„Das System Epstein ist überall.“ Das sagt die Psycho–und Traumatherapeutin Michaela Huber, die seit Jahrzehnten mit Opfern von sexueller und systemischer Gewalt arbeitet. Bei großen Netzwerken „gibt es Trainer, die Kinder mit unfassbarer Gewalt regelrecht abrichten, mit Waterboarding und Nahtoderfahrungen.“ Patientinnen haben Huber ebenfalls von Kindermorden und Kannibalismus berichtet. Ein Gespräch auch über Kult-Rituale, das Desinteresse deutscher Politik und Justiz am Thema ritualisierter Gewalt an Kindern und über Prominente auch in Deutschland, die sich an Folter und Qual von Kindern beteiligen.
Website Michaela Huber: https://michaela-huber.com/
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Milena Preradovic
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Interview mit Michaela Huber (deutsch)
Milena Preradovic: Der Epsteinskandal wühlt gerade die Welt auf, vor allem die Szene der Mächtigen. Durch Millionen E-Mails und Daten wird klar, wie grausam und perfide Epsteins Missbrauchsnetzwerk agierte, inklusive sexueller Folter an Kindern, vielleicht sogar Mord und Kannibalismus. Viele sehen in diesen Enthüllungen nur eine Ablenkung von Epsteins Verwicklungen in Corona-Vorbereitungen oder Finanzverschwörungen. Das klingt ein bisschen so, als sei Gewalt an Kindern nicht wichtig genug – ein Thema, bei dem so mancher gerne wegschaut. Dabei ist das System Epstein überall, auch in Deutschland. Mein Gast arbeitet seit Jahrzehnten mit Opfern von Missbrauch und ritueller Gewalt und weiß, wie mächtige Netzwerke Recherchen verhindern, mit Erpressung arbeiten und Menschen einschüchtern. Auch Michaela Huber wurde wegen ihrer Arbeit schon angegriffen, sogar in Jan Böhmermanns ZDF-Sendung. Spätestens seit Epstein ist klar: Wegschauen geht nicht mehr. Jetzt in Punkt Preradovic. Hallo Michaela Huber, schön, Sie wiederzusehen.
Michaela Huber: Hallo liebe Milena Preradovic, es ist mir eine Freude.
Milena Preradovic: Mir auch. Ich stelle Sie kurz vor: Sie sind Diplom-Psychologin, psychologische Psychotherapeutin, Supervisorin, internationale Ausbilderin in Traumatherapie und Autorin zahlreicher Fachbücher. Gemeinsam mit Kollegen haben Sie in Deutschland die moderne Traumatherapie mitbegründet. Für Ihre Arbeit, unter anderem für die Initiierung der ersten Frauenhäuser, wurden Sie mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem Bundesverdienstkreuz und dem weltweit renommierten International Distinguished Achievement Award. Sie waren als Psychotraumatologin im Kosovokrieg im Einsatz und sind im Rahmen des Ukrainekrieges für traumatisierte Mädchen und Frauen tätig. Zusammen mit Ihrem Team haben Sie Psychotraumazentren in Deutschland, Estland und Portugal aufgebaut. Seit über 30 Jahren arbeiten Sie therapeutisch, als Supervisorin und Ausbilderin zum Thema schweren sexuellen Missbrauchs. Sie nennen es sexualisierte Folter an Kindern. Haben Sie die Enthüllungen über Epsteins Netzwerk schockiert oder gewundert?
Michaela Huber: Nein, überhaupt nicht. Das ist mir alles seit sehr, sehr langer Zeit vertraut. Herr Epstein mit seiner Insel und den entsprechenden Prominenten um ihn herum ist nur ein Beispiel. Es gibt offensichtlich etliche solcher Netzwerke in etlichen Ländern.
Milena Preradovic: Auch in Deutschland und Europa?
Michaela Huber: Ja, auch in Deutschland und Europa. Ich habe noch einmal in mein altes Buch geschaut, die Originalausgabe „Multiple Persönlichkeiten – Überlebende extremer Gewalt. Ein Handbuch“. Es ist 1995 im Fischer Taschenbuch Verlag erschienen. Darin sind etliche Fälle beschrieben und dokumentiert: was man mit diesen Kindern macht, wie man sie ausbeutet, familiär organisierte Gewalt, alle Formen der Zurichtung für irgendwelche Abnehmer. Leider wissen wir sehr, sehr viel schon seit Langem – allerdings nur in Fachkreisen.
Milena Preradovic: Man kann also sagen: Das System Epstein ist überall.
Michaela Huber: Solche Strukturen gibt es überall. Ich glaube, wir sollten einmal erklären, wie sich so etwas aufbaut und was wir darüber wissen, soweit wir es beschreiben können, damit die Menschen überhaupt verstehen, worum es geht.
Milena Preradovic: Lassen Sie uns noch etwas beim Epstein-Netzwerk bleiben. Dort waren mächtige und reiche Menschen involviert, wie die jetzt veröffentlichten Mails und Dokumente zeigen. Wir haben von sehr grausamen Taten erfahren: sexuelle Folter, womöglich auch Morde an Kindern. Es gibt Hinweise auf Kannibalismus. Die republikanische Abgeordnete Lauren Boebert hat die ungeschwärzten Akten und Mails gelesen und sagt, es sei noch viel düsterer, als sich irgendjemand vorgestellt habe. Ständige Verweise auf „Konsum“, ein Ort, der buchstäblich „The Cannibal Restaurant“ heißt, Codewörter wie „Jerky Beef“ und „Human Meat“. Können Sie sich vorstellen, dass eine sogenannte Elite Kinder isst?
Michaela Huber: Das wäre sozusagen das äußerste Ende. Ich musste an eine Patientin von vor vielen Jahren denken, die sagte: Diese üblichen Kreise, in die man verkauft wird, sind das eine. Aber es gibt sehr, sehr reiche Leute, die sich noch mehr erlauben. Sie hat es so ausgedrückt: Sie gönnen es sich, nach der Gewalt ein Mädchen über dem Feuer zu rösten, und sie gönnen es sich, Lebewesen zu Tode zu foltern.
Milena Preradovic: Das hat Ihre Patientin erlebt?
Michaela Huber: Ja, sie war dabei. Sie konnte sich nur sehr mühsam aus den Fängen dieser Clique retten. Solche Geschichten sind mir seit Jahrzehnten bekannt, und sie ist nicht die Einzige. Vielleicht muss ich das erläutern: Ich habe eine eigene Praxis, arbeite in Kliniken und bilde seit vielen Jahrzehnten aus. Ich bekomme zahlreiche Fallsupervisionen. Da ich auf das „Trio infernal“ – Missbrauch, Misshandlung, Vernachlässigung – spezialisiert bin, werden mir besonders schwere Fälle zugetragen. Mit der Zeit entwickelt man sich in diesem Feld zwangsläufig zu einer Art Spezialistin, die hinzugezogen wird, wenn es um solche Konstellationen geht. Deshalb habe ich relativ viele solcher Berichte gehört.
Milena Preradovic: Haben auch andere Patientinnen von Mord an Kindern erzählt?
Michaela Huber: Ja. Von Zwangsabtreibungen, bei denen Föten ausgeweidet und deren Herz gegessen worden sein soll. Von Ritualen, Blutritualen, von schrecklichen Verstümmelungen, bei denen Menschen ganz langsam, teilweise über Wochen, zu Tode gefoltert wurden, während sie gefangen gehalten wurden. Von Kindern, teilweise auch Jugendlichen oder Erwachsenen, die offenbar niemand vermisst hat. Das sind grauenvolle Berichte. Besonders schlimm sind die Erzählungen derjenigen, die aussteigen wollten, sich verborgen oder geflüchtet sind oder sich geweigert haben zu kommen, wenn sie angefordert wurden. Wenn sie dann wieder gefasst wurden, mussten sie zusehen, wie jemand zu Tode gefoltert wurde. Man habe ihnen die Augen aufgerissen, damit sie die Qualen mit ansehen mussten – etwa wie eine junge Frau zu Tode gequält wurde. Und man sagte ihnen: Das geschieht, weil du nicht gekommen bist. Du bist schuld. Vielen dieser Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen wird permanent eingeimpft, dass sie an allem Grauen schuld seien. Sie seien Müll, lebensunwert, zu nichts anderem geboren. Man könne mit ihnen machen, was man wolle. Und sie müssten froh sein, wenn sie überhaupt überleben und irgendwann wieder nach Hause dürften.
Milena Preradovic:Das ist schon eine perfide Ausnutzung, weil Kinder ja oft denken, selbst wenn Eltern sich scheiden lassen, dass es an ihnen liegt. Kinder geben sich ohnehin häufig die Schuld. Das wird hier also systematisch ausgenutzt. Das gehört zu dieser Ausbildung, zu dieser Abrichtung von Kindern, über die Sie schon häufiger berichtet haben?
Michaela Huber: Ja, es gibt verschiedene Tätergruppen. Das muss man vielleicht mal so auseinanderhalten. Familiär: Ganz viele dieser Kinder sind bereits familiär sexueller Gewalt ausgesetzt gewesen. Dann so Kreise im Bekanntenkreis, wo dann die Täter mitkriegen „Oh, das Kind kannst du haben“ und das wird dann schon verkauft. Und dann geht es dann so weiter. in größeren Kreisen, da wird auch schon mal gezielt geguckt, weil das ein Markt ist, ein Milliardenmarkt diese sexuelle Ausbeutung von Kindern und Frauen. Und da wird dann versucht, die Kinder regelrecht auszubilden, also sie so zuzurichten, so zu quälen, dass sie auf Kommando dann ganz bestimmte Dinge tun. Freiwillig angeblich. Dabei spielen natürlich Todesdrohungen und Gewalt aller Art eine große Rolle. Und dann gibt es natürlich die Kreise von denen dann Eppstein sozusagen die Kinder und Jugendlichen genommen hat, die meistens schon eine lange Geschichte der Ausbeutung hinter sich haben, die alles tun, die auch vielleicht hübsch sind, die vielleicht klug genug sind, die man benutzen kann, um Politiker, Manager und andere Leute zu erpressen, auszuhorchen und ihre sexuellen Dienste anzubieten. Und so gibt es dann bis in die höchsten Kreise einen Markt von Ware Kind, jugendliche Frau, die dann ausgebeutet wird. Und da gibt es dann eben Leute, die wollen auch bis zum Ende gehen, die wollen dann ultimative Qualen zufügen, weil sie Sadisten und Psychopathen sind.
Milena Preradovic: Wahnsinn. Das ist wirklich harter Tobak. Aber das heißt, diese Mädchen haben Ihnen auch erzählt, dass sie benutzt wurden, um an Informationen zu kommen?
Michaela Huber: In Ost wie West.
Milena Preradovic: Ost wie West – das klingt ein wenig nach Geheimdiensten.
Michaela Huber: Manche haben das so gesagt, andere haben es vermutet. Bei einigen waren die Eltern oder diejenigen, die sie Tätergruppen zuführten, Polizeibeamte. Manche hatten im Osten den Eindruck, es habe Verbindungen zur Stasi gegeben, oder es stellte sich später tatsächlich heraus, dass Personen dem MfS angehörten. Einige Betroffene beginnen zu recherchieren und fragen sich: Warum wurde ich zu bestimmten Politikern oder reichen Persönlichkeiten geschickt? Was ist dort eigentlich geschehen? Andere gelangen nur über ihre eigenen Schreckensbilder an Erinnerungen. Sie haben Bilder von Furchtbarem im Kopf und im Körper gespeichert. Viele sind froh, überhaupt überlebt zu haben, und wissen dennoch nicht, wie sie langfristig damit leben sollen.
Milena Preradovic: Was viele nicht verstehen: Das sind teilweise Kinder, die nach außen ein ganz normales Leben führen. Sie gehen zur Schule, treffen Freunde und werden dann abgeholt und zu solchen Veranstaltungen gebracht.
Michaela Huber: Nicht alle. Es gibt immer wieder Berichte, auch international, dass es einen Untergrundmarkt für Kinder gibt, die nur zum Verbrauch bestimmt sind. Kinder, die kaum Tageslicht gesehen haben, die selbst in höherem Alter nur Flaumhaar haben, weil sie unter völlig entbehrungsreichen Bedingungen aufwachsen – Kinder, die ausschließlich zu diesem Zweck gezeugt wurden. Solche Schilderungen tauchen immer wieder auf.
Daneben gibt es viele, die ein Doppelleben führen müssen: nach außen unauffällig zu Hause, und an Wochenenden oder zu bestimmten Terminen werden sie abgeholt oder mitgenommen zu Veranstaltungen, die meist abends oder nachts stattfinden.
Milena Preradovic: Aber wie muss ich mir das vorstellen? Wie können diese Kinder zwei Leben führen?
Michaela Huber: Das können sie nur, indem sie massiv dissoziieren. Für diejenigen, die mit dem Begriff nichts anfangen können: Dissoziation bedeutet, dass Erleben, Wahrnehmung und Erinnerung voneinander abgespalten werden. Wenn Kinder gezielt für ein solches Doppelleben trainiert werden – es gibt Täter, die missbrauchen einfach, aber es gibt auch solche, die systematisch ausbilden –, dann geschieht das häufig über das, was ein Kollege „Restraint Physical Terror“ genannt hat. Es werden extreme Schmerzen zugefügt, todesnahe Situationen inszeniert: Waterboarding, Nadeln in die Ohren, unter die Finger- oder Fußnägel. Dinge, die äußerlich kaum sichtbar sind, aber unerträgliche Schmerzen verursachen.
Dabei werden die Kinder oft so trainiert, dass sie beispielsweise sinnlose Zahlen- oder Silbenfolgen auswendig lernen müssen und hart bestraft werden, wenn sie diese nicht korrekt wiedergeben. Auf einer Ebene ihres Gehirns müssen sie ständig etwas memorieren, während ihnen gleichzeitig eingeprägt wird, was sie zu tun haben, wofür sie da sind, was ihre „Aufgabe“ ist. Dieses Training ist häufig systematisch, wird immer wiederholt – hunderte Male. Es gibt Täter, die als Ausbilder fungieren und Kinder für den Missbrauch durch andere vorbereiten.
Wichtig ist zu verstehen, wie solche Netzwerke funktionieren können, sodass viele Beteiligte unbehelligt ihren politischen oder wirtschaftlichen Tätigkeiten nachgehen. Das gelingt auch deshalb, weil die Opfer nicht reden – sie können nicht, sie wollen nicht, sie dürfen nicht.
Milena Preradovic: Oder sie werden nicht gehört.
Michaela Huber: Oder ihnen wird eingehämmert: Wenn du redest, musst du dies oder jenes tun – bis hin zu detaillierten Anweisungen, wie sie sich suizidieren sollen. Oder es wird gedroht: Wenn du nicht kommst oder wenn du redest, bringen wir dein Kind um, deine Schwester, deine Mutter. Die Drohungen sind massiv und erzeugen einen dauerhaften Terror, der einschüchtert und lähmt.
Milena Preradovic: Das klingt unglaublich. Ich kann mir vorstellen, dass manche sagen: So etwas kann es doch gar nicht geben. Es gab ja auch die sogenannte False-Memory-Bewegung, also die These, das seien falsche Erinnerungen. Die Betroffenen kommen oft erst nach Jahren zu Ihnen. Woran erkennen Sie, dass sie die Wahrheit sagen?
Michaela Huber: Das ist eine wichtige Frage. Wir haben bereits 1997 eine erste Studie durchgeführt, mit etwa 240 Fällen aus dem gesamten Bundesgebiet. Viele Kolleginnen und Kollegen hatten damals jeweils nur einen einzigen Fall und dachten, sie seien die Einzigen, die so etwas erleben. Wir haben auch nach der Glaubwürdigkeit gefragt – und tun das bis heute in Befragungen. Die Einschätzungen liegen meist bei mindestens 80 bis 90 Prozent Glaubwürdigkeit.
Das liegt daran, dass wir als Kliniker einen diagnostischen Blick entwickelt haben. Wenn jemand fabulierend oder konstruiert berichtet, lässt sich das bei längerer Zusammenarbeit und gründlicher Diagnostik häufig erkennen. Mit geeigneten Fragetechniken kann man künstlich wirkende Narrative meist identifizieren. Es müsste schon jemand selbst hochgradig manipulativ sein und sehr genau wissen, wie solche Prozesse funktionieren, um über längere Zeit eine vollständig konstruierte Geschichte aufrechtzuerhalten.
Wir verfügen über diagnostische Instrumente und klinische Erfahrung, um die Plausibilität und Glaubwürdigkeit differenziert einzuschätzen.
Milena Preradovic: Ich nehme an, es gibt auch körperliche Anzeichen, an denen Sie das erkennen, oder?
Michaela Huber: Es gibt viele Anzeichen, nicht nur in den Aussagen. Die Überlebenden, die so etwas berichten, haben meist gravierende körperliche und psychische Probleme – und das oft schon seit sehr langer Zeit. Das ist wichtig: Viele sind bereits als Kinder auffällig geworden, selbst wenn sie versucht haben, alles zu verbergen. Sie haben wiederholt eingenässt, waren in kinder- und jugendpsychiatrischer Behandlung, haben sich beinahe zu Tode gehungert, sich selbst verletzt oder Suizidversuche unternommen.
Wer bis zu dem Zeitpunkt, an dem er oder sie solche Erlebnisse offenlegt, ein völlig unauffälliges Leben ohne jegliche Probleme geführt hätte, bei dem wären wir zu Recht skeptisch. Aber die meisten bringen eine lange Leidensgeschichte mit. Manche sind von Narben übersät. Es gibt Fremdverletzungsfolgen, aber auch massive Selbstverletzungen. Viele versuchen, die erlittene Gewalt mit weiterer Gewalt gegen sich selbst zu überdecken – sie brennen oder schneiden sich, und zwar nicht oberflächlich, sondern tief. Teilweise werden Sehnen oder Muskeln verletzt. Dahinter steht große Verzweiflung. Man sieht, dass einem ein Mensch gegenübersitzt, der extremes Leid erlebt hat und weiterhin erlebt.
Milena Preradovic: Vor Gericht wird jedoch häufig gegen diese Kinder oder Opfer entschieden, wenn sie sich überhaupt dazu entschließen, Anzeige zu erstatten. Woran liegt das?
Michaela Huber: Ein Problem ist, dass es in Deutschland keinen eigenen Straftatbestand „rituelle Gewalt“ gibt. In mehreren Bundesstaaten der USA existieren entsprechende Regelungen.
Milena Preradovic: Können Sie „rituelle Gewalt“ kurz definieren?
Michaela Huber: Gemeint ist eine Form systematischer Ausbeutung mit gezielter Zurichtung, die ritualisiert abläuft. „Rituell“ bedeutet zusätzlich, dass ein ideologisches oder kultartiges System vermittelt wird. Bei organisierter sexueller Gewalt gibt es einige Länder, in denen Betroffene eher als glaubwürdig anerkannt werden.
In Deutschland ist das Problem, dass sexuelle Gewalt oft im Verborgenen stattfindet und als individuelles Delikt betrachtet wird. Wenn jemand jedoch eine ganze Gruppe oder einen Clan anzeigt, muss jedem einzelnen Angeklagten zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort eine konkrete Tat nachgewiesen werden. Das ist extrem schwierig. Deshalb sagen wir Betroffenen häufig: Wenn Sie juristisch vorgehen wollen, braucht es zunächst ein gesellschaftliches Klima, in dem solche Strukturen überhaupt für möglich gehalten werden. Zudem müssten rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es erlauben, Gruppenstrukturen ähnlich wie bei Terrororganisationen zu verfolgen. Dort kann bereits die nachgewiesene Mitgliedschaft strafbar sein, auch ohne eine konkrete Einzeltat zu einem bestimmten Zeitpunkt nachzuweisen. Eine solche Anwendung gibt es hier praktisch nicht.
Milena Preradovic: Haben Sie den Eindruck, dass dieses Thema in Deutschland keine Priorität hat?
Michaela Huber: Es hat aus meiner Sicht keinerlei Priorität. Ich war Ende der 1990er-Jahre bei der Enquetekommission „Sogenannte Sekten und Psychogruppen“. Im Abschlussbericht steht ausdrücklich, dass rituelle Gewalt ein ernstzunehmendes Phänomen ist und dringend weiter untersucht werden müsse. Doch wer tut das? Immer wenn man sich intensiver mit dem Thema befassen will, stößt man auf Abwehr, Relativierung oder Zweifel.
Im Grunde beschäftigen sich nur diejenigen ernsthaft damit, die unmittelbar mit den Opfern und Überlebenden arbeiten.
Milena Preradovic: Geht es Ihren internationalen Kollegen genauso?
Michaela Huber: Ja, das erleben wir international ebenso. Wir tauschen uns auf Konferenzen aus, es gibt zahlreiche Studien. Auch in Deutschland haben wir Fachliteratur veröffentlicht und Forschung betrieben. Darauf könnte man aufbauen. Aber es ist politisch nicht gewollt.
Milena Preradovic: Politisch nicht gewollt – oder ist es für viele Menschen schlicht unangenehm?
Michaela Huber: Beides spielt eine Rolle. Sexuelle Gewalt ist ohnehin ein hoch tabuisiertes Thema. Judith Herman, eine amerikanische Professorin, hat in ihrem Buch „Die Narben der Gewalt“ beschrieben, dass nicht nur die Betroffenen, sondern auch diejenigen, die sich professionell mit dem Thema befassen, häufig diffamiert oder als unglaubwürdig dargestellt werden: Rechtsanwälte, Forschende, Sozialpädagogen, Psychotherapeuten, Ärzte. Alle geraten unter Rechtfertigungsdruck.
Man braucht viel Standhaftigkeit, um sich mit diesem Thema dauerhaft auseinanderzusetzen. Fachleute tun das, weil sie erleben, dass Betroffene oft nicht gehört werden. Und insofern ist es für viele eine gewisse Bestätigung, wenn durch die Epstein-Files sichtbar wird, dass organisierte Strukturen tatsächlich existieren.
Milena Preradovic: In den Epstein-Files waren viele mächtige und reiche Personen involviert. Wenn das bei Netzwerken in Europa oder Deutschland teilweise ähnlich ist, erklärt das vielleicht auch, warum das Thema bei der sogenannten Elite nicht besonders beliebt ist, oder?
Michaela Huber: Natürlich. Wir erhalten immer wieder Berichte darüber, welche Politiker oder Prominente bei solchen Sessions anwesend gewesen sein sollen und mit gequält haben.
Milena Preradovic: Das erfahren Sie von Ihren Patientinnen?
Michaela Huber: Ja, sie berichten, dass sie Personen erkannt haben. Manchmal seien diese verkleidet gewesen, mit Kutten oder Masken. Aber bestimmte Merkmale würden dennoch erkannt. Und dann erzählen sie beispielsweise: „Ich bin gestern fast zusammengebrochen, als ich diese Person im Fernsehen gesehen habe“.
Milena Preradovic: Ach, Wahnsinn. Also wirklich – Menschen, die wir alle kennen. Ich weiß, dass Sie keine Namen nennen können, aber Personen, die in der Öffentlichkeit stehen – von denen haben Sie gehört?
Michaela Huber: Ja. Inzwischen möchte ich die Namen gar nicht mehr wissen. Ich kann ohnehin nichts unternehmen. Und wenn ich solche Personen dann im Fernsehen sehe, denke ich unweigerlich an das, was sie möglicherweise noch angerichtet haben. Auf Dauer beginnt man sich zu fragen: Wer ist beteiligt, wer nicht? Es gibt erschreckend viele moralisch verkommene Menschen. Man hat mitunter den Eindruck, als sei etwas wie Sodom und Gomorra in unserer Gesellschaft unterwegs. Es ist Zeit den Augiasstall auszumisten.
Es wird höchste Zeit, dass wir als Gesellschaft den Mut aufbringen, genauer hinzusehen. Das kann nur gelingen, wenn Betroffene sprechen, „Speak out!“. Es gab kürzlich wieder eine Demonstration von Betroffenen im Zusammenhang mit den Epstein-Enthüllungen. Viele berichten inzwischen im Internet über ihre Erfahrungen. Das ist wichtig. Wenn nur wir Fachleute darüber sprechen, heißt es schnell, „diese Märchentante“. Deshalb müssen Betroffene selbst ihre Stimme erheben.
Wir als Behandelnde müssen ihnen den Rücken stärken und deutlich sagen: Die große Mehrheit der Betroffenen ist glaubwürdig. Niemand möchte so etwas erlebt haben. Natürlich gibt es vereinzelt Fehldiagnosen oder Irrtümer – wie in jedem medizinischen oder psychologischen Bereich. Aber wir sprechen hier nicht über Einzelfälle, sondern über eine überwältigende Mehrheit von 90% glaubwürdiger Berichte. Und das ist furchtbar.
Milena Preradovic: Ja das ist furchtbar. Was ebenfalls oft als wenig glaubwürdig abgetan oder verharmlost wird, sind Kulte und satanistische Gruppen. Europol hat 2025 in einer Pressemitteilung auf einen starken Anstieg gewalttätiger Online-Kultgemeinschaften hingewiesen. Was zeichnet solche Kulte aus?
Michaela Huber: Kulte sind in der Regel stark abgeschottete Gruppierungen mit strikter Geheimhaltung. Diese wird mit großem Aufwand aufrechterhalten. Heute kommt ein weiterer Faktor hinzu: das Internet. Neben direkter persönlicher Ausbeutung gibt es zunehmend organisierte Online-Strukturen. In Hamburg wurde etwa ein Täter festgenommen, der Teil einer internationalen Gruppierung war – ich meine, sie nannte sich „764“ oder „Tiger“.
Milena Preradovic: White Tiger
Michaela Huber: Genau White Tiger. Und die machen folgendes: Die versuchen, was sowieso sehr, sehr, sehr viele Täter tun aller Art, an Kinder heranzukommen. Und die tun dann erstmal so, als wären sie selber Kinder oder Jugendliche. Und dann ziehen die die so ganz langsam rein in sowas Sexualisiertes. Und bei denen, die sehr selbstunsicher sind und sich nicht trauen Schluss zu machen oder ihren Eltern es zu erzählen, versuchen sie dann schon ganz früh Geheimhaltung einzubringen. Dann veranlassen sie es Fotos von sich zu machen, auch von Brüsten, vom Schambereich und dann versuchen sie, sie zu erpressen und zu weiteren Dingen zu veranlassen. Es gibt inzwischen eine Sadisten-Community, die die Kinder und Jugendlichen an dem Laptop, an dem sie sitzen, dazu bekommen, dass sie sich verstümmeln, dass sie Suizidversuche vor der Kamera verüben, dass sie die grausigsten Dinge ihren Geschwistern vor der Kamera antun oder ihrem Hund oder ihrer Katze.
Da sitzen dann da hinten Leute, die sich daran ergötzen und die dann immer noch auffordern, auch sexuelle Gewalt. Wenn Täter und Opfer zusammen sind, gibt es online Communities, die dann zugucken und die dann sagen: „Komm, mach doch das noch mit der und mach noch das doch mit der und lass die mal, dreh die mal um und mach das noch mit der“. Da werden die Kinder wirklich zu reinen, was sie sowieso in der sexuellen Gewalt sind, wie entmenschlichte Gegenstände behandelt und grausig gequält. Ja, das ist die neue Welle, das auch noch direkt sozusagen vor dem Laptop zu veranstalten.
Milena Preradovic: Aber diese Kulte existieren ja nicht nur online, sondern auch analog. Sie treffen sich real mit Kindern und führen Rituale durch. Welche Rolle spielen Rituale für die Täter?
Michaela Huber: Ich habe lange darüber nachgedacht. Ich war nie selbst dabei, aber ich habe sehr viele Berichte gehört und mich fachlich mit Kolleginnen und Kollegen ausgetauscht. Ein zentrales Element scheint die Anonymisierung zu sein. Die Täter kleiden sich einheitlich, tragen Masken, Tierköpfe oder Kutten, sodass sie kaum oder gar nicht erkannt werden. Diese Anonymität erzeugt eine Enthemmung: In der Gruppe darf man tun, was die anderen tun.
In diesen Kulten gibt es häufig solche stufenartigen Abläufe. Manche sind uralt. Also die haben dann beispielsweise den kabbalistischen Baum als Grundmuster mit bestimmten Stufen und bestimmten Namen und bestimmten Abteilungen, wo man Prüfungen machen muss, um aufzusteigen um immer höher zu kommen. Und meistens gilt das aber nur für die beteiligten Männer. Es wird den Kindern aber oft eingeredet „Du kannst das auch, du kannst das auch werden. Und wenn du den Schmerz noch aushält und wenn du das noch schaffst und wenn du das jetzt noch machst, dann gehörst du zu uns. Dann wirst du Stufe so und so sein“.
Und ich glaube, ein dritter Effekt ist, damit die sich nicht alle einfach hemmungslos wie die Wölfe auf so ein Kind stürzen und es kaputt machen, muss es bestimmte Regeln geben.
Und das vierte ist, was ich glaube, was dazu gehört, manche glauben das auch. Es gibt wirklich Leute, die glauben, dass sie sich, wie das in uralten Texten dann immer wieder steht, einen Menschen im Sexualakt aneignen, am besten ein unschuldiges blondes Mädchen.
Dann kriegen sie mehr Energie, mehr Kraft, mehr Macht. Und ganz toll ist es dann, wenn sie das im Moment des Todes des Lebewesens sich die Kraft aneignen.
Eine Sache muss ich vielleicht noch dazu sagen. Ich habe tatsächlich erlebt, dass bei diesen extremen sadistischen Sachen, wenn die Leute das bearbeiten, später eine unglaubliche Hitze in den Betroffenen ist, die glühen. Es scheint so zu sein, dass wenn die die Schmerzen in den Exzess treiben, es eine Art hochintensive Beziehung zwischen Täter und Opfer gibt. Und das bindet auch teilweise die Opfer an die Täter, weil es ist sozusagen der absolute, ultimative Punkt vor dem Tod. Und diese Sadisten suchen im Grunde nicht den Tod, sondern den Moment vor dem Tod, den ultimativen Moment der höchsten Hitze, Erregung. Und ich sehe das manchmal, wenn wir die Traumabearbeitung machen, wie der ganze Körper bebt und heiß ist, wenn sie es noch einmal durchmachen. In der Traumabearbeitung bekommt man das ja leider ordentlich zu sehen und zu spüren in einem Raum, was denen passiert ist und wie extrem das war, wie furchtbar das war. Erst bei der Traumabearbeitung kommen dann oder hinterher nachdem es passiert ist, kommen nach und nach die Schmerzen. Im Moment haben die meistens nur diesen todesnahen Moment. Und das kann suchtartig auch bei Opfern dazu führen, das muss man auch den Fachleuten immer wieder sagen, dass sie immer wieder todesnahe Situationen hinterher aufsuchen, egal ob sie suizidal sind oder ob sie in der Gruppe bleiben. Und die Täter sowieso, die wollen das immer und immer und immer wieder haben, wenn sie es einmal erlebt haben.
Milena Preradovic: Jetzt müssen wir noch kurz über die Rolle der Frauen sprechen. Wenn man das alles hört, denkt man zunächst an Männer als Täter. Aber es gibt ja auch Frauen – etwa Ghislaine Maxwell, die im Gefängnis sitzt, weil sie dem Epstein-Netzwerk junge Frauen zugeführt hat, die wiederum weitere Mädchen angeworben haben. Welche Rolle spielen Frauen bei Kindesmissbrauch oder in solchen Strukturen?
Michaela Huber: Andrew Vachss, ein US-amerikanischer Anwalt für missbrauchte Kinder, hat einmal sinngemäß gesagt: Was Männer Kindern antun, darf man niemals bagatellisieren. Aber wenn man den ultimativen Schmerz in den Augen eines Kindes sehen wolle, solle man es nach der Mutter fragen.
Wenn ein Kind in Not ist und die Mutter wegschaut, es abweist oder nicht schützt, ist das für viele Betroffene besonders zerstörerisch. Es gibt Mütter, die selbst schwer traumatisiert sind, die dissoziieren, nichts wahrnehmen oder nicht handeln können. Und es gibt leider auch Fälle, in denen Mütter aktiv wegsehen, Kinder im Stich lassen oder sie sogar ausliefern. Das ist eines der größten Tabus unserer Gesellschaft: dass es Mütter gibt, die ihre Kinder nicht schützen – in extremen Fällen sie sogar ablehnen oder hassen.
In organisierten Ausbeutungsstrukturen spielen Frauen mitunter eine spezifische Rolle. Manche gewinnen das Vertrauen der Kinder, treten als vermeintliche Helferinnen, Freundinnen oder mütterliche Bezugspersonen auf. Gerade im Kontext von Prostitution oder sexualisierter Ausbeutung wird diese Strategie genutzt. Nach außen wirken sie unterstützend, tatsächlich gehören sie jedoch zur Täterstruktur und verraten die Kinder oder jungen Frauen erneut. Das kommt häufiger vor, als man denkt.
Milena Preradovic: Vor zwei Jahren waren Sie selbst Thema in der ZDF-Sendung von Jan Böhmermann. Er hat Ihre Arbeit und Sie persönlich lächerlich gemacht. Ich habe die Sendung damals gesehen und mich gefragt, wo die Fakten waren. Es wirkte eher wie eine Diffamierung. Er stellte auch die Existenz ritueller Gewalt infrage. Sie sind dagegen juristisch vorgegangen. Wie ist das ausgegangen?
Michaela Huber: Über den genauen Ausgang darf ich noch nicht im Detail sprechen. Was ich sagen kann, wir haben immerhin erlebt, dass sich ein Mitglied der Redaktion Böhmermann widerrechtlich und unter Vorspiegelung er wäre selber Psychologe oder Psychotherapeut bei einem Seminar von mir eingeschlichen hat und dort Material widerrechtlich kopiert hat. Sie wollten das senden und nur weil in einem Video, das er auch mitgeschnitten hat, eine Frau aus dem Opferschutz vorkam, ist dann der Staatsschutz in die Redaktion von Böhmermann gegangen. Ich finde das schon beeindruckend, mit welcher kriminellen Energie da eine Redaktion vorgegangen ist, um jemanden zu desavouieren, der sich mit den Überlebenden beschäftigt und sie versucht zu unterstützen. Da kann man doch mal überlegen, warum diese Leute so etwas machen. Es ist wohl ein Urteil ergangen. Wir haben es noch nicht vorliegen, aber ich nehme an, dass es in unserem Sinne ausgegangen ist.
Milena Preradovic: Und wenn ich als Journalistin noch hinzufügen darf: Sie durften diese Videosequenzen bei Böhmermann im Grunde nicht zeigen, die Sendung wurde aber trotzdem ausgestrahlt. Das ist bemerkenswert, denn enthalten waren im Wesentlichen einige private Aufnahmen beziehungsweise Videos von Ihrer Website. Sie trugen einen auffälligen Hut und haben aus meiner Sicht sehr positive Dinge gesagt. Dennoch wurde eine Sendung über Sie gemacht, in der Sie als Märchenerzählerin, als Lügnerin und als unglaubwürdig dargestellt wurden. Darüber habe ich damals nachgedacht – und tue es bis heute.
Vielen Dank, Michaela Huber, für dieses Gespräch. Das waren vermutlich die dichtesten 40 Minuten, die ich je in einem Interview erlebt habe. Es waren auch mit die schwersten – aber vielleicht gerade deshalb besonders wichtig. Danke, dass Sie da waren.
Michaela Huber: Sehr gerne.
Milena Preradovic: Tja, Leute, das ist ein hartes Thema. Aber wie ich gesagt habe, es ist ein wichtiges Thema. Wir dürfen nicht immer auf Epstein zeigen, da hinten in Amerika. Nein, wir sollten bei uns die Ohren und Augen offen halten. Und wenn wir bei Kindern nicht mehr hinschauen, was sagt das dann über uns aus? Wenn ihr das auch so seht, dann teilt dieses Video bitte, weil die Reichweite auf den sozialen Netzwerken für kritische Beiträge oder auch für solche Beiträge ist jetzt nicht mehr so groß. Ich wünsche euch eine gute Zeit. Bis bald.
Interview with Michaela Huber (english)
Milena Preradovic: The Epstein scandal is currently rocking the world, especially the world of the powerful. Millions of emails and data reveal how cruel and perfidious Epstein’s abuse network was, including sexual torture of children, perhaps even murder and cannibalism. Many see these revelations as nothing more than a distraction from Epstein’s involvement in coronavirus preparations or financial conspiracies. That sounds a bit like violence against children is not important enough – an issue that many people prefer to ignore. But the Epstein system is everywhere, including in Germany. My guest has been working with victims of abuse and ritual violence for decades and knows how powerful networks prevent investigations, use blackmail, and intimidate people. Michaela Huber has also been attacked for her work, even on Jan Böhmermann’s ZDF show. Since Epstein, at the latest, it has become clear that looking away is no longer an option. Now on Punkt Preradovic. Hello Michaela Huber, it’s good to see you again.
Michaela Huber: Hello Milena Preradovic, it’s my pleasure.
Milena Preradovic: Me too. Let me briefly introduce you: You are a certified psychologist, psychological psychotherapist, supervisor, international trainer in trauma therapy, and author of numerous specialist books. Together with colleagues, you co-founded modern trauma therapy in Germany. You have received numerous awards for your work, including for initiating the first women’s shelters, such as the Federal Cross of Merit and the world-renowned International Distinguished Achievement Award. You served as a psychotraumatologist in the Kosovo War and are working with traumatized girls and women in the context of the war in Ukraine. Together with your team, you have established psychotrauma centers in Germany, Estonia, and Portugal. For over 30 years, you have been working as a therapist, supervisor, and trainer on the subject of severe sexual abuse. You call it sexualized torture of children. Were you shocked or surprised by the revelations about Epstein’s network?
Michaela Huber: No, not at all. I have been familiar with all of this for a very, very long time. Mr. Epstein, with his island and the celebrities around him, is just one example. There are obviously quite a few such networks in quite a few countries.
Milena Preradovic: In Germany and Europe too?
Michaela Huber: Yes, in Germany and Europe too. I looked again at my old book, the original edition of “Multiple Personalities – Survivors of Extreme Violence. A Handbook.” It was published in 1995 by Fischer Taschenbuch Verlag. It describes and documents a number of cases: what is done to these children, how they are exploited, family-organized violence, all forms of conditioning for various buyers. Unfortunately, we have known a great deal for a long time—but only within professional circles.
Milena Preradovic: So you could say that the Epstein system is everywhere.
Michaela Huber: Such structures exist everywhere. I think we should explain how something like this develops and what we know about it, as far as we can describe it, so that people understand what it’s all about.
Milena Preradovic: Let’s stay with the Epstein network for a moment. Powerful and wealthy people were involved, as the emails and documents that have now been published show. We have learned of very cruel acts: sexual torture, possibly even murders of children. There are indications of cannibalism. Republican Congresswoman Lauren Boebert has read the unredacted files and emails and says it is even darker than anyone imagined. Constant references to “consumption,” a place literally called “The Cannibal Restaurant,” code words like “jerky beef” and “human meat.” Can you imagine a so-called elite eating children?
Michaela Huber: That would be the extreme end of the spectrum, so to speak. I was reminded of a patient from many years ago who said: These usual circles into which people are sold are one thing. But there are very, very rich people who allow themselves to go even further. She put it this way: They allow themselves to roast a girl over a fire after raping her, and they allow themselves to torture living beings to death.
Milena Preradovic: Did your patient experience that?
Michaela Huber: Yes, she was there. She had great difficulty escaping from the clutches of this clique. I have known about stories like this for decades, and she is not the only one. Perhaps I should explain: I have my own practice, work in clinics, and have been training people for many decades. I receive numerous case supervisions. Since I specialize in the “trio infernal”—abuse, maltreatment, neglect—I am referred particularly severe cases. Over time, one inevitably develops into a kind of specialist in this field who is called in when such constellations arise. That is why I have heard a relatively large number of such reports.
Milena Preradovic: Have other patients also told you about the murder of children?
Michaela Huber: Yes. Of forced abortions in which fetuses were allegedly disemboweled and their hearts eaten. Of rituals, blood rituals, of horrific mutilations in which people were tortured to death very slowly, sometimes over weeks, while they were held captive. Of children, sometimes also teenagers or adults, who apparently no one missed. These are horrific reports. Particularly bad are the stories of those who wanted to leave, who hid or fled, or who refused to come when they were summoned. When they were recaptured, they had to watch someone being tortured to death. Their eyes were pried open so that they had to watch the torment—such as a young woman being tortured to death. And they were told: This is happening because you didn’t come. It’s your fault. Many of these children, adolescents, and adults are constantly told that they are to blame for all the horror. They are told they are trash, unworthy of life, born for nothing else. That people can do whatever they want with them. And that they should be happy if they survive at all and are allowed to go home again someday.
Milena Preradovic: That is a perfidious exploitation, because children often think that even when their parents divorce, it is their fault. Children often blame themselves anyway. So this is being systematically exploited here. Is this part of this training, this conditioning of children, which you have reported on frequently?
Michaela Huber: Yes, there are different groups of perpetrators. Perhaps we need to distinguish between them. Within the family: Many of these children have already been exposed to sexual violence within their families. Then there are circles of acquaintances where the perpetrators realize, “Oh, you can have this child,” and it is then sold. And then it continues like that. In larger circles, people look specifically for children because it’s a market, a billion-dollar market, this sexual exploitation of children and women. And then they try to train the children, to break them down, to torture them so that they do certain things on command. Supposedly voluntarily. Of course, death threats and violence of all kinds play a major role in this. And then, of course, there are the circles from which Eppstein took the children and young people, most of whom already had a long history of exploitation behind them, who would do anything, who might be pretty, who might be smart enough to be used to blackmail politicians, managers, and other people, to extract information from them, and to offer their sexual services. And so, even in the highest circles, there is a market for children and young women who are then exploited. And then there are people who want to go all the way, who want to inflict ultimate torment because they are sadists and psychopaths.
Milena Preradovic: That’s insane. That’s really tough stuff. But does that mean these girls also told you that they were used to obtain information?
Michaela Huber: In both the East and the West.
Milena Preradovic: East and West – that sounds a bit like secret services.
Michaela Huber: Some said so, others suspected it. In some cases, the parents or those who led them to groups of perpetrators were police officers. Some in the East had the impression that there were connections to the Stasi, or it later turned out that people did indeed belong to the MfS. Some of those affected are beginning to investigate and ask themselves: Why was I sent to certain politicians or wealthy personalities? What actually happened there? Others can only access their memories through their own images of horror. They have images of terrible things stored in their minds and bodies. Many are just glad to have survived, yet they don’t know how to live with it in the long term.
Milena Preradovic: What many people don’t understand is that some of these children lead completely normal lives on the outside. They go to school, meet friends, and then they are picked up and taken to such events.
Michaela Huber: Not all of them. There are repeated reports, including internationally, that there is an underground market for children who are only intended for consumption. Children who have hardly seen daylight, who even at an older age only have downy hair because they grow up in conditions of complete deprivation – children who were conceived solely for this purpose. Such descriptions crop up time and again.
In addition, there are many who have to lead a double life: inconspicuous at home, and on weekends or at certain times, they are picked up or taken to events that usually take place in the evening or at night.
Milena Preradovic: But how should I imagine that? How can these children lead two lives?
Michaela Huber: They can only do so by dissociating massively. For those who are unfamiliar with the term, dissociation means that experience, perception, and memory are separated from one another. When children are deliberately trained to lead such a double life—there are perpetrators who simply abuse them, but there are also those who systematically train them—this often happens through what a colleague has called “restraint physical terror.” Extreme pain is inflicted, near-death situations are staged: waterboarding, needles in the ears, under the fingernails or toenails. Things that are barely visible on the outside, but cause unbearable pain.
The children are often trained to memorize meaningless sequences of numbers or syllables, for example, and are severely punished if they do not reproduce them correctly. On one level of their brain, they have to constantly memorize something, while at the same time being taught what they have to do, what they are there for, what their “task” is. This training is often systematic and repeated over and over again – hundreds of times. There are perpetrators who act as trainers and prepare children for abuse by others.
It is important to understand how such networks can function, allowing many of those involved to pursue their political or economic activities unhindered. This is also possible because the victims do not speak out—they cannot, they do not want to, they are not allowed to.
Milena Preradovic: Or they are not heard.
Michaela Huber: Or they are hammered with the message: if you talk, you have to do this or that – right down to detailed instructions on how to commit suicide. Or they are threatened: if you don’t come or if you talk, we’ll kill your child, your sister, your mother. The threats are massive and create a lasting terror that intimidates and paralyzes.
Milena Preradovic: That sounds unbelievable. I can imagine that some people would say: Something like that can’t possibly exist. There was also the so-called false memory movement, i.e., the theory that these are false memories. The victims often only come to you after years. How can you tell that they are telling the truth?
Michaela Huber: That’s an important question. We conducted our first study back in 1997, with around 240 cases from all over Germany. At that time, many of our colleagues had only one case each and thought they were the only ones experiencing something like this. We also asked about credibility – and continue to do so in surveys today. The assessments are usually at least 80 to 90 percent credible.
This is because, as clinicians, we have developed a diagnostic eye. If someone is fabricating or constructing a story, this can often be recognized through prolonged collaboration and thorough diagnosis. With the right questioning techniques, it is usually possible to identify narratives that seem artificial. Someone would have to be highly manipulative and know exactly how such processes work in order to maintain a completely fabricated story over a long period of time.
We have diagnostic tools and clinical experience to assess plausibility and credibility in a differentiated manner.
Milena Preradovic: I assume there are also physical signs that allow you to recognize this, right?
Michaela Huber: There are many signs, not just in the statements. Survivors who report such things usually have serious physical and psychological problems—often for a very long time. This is important: many of them already stood out as children, even if they tried to hide everything. They repeatedly wet themselves, were in child and adolescent psychiatric treatment, starved themselves almost to death, self-harmed, or attempted suicide.
If someone had led a completely unremarkable life without any problems until the moment they disclosed such experiences, we would rightly be skeptical. But most of them have a long history of suffering. Some are covered in scars. There are consequences of injuries inflicted by others, but also massive self-harm. Many try to cover up the violence they have suffered with further violence against themselves—they burn or cut themselves, not superficially, but deeply. In some cases, tendons or muscles are injured. Behind this lies great despair. You can see that you are sitting opposite a person who has experienced and continues to experience extreme suffering.
Milena Preradovic: However, in court, decisions are often made against these children or victims, if they even decide to file a complaint. Why is that?
Michaela Huber: One problem is that there is no specific criminal offense of “ritual violence” in Germany. Several states in the US have corresponding regulations.
Milena Preradovic: Can you briefly define “ritual violence”?
Michaela Huber: It refers to a form of systematic exploitation with targeted abuse that takes place in a ritualized manner. “Ritual” also means that an ideological or cult-like system is being conveyed. In cases of organized sexual violence, there are some countries where victims are more likely to be recognized as credible.
In Germany, the problem is that sexual violence often takes place in secret and is considered an individual offense. However, if someone reports an entire group or clan, each individual defendant must be proven to have committed a specific act at a specific time and place. This is extremely difficult. That is why we often tell victims: if you want to take legal action, you first need a social climate in which such structures are even considered possible. In addition, a legal framework would have to be created that allows group structures similar to terrorist organizations to be prosecuted. In such cases, proven membership can already be punishable, even without proving a specific individual act at a specific point in time. Such an application practically does not exist here.
Milena Preradovic: Do you have the impression that this issue is not a priority in Germany?
Michaela Huber: In my view, it is not a priority at all. At the end of the 1990s, I was a member of the Enquete Commission on “So-called Sects and Psychogroups.” The final report explicitly states that ritual violence is a serious phenomenon and must be investigated further as a matter of urgency. But who is doing that? Whenever you want to take a closer look at the issue, you encounter resistance, relativization, or doubt.
Basically, the only people who are seriously concerned with this issue are those who work directly with the victims and survivors.
Milena Preradovic: Is it the same for your international colleagues?
Michaela Huber: Yes, we experience the same thing internationally. We exchange ideas at conferences, and there are numerous studies. In Germany, too, we have published specialist literature and conducted research. This could be built upon. But there is no political will to do so.
Milena Preradovic: No political will – or is it simply uncomfortable for many people?
Michaela Huber: Both play a role. Sexual violence is a highly taboo subject anyway. Judith Herman, an American professor, described in her book “The Traumatism of Violence” that not only those affected, but also those who deal with the subject professionally, are often defamed or portrayed as untrustworthy: lawyers, researchers, social educators, psychotherapists, doctors. They all come under pressure to justify themselves.
It takes a lot of fortitude to deal with this issue on a long-term basis. Experts do so because they see that victims are often not heard. And in this respect, it is a kind of confirmation for many when the Epstein Files reveal that organized structures do indeed exist.
Milena Preradovic: Many powerful and wealthy individuals were involved in the Epstein Files. If the situation is similar in networks in Europe or Germany, perhaps that explains why the topic is not particularly popular among the so-called elite, right?
Michaela Huber: Of course. We repeatedly receive reports about which politicians or celebrities are said to have been present at such sessions and participated in the abuse.
Milena Preradovic: Do you learn this from your patients?
Michaela Huber: Yes, they report that they have recognized people. Sometimes they were disguised, wearing robes or masks. But certain features were still recognizable. And then they say, for example, “I almost collapsed yesterday when I saw this person on television.”
Milena Preradovic: Oh, my goodness. Really – people we all know. I know you can’t name names, but people in the public eye – have you heard of them?
Michaela Huber: Yes. At this point, I don’t even want to know their names anymore. There’s nothing I can do about it anyway. And when I see such people on TV, I inevitably think about what else they may have done. Eventually, you start to wonder: Who is involved, who isn’t? There are an alarming number of morally depraved people. Sometimes you get the impression that something like Sodom and Gomorrah is happening in our society. It’s time to clean out the Augean stables.
It’s high time that we as a society muster the courage to take a closer look. This can only succeed if those affected speak out. There was another demonstration recently by those affected in connection with the Epstein revelations. Many are now reporting their experiences on the internet. That is important. If only we professionals talk about it, people are quick to say, “she’s just a fairy tale teller.” That is why those affected must raise their voices themselves.
We as therapists must support them and say clearly: the vast majority of those affected are credible. No one wants to have experienced something like this. Of course, there are isolated cases of misdiagnosis or error – as in any medical or psychological field. But we are not talking about isolated cases here, but about an overwhelming majority of 90% credible reports. And that is terrible.
Milena Preradovic: Yes, it is terrible. Cults and satanic groups are also often dismissed as implausible or downplayed. In a press release in 2025, Europol pointed to a sharp increase in violent online cult communities. What characterizes such cults?
Michaela Huber: Cults are usually highly isolated groups with strict secrecy. This is maintained with great effort. Today, there is another factor: the internet. In addition to direct personal exploitation, there are increasingly organized online structures. In Hamburg, for example, a perpetrator was arrested who was part of an international group—I think it was called “764” or “Tiger.”
Milena Preradovic: White Tiger
Michaela Huber: Exactly, White Tiger. And this is what they do: they try to get close to children, which is something that many, many perpetrators of all kinds do anyway. And they start by pretending that they are children or teenagers themselves. And then they slowly draw them into something sexual. And with those who are very insecure and don’t dare to break it off or tell their parents, they try to instill secrecy at a very early stage. Then they get them to take photos of themselves, including of their breasts and pubic area, and then they try to blackmail them and get them to do other things. There is now a community of sadists who get children and young people sitting at their laptops to mutilate themselves, to attempt suicide in front of the camera, to do the most gruesome things to their siblings in front of the camera, or to their dog or cat.
There are people sitting there in the back who revel in it and then demand sexual violence as well. When perpetrators and victims are together, there are online communities that watch and say, “Come on, do that to her, and do that to her, and leave her alone, turn her around and do that to her.” The children are treated like pure objects, which they already are in sexual violence, and are horribly tortured. Yes, that’s the new wave, to do it right in front of the laptop, so to speak.
Milena Preradovic: But these cults don’t just exist online, they also exist in the real world. They meet with children in person and perform rituals. What role do rituals play for the perpetrators?
Michaela Huber: I’ve thought about this a lot. I’ve never been there myself, but I’ve heard many reports and exchanged professional opinions with colleagues. Anonymity seems to be a central element. The perpetrators dress uniformly, wear masks, animal heads or robes, so that they are hardly or not at all recognizable. This anonymity creates a lack of inhibition: in the group, you can do what the others do.
These cults often have step-like processes. Some are ancient. For example, they have the Kabbalistic tree as a basic pattern with certain steps and certain names and certain divisions where you have to take tests to advance and get higher and higher. But in most cases, this only applies to the men involved. Children are often persuaded that „you can do it too, you can become that too. And if you can still endure the pain, and if you can still do it, and if you do it now, then you belong to us. Then you will be level so-and-so.“
And I think a third effect is that in order to prevent them all from simply pouncing on such a child like wolves and destroying it, there must be certain rules.
And the fourth thing I believe is necessary, and some people believe this too, is that there really are people who believe that, as is repeatedly stated in ancient texts, they can acquire a human being through sexual intercourse, preferably an innocent blonde girl.
Then they get more energy, more strength, more power. And it’s really great when they acquire that power at the moment of the living being’s death.
There’s one more thing I should probably mention. I’ve actually seen that when people work through these extreme sadistic things, there’s an incredible heat in those affected, they glow. It seems that when they drive the pain to excess, there is a kind of highly intense relationship between perpetrator and victim. And this also binds the victims to the perpetrators in part, because it is, so to speak, the absolute, ultimate point before death. And these sadists are not really seeking death, but rather the moment before death, the ultimate moment of highest heat, excitement. And I sometimes see this when we do trauma processing, how the whole body trembles and is hot when they go through it again. In trauma processing, unfortunately, you get to see and feel what happened to them and how extreme it was, how terrible it was, in a room. It is only during trauma processing, or after it has happened, that the pain gradually comes. At the moment, most of them only have this near-death experience. And that can also lead to addiction in victims, which is something that needs to be repeatedly emphasized to professionals, that they repeatedly seek out near-death situations afterwards, regardless of whether they are suicidal or whether they remain in the group. And the perpetrators, of course, want to have that experience over and over and over again once they have experienced it once.
Milena Preradovic: Now we need to talk briefly about the role of women. When you hear all this, you initially think of men as perpetrators. But there are also women – such as Ghislaine Maxwell, who is in prison for supplying young women to the Epstein network, who in turn recruited more girls. What role do women play in child abuse or in such structures?
Michaela Huber: Andrew Vachss, an American lawyer for abused children, once said something to the effect that what men do to children should never be trivialized. But if you want to see the ultimate pain in a child’s eyes, ask them about their mother.
When a child is in distress and the mother looks away, rejects them, or fails to protect them, it is particularly destructive for many of those affected. There are mothers who are themselves severely traumatized, who dissociate, who are unable to perceive anything or take action. And unfortunately, there are also cases in which mothers actively look away, abandon their children, or even hand them over. This is one of the greatest taboos in our society: that there are mothers who do not protect their children—in extreme cases, who even reject or hate them.
Women sometimes play a specific role in organized exploitation structures. Some gain the trust of children, acting as supposed helpers, friends, or maternal figures. This strategy is used particularly in the context of prostitution or sexual exploitation. Outwardly, they appear supportive, but in fact they are part of the perpetrator structure and betray the children or young women again. This happens more often than one might think.
Milena Preradovic: Two years ago, you yourself were the subject of Jan Böhmermann’s ZDF program. He ridiculed your work and you personally. I saw the program at the time and wondered where the facts were. It seemed more like defamation. He also questioned the existence of ritual violence. You took legal action against him. How did that turn out?
Michaela Huber: I’m not allowed to talk about the exact outcome in detail yet. What I can say is that we did experience a member of Böhmermann’s editorial team illegally sneaking into one of my seminars under the pretense of being a psychologist or psychotherapist himself and illegally copying material there. They wanted to broadcast this, and just because a woman from victim protection appeared in a video that he also recorded, the state security service went to Böhmermann’s editorial office. I find it impressive how criminally energetic an editorial office can be in discrediting someone who works with survivors and tries to support them. It makes you wonder why these people do such things. A verdict has apparently been reached. We don’t have it yet, but I assume it went in our favor.
Milena Preradovic: And if I may add something as a journalist: Böhmermann was not actually allowed to show these video sequences, but the program was broadcast anyway. That’s remarkable, because it mainly contained some private recordings and videos from your website. You wore a striking hat and, in my opinion, said very positive things. Nevertheless, a program was made about you in which you were portrayed as a storyteller, a liar, and untrustworthy. I thought about that at the time – and I still do today.
Thank you very much, Michaela Huber, for this conversation. Those were probably the most intense 40 minutes I have ever experienced in an interview. They were also among the most difficult – but perhaps that is precisely why they were so important. Thank you for being here.
Michaela Huber: You’re very welcome.
Milena Preradovic: Well, folks, this is a tough topic. But as I said, it’s an important one. We can’t always point the finger at Epstein, back in America. No, we should keep our ears and eyes open here at home. And if we stop looking out for children, what does that say about us? If you agree, please share this video, because the reach of critical posts or posts like this on social media is no longer as great as it used to be. I wish you all the best. See you soon.
In meinen Internetforum Depersonalisation/Dissoziation gab es fake Anmeldungen die gegen Satanismus argumentieren, wobei aber
rituelle Gewalt gemeint war. Das war eigentlich nicht Thema des Forums, es war aber eine regelrechte Kampagne
innerhalb eines Selbsthilfe Forums. Dabei wurde auch Michaela Huber namentlich abgewertet und die Frau
aus Höllenleben. Es ist aber auch möglich, dass ich auf fake Seiten meines Forums umgeleitet wurde.
danke für dieses gespräch – vor allem auch für den kurzen ausflug in das mutterthema, denn das ist die entscheidende figur im leben eines jeden menschen – unser aller erstes zuhause ist der mammabauch –
allerdings ist das ein tabu allererster bzw. -schlechtester güte: man darf alles kritisieren (galt zumindest vor ‚corona‘), aber bei der eigenen mutter ist in den allermeisten fällen schluß —
ich bin ein vermeintlich aufgeklärter Mensch.
ich bin beeindruckt von dem Mut von Frau Huber und Ihnen!
bis heute ist es sehr gefährlich, darüber zu sprechen!
meinen höchsten Respekt!
Gott beschütze sie beide!
Wahrheit bleibt Wahrheit, das normale Volk will es nicht hören
Warum hetzt Ihr Freund Brandenburg sooo sehr gegen alle, die Kritik an seiner Werbung für die KI äußern? Die beiden agiere ja schon seeeeehr in diese Richtung, man gewinnt einfach den Eindruck, alle sollen da hineingedrängt werden und mitmachen. Der Widerstand soll bei diesem neuen Thema eben keiner mehr sein, sondern eingefangen sein von den ehemals widerständigen Idolen der Bewegung.
Sehe ich das etwa total falsch?
Es ist doch durchaus eine berechtigte Frage, warum hier plötzlich alle Grundsätze nicht mehr gelten. Parolen wie „Es ist zu spät für Widerstand, es wird eh kommen“ lassen einen da schon stutzig werden.
Aus meiner Sicht führt kein Weg an solchen Lösungen vorbei. Es ist Zeit, das zu erkennen und auch konsequent zu handeln, egal(!) wie aufwendig es sein könnte.
https://odysee.com/@Manova_Magazin:3/raus-aus-der-digitalen-knechtschaft:7
Ärzte machen sowas auch. Ja, ohne offenen Satanismus, aber etwas Sadistisches ist da wahrscheinlich auch mit drin.
Die Schuldzuweisungen und Verknüpfungen mit geliebten Menschen (Schuldgefühle), das skrupellose Lügen, das Opern des Patienten mit Haut und Haar (und Seele, wissentlich), um den eigenen Hintern zu retten.
Die Justiz, die die Akte lange liegenlässt und dann die Ermittlungen einstellt.
Die Gutachterin, die entweder komplett unerfahren oder ohne Rückgrat ist und die irrwitzigsten Beschreibungen (Kategorisierung der Taten aus über einem Jahr mit Art des Übergriffs (die Kategorisierung soll Opfer also implizit mal eben selbst aufstellen), Tatzeitpunkt und- ort) vom Opfer verlangt. Wenn das Opfer auf Original-Schriftstücke aus dieser Zeit verweist, wird dies im Gutachten als „Ausweichen“ und weniger Glaubhaftigkeit ausgelegt. Gehäuftes „Ich glaube“ wird sofort als fehlende Glaubhaftigkeit eingeordnet, statt zu fragen, ob es der Persönlichkeit des Opfers und vielleicht auch der inneren Verunsicherung existentieller Art entstammen könnte.
Das Mauern der Ärztekammern/Kassenärztlichen Vereinigungen, die dem anrufenden Opfer dann noch offen drohen, dass es sich gerade strafbar mache mit solchen „Behauptungen“, die Verweigerung der Krankenkasse der Herausgabe der Akten.
Es bleibt eine komplette Desillusionierung das System betreffend bei einem sehr jungen Menschen zurück, zusammen mit Anwaltsrechnungen, die man dann als Studentin in den ersten Semestern auch noch oben drauf berappen darf, für Anwälte, die kein einziges Schreiben mit weniger als einer Handvoll Schreibfehlern zustandebekamen.
Keine weitere Befragung wichtiger Zeugen (die sich darüber allesamt überrascht zeigten).
In Offenbach?
Das gibt es, gar nicht so selten, es ist ein Tabu. Ein Tabu auch in der Psychotherapeuten-Ausbildung. Es kommt bei Psychotherapeuten vor und bei Psychoanalytikern. Es gibt Forschungsarbeiten dazu. Nur interessiert es niemanden, der nicht selbst Opfer wird oder deren Angehörige.
Ich würde zu bestimmten Ärzten niemals meine Tochter in Therapie geben (und auch keine anderen Menschen dorthin schicken, denn wer so etwas macht, kann kein guter Therapeut sein).
Sie sind oft bestens vernetzt, an lokalen Krankenhäusern und in anderen Verbänden. Treten seriös auf, wirken selbstbewusst und gepflegt.
Versuchen Sie einmal, bei Jameda nur eine schlechte Bewertung über solch einen Arzt, nennen wir ihn Achim, abzugeben, und er wird sofort gelöscht werden. „Achim“ selbst ist aber ein ganz fleißiger Verfasser eigener Lobpreisungen für sich auf diesen Plattformen.
Vielen Dank wieder einmal dafür, dass Sie ein extrem tabuisiertes „Thema“ mutig (wie immer) ans Licht des Bewusstseins gezerrt haben. Ich kann gar nicht bechreiben, wie mich das aufgewühlt hat, und natürlich habe ich das an sehr viele Menschen in meinem Umfeld weiter geschickt,
Allerdings hat mich das allles auch sehr wütend gemacht, und ich habe eines vermisst, nämlich die Frage, wenn so viele Menschen darum wissen, wieso schweigen allzu viele und auch die Juristen dann dazu und leiten keine Untersuchungen ein, um diese Täter anzuklagen, zu verurteilen und aus dem Verkehr zu ziehen? Das zeigt sich ja jetzt auch global im Falle Epstein, dass auch so viele Menschen davon ausgehen und sich geradezu damit abgefunden haben, dass solchen extremen Straftätern nichts passiert. Im Gegenteil, es entsteht der EIndruck, dass solche Kriminellen nicht strafmündig sind, dass sie „krank“ sind. Klar kann man sich um solche Menschen dann auch kümmern, aber wenn es gar keine Abschreckung gibt, dann machen die doch einfach munter weiter. Man bekommt den Eindruck, dass sowas irgendwie „natürlich“ zum Menschen dazu gehört. Ähnliches findet man heutzutage ja auch bei den vielen Straftätern, die gar nicht mehr verurteilt werden – weder moralisch, noch juristisch.
Ich bin schockiert, wütend, traurig und fassungslos.
Lieber Herr Türstig,
mich machen derartige Berichte ebenfalls traurig, sogar schweren Mutes, Ein wärmenden Zusammensein unter Menschen scheint unmöglich, wen nicht einmal der Wunsch, Kinder glücklich zu sehen mehr universell ist.
In meinem Berufsleben hatte ich einige Male mit im Privaten begangenen sexuellen Missbrauch an Kindern zu tun. Ich kenne von daher dasNicht-Wahrhaben-Wollen von Müttrrn)/Partnerinnen, aber auch Gutchtern, Richtern „So ein netter Mann, das kann ich mir nicht vorstellen.‘ Der Zivilisationsbruch kommt zu normal, auf Zehenspitzen ins Kinderzimmer, um erkannt zu werden.
Anders der organisierte rituelle Missbrauch. Meine wenigen Begegnungen damit, haben mir gezeigt, dass diese Menschen sich gut absichern und zielgerichtet einschlägige Stellen besetzen, die geeignet sind, hilflose Kinder zu ‚beschaffen‘ und Aufdeckung zu verhindern. ‚Terres des Hommes‘ hat vor vielen Jahren in der eigenen Organisation solche Infiltration entdeckt und öffentlich erklärt, dass das Entdeckte mit Gewissheit nur die Spitze des Eisberges sei. In Berlin habe ich vor drei Jahrzehnten von einem lesbischen Paar, die 2 Kinder in Pflege hatten, erfahren, dass das jüngere Kind Vertrauen fasste und von Erfahrungen rituellen Missbrauchs erzählte. Die Ältere bestraft die Jüngere mit massiv gewalttätigen Verhalten. Die Frauen vermuteten, die sei wäentsprechend ‚programmiert‘. Beim Jugendamt verhielt sich die Klrine in Gegenwart des zustndige Sachbearbeiters eingeschüchtert. Er tat die Vermutungen ab. Die Frauen vermuteten dessen Beteiligung am Netzwerk. Wenn Sie unter solchen Umständen Hilfe suche, wird Ihnen nicht geglaubt. Das Kind sagt nichts. Die Pflegeeltern sind -damals mehr als heute- als Lesben von vornherein selbst verdächtig. Der solide Sachbearbeiter vomJugendsmt besteht darauf, dass dir Geschwister zusammen bleiben müssen (und damit die Kontrolle mittels der älteren Schwester bestehen bleibt..
Die Veretzung der Täter auch in Verantwortlichen Positionen, ihre Normalität und das Unglaubliche der Tat sichern vor Entdeckung. Dazu kommt die Macht des Beteiligten Geldes. Dazu ist das entsprechnde Video im Videokanal von Stefan Homburg homburgs.hintergrund aufschlussreich
Vielen Dank für dieses erneut spannende und nachdenklich stimmende Gespräch.