sollte man mit Vorsicht genießen. Wir sprechen hier über die tiefsten Geheimprojekte, über ein Maß an Geheimhaltung, das man sich kaum vorstellen kann. Wenn da Zahlen oder Details nach außen dringen, sind sie mit Sicherheit kritisch zu betrachten. Aber es scheint etwas dran zu sein, und ausgeschlossen ist es nicht. Wenn man sich weltweit die Lage ansieht, gibt es viele Berichte über Sichtungen von Wesen, auch in der weiter zurückliegenden Vergangenheit.

Milena Preradovic: Wir machen das jetzt, wenn ich mich recht erinnere, zum fünften Mal, und ich habe schon den Eindruck, dass es transparenter wird. Oder täusche ich mich?

Robert Fleischer: Transparenter würde ich es nicht nennen. Man kann eher sagen, dass sich mehr Leute zu Wort melden.

Milena Preradovic: Dass sich also mehr Druck aufbaut.

Robert Fleischer: Genau. Wenn der amtierende US-Außenminister in einer UFO-Dokumentation auftaucht, die im Senatsgebäude gedreht wurde, zeigt das, wie ernst der US-Senat das Thema nimmt. Die Anhörungen finden im Repräsentantenhaus vor dem Aufsichtsausschuss statt und werden von beiden Parteien unterstützt, sogar von Alexandria Ocasio-Cortez. Der Druck ist enorm gewachsen.
Diese Dokumentation dient ganz klar auch dazu, Druck auf den Präsidenten auszuüben. Nachdem das UFO-Enthüllungsgesetz nun zum dritten Mal nicht in das Verteidigungshaushaltsgesetz aufgenommen wurde, bliebe theoretisch nur noch eine Executive Order von Trump selbst. Ich glaube allerdings nicht, dass er das tun wird. Das wäre ein sehr unnatürlicher Akt für eine Regierung, offen einzugestehen, dass es etwas gibt, das mächtiger ist als sie selbst – und ganz besonders für jemanden wie Donald Trump.

Milena Preradovic: Andererseits: Wenn ich es jemandem zutraue, dann eigentlich nur Donald Trump. Es hat ja auch eine neue Anhörung im US-Kongress gegeben. Was ist dort Neues herausgekommen?

Robert Fleischer: Das war inzwischen die vierte Anhörung. Zum ersten Mal sind direkte Augenzeugen aus dem Militär aufgetreten. Interessant ist auch die Entwicklung: 2023 waren es drei Zeugen, 2024 vier, jetzt fünf. Das ist eine subtile, aber klare Steigerung und Teil des Aufbaus einer Druckkulisse.
Jeffrey Nucitelli ist ein US-Air-Force-Veteran und ehemaliger Militärpolizist. Er war auf der Vandenberg Air Force Base stationiert und Augenzeuge sowie Ermittler mehrerer Vorfälle dort. Ich habe ihn inzwischen auch interviewt, das kann man in voller Länge auf exomagazin.tv sehen. Die heutige Vandenberg Space Force Base ist ein zentraler Weltraumbahnhof der USA, von dem aus geheime militärische Satelliten ins All gebracht werden.
Genau zu dem Zeitpunkt, als dort eine ganze Ladung Satelliten für den Geheimdienst NRO gestartet werden sollte, tauchten riesige, rotglühende, viereckige Flugobjekte auf. Sie hielten sich nicht nur in der Gegend auf, sondern flogen direkt zu den Startrampen, an denen die geheimen Satelliten standen.

Milena Preradovic: Natürlich reine Wettersatelliten.

Robert Fleischer: Selbstverständlich. Und wenn es andere wären, hätte natürlich niemand ein Interesse daran, dass das jemand mitbekommt. Dass ausgerechnet in diesem Moment diese Objekte dort auftauchten, war ein großes Problem.
Ein weiterer Zeuge war Alexandra Wiggins, ein aktiver Senior Chief Petty Officer der US-Marine. Er berichtete, wie ein tic-tac-ähnliches Objekt aus dem Meer aufstieg, zu anderen Objekten flog, die bereits dort waren, und dann verschwanden alle gemeinsam. Ein Transmedium-Objekt, wie wir es bisher nur aus Gesetzestexten des US-Kongresses kannten.
Auch der Investigativjournalist George Knapp sagte aus und berichtete über russische Erkenntnisse zu amerikanischen und russischen Programmen. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs hatte er Akten außer Landes geschmuggelt. Ich habe ihn dazu schon vor Jahren ausführlich interviewt, ebenfalls auf exomagazin.tv. Für den US-Kongress waren diese Informationen neu.
Ein besonders interessanter Zeuge war Dylan Borland, ein ehemaliger Geo-Intelligence-Spezialist der US-Air-Force und Analyst in der Rüstungsindustrie. Er schilderte, wie er auf einer Basis – vermutlich Langley Air Force Base – sah, wie ein Licht von einem NASA-Hangar heranflog und sich plötzlich als riesiges dreieckiges Fluggerät entpuppte, das über ihm schwebte. Er beschreibt, wie Licht über die Oberfläche floss.
Er ist deshalb so spannend, weil er nicht nur davon berichtet, sondern auch sagt, dass er Zugang zu einem unbestätigten Special-Access-Programm hatte, also zu einem dieser Programme, in denen es um solche UAP geht. Er ist vermutlich eine sehr heiße Spur direkt ins Zentrum dieser ultrageheimen Projekte. Entsprechend wurde er eingeschüchtert und hatte mit Repressalien zu kämpfen – genau wie Jeffrey Nucitelli.

Milena Preradovic: Das frage ich mich nämlich: Du hast vorhin gesagt, Militärangehörige würden mit Haft bedroht, um sie zum Schweigen zu bringen. Jetzt treten diese Leute vor dem Kongress auf. Dürfen die das einfach so? Gibt es inzwischen einen Whistleblower-Schutz?

Robert Fleischer: Einen effektiven Schutz für Whistleblower gibt es derzeit noch nicht. Genau deshalb gehen viele an die Öffentlichkeit. Es gibt noch deutlich mehr Whistleblower, als wir bisher sehen. In Gesprächen mit denen, die bereits öffentlich aufgetreten sind, habe ich erfahren, dass noch eine ganze Reihe weiterer Personen bereit wäre zu sprechen.
Das Problem ist: Wer einmal auspackt, kann seine Sicherheitsfreigabe vergessen und damit jede weitere Tätigkeit im nationalen Sicherheitsapparat. Das ist eine ganze Industrie. Man bereitet sich oft schon vom College an darauf vor, für Geheimdienste zu arbeiten, absolviert spezielle Ausbildungen, Lügendetektortests und benötigt Sicherheitsfreigaben. Werden diese entzogen, ist die Karriere vorbei. Dann bleibt oft nur noch ein kompletter Neuanfang, wie bei David Grusch, der heute Immobilien verkauft.
Diejenigen, die aussagen, haben vorher genau abgestimmt, was sie sagen dürfen, und zwar mit dem Pentagon. Das klingt paradox, aber der Punkt ist: Diese Programme, über die gesprochen wird, sind illegal nach US-Recht. Es geht um Projekte, die sich der verfassungsmäßigen Aufsicht entziehen. Genau deshalb dürfen sie darüber sprechen.
Es gibt einen formalen Prozess zur Überprüfung von Veröffentlichungen im Pentagon, ähnlich wie beim deutschen Geheimdienst. Dort wird festgelegt, was gesagt werden darf und was nicht – etwa keine Codenamen oder operativen Details.

Milena Preradovic: Also in den USA passiert viel. Deutschland ist ja eigentlich bislang immer das Tal der Ahnungslosen gewesen. Wird denn das Thema bei uns auch irgendwie ernster genommen inzwischen?

Robert Fleischer: In der Presse würde ich eher nicht sagen. Aber wer schaut schon noch ARD und ZDF? Wissenschaftlich ist das Thema allerdings von großem Interesse. Ich habe ja schon Christian Peters erwähnt, den Politikwissenschaftler von der Uni Bremen, der mir letztes Jahr ein Interview dazu gegeben hat.
Dieses Jahr hat an der Universität Würzburg ein sehr interessantes UAP-Symposium stattgefunden, drei Tage lang. Es waren leider nicht viele Leute da, aber viele Fachbesucher aus allen möglichen Ländern. Professor Hakan Kayal von der Uni Würzburg hat das interdisziplinäre Forschungszentrum für Extraterrestrik gegründet, mit dem offiziellen Auftrag, sich auch um UAP und um außerirdische beziehungsweise nichtmenschliche Intelligenz zu kümmern. Er ist damit wahrscheinlich der einzige Wissenschaftler in Europa, der so etwas auf dieser technischen Ebene macht.
Sie hatten dieses große internationale Symposium, bei dem ich dabei war. Sehr interessant, wie sie dort mit „Dual Use“ arbeiten. Sie bekommen zum Beispiel Forschungsgelder von der DFG und bauen etwa Komponenten in kleine Satelliten ein, die anhand von Mustern im All lernen, eine KI zu trainieren – und das kann man natürlich auch für UAP einsetzen. So etwas machen sie eben oft.
Und das Gute ist: Die Uni Würzburg hat jetzt eine offizielle Kooperation mit dem Luftfahrt-Bundesamt. Das heißt, wenn Piloten beim Luftfahrt-Bundesamt ein Ereignis mit UAP im Luftraum melden wollen, werden sie auf der Webseite des Luftfahrt-Bundesamtes ganz offiziell zur Uni Würzburg weitergeleitet. Das ist ein Quantensprung. Das zeigt, wie ernst das Thema in deutschen Behörden genommen wird.

Milena Preradovic: Ja, immerhin. Das hatten wir in den letzten Jahren ja eigentlich nicht so. Und in Österreich? Ich erlebe, da hat sich auch etwas geändert. Du bist sogar beim Bundesheer aufgetreten. Wie kam es dazu?

Robert Fleischer: Das war eine lustige Geschichte. Anfang Oktober gab es in Wien, in der Stiftskaserne, ein Symposium zu Grenz- oder anomalen Phänomenen, also ein grenzwissenschaftliches Symposium. Beim Bundesheer gibt es ein Zentrum für menschenorientierte Führung und Wehrpolitik, und dort haben sie Experten für Anomalistik. Die machen jedes Jahr eine Veranstaltung. Und irgendwann haben sie gesagt: Wir haben jetzt schon so oft über dies und das geredet – komm, lass uns mal über dieses Thema reden.
Die haben dort wirklich einiges aufgefahren: UFOs, Schamanismus, Exorzismus, Remote Viewing, Parapsychologie, aber auch Gefahren von Sekten, Aberglaube und „braune Esoterik“. Ich habe davon über meinen Freund Mario Rank erfahren, der in Österreich vor ein paar Jahren ein Buch über UFOs geschrieben hat. Er war selbst beim Bundesheer und hat mir Bescheid gesagt. Ich habe dann gefragt, ob ich auch kommen darf – als Mäuschen sozusagen. Er meinte, er fragt nach. Und überraschenderweise hat das Bundesheer gesagt: Ja, der Fleischer darf kommen.
Ich bin also mit meinem kleinen Laptop hin und wollte eigentlich nur still mitschreiben. Aber vor Ort stellte sich heraus: Sie kannten mein Buch. Und sie sagten: Wenn Sie schon mal hier sind, wollen Sie nicht auch etwas sagen? Ich war zufällig gerade auf Vortragstour durch Österreich und hatte meinen Laptop dabei. Dann fiel auch noch ein Programmpunkt aus – und plötzlich stand ich 45 Minuten vor diesen Militärs und habe über die Anhörungen im US-Kongress und über die Gesetzesvorhaben zu UAP berichtet. Es gab eine sehr lebhafte Diskussion.

Milena Preradovic: Eine Zeitung der Guten. In Österreich muss man dazu nur ganz kurz …

Robert Fleischer: Der STANDARD hat sich nach meinem Bericht darüber dann aufgeregt: Wie kann es sein, dass das Bundesheer über solchen „Blödsinn“ redet? Das Bundesheer hat sinngemäß gesagt: Wir leben in einer freiheitlichen Demokratie, wir haben Meinungsfreiheit, und es gehört in so einem Land dazu, offenen Diskurs zu führen – auch mit Andersdenkenden und abweichenden Meinungen. Sie haben auch darauf hingewiesen: Drei Viertel der Welt leben nicht in freiheitlichen Demokratien. Und das müsse man schützen.
In diesem Geist fand das Symposium statt. Wir wurden ausdrücklich aufgefordert, kontrovers zu diskutieren – was dann natürlich auch zu kontroversen Debatten führte, etwa mit der Sektenbeauftragten. Ich fand das hervorragend. Sie waren extrem offen. Und das zeigt: Beim Bundesheer nimmt man diese Phänomene ernst. Die haben zwei Experten, die sich ausschließlich mit Anomalistik beschäftigen. Ich glaube, in einem NATO-Land wäre das nicht so einfach möglich gewesen.

Milena Preradovic: Letztes Jahr haben wir über die Konferenz an der Stanford University gesprochen, wo sich Konzerne, Militär und UAP-Forscher getroffen haben, um zu überlegen, was man mit außerirdischer Technologie anfangen könnte. Dieses Jahr gab es wieder so eine Konferenz – und diesmal warst du nicht nur Zaungast, sondern hast bei der Vorbereitung mitgeholfen. Was hat dir das gebracht? Hast du bessere Kontakte bekommen zu den Wichtigen?

Robert Fleischer: Auf jeden Fall. Ich war ja die letzten zwei Jahre dort, und dieses Mal fand es erstmals in Europa statt. Weil ich mit den Leuten in Kontakt bin, haben sie gesagt: Robert, kannst du ein bisschen bei der Pressearbeit helfen? Das habe ich gemacht, und es war sehr gut. Es waren sehr interessante Leute da.
Frankreich war stark vertreten, mit vier Teilnehmern. Unter anderem General Pierre Bousquet, ein ehemaliger französischer Luftwaffengeneral, der über UAP-Forschungen berichtete, die im Umfeld des COMETA-Reports gemacht wurden, der 1999 erschienen ist – aus dem Umfeld des französischen Verteidigungsministeriums, und dort heißt es sinngemäß, die wahrscheinlichste Erklärung sei die außerirdische Hypothese. 1999. Die Franzosen sind uns da weit voraus.
Dann war Michael Baylon da, von der französischen staatlichen UFO-Forschungsbehörde, außerdem jemand vom französischen Luft- und Raumfahrtverband, und Jacques Vallée war ebenfalls präsent. Italien war dabei, mit Roberta Pinotti, einer wichtigen Stimme in der UAP-Forschung. Aus Schweden kam die Astronomin Dr. Beatriz Villarroel, die über zwei peer-reviewte Paper berichtete, die gerade erschienen sind.

Robert Fleischer: Das ist eine sehr interessante Geschichte: Sie hat auf alten Fotoplatten aus den 1950er Jahren – also bevor die ersten menschlichen Satelliten gestartet sind – Objekte gefunden, die dort nicht hingehören. Sie konnte anhand mehrerer Kriterien ausschließen, dass es sich um Kratzer, Linsendefekte oder andere Artefakte handelt. Es sieht so aus, als habe es eine ganze Reihe künstlicher Objekte im Erdorbit gegeben, noch bevor die ersten menschlichen Satelliten ins All geschickt wurden.
Aus Österreich war der Quantenphysiker Karl Svozil da, mit einem sehr interessanten Vortrag aus österreichischer Perspektive auf die UFO-Thematik. Er will vor allem den möglichen Antrieb verstehen. Aus Deutschland waren Christian Peters aus Bremen dabei und Michael Bohlander, ein Jurist von der Durham University in England, hat gesprochen. Auch Whistleblower wie Jeff Novelli und Jake Barber traten auf – Barber ist der Helikopterpilot, der sagt, er habe den Auftrag gehabt, geborgene oder aufgefundene UAP beziehungsweise Fluggeräte mit dem Hubschrauber aufzunehmen und zu einem Abgabeort zu bringen.

Milena Preradovic: Aber es war ja auch ein wichtiger deutscher Politiker dabei.

Robert Fleischer: Absolut. Fabio De Masi, inzwischen Parteivorsitzender beim BSW, also Bündnis Sahra Wagenknecht. Er war da und hat sehr klar gemacht, warum er das Thema politisch relevant findet. Er sagte, er habe sich dafür zu interessieren begonnen, als die Sache mit David Grusch herauskam. Er kennt auch mein Buch und hat mehrere Anfragen an die Kommission gestellt. Ich nehme an, da werden wir demnächst noch etwas hören. Ich habe ihn dazu auch ausführlich interviewt, das kann man auf exomagazin.tv sehen.
Sein Kernpunkt war: Ob die Existenz solcher UAP-Reverse-Engineering-Programme real ist oder „nur“ ein Narrativ – in beiden Fällen kann es die geopolitische Ordnung verändern. Denn wenn ein Land durch überlegene Technologie Dominanz über andere erreichen könnte, ist das zwingend ein politisches Thema. Er plädiert dafür, dass Europa seine Autonomie in der UAP-Forschung zurückgewinnt, um nicht den Anschluss zu verlieren und nicht abhängig von Entscheidungen in den USA zu sein. Und er hält es für zentral, dass man internationale Zusammenarbeit organisiert und parlamentarische Prozesse für einen kontrollierten Offenlegungsprozess etabliert – statt das Thema den Geheimdiensten zu überlassen.

Milena Preradovic: Außerirdische Technologie – darum ging es wahrscheinlich auch auf dieser Konferenz. Wer hat die denn alles? Also man nimmt an, die USA, darüber haben wir ja schon gesprochen. Was ist mit China und Russland?

Robert Fleischer: Wie gesagt, wir wissen nicht, ob es außerirdisch ist im Sinne von Wesen von anderen Planeten aus dem Weltall. Das wissen wir schlicht nicht.

Milena Preradovic: Aber wir haben ja auch schon darüber gesprochen, dass es eventuell auch sein könnte, dass Außerirdische längst auf dieser Erde leben oder immer schon auf dieser Erde gelebt haben. Auch das ist eine Möglichkeit.

Robert Fleischer: Nichtmenschliche, sehr fortschrittliche Zivilisationen – sagen wir es so. Und das Ganze ist natürlich streng geheim. Es wird gemunkelt, dass auch China und Russland solche Objekte geborgen haben. David Grusch und andere haben gesagt, es gebe einen regelrechten Wettstreit darum, wer als Erster bei einem abgestürzten Objekt ist und es sich unter den Nagel reißt.
Die Amerikaner befürchten offenbar, dass China oder Russland, sofern sie solche Objekte geborgen haben, in ihren staatlichen geheimdienstlichen Forschungsprogrammen wesentlich besser organisiert sind als die USA. Dort verliert sich die Spur ja häufig in den Untiefen des militärisch-industriellen, privaten Rüstungskomplexes. Die Sorge ist also, dass die USA technologisch ins Hintertreffen geraten könnten. Deswegen machen sie jetzt so viel Druck.

Milena Preradovic: Also ein bisschen wie beim Manhattan-Projekt damals. Wer hat als Erster die Atombombe?

Robert Fleischer: Das Manhattan-Projekt war allerdings ein staatlich koordiniertes Forschungsprogramm. Hier reden wir überwiegend über private Rüstungsindustrie. Wer was genau hat, weiß man nicht. Es ist extrem schwierig, dazu belastbare Informationen zu bekommen. Und ich glaube, Russland und China werden dazu überhaupt nichts sagen.

Milena Preradovic: Aber im Kern geht es doch wahrscheinlich um Antriebstechnologie, oder? Wir haben ja oft über die Antriebe dieser unidentifizierten Flugobjekte gesprochen: plötzliches Stillstehen, rauf, runter, abrupte Beschleunigung – alles Dinge, die auf der Erde technisch nicht möglich sind. Und wahrscheinlich auch um Materialien.

Robert Fleischer: Es geht um Metamaterialien, um Waffentechnologie, um Antriebstechnologie. Es geht auch um biologische Effekte: Wie kann man sie abmildern oder gezielt erzeugen – etwa beim Gegner?
Ich habe dazu einmal mit James Taylor gesprochen, einem ranghohen Militärgeheimdienstler, der ein paranormales Forschungsprogramm geleitet hat. Ich habe ihn gefragt, warum sich der Militärgeheimdienst für diese scheinbar „paranormalen“ Phänomene interessiert, etwa im Zusammenhang mit UFOs auf der Skinwalker Ranch. Und er sagte: Wenn du in der Lage bist, mitten im Raum eine Illusion zu erzeugen, etwas erscheinen zu lassen, das gar nicht da ist – egal ob real oder nur als Wahrnehmung beim Gegenüber –, dann ist das für einen Geheimdienst von höchster Bedeutung.
Alles, was dazu geeignet ist, den Gegner zu täuschen, einzuschüchtern oder zu manipulieren, ist natürlich von enormem Interesse. Und insbesondere bei der Antriebstechnologie ist das offensichtlich. Luis Elizondo hat mir gesagt: Jede einzelne dieser beobachtbaren Eigenschaften von UAP – ob das lautlose Schweben, das plötzliche Beschleunigen oder das Eintauchen ins Wasser mit gleicher Manövrierfähigkeit wie in der Luft – wäre ein absoluter Gamechanger für die Kriegsführung.
Deshalb ist das Interesse riesig. Und was wir gerade erleben, ist meiner Meinung nach, dass dieses Thema vor allem in der Rüstungsindustrie immer mehr an Bedeutung gewinnt. Man sieht es ja aktuell an der Drohnendebatte: Überall fliegen plötzlich merkwürdige Objekte herum, von denen angeblich niemand weiß, woher sie kommen. Angeblich hat noch nie jemand so ein Ding abgeschossen. Die gesamte Anti-Drohnen-Technik wird aufgefahren, und trotzdem verschwinden diese Objekte wieder. Da stellt sich schon die Frage: Was ist das eigentlich für eine Technologie?

Milena Preradovic: Es geht inzwischen sehr stark um Krieg und Rüstung – auch bei uns in Europa. Daran sind wir ja eigentlich gar nicht gewöhnt. Ich muss da immer an Nena und die „99 Luftballons“ denken.
Zum Schluss noch einmal ganz kurz: Man könnte sagen, UAP oder UFOs seien ein Randthema. Man könnte aber auch sagen, Beweise für nichtmenschliche Intelligenz und außerirdische Technologie würden unsere Welt fundamental verändern. Du hast vorhin von verheerenden Auswirkungen gesprochen. Ganz kurz: Welche könnten das sein?

Robert Fleischer: Der Politikwissenschaftler Alexander Wendt von der Ohio State University beschäftigt sich genau damit – ebenso wie die deutschen Soziologen Andreas Anton, Michael Schetsche und Christian Peters. Wendt hat untersucht, wie es sich auf die Menschheit auswirken würde, wenn Regierungen allein schon einräumen, dass es eine nichtmenschliche Intelligenz gibt. Wir reden dabei noch nicht einmal über geborgene Technologie oder Leichen, sondern nur darüber, dass ein Präsident öffentlich sagt: Es gibt eine höhere, nichtmenschliche Intelligenz.
Wendt sagt, die größte Bedrohung gehe in diesem Szenario nicht von den UAP selbst aus, sondern von den Reaktionen der Menschen. Diese könnten zu einer Art Autoimmunreaktion des globalen Staatensystems führen. Wenn Menschen sagen: Uns interessiert nicht mehr, was Regierungen sagen, wir orientieren uns jetzt an den UFOs oder an etwas anderem.
Im schlimmsten Fall, so Wendt, könnten Regierungen versuchen, diesen drohenden Kontrollverlust durch sogenannte Garnisonsstaaten auszugleichen – also durch totalitäre, militarisierte Systeme, die versuchen, Ordnung mit Gewalt und Krieg aufrechtzuerhalten. Ein globaler dystopischer Überwachungsstaat.
Wenn man sich die Reaktionen während der Corona-Pandemie anschaut, muss man sich schon fragen: Wie würden Menschen reagieren, wenn offiziell gesagt würde, nichtmenschliche Intelligenz ist real und möglicherweise bereits unter uns? PCR-Tests an jeder Ecke, um zu beweisen, dass man ein Mensch ist? Wir wissen es nicht. Aber ausgeschlossen ist dieses Szenario sicher nicht.

Milena Preradovic: Ausschließen kann man das alles nicht. Und klar, Machterhalt ist das Allerwichtigste – das haben wir in den letzten Jahren gelernt. Robert, vielen Dank. Ich finde, wir werden immer besser in diesem traditionellen Weihnachtsupdate. Danke, dass du da warst. Ich freue mich das ganze Jahr darauf. Dann sehen wir uns spätestens in einem Jahr wieder. Erst einmal wünsche ich dir einen guten und entspannten Rutsch.

Robert Fleischer: Danke ebenso. Lass dich nicht entführen. Ciao.

Milena Preradovic: Ciao.
Tja, Leute, wir sehen, wie ernst das Thema UAP weltweit genommen wird. Ich finde es immer ein bisschen überheblich zu glauben, wir seien tatsächlich die Könige des Universums. Wir haben in den letzten Jahren ja schon viel vermeintliches Schulwissen über Bord geworfen. Ich bin gespannt, wann auch dieses Tabu fällt.
Ich wünsche euch frohe Weihnachten und einen wunderbar entspannten Jahreswechsel. 2026 wird interessant bleiben, da bin ich sicher. Bis bald. Tschüss.

Interview with Robert Fleischer (english)

Milena Preradovic: While in German-speaking countries, any mention of UFOs or extraterrestrial life is still mostly met with ridicule, others are already two steps ahead. At international conferences, military leaders and corporations discuss how they can utilize extraterrestrial technology. The foreign minister of the most powerful nation calls for transparency and disclosure from agencies that operate in secret. The US Congress is also dealing with extraterrestrials. What’s new on this topic in 2025? Our traditional UFO Christmas chat – also about a film that is currently causing a sensation in the US. Now on Punkt Preradovic. Hello Robert Fleischer, Merry Christmas and it’s great to have you back.

Robert Fleischer: Merry Christmas, dear Milena, thank you for the invitation.

Milena Preradovic: You’re welcome, it’s a tradition. Let me introduce you briefly: You are a journalist, presenter, filmmaker, and certified interpreter. As a TV journalist, you have worked for Spiegel TV, ZDF, and MDR, among others. In 2007, you founded the citizens‘ initiative Exopolitik Deutschland with the aim of disseminating reliable information about the UFO phenomenon – today referred to as UAP – and finding answers to the question of how humanity should deal with possible first contact with extraterrestrial intelligence. Since 2010, you have been the editor and presenter of exomagazin.tv, an online magazine dedicated to the great mysteries of our time. Since 2019, you have been co-hosting the show “Erstkontakt” (First Contact) with Dirk Pohlmann. You regularly speak at conferences in Germany and abroad, are a founding member of the International Coalition for Extraterrestrial Research with 30 experts worldwide, interview scientists and officials around the globe on this topic, and are the author of the bestseller “Sie sind hier. Was jetzt?” (They are here. Now what?).

Let’s start with this film that is currently causing a sensation in the US: Age of Disclosure, on the subject of UAP and extraterrestrial life. How did you like it?

Robert Fleischer: I have two opinions on this. I also have the heart of a filmmaker beating in my chest, and it says: They could have made it a little more exciting. There’s a lot of “talking heads,” with one person after another telling their story, edited together. From a cinematic point of view, I would have expected a little more from a Hollywood director who made Ready Player One, among other films.

However, in terms of content and, above all, the caliber of the participants, I have to say: top notch. There are 34 people who spill the beans – military personnel, pilots, intelligence agents, government officials, scientists, academics, congressmen, and senators. One of the most important is probably the current US Secretary of State Marco Rubio, who was interviewed for the film a few years ago when he was still vice-chairman of the US Senate Intelligence Committee. What he has to say is very interesting.

Or James Clapper, the former Director of National Intelligence, who appears here for the first time. There are a number of people who are new to the scene, whom we had never heard of before, all from the military, aviation security, or the intelligence services. What they have to say is quite remarkable.

Milena Preradovic: What new information did you learn specifically? You’re the big expert.

Robert Fleischer: First of all, I have to say that there are seven or eight people in the film whom I interviewed myself. I would have liked to see what they say presented in a little more detail. For example, the story of Mario Woods, a military police officer who was apparently abducted by aliens—or whatever—at a base and reappeared hours later somewhere else entirely. We don’t know exactly what this abduction phenomenon is. He only gets to say two sentences in the film, even though he told me the whole fascinating story in detail at exomagazin.tv.

The same goes for fighter jet pilots like Alex Dietrich. But what was really new to me was James Clapper. The former Director of National Intelligence said that he was in the Air Force for 32 years and, as Chief of Air Force Intelligence, learned that there was an active program to track so-called anomalous activities that could not be explained. Many of these incidents occurred in the vicinity of Area 51, the mysterious desert region that became famous for alleged UFO sightings and alien activity.

It is interesting that he brings the Air Force into play here. The US Air Force has so far remained virtually silent on this subject. He mentions a program that we will probably learn more about in the near future.

Mike Clarity, a former US Marine and member of the UAP Task Force, was also exciting. He says he was one of the intelligence officers who experienced the biological effects of an encounter with UAP himself and suffered health damage as a result. That’s a big issue. I conducted an interview on exomagazin.tv with John Burroughs, a military policeman from Rendlesham Forest who came too close to a UFO while on duty and now receives a disability pension from the US government.

Milena Preradovic: What damage did he suffer?

Robert Fleischer: He had heart and eye problems. His medical records were top secret – so secret that neither he nor his doctors were allowed to see them. Even today, he is only allowed to see doctors with the appropriate security clearance. The problem was that when he needed heart surgery, the doctors did not have access to his records. The Pentagon refused to release these files. This led to an incorrect operation, and his condition did not improve. It was only when a US senator intervened on his behalf that the heart surgery was paid for and he was granted disability benefits.

This is just one of several cases in which people have suffered serious health damage while on duty.

Back to the film: James Cobb, a US Air Force pilot with 23 years of service, reports that he was once ordered to track an unknown object on radar. The order was: “I want that target.” All available fighter jets were to take off, but it was impossible to catch up with or intercept this object. He said, “We were unable to maintain air supremacy over America.”

Then there is Brad Patterson, a former director of aviation security at the National Security Council, who also worked for the FAA. He says: Based on my experience, I can say that we are absolutely not alone in this universe. This technology does things that we cannot do.

Robert Fleischer: We have also heard virtually nothing from the FAA, the Federal Aviation Administration.

Marco Rubio is, of course, a key figure. Today he is Secretary of State, but he used to be on the US Senate Intelligence Committee. He was one of the senators who questioned whistleblowers in protected hearings about what they knew about alleged UFO crash and recovery programs. Since the statements made by whistleblower David Grusch, this topic has been the subject of intense debate across party lines. The theory is that, over decades, programs involving alien technology have taken on a life of their own within the American military-industrial complex, and that neither Congress nor other agencies are aware of them today.

Rubio’s main concern is that power lies in the hands of companies that have owned and controlled this technology for decades and are using it for their own purposes, not in the interests of national security. The whistleblowers he interviewed had signed agreements under which they face long prison sentences or even death if they talk about it.

Milena Preradovic: Do you expect Rubio to be more transparent in his time as Secretary of State?

Robert Fleischer: That’s a very interesting question. US Vice President J.D. Vance recently said in an interview that Marco Rubio is very passionate about this issue and knows it inside out. Vance himself has also said that he finds the topic extremely exciting. So far, however, it has remained lip service.

Based on what I know from conversations with scientists who are studying the consequences of disclosure, I would be very cautious about expectations. The economic, political, and social consequences could be devastating if this is not approached in an extremely controlled manner.

As it stands, the Americans don’t even have their own house in order, otherwise they wouldn’t have to support films like this. Age of Disclosure was partly filmed in the US Senate building, and many senators appear in it. The US Congress is deadly serious about this. Not only because of this film, but also in view of hearings and legislative initiatives, they seem to assume with considerable certainty that these projects are real: that the military-industrial complex is in possession of recovered technological objects of non-human origin and can do whatever it wants with them outside of any oversight.

They are now trying for the third time in a row to introduce a bill to regain control over these so-called “rogue projects.” And this third attempt has also failed.

Milena Preradovic: That sounds a bit like the Deep State. What is Trump’s position on this issue?

Robert Fleischer: Trump is open, obviously. I think we already talked about this in our last show, that his son, Trump Junior, did a long interview with whistleblowers. Trump himself said on a talk show in September 2024 that he had personally questioned four or five pilots about this in the Oval Office. They were very serious, solid people. They said: We only know that there was a round object that was three to four times faster than our F-22, the most modern American jet, and they had seen things they couldn’t explain.

So he is aware that the phenomenon itself is real. As for these so-called legacy programs, i.e., recovery, crash, and reverse engineering programs, it is not clear to what extent he is informed about them. Luis Elizondo says Trump is very well informed. Trump also made a somewhat puzzling statement at a press conference in April 2025 that did not directly refer to UFOs or UAPs, but to secret technology. He said: „We are very powerful, much more powerful than people understand. We have weapons that no one has any idea what they are. And they are the most powerful weapons in the world, much more powerful than anything else. “ Something like that.

Milena Preradovic: Of course, that could also be typical Trump. In the film, I believe astrophysicist Dr. Eric Davis also reports on his participation in secret US UFO programs. He says – not for the first time, but now also there – that not only crashed UFOs, but even the bodies of the occupants of these objects were recovered. Davis himself knows of at least two types of non-human occupants that the US government is aware of. Do we know where these bodies are supposed to be, and are there any further reports on this?

Robert Fleischer: I believe Luis Elizondo even mentioned a specific location in his book. But of course, that doesn’t help when it comes to secret projects. What we know about these bodies is next to nothing. Since Roswell, there have been reports that bodies were recovered there. Roswell is also mentioned in the film, which states that Roswell definitely took place and that debris and the bodies of the crew were definitely recovered.

Eric Davis says he knows of at least two advanced non-human species. One of them made contact with people from these crash recovery programs in the defense industry, while the other was only found in the form of corpses at various crash sites. Elsewhere, he mentions that four non-human corpses were recovered in Roswell, and he has also spoken of four different species.

All of this should be taken with a grain of salt. We are talking about the most secretive projects, about a level of secrecy that is hard to imagine. If numbers or details leak out, they should certainly be viewed critically. But there seems to be something to it, and it cannot be ruled out. Looking at the situation worldwide, there are many reports of sightings of beings, even in the more distant past.

Milena Preradovic: If I remember correctly, this is the fifth time we’ve done this, and I have the impression that it’s becoming more transparent. Or am I mistaken?

Robert Fleischer: I wouldn’t call it more transparent. It’s more accurate to say that more people are speaking up.

Milena Preradovic: So more pressure is building.

Robert Fleischer: Exactly. When the current US Secretary of State appears in a UFO documentary filmed in the Senate building, it shows how seriously the US Senate takes the issue. The hearings are taking place in the House of Representatives before the Oversight Committee and are supported by both parties, even Alexandria Ocasio-Cortez. The pressure has grown enormously.

This documentary clearly also serves to put pressure on the president. Now that the UFO Disclosure Act has not been included in the defense budget bill for the third time, theoretically the only option left would be an executive order from Trump himself. However, I don’t think he will do that. It would be a very unnatural act for a government to openly admit that there is something more powerful than itself – and especially for someone like Donald Trump.

Milena Preradovic: On the other hand, if I believe anyone can do it, it’s Donald Trump. There has also been a new hearing in the US Congress. What new information has come out of that?

Robert Fleischer: This was the fourth hearing. For the first time, direct eyewitnesses from the military appeared. The development is also interesting: in 2023 there were three witnesses, in 2024 four, now five. This is a subtle but clear increase and part of building pressure.

Jeffrey Nucitelli is a US Air Force veteran and former military police officer. He was stationed at Vandenberg Air Force Base and was an eyewitness and investigator of several incidents there. I have also interviewed him, which can be seen in full on exomagazin.tv. Today’s Vandenberg Space Force Base is a central US spaceport from which secret military satellites are launched into space.

Just as a whole load of satellites for the NRO intelligence agency was about to be launched, huge, red-hot, square flying objects appeared. They didn’t just hang around in the area, but flew directly to the launch pads where the secret satellites were located.

Milena Preradovic: Purely weather satellites, of course.

Robert Fleischer: Of course. And if they were anything else, no one would have any interest in anyone finding out. The fact that these objects appeared there at that very moment was a big problem.

Another witness was Alexandra Wiggins, an active Senior Chief Petty Officer in the US Navy. She reported how a tic-tac-like object rose from the sea, flew to other objects that were already there, and then they all disappeared together. A transmedium object, as we had previously only known from US Congress legislation.

Investigative journalist George Knapp also testified and reported on Russian findings regarding American and Russian programs. After the fall of the Iron Curtain, he had smuggled files out of the country. I interviewed him in detail about this years ago, also on exomagazin.tv. This information was new to the US Congress.

A particularly interesting witness was Dylan Borland, a former US Air Force geo-intelligence specialist and analyst in the defense industry. He described how, at a base – presumably Langley Air Force Base – he saw a light flying out of a NASA hangar and suddenly turning out to be a huge triangular aircraft hovering above him. He describes how light flowed across the surface.

He is so exciting because he not only reports on this, but also says that he had access to an unconfirmed special access program, i.e., one of those programs that deals with such UAPs. He is probably a very hot lead straight to the center of these top-secret projects. Accordingly, he was intimidated and had to deal with reprisals – just like Jeffrey Nucitelli.

Milena Preradovic: That’s what I’m wondering: you said earlier that military personnel were threatened with imprisonment to silence them. Now these people are appearing before Congress. Are they allowed to do that? Is there whistleblower protection now?

Robert Fleischer: There is currently no effective protection for whistleblowers. That’s exactly why many go public. There are significantly more whistleblowers than we have seen so far. In conversations with those who have already gone public, I have learned that a whole host of other people would be willing to speak out.

The problem is that once you spill the beans, you can forget about your security clearance and any further work in the national security apparatus. It’s an entire industry. People often start preparing to work for the secret services while still in college, completing special training courses, lie detector tests, and obtaining security clearances. If these are revoked, their career is over. Then often the only option is to start completely from scratch, as in the case of David Grusch, who now sells real estate.

Those who testify have agreed in advance with the Pentagon exactly what they are allowed to say. That sounds paradoxical, but the point is that the programs being discussed are illegal under US law. These are projects that are not subject to constitutional oversight. That is precisely why they are allowed to talk about them.

There is a formal process for reviewing publications at the Pentagon, similar to that of the German secret service. It determines what can and cannot be said – for example, no code names or operational details.

Milena Preradovic: So a lot is happening in the US. Germany has actually always been the valley of the clueless. Is the topic being taken more seriously here now?

Robert Fleischer: I wouldn’t say so in the press. But who still watches ARD and ZDF? Scientifically, however, the topic is of great interest. I already mentioned Christian Peters, the political scientist from the University of Bremen, who gave me an interview on the subject last year.

This year, a very interesting UAP symposium took place at the University of Würzburg, lasting three days. Unfortunately, not many people attended, but there were many experts from all kinds of countries. Professor Hakan Kayal from the University of Würzburg founded the Interdisciplinary Research Center for Extraterrestrial Studies, with the official mandate to also deal with UAP and extraterrestrial or non-human intelligence. This probably makes him the only scientist in Europe who does something like this at this technical level.

They held this major international symposium, which I attended. It was very interesting to see how they work with “dual use” there. For example, they receive research funding from the DFG and build components into small satellites that learn to train AI based on patterns in space – and this can of course also be used for UAP. They do this kind of thing a lot.

And the good thing is: the University of Würzburg now has an official cooperation agreement with the Federal Aviation Authority. This means that if pilots want to report a UAP event in airspace to the Federal Aviation Authority, they are officially redirected to the University of Würzburg on the Federal Aviation Authority’s website. That’s a quantum leap. It shows how seriously the issue is being taken by German authorities.

Milena Preradovic: Yes, at least. That wasn’t really the case in recent years. And in Austria? I’ve noticed that something has changed there too. You even appeared at the Austrian Armed Forces. How did that come about?

Robert Fleischer: That was a funny story. At the beginning of October, there was a symposium in Vienna, at the Stiftskaserne, on borderline or anomalous phenomena, i.e., a symposium on fringe science. The Austrian Armed Forces has a center for people-oriented leadership and defense policy, and they have experts in anomalistics there. They hold an event every year. And at some point they said: We’ve talked about this and that so many times now – come on, let’s talk about this topic.

They really covered a lot of ground there: UFOs, shamanism, exorcism, remote viewing, parapsychology, but also the dangers of sects, superstition, and “brown esotericism.” I found out about it from my friend Mario Rank, who wrote a book about UFOs in Austria a few years ago. He was in the Austrian Armed Forces himself and told me about it. I then asked if I could come too – as a fly on the wall, so to speak. He said he would ask. And surprisingly, the Austrian Armed Forces said: Yes, Fleischer can come.

So I went there with my little laptop and actually just wanted to take notes quietly. But when I got there, it turned out that they knew my book. And they said: Since you’re here, would you like to say something? I happened to be on a lecture tour through Austria and had my laptop with me. Then one of the items on the agenda was canceled – and suddenly I was standing in front of these military personnel for 45 minutes, reporting on the hearings in the US Congress and the proposed legislation on UAPs. There was a very lively discussion.

Milena Preradovic: A newspaper of the good guys. In Austria, you only have to briefly…

Robert Fleischer: After my report, the STANDARD got upset: How can it be that the Austrian Armed Forces are talking about such “nonsense”? The Austrian Armed Forces essentially said: We live in a liberal democracy, we have freedom of expression, and in a country like this, it is part of the process to engage in open discourse – even with those who think differently and hold dissenting opinions. They also pointed out that three-quarters of the world does not live in liberal democracies. And that must be protected.

The symposium took place in this spirit. We were expressly encouraged to engage in controversial discussions – which naturally led to controversial debates, for example with the sect commissioner. I thought that was excellent. They were extremely open. And that shows that the Austrian Armed Forces take these phenomena seriously. They have two experts who deal exclusively with anomalistics. I don’t think that would have been so easy in a NATO country.

Milena Preradovic: Last year, we talked about the conference at Stanford University where corporations, the military, and UAP researchers met to consider what could be done with extraterrestrial technology. This year, there was another such conference – and this time you weren’t just an observer, you helped with the preparations. What did you get out of it? Did you get better contacts with the important people?

Robert Fleischer: Definitely. I’ve been there for the last two years, and this time it took place in Europe for the first time. Because I’m in contact with the people, they said, “Robert, can you help a little with the press work?” I did that, and it was very good. There were some very interesting people there.

France was strongly represented, with four participants. Among them was General Pierre Bousquet, a former French Air Force general, who reported on UAP research conducted in connection with the COMETA report, which was published in 1999 – from the French Ministry of Defense, and it basically says that the most likely explanation is the extraterrestrial hypothesis. 1999. The French are way ahead of us in this regard.

Then there was Michael Baylon from the French government’s UFO research agency, as well as someone from the French aerospace association, and Jacques Vallée was also present. Italy was represented by Roberta Pinotti, an important voice in UAP research. From Sweden came astronomer Dr. Beatriz Villarroel, who reported on two peer-reviewed papers that have just been published.

Robert Fleischer: That’s a very interesting story: she found objects on old photographic plates from the 1950s – that is, before the first human satellites were launched – that don’t belong there. She was able to rule out scratches, lens defects, or other artifacts based on several criteria. It appears that there were a number of artificial objects in Earth’s orbit even before the first human satellites were sent into space.

Quantum physicist Karl Svozil from Austria gave a very interesting presentation on the UFO topic from an Austrian perspective. He is particularly interested in understanding the possible propulsion systems. Christian Peters from Bremen was there from Germany, and Michael Bohlander, a lawyer from Durham University in England, spoke. Whistleblowers such as Jeff Novelli and Jake Barber also appeared – Barber is the helicopter pilot who says he was tasked with picking up recovered or found UAPs or aircraft by helicopter and taking them to a drop-off point.

Milena Preradovic: But there was also an important German politician there.

Robert Fleischer: Absolutely. Fabio De Masi, now party chairman of the BSW, or Bündnis Sahra Wagenknecht. He was there and made it very clear why he finds the issue politically relevant. He said he became interested in it when the David Grusch affair came to light. He is also familiar with my book and has submitted several inquiries to the Commission. I assume we will hear more about this soon. I also interviewed him in detail about this, which can be seen on exomagazin.tv.

His key point was: Whether the existence of such UAP reverse engineering programs is real or “just” a narrative – in either case, it could change the geopolitical order. Because if one country could achieve dominance over others through superior technology, that is inevitably a political issue. He argues that Europe should regain its autonomy in UAP research so as not to fall behind and become dependent on decisions made in the US. And he considers it essential to organize international cooperation and establish parliamentary processes for a controlled disclosure process – instead of leaving the issue to the secret services.

Milena Preradovic: Extraterrestrial technology – that was probably also the topic of this conference. Who has it? Well, we assume the US, we’ve already talked about that. What about China and Russia?

Robert Fleischer: As I said, we don’t know if it’s extraterrestrial in the sense of beings from other planets in space. We simply don’t know.

Milena Preradovic: But we’ve already talked about the possibility that extraterrestrials may have been living on Earth for a long time or may have always lived on Earth. That’s also a possibility.

Robert Fleischer: Non-human, highly advanced civilizations—let’s put it that way. And the whole thing is top secret, of course. Rumor has it that China and Russia have also recovered such objects. David Grusch and others have said that there is a real competition to be the first to reach a crashed object and grab it.

The Americans apparently fear that China or Russia, if they have recovered such objects, are much better organized than the US in their government intelligence research programs. There, the trail is often lost in the depths of the military-industrial, private arms complex. So the concern is that the US could fall behind technologically. That’s why they’re putting so much pressure on now.

Milena Preradovic: So it’s a bit like the Manhattan Project back then. Who will be the first to have the atomic bomb?

Robert Fleischer: However, the Manhattan Project was a government-coordinated research program. Here, we are mainly talking about the private arms industry. No one knows exactly who has what. It is extremely difficult to obtain reliable information on this. And I believe that Russia and China will not say anything at all about it.

Milena Preradovic: But at its core, it’s probably about propulsion technology, right? We’ve often talked about the propulsion systems of these unidentified flying objects: sudden stops, up, down, abrupt acceleration—all things that are technically impossible on Earth. And probably also about materials.

Robert Fleischer: It’s about metamaterials, weapons technology, propulsion technology. It’s also about biological effects: how can they be mitigated or deliberately created – for example, in an opponent?

I once spoke to James Taylor, a high-ranking military intelligence officer who headed a paranormal research program. I asked him why military intelligence was interested in these seemingly “paranormal” phenomena, such as those associated with UFOs at Skinwalker Ranch. And he said: If you are able to create an illusion in the middle of a room, to make something appear that isn’t even there – whether real or just perceived by the other person – then that is of utmost importance to an intelligence agency.

Anything that can be used to deceive, intimidate, or manipulate the enemy is, of course, of enormous interest. And this is particularly obvious in the field of propulsion technology. Luis Elizondo told me: Every single one of these observable characteristics of UAPs – whether it’s silent hovering, sudden acceleration, or diving into water with the same maneuverability as in the air – would be an absolute game changer for warfare.

That’s why there’s so much interest. And what we’re seeing right now, in my opinion, is that this topic is becoming increasingly important, especially in the defense industry. You can see it in the current drone debate: Suddenly, strange objects are flying around everywhere, and supposedly no one knows where they come from. Supposedly, no one has ever shot one of these things down. All the anti-drone technology is being deployed, and yet these objects are disappearing again. This raises the question: what kind of technology is this actually?

Milena Preradovic: It’s now very much about war and armament – even here in Europe. We’re not really used to that. It always reminds me of Nena and “99 Luftballons.”

Finally, to sum up briefly: one could say that UAPs or UFOs are a marginal issue. But one could also say that evidence of non-human intelligence and extraterrestrial technology would fundamentally change our world. You mentioned devastating consequences earlier. Briefly, what could those be?

Robert Fleischer: Political scientist Alexander Wendt from Ohio State University is looking into exactly that – as are German sociologists Andreas Anton, Michael Schetsche, and Christian Peters. Wendt has investigated how it would affect humanity if governments were to simply acknowledge that non-human intelligence exists. We’re not even talking about recovered technology or corpses, but only about a president publicly saying: There is a higher, non-human intelligence.

Wendt says that in this scenario, the greatest threat does not come from the UAPs themselves, but from people’s reactions. These could lead to a kind of autoimmune reaction by the global state system. When people say: We no longer care what governments say, we now look to UFOs or something else for guidance.

In the worst case, according to Wendt, governments could try to compensate for this impending loss of control by creating so-called garrison states – that is, totalitarian, militarized systems that attempt to maintain order through violence and war. A global dystopian surveillance state.

Looking at the reactions during the coronavirus pandemic, one has to ask: How would people react if it were officially announced that non-human intelligence is real and possibly already among us? PCR tests on every corner to prove that you are human? We don’t know. But this scenario is certainly not out of the question.

Milena Preradovic: You can’t rule any of that out. And of course, maintaining power is the most important thing—we’ve learned that in recent years. Robert, thank you very much. I think we’re getting better and better at this traditional Christmas update. Thank you for being here. I look forward to it all year long. Then we’ll see each other again in a year at the latest. For now, I wish you a happy and relaxing New Year.

Robert Fleischer: Thank you as well. Don’t let yourself be kidnapped. Ciao.

Milena Preradovic: Ciao.

Well, folks, we can see how seriously the topic of UAP is being taken worldwide. I always find it a bit arrogant to believe that we are actually the kings of the universe. In recent years, we have already thrown a lot of supposed school knowledge overboard. I am curious to see when this taboo will also fall.

I wish you all a Merry Christmas and a wonderfully relaxing New Year. 2026 will remain interesting, I’m sure of that. See you soon. Bye.

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6 Kommentare

  1. Axel

    Selbst Leute, die es wissen dürften, geben zu, dass ein Bodensatz von Sichtungen etc. übrig bleibt, der nicht erklärbar ist. Es gibt also offensichtlich Flugobjekte, deren Eigenschaften (Flug-/Manövrierfähigkeit, Sichtbarkeit) momentan nicht nachgebaut werden können (sonst würden wir alle es schnell merken), somit nicht menschengemacht sind.

    Ich muss lächeln, wenn ich die Diskussionen über eine Machbarkeit interstellarer Reisen höre. Bisher haben wir z.B. das Higgs-Boson im LHC erzeugt. Sollten wir irgendwann dessen Eigenschaften nutzen können, wäre Masse-Trägheit kein Problem mehr und wir könnten zickzack fliegen und toll beschleunigen, ohne zerquetscht zu werden. Die Steuerung in einer solchen Umgebung erfolgt dann möglicherweise telepathisch. Möglich ist vieles. Man bedenke, was wir in 100.000 Jahren erreicht haben. So wie der Steinzeitmensch damals, würden wir uns nicht annähernd vorstellen können, was in weiteren 100.000 Jahren Realität ist. Tja, der Kulturschock, noch ein Grund, um nicht zuzugeben, dass „sie“ da sind 🙂
    Oder die Quantentheorie mit ihren Quantengravitationsfeldern. Offensichtlich gibt es danach also etwas (für uns aber nicht Sichtbares bzw. Greifbares), ein Medium, in dem Raum und Zeit bedeutungslos sind.

    Es dürfte für ältere, höher entwickelte Lebewesen somit schlicht kein Problem sein, große Entfernungen unter Umgehung der Zeitdilatation zurückzulegen und dabei weiter in Echtzeit zu kommunizieren.

    Und solche Lebewesen gibt es mit Sicherheit, auch wenn es möglicherweise nur sehr wenige Rassen, zumindest in der Milchstraße, gibt.

    Jedenfalls Danke für das Interview. Nun ist mir klar geworden, dass nicht die Panik aufgrund Religionen, sondern aufgrund der Veröffentlichung folgendem ev. Machtverlust als Hauptproblem gesehen werden könnte, statt endlich die Anwesenheit von Aliens zu bestätigen. Wären die Aliens das Problem, hätten wir das schon lange gemerkt; je nach deren Zielrichtung wären wir alle tot oder Sklaven. So haben sie wohl etwas wie eine erste Direktive, halten sich raus, und schütteln nur ihre grauen Köpfchen ob der Missetaten der „Krone der Schöpfung“ 😉

    In diesem Sinne, lasst uns das neue Jahr feiern, denn egal was passiert: Das Leben ist schön!

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  2. Best Regards

    „Wer besitzt außerirdische Technologie?“

    Die Arkoniden, aus dem Sternhaufen M13 ! Konnte man vor 60 Jahren schon bei Perry Rhodan nachlesen 😉
    Allerdings hätte Captain Janeway mit der VOYAGER – selbst unter WARP 9 – 33 Jahre hin und zurück gebraucht.
    Nach Einsteins Relativitätstheorie wären bei ihrer Rückkehr gerade die Pyramiden in Ägypten gebaut worden.

    Das ist das Wunderbare an Sciencefiction …

    Aber daß wir alleine sind, glauben auch nur ganz Bibelfeste. Und die gibt es ungeschönt selbst in „seriösen“
    Tageszeitungen wie der FAZ. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der FAZ ist auch

    – Präsident des evangelischen Kirchentages
    – Präsident des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft
    – Vorsitzender des Kuratoriums des Deutschen Zukunftspreises des Bundespräsidenten
    – Mitglied des Verwaltungsrates, des Senats und externer Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft
    – Mitglied in einer Reihe von kirchennahen und gemeinnützigen Fördervereinen.

    … der muß es wissen … echt jetzt, wenn der’s nicht weiß …

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  3. Jenni Christ

    mannomann – Wen der Glaube gefangen hat, den hat die Wirklichkeit verloren.

    „Offenbar“ ist nicht irgendeine Entführung oder jegliche „Tatsache“ sondern allein, wem der nicht validierbare Unfug „außerirdischer“ Technologien dient.

    Neben den unsichtbaren Viren und vermeintlichem Klimawandel dient diese Mär als letzte Karte zur Etablierung einer Weltherrschaft – alle gegen Aliens – oder umgekehrt. Der vermeintliche Feind darf nicht greifbar sein, um die damit begründeten Maßnahmen zu rechtfertigen.

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  4. Frage

    Wenn ich mir die Namen anschaue, die da eben genannt wurden, dann frage ich mich, ob vielleicht einfach nur Kohle lockergemacht werden soll für „Space – Buchstabe“ oder sowas.

    Antworten
  5. Frage

    Habe ja keine Ahnung, aber wird jemand Aussenm der vorher Geheimnisse ausgeplaudert hat?

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  6. Burkhard Jost

    Wir sind sicherlich nicht allein im Universum. Aber der Glaube an interstellare Reisen zeugt von einem galaktischem Unverständnis der tatsächlichen Dimensionen. Mit den heutigen Antriebstechniken würde eine Reise zum nächstgelegen Stern Alpha Centauri rund 20.000 Jahre dauern. Eine völlig naive Vorstellung, daß irgendwelche biologischen Wesen eine solche Reise in einem Raumschiff bewältigen könnten. Wenn es eines Tages zu Kontakten mit außerirdischen kommt, dann auf anderen Ebenen.

    In den meisten Ihrer Videos wird man dazu aufgefordert selbst zu denken und sein eigenes Welterleben und -verständnis nicht von irgendwelchen Geschichten untergraben zu lassen. In über 60 Jahren habe weder ich noch die Menschen in meiner Umgebung jemals ein Ufo oder etwas dergleichen gesehen. Aber den vagen Aussagen von ehemaligen Geheimdienstmitarbeitern sollen wir Glauben schenken. Das ist wirklich augemachter Unsinn.

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