Es ist ein Paukenschlag in der Diskussion um das umstrittene Pestizid Glyphosat. Die zentrale Studie FÜR den Unkrautvernichter wurde nach 25 Jahren wegen schwerer ethischer Mängel zurückgezogen. Vorwurf: Hersteller Monsanto hätte an der Studie mitgeschrieben und die Autoren bezahlt. Die Ärzte Dr. Hans-Michael Hackenberg und Dr. Wolfgang Wodarg haben gleichzeitig ein wegweisendes Buch aus den USA zu Glyphosat übersetzt. „Tödliches Vermächtnis“ soll die Gefährlichkeit für Mensch, Tier und Umwelt des Pestizids belegen. So löse Glyphosat u.a. Krankheiten wie Autismus, Alzheimer und Krebs aus.
Buchbestellung „Tödliches Vermächtnis“: https://www.buchkomplizen.de/unsere-komplizen/rubikon/toedliches-vermaechtnis-oxid.html
Website Dr. Wolfgang Wodarg: https://www.wodarg.com/
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Interview mit Dr. Hans-Michael Hackenberg und Dr. Wolfgang Wodarg (deutsch)
Milena Preradovic:
Das Thema Glyphosat als Pestizid auf unseren Feldern lag zuletzt im Dornröschenschlaf, aus dem es nun mit einem Paukenschlag erwacht ist. Die zentrale Studie zur Sicherheit von Glyphosat wurde nach 25 Jahren wegen schwerer ethischer Mängel zurückgezogen. Das Fachjournal wirft den Autoren Verbindungen zum Glyphosathersteller Monsanto vor. Es sieht also nach einer gekauften Studie aus. Passend dazu haben meine Gäste gerade ein wegweisendes Buch aus den USA übersetzt, das verheerende gesundheitliche und ökologische Folgen von Glyphosat belegen soll. Der Unkrautvernichter sei unter anderem verantwortlich für Krankheiten wie Krebs, Autismus und Alzheimer und zerstöre unser Mikrobiom. Darüber sprechen wir jetzt bei Punkt Preradovic. Hallo, Dr. Hans-Michael Hackenberg und Dr. Wolfgang Wodarg. Schön, dass ihr da seid.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Hallo, Milena.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Hallo. Es freut mich, dass wir hier sein können.
Milena Preradovic:
Sehr gerne. Ich stelle euch kurz vor. Dr. Hackenberg, Sie sind Allgemein- und Sportmediziner, haben in Heidelberg studiert und waren lange Zeit am dortigen Universitätsklinikum tätig, bevor Sie eine eigene Praxis geführt haben. Sie sind Mitherausgeber und Hauptautor der Orientierungshilfe „Postvakzinale Folgen gentechnischer Immunisierungsversuche – ein Leitfaden für den Hausarzt“. Nun haben Sie gemeinsam mit Wolfgang Wodarg das Buch „Tödliches Vermächtnis – Wie das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat unsere Gesundheit und Umwelt zerstört“ der amerikanischen Wissenschaftlerin Stephanie Seneff ins Deutsche übersetzt.
Wolfgang, dich stelle ich natürlich auch kurz vor. Du bist Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie, Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin sowie für Öffentliches Gesundheitswesen und Sozialmedizin. Du hast als Amtsarzt gearbeitet, warst für die SPD viele Jahre Gesundheitsexperte im Bundestag und Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Europarat. Dort hast du 2009 den Untersuchungsausschuss zur Schweinegrippe durchgesetzt. Seit 2020 bist du ein zentraler Aufklärer in Sachen Corona und der sogenannten Impfung.
Wolfgang, ich fange mit dir an. Es gibt eine bemerkenswerte Entwicklung: Die zentrale, 25 Jahre alte Studie zur angeblichen Harmlosigkeit von Glyphosat wurde nun von der Fachzeitschrift zurückgezogen, die sie damals veröffentlicht hatte. Die Ergebnisse, Glyphosat sei nicht krebserregend, seien nicht glaubwürdig, und Monsanto habe offenbar an der Studie mitgeschrieben. Auch auf dieser Studie basiert, dass Glyphosat bis heute auf dem Markt ist. Muss man sich nun fragen: Bröckelt das Glyphosat-Imperium? Und müsste die EU, deren Zulassung noch bis 2033 gilt, jetzt umdenken?
Dr. Wolfgang Wodarg:
Die EU hätte schon lange umdenken müssen. Die entscheidende Frage lautet doch: Warum wird eine derart miserable und korrupte Studie erst nach 25 Jahren zurückgezogen? Und es geht nicht nur um diese eine Studie. Als ich zehn Jahre lang bei Transparency International zur Korruptionsbekämpfung im Gesundheitswesen gearbeitet habe, hatten wir eine Arbeitsgruppe, die sich intensiv mit Korruption in der Wissenschaft, also mit käuflicher Wissenschaft, befasst hat. Dieser Fall war ein Musterbeispiel.
Wir haben uns lange mit den Geldflüssen beschäftigt, etwa mit der Finanzierung durch Bayer. Bayer hat Monsanto gekauft und damit dessen Erbe übernommen. Wir wollten herausfinden, weshalb Bayer über Jahre hinweg die Universität Köln finanziert hat und was genau in den Verträgen stand. Nicht einmal über Klagen war es möglich, diese Verträge offenzulegen. Universität und Lobby haben verhindert, dass diese Geschäfte zwischen Wissenschaft und Konzern transparent wurden.
Das bedeutet: Hier wurde jahrzehntelang gemauschelt. Glyphosat ist nur deshalb auf dem Markt, weil betrogen, getäuscht und mit Ghostwriting gearbeitet wurde. Wissenschaftliche Texte wurden von Autoren veröffentlicht, die in Wahrheit von Monsanto bezahlt waren. Erst dieses Vorgehen hat dieses ganze Vergiftungsmanöver überhaupt ermöglicht.
Milena Preradovic:
Man könnte sagen, das System Corona gab es also schon vorher. Im Buch stellt sich auch die Frage, ob Wirkung und Nebenwirkungen von Glyphosat – der Markenname ist Roundup – bereits vor der Zulassung bekannt waren. Ich habe mich gefragt: Wie werden solche Produkte, die massiv in den Nahrungskreislauf eingreifen, überhaupt geprüft?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Normalerweise werden tatsächlich Studien durchgeführt, insbesondere zur sogenannten akzeptablen täglichen Aufnahmemenge, dem Acceptable Daily Intake. Diese Studien sollen klären, welche Menge ohne gesundheitlichen Schaden aufgenommen werden kann. Wahrscheinlich wurden solche Studien auch gemacht. Ich habe versucht herauszufinden, wann und wie genau – man kommt an diese Informationen faktisch nicht heran. Man erhält lediglich die Grenzwerte.
In Europa liegt dieser Wert meines Wissens bei 0,5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag, in den USA bei 1,75 Milligramm. Diese enormen Unterschiede sind bemerkenswert. Wie solche Abweichungen zustande kommen sollen, wenn angeblich valide Untersuchungen zugrunde liegen, ist schwer nachvollziehbar. Ich gehe davon aus, dass Tierversuche durchgeführt wurden.
Damit sind wir aber bereits bei einem besonderen Punkt: Die Toxizität von Glyphosat unterscheidet sich grundlegend von der vieler anderer toxischer Substanzen. Das macht es auch so schwierig, mit klassischen Studien eindeutige Zusammenhänge nachzuweisen.
Milena Preradovic:
Inzwischen gibt es doch zahlreiche Studien zu Glyphosat, auch Tierversuche. Im Buch wird sogar beschrieben, dass Regenwürmer unter Glyphosat leiden. Das hätte man doch schon früher feststellen können.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Das hat man auch festgestellt und belegt. Es wurde nur nicht auf den Menschen übertragen, und man hat den Gesamtzusammenhang außer Acht gelassen. Glyphosat wird nicht verstoffwechselt und reichert sich nicht im Organismus an. Das unterscheidet es von vielen anderen Giften.
Würde sich Glyphosat anreichern und ab einer bestimmten Schwelle akute Symptome wie Herzrhythmusstörungen oder massive Leberwerterhöhungen verursachen, wäre es längst vom Markt verschwunden. Genau das tut es aber nicht. Und darin liegt der tückische Mechanismus dieser Substanz.
Ich bezeichne das inzwischen als eine Art Durchflussvergiftung oder Durchgangstoxizität. Glyphosat gelangt in den Körper, verbleibt dort für eine gewisse Zeit, interagiert mit Proteinen und verursacht biologische Effekte, bevor es den Körper wieder verlässt. Solange dieser permanente Durchfluss stattfindet, treten auch die toxischen Wirkungen auf.
Milena Preradovic:
Wir kommen gleich noch zu den einzelnen Krankheiten, die Glyphosat laut Buch auslöst. Das Buch ist in den USA ja schon seit einigen Jahren erschienen. Hat es dort etwas bewirkt?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Ja, sehr viel. Stephanie Seneff wurde für dieses Buch aus verschiedensten Richtungen hoch gelobt. Auch Robert F. Kennedy Jr. hat meines Wissens am Vorwort mitgewirkt. Das Buch war ein Bestseller und wurde sehr breit rezipiert.
In Deutschland hingegen hatte es bislang praktisch keine Konsequenzen. Wir sind selbst eher aus einem anderen Kontext darauf gestoßen, nämlich im Zusammenhang mit den mRNA-Injektionen. Ich habe das Buch eher zufällig gelesen und dabei frappierende Parallelen entdeckt. Die Symptome einer chronischen Glyphosatbelastung ähneln in dramatischer Weise den Symptomen nach einer mRNA-Injektion.
Heute bin ich der Auffassung: Jeder Mensch, der nach einer solchen Injektion gesundheitliche Reaktionen zeigt, sollte prüfen, ob nicht zusätzlich eine chronische Intoxikation, etwa mit Glyphosat, im Hintergrund besteht.
Milena Preradovic:
Stephanie Seneff schreibt im Buch auch, dass das chronische Müdigkeitssyndrom, also CFS oder ME, erstmals mit der Einführung von Glyphosat in die Nahrungskette aufgetreten sei. Dazu kommen Krebs, Alzheimer, Autismus, Parkinson. Das sind alles Krankheiten, die auch im Zusammenhang mit der sogenannten Covid-Impfung diskutiert werden. Welchen Zusammenhang siehst du hier?
Dr. Wolfgang Wodarg:
Zunächst muss man das differenziert betrachten. Immer dann, wenn Stoffe ins Gehirn gelangen, die dort nicht hingehören und dort stören, können solche Symptome auftreten. Die Funktionsweise des Gehirns ist extrem komplex. Werden bestimmte Areale geschädigt, kann es zu Störungen des Biorhythmus, des Gedächtnisses oder der allgemeinen Leistungsfähigkeit kommen.
Das kann motorische Einschränkungen betreffen, Gefühlsstörungen oder Gedächtnisverlust. Die Bandbreite der Symptome ist enorm, weshalb es sehr schwer ist, eindeutige Kausalitäten zu beweisen.
Milena Preradovic:
Aber beides gelangt ins Gehirn.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Ja, aber auf unterschiedliche Weise. Beim Glyphosat ist es so, dass es anderen Stoffen den Zugang zum Gehirn erleichtert. Glyphosat wirkt als Chelatbildner und ermöglicht beispielsweise Aluminium, leichter die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Es transportiert oder begünstigt den Transport toxischer Metalle ins Gehirn.
Diese Metalle können dort erhebliche Schäden verursachen und zu schweren Nebenwirkungen führen.
Milena Preradovic:
Jetzt, wo wir mRNA gerade schon kurz gestreift haben: Euer Verleger weist ja auch darauf hin, dass es einen offenen Brief gibt, den Wolfgang unterzeichnet hat, unter anderem zusammen mit Professor Bhakdi, Professor Hockertz und Dr. Sterz, der hier vor zwei Wochen im Interview war. Der offene Brief trägt den Titel: „Wer jetzt noch mitmacht, handelt verbrecherisch“. Ganz kurz, Wolfgang: Was fordert ihr in diesem Brief?
Dr. Wolfgang Wodarg:
Wir fordern, dass die mRNA-Technologie, also der Einsatz künstlich hergestellter, modifizierter RNA, sofort gestoppt wird. Diese wird gesunden Menschen verabreicht, angeblich um sie vor Infektionen zu schützen. Es handelt sich dabei um eine Infektionsprophylaxe durch gentechnische Modifikation des Menschen.
Hier wird Nukleinsäure injiziert, die genetische Funktionen verändert. Das ist ein extrem hohes Risiko. Immer dann, wenn Zellen gentechnisch verändert werden, erkennt der Körper sie als fremd, stößt sie ab und bekämpft sie. Daraus entstehen Entzündungsreaktionen, die sehr gefährlich sind und überall im Körper auftreten können. Genau das haben wir nach den Injektionen vielfach beobachtet.
Wir fordern daher, diese Technologie zu verlassen. Menschen dürfen nicht gentechnisch verändert werden, nur um sie vor Infektionskrankheiten zu schützen, von denen wir wissen, dass sie ohnehin kaum noch eine Rolle spielen.
Milena Preradovic:
Danke für diesen Einwurf, das war mir wichtig. Jetzt kommen wir zurück zu Glyphosat. Dr. Hackenberg, in dem Buch steht, dass wir Glyphosat im Grunde überhaupt nicht entkommen können. Wie muss ich mir das vorstellen? Wie nehmen wir Glyphosat auf?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Über alles: über die Nahrung, über das Wasser, über die Luft, über Stäube und wahrscheinlich sogar über die Atemwege. Es gibt Untersuchungen aus Wohngebieten in den USA, die an stark befahrenen Straßen liegen. Dort konnte gezeigt werden, dass Autoabgase ebenfalls eine Rolle spielen. Ein Teil des Treibstoffs ist Biotreibstoff, und dieser wird häufig aus Genmais hergestellt. Das scheint zur Belastung beizutragen.
Ich denke, wir haben derzeit kaum eine Möglichkeit, diesem Gift zu entkommen. Zumal die landwirtschaftlichen Einsatzmöglichkeiten von Glyphosat weit über die reine Bodenbearbeitung hinausgehen. In bestimmten Fällen darf Glyphosat sogar kurz vor der Ernte eingesetzt werden, um Laub und Hülsen der Pflanzen zum Abtrocknen zu bringen, damit die Ernte synchronisiert und erleichtert wird.
Das halte ich für besonders problematisch, weil sich diese Form der Anwendung unmittelbar auf unsere Ernährung auswirkt. Wenn etwa Kichererbsen kurz vor der Ernte damit besprüht werden, befindet sich Glyphosat letztlich direkt auf dem Lebensmittel.
Milena Preradovic:
Was mich erschreckt hat: Sie schreiben von der toxikologischen Blutuntersuchung eines Bekannten, bei dem alle Werte im Grenzbereich zum Toxischen lagen. Gehen Sie davon aus, dass wir alle ein solches Blutbild haben?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Viele Menschen, ja. Ich würde sagen: die meisten. Solche umfassenden Untersuchungen werden kaum durchgeführt. Aber eine unterschwellige Belastung mit Schadstoffen ist bei den meisten Menschen vorhanden. Man muss das allerdings einordnen. Es gibt zum Beispiel viele Menschen, die rauchen, und die haben ebenfalls eine erhöhte Schadstoffbelastung.
Wenn man jedoch gezielt untersucht, etwa im Zusammenhang mit postvakzinalen Problemen oder anderen gesundheitlichen Fragestellungen, dann bin ich überzeugt, dass man bei sehr vielen Menschen fündig würde.
Milena Preradovic:
Also speziell bei Glyphosat?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Auch, aber nicht nur. Glyphosat ist ein Teil des Ganzen. Wir sind zahlreichen Umweltschadstoffen ausgesetzt: Neonicotinoid-Reste, Organophosphate, die sogenannten „Ewigkeitschemikalien“, also poly- und perfluorierte Alkylsubstanzen. Es gibt unzählige Stoffe, die auf uns einwirken und die man eigentlich gemeinsam betrachten müsste.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Wichtig ist dabei auch der Aspekt, dass Glyphosat nicht nur oder nicht primär direkt auf unsere Körperzellen wirkt, sondern über das Mikrobiom großen Schaden anrichtet. Wir bestehen ja zu einem erheblichen Teil aus Mikroorganismen. Selbst wenn menschliche Zellen nicht unmittelbar betroffen sind, weil bestimmte Stoffwechselwege dort nicht existieren, werden die Mikroben geschädigt, von denen wir abhängig sind und die lebenswichtige Stoffe für uns herstellen. Hans-Michael, vielleicht kannst du das noch etwas genauer erläutern.
Milena Preradovic:
Ja, welche Auswirkungen hat das konkret?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Vielleicht sollten wir hier etwas tiefer einsteigen. Stephanie Seneff hat eine Modellhypothese entwickelt, die im Grunde die Grundlage für all diese Schäden bildet. Glyphosat ist chemisch dem Glycin sehr ähnlich. Glycin ist die kleinste Aminosäure, und Glyphosat ist Phosphonomethylglycin.
Nach dieser Hypothese kann Glyphosat Glycinreste in Proteinen und Enzymen ersetzen und dadurch deren Funktion stören. Das ist ein zentraler Punkt. Wenn ein solcher Mechanismus zugrunde liegt, dann betrifft er potenziell alles, denn unser gesamter Körper besteht aus Proteinen, und unser Stoffwechsel umfasst Millionen enzymatischer Prozesse.
Bei Pflanzen betrifft Glyphosat primär ein bestimmtes Enzym in einem Stoffwechselweg, dem sogenannten Shikimat-Weg. Dieses Enzym wird benötigt, um bestimmte Aminosäuren herzustellen, die für Pflanzen lebensnotwendig sind und für den Menschen teilweise essenziell. Dieses Schlüsselenzym, die EPSP-Synthase, wird durch Glyphosat blockiert.
Unsere eigenen Körperzellen besitzen dieses Enzym nicht. Aber mehr als die Hälfte der Bakterien unseres Mikrobioms verfügen über genau diese EPSP-Synthase. Entsprechend werden diese Mikroorganismen durch Glyphosat massiv beeinflusst.
Das Mikrobiom ist jedoch ein zentraler Bestandteil unseres Organismus. Es beschränkt sich nicht auf den Darm, sondern ist überall vorhanden: auf der Haut, auf den Schleimhäuten, in allen Körperregionen. Alles ist miteinander verknüpft. Man kennt inzwischen die Darm-Hirn-Achse, also die enge Verbindung zwischen Darm und zentralem Nervensystem, unter anderem über den Nervus vagus, über Lymphe und Blutbahn. Es gibt aber auch eine Darm-Haut-Achse und eine Darm-Lungen-Achse.
Viele dieser Zusammenhänge werden noch erforscht, aber die enorme Komplexität und Bedeutung dieses Systems wird dadurch deutlich.
Milena Preradovic:
Aber was bedeutet das am Ende konkret, wenn die Mikroben unseres Mikrobioms geschädigt werden?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Dann verändert sich das Gleichgewicht der Mikroorganismen untereinander. Wenn zentrale Bakteriengruppen wie Bacteroides oder Laktobazillen gestört werden, also die säureliebenden, schützenden Bakterien, dann können andere, ebenfalls vorhandene Keime überhandnehmen.
Diese veränderte Zusammensetzung wirkt sich negativ auf den pH-Wert im Darm aus, der für eine funktionierende Verdauung essenziell ist. Man darf auch nicht vergessen, dass im Darm nicht nur Bakterien leben, sondern auch Billionen von Viren, die in einem komplexen Gleichgewicht mit den Bakterien stehen und unter anderem in der schützenden Schleimhaut der Darmwand sitzen.
Diese Zusammenhänge sind hochkomplex und werden bislang nur ansatzweise verstanden.
Milena Preradovic:
Dann haben die im Grunde leichteres Spiel.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Nein, nein, nein, nicht so. Nicht in dem Sinne „leichteres Spiel“. Die sind nicht „böse“.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Genau. Das ist ein natürlicher Regelmechanismus.
Milena Preradovic:
Okay.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Den bringen wir durcheinander, ja.
Milena Preradovic:
Ja.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Man darf bitte nicht dieser Idee folgen, dass wir „Feinde“ haben. Das ist falsch.
Milena Preradovic:
Nein, ich meinte das nicht so. Mir war nur gerade nicht klar, dass das sozusagen „nette“ Viren sind. Kommen wir zu Autismus. Im Buch habe ich gelesen, dass in den USA 2020 bei rund 4,3 Prozent der achtjährigen Jungen und 1,1 Prozent der Mädchen eine Autismus-Störung diagnostiziert wurde. Was weist denn hier auf Glyphosat als Verursacher hin? Wer kann dazu etwas sagen?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Ich kann dazu etwas sagen. Wolfgang hat vorhin angesprochen, dass Aluminium als dreiwertiges Ion biologische Membranen normalerweise kaum durchdringen kann, unter anderem wegen seiner elektrischen Ladung. Wenn Aluminium jedoch in Glyphosat „eingepackt“ ist, also chelatiert wird, kann es Membranen eher überwinden. Dann kann Aluminium unter Umständen die Blut-Hirn-Schranke überwinden und im zentralen Nervensystem toxisch wirken. Dort kann es eine Entzündung der Nervenzellen auslösen, eine Neuroinflammation.
Je nach Dauer und Heftigkeit kann daraus eine chronische Vorstufe entstehen, die bis hin zu Autismus führen kann. Wobei der Begriff Autismus durchaus umstritten ist. In den USA wird oft eher von neurologischen Entwicklungsstörungen gesprochen. Ich frage mich allerdings, wie man das sauber trennen will, denn eine neurologische Entwicklungsstörung kann früher oder später auch in einem autistischen Krankheitsbild münden.
Dazu kommen weitere Faktoren, die ebenfalls hineinwirken können: andere Umweltschadstoffe, nicht nur Aluminium. Da gibt es Quecksilber, Methylquecksilber—
Dr. Wolfgang Wodarg:
Blei.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
—und Blei, genau. Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die hier zusammenspielen.
Wenn man das als Beispiel weiterdenkt: Neugeborene bekommen in den ersten Wochen Aluminium über Impfungen zugeführt. Wenn dann Glyphosat gleichzeitig die Situation so verändert, dass Aluminium leichter ins zentrale Nervensystem gelangen kann, und wenn kurze Zeit später Paracetamol gegeben wird, etwa als Zäpfchen wegen Fieber, dann kommt ein weiterer Mechanismus hinzu. Paracetamol wird verstoffwechselt, dabei entstehen Zwischenprodukte, darunter ein hochtoxischer Metabolit. Normalerweise wird dieser über das Glutathion-System abgefangen.
Dieses Glutathion-System kann jedoch durch Glyphosat gestört werden. Dann kann das toxische Zwischenprodukt leichter problematisch werden, unter Umständen auch die Blut-Hirn-Schranke überwinden und dort Glutathion binden, das im Gehirn gebraucht würde. Die Konsequenz kann wiederum Neuroinflammation sein.
Milena Preradovic:
Wolfgang, du wolltest noch etwas ergänzen.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Ja. Ich halte es für wichtig, noch einen weiteren Mechanismus zu erwähnen: Wenn wir Darmbakterien in ihrer Funktion stören, hat das direkte Folgen, weil diese Bakterien bestimmte essenzielle Aminosäuren für uns herstellen, die wir sonst nicht oder nicht in ausreichender Menge bekommen.
Wenn Darmbakterien durch Glyphosat abgetötet werden oder nicht mehr wachsen können, fehlen uns essenzielle Aminosäuren. Die brauchen wir wiederum, um Proteine herzustellen. Dadurch kann es zu Mangelzuständen und Defekten kommen, die sich dann indirekt auswirken. Vereinfacht gesagt: Die Produktionsstätte für bestimmte essenzielle Aminosäuren wird gestört, und das kann die körperliche Entwicklung auf viele Weisen schädigen.
Milena Preradovic:
Das ist auch deshalb interessant, weil ich im Buch gelesen habe, dass Glyphosat sogar in Säuglingsnahrung nachgewiesen wurde.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Na ja.
Milena Preradovic:
Ja, also—
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
In Brasilien haben wir zum Beispiel eine relativ bedeutsame Belastung von Säuglingsnahrung, insbesondere bei Produkten auf Soja-Basis, also Sojamilch-basiert. Sojamilch ist ja so ein Produkt, das modern geworden ist und vielen Müttern auch nahegelegt wird: Statt Stillen solle man eine Soja-Basis nehmen, das sei gesünder als Milch. Das ist aus meiner Sicht Unsinn, wird aber so verkauft. Und die Glyphosatbelastung von Soja ist extrem, in Brasilien ohnehin.
Milena Preradovic:
Das kann ja schon mal nicht gut sein. Wolfgang: Glyphosat wird auch für Krebserkrankungen verantwortlich gemacht. Es gibt dazu bereits Gerichtsurteile, ich glaube in den USA. Wie wissenschaftlich belastbar ist denn die Aussage, dass es Krebs auslösen kann?
Dr. Wolfgang Wodarg:
Da muss man sich die wissenschaftlichen Arbeiten, die überhaupt herangezogen werden, sehr genau ansehen. Wir haben ja am Anfang über diese Studie gesprochen, die nach 25 Jahren endlich zurückgezogen wurde. Und dann muss man sich anschauen, wie Behörden arbeiten, etwa das Bundesinstitut für Risikobewertung, das BfR: Dort kann es Personen geben, die in verantwortlichen Positionen sitzen und gleichzeitig enge Kontakte zur Industrie haben. Das sind massive Interessenkonflikte.
Man kann sich auf Zulassungsbehörden deshalb nicht mehr verlassen. Und Zulassungsbehörden definieren letztlich, welche Studien für eine Zulassung erforderlich sind. Diese Studien werden dann häufig von den Firmen selbst beauftragt. Firmen veröffentlichen aber bevorzugt die Ergebnisse, die ihnen nützen, und lassen andere unter den Tisch fallen. Wir haben also einen starken Selektions- und Publikationsbias. Der ist gewaltig.
Wenn ein Gericht entscheidet: Juristen sind keine Wissenschaftler. Sie sind auf Sachverständige angewiesen. Und da braucht es unabhängige, kritische Wissenschaftler, die nicht bei Bayer oder Monsanto stehen, sondern die richtigen Fragen stellen. Stephanie Seneff ist so jemand. Und Kennedy hat als Anwalt in den USA Prozesse gewonnen; er hatte Seneff an seiner Seite, die dem Gericht plausibel machen konnte, dass die Krebsgefahr sehr groß ist. Am Ende ist entscheidend, wie verlässlich die Studien sind, die überhaupt in die Bewertung eingehen.
Milena Preradovic:
Aber selbst die WHO sagt doch, dass es krebserzeugend sein kann oder ist.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Da würde ich mich nicht darauf verlassen. Ich weiß nicht, was dort warum gesagt wird. In der WHO gibt es gelegentlich auch Stimmen, die Wichtiges und Richtiges sagen. Aber das ist eher selten.
Und was in der Europäischen Union letztlich als Entscheidungskriterium herangezogen wird, da muss man sagen: Wir haben in den letzten Jahren sehr viel gelernt. Man kann sich auf nichts mehr verlassen. Da sitzen Interessen dahinter. Die Europäische Kommission entscheidet nach politischem Gusto. Sie schließt Stimmen aus, die nicht das sagen, was man hören will. Das hat mit Wissenschaft nichts mehr zu tun. Das ist eine Machtfrage.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Ja.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Ich habe dazu vorhin noch einmal kurz nachgedacht: Wir haben in der Europäischen Union eigentlich das Subsidiaritätsprinzip, das klar sagt, dass das, was einzelne Länder besser regeln können, auch dort geregelt werden soll. Aber die entscheidende Frage ist: Wer bestimmt, was die Länder „besser“ machen können? Das entscheidet am Ende die Kommission.
Milena Preradovic:
Weil Österreich wollte – Österreich hatte ja gesagt: Ja.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Wenn ein Land selbst sagt: „Das können wir besser“, dann muss das zählen. Dann muss die Europäische Union ruhig sein und sich zurückziehen. Subsidiarität kommt von unten. Demokratie fängt unten an.
Wenn ein Land wie Ungarn sagt: „Das halten wir für falsch, da machen wir nicht mit“, dann muss die Europäische Union sagen: Okay, Subsidiaritätsprinzip, dann macht ihr das selbst. Das ist der Kern der Europäischen Union. Das stand in der Verfassung. Habt ihr das alle vergessen?
Die Europäische Union behauptet zwar, es gebe das Subsidiaritätsprinzip, sagt aber gleichzeitig: Wir entscheiden, was ihr besser könnt. Das ist absurd. Und daran haben sich viele gewöhnt. Genau das ist der Kernpunkt, den wir jetzt wieder diskutieren müssen. Das ist politisch der Schlüssel dafür, dass sich in der Europäischen Union endlich etwas ändert.
Ich appelliere an Viktor Orbán und an andere, die nicht alles mitmachen, was Frau von der Leyen sagt: Beruft euch auf unsere gemeinsame Verfassung, auf die Verträge, auf die Lissabon-Verträge, auf das, was wir gemeinsam beschlossen haben. Dort steht das Subsidiaritätsprinzip klar drin.
Milena Preradovic:
Orbán ist ja inzwischen nicht mehr allein. Er hat jetzt auch Tschechien und die Slowakei an seiner Seite, in der Migrationsfrage auch Polen. Schauen wir mal. Das wird auf jeden Fall interessant.
Noch einmal zurück zu Glyphosat. Da gibt es natürlich neben Monsanto, die sagen, es sei alles ganz harmlos. Ein Manager hat einmal in einem Video gesagt, man könne das trinken. Als er es dann trinken sollte, hat er das Interview abgebrochen. Er wollte es dann doch nicht.
Auch viele Landwirte sind nicht überzeugt, dass Glyphosat schädlich ist. Sie sagen, die Belastung der Felder liege immer unter den Höchstwerten und sei daher unbedenklich. Dr. Hackenberg, wie sehen Sie das? Gibt es akzeptable Mengen von Glyphosat, die unbedenklich sind?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Die entscheidende Frage ist doch: Wer legt diese Höchstwerte nach welchen Kriterien fest? Wir haben es mit einer massiven Einflussnahme auf das Bodenmikrobiom zu tun. Diese Einflussnahme hängt stark davon ab, wie lange Glyphosat wirkt und wie viel davon ausgebracht wird.
Auf dieser Basis werden dann von irgendwelchen Stellen, nach aus meiner Sicht sehr fragwürdigen Kriterien, Grenzwerte festgelegt, die als akzeptabel gelten sollen. Es gibt Untersuchungen, die zeigen, wie lange es dauert, bis sich ein Ökosystem in einer Region wieder stabilisiert, wenn Glyphosat sofort abgesetzt wird. Diese Stabilisierung kann zwischen drei und zehn Jahren dauern. Allein daraus kann man ableiten, wie wenig aussagekräftig diese Grenzwerte sind.
Hinzu kommt: Studien werden oft auf einen bestimmten Endpunkt zugeschnitten.
Milena Preradovic:
Aber ganz konkret: Ist Glyphosat in sehr geringen Mengen unbedenklich?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Nein. Es kann grundsätzlich nicht unbedenklich sein. Es hat lediglich – im Vergleich zu anderen Giften – die Besonderheit, dass es sich nicht im Körper anreichert. Das heißt: Solange es durch den Organismus hindurchfließt, besteht die Belastung. Wenn man es sofort stoppt, hört die Belastung relativ schnell wieder auf.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Dieses Bild kann aber auch täuschen. Wenn ich ein Ökosystem betrachte, in dem Pflanzen und Tiere auch von kleinsten Bakterien abhängen, dann hat jeder dort seine Funktion. Das System funktioniert nur, wenn alle zusammenwirken.
Wenn ich ganze Populationen von Bakterien und Pflanzen auslösche – und das teilweise für Jahrzehnte –, dann sterben auch Wiesen und Lebensräume. Es dauert sehr lange, bis sich so etwas erholen kann. Was das beim Menschen langfristig bedeutet, hängt von vielen Faktoren ab. Aber die ökologischen Auswirkungen sind katastrophal.
Es gibt zudem verschiedene Arten, wie Glyphosat eingesetzt wird. Erstens: Man sprüht es auf die Blätter, die Pflanzen sterben ab, und das gewünschte Saatgut kann besser wachsen. Zweitens: Man sprüht es nach der Ernte, um Pflanzenreste schneller absterben zu lassen und die Ernte zu erleichtern, etwa um Getreide zu trocknen. Drittens: Man setzt es ein, um Flächen vollständig frei zu halten, damit gar nichts mehr wächst.
Hinzu kommt, dass bestimmte Pflanzen gentechnisch so verändert wurden, dass sie gegen Glyphosat resistent sind.
Milena Preradovic:
Glyphosat-resistent, ja.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Das sind die patentierten Saaten von Monsanto und Bayer. Der Bauer tötet alles ab und kauft dann dieses Saatgut, dem das Glyphosat nichts anhaben kann. Diese Pflanzen wachsen dann allein auf dem Feld.
Diese Patentstrategie hat zu riesigen Monopolen geführt. Saatgutproduktion, Saatguthandel und auch die eigene Nachzucht von Saatgut lohnen sich kaum noch. Das Wissen darüber geht verloren, weil die Abhängigkeit der Landwirte von der Agrarindustrie enorm geworden ist.
Den Landwirten wird gesagt: Wenn ihr das wollt, spritzt ihr dieses Mittel zu diesem Zeitpunkt. Wenn ihr etwas anderes wollt, spritzt ihr es zu einem anderen Zeitpunkt und nehmt unser Saatgut. Das wird alles durchgerechnet, in Programme eingegeben, und der Bauer folgt am Ende den Vorgaben.
Wenn man sich heute die Apps von Bayer anschaut, wird einem genau gesagt, wann man säen soll, wann man spritzen soll, wie das Wetter wird. Der Landwirt muss im Grunde nur noch das tun, was ihm empfohlen wird.
Milena Preradovic:
Dann hat er seinen Beruf im Grunde verlassen. Gleichzeitig befürchten viele Bauern bei einem Verbot von Glyphosat massive Ernteausfälle und sehen sogar die Lebensmittelsicherheit gefährdet. Ist da etwas dran?
Dr. Wolfgang Wodarg:
Das sagen nicht die Landwirte. Das sagen die Knechte von Bayer.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Das muss man schon differenzieren.
Milena Preradovic:
Es gibt durchaus Landwirte, die das sagen.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Ja, es gibt Abhängige.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Natürlich gibt es Landwirte, die abhängig sind. Ich bekomme ja auch Einladungen von engagierten Landwirten, die mir zeigen wollen, wie gut das alles funktioniert, wie die Biomasse wächst und wie schön die Pflanzen aussehen.
Dabei werden bestimmte Aspekte isoliert betrachtet und andere ausgeblendet, damit man dieses System fortführen kann. Solche Dinge sieht man oft nicht, wenn das eigene wirtschaftliche Überleben davon abhängt.
Das ist derselbe Mechanismus wie in der Medizin: Medikamente werden eingesetzt, obwohl sie mehr Schaden als Nutzen bringen, und es dauert sehr lange, bis das offen anerkannt wird. In der Medizin ist das so – und in der Landwirtschaft offenbar auch.
Milena Preradovic:
Letzte Frage zum Schluss: Nützt es, Bio zu kaufen, um Glyphosat zu vermeiden?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Zum Teil ja, natürlich. Wenn Sie heute einen Lieferanten für Biogemüse haben, der sicher kein Glyphosat einsetzt, ist das für Sie persönlich ein klarer Vorteil. Man muss allerdings auch überprüfen, woher die Belastung kommt.
Es gibt inzwischen sogar Möglichkeiten für Privatpersonen, Glyphosat untersuchen zu lassen. Im Internet werden Testkits angeboten, etwa für Honig oder Gemüsesorten. Man schneidet eine Probe klein, gibt sie in das Testgefäß, schickt sie ein, und die Laboranalyse ist im Preis enthalten. Dann sieht man, wie hoch die Glyphosatbelastung ist. Das kann sinnvoll sein, wenn man zum Beispiel in einer Familie mit mehreren Personen auffällig hohe Glyphosatausscheidungen feststellt und nicht weiß, woher sie stammen.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Die Bienen sind übrigens eine Art, die den Shikimat-Stoffwechsel benötigen. Wenn Bienen mit Glyphosat in Kontakt kommen, ist das verheerend. Gibt es keine Bienen mehr, werden Pflanzen nicht mehr bestäubt, und das verändert ganze Ökosysteme. Das Bienensterben ist derzeit extrem beunruhigend, und Glyphosat spielt dabei eine sehr große Rolle.
Milena Preradovic:
Zumal Bienen ja nicht unterscheiden, auf welchem Feld sie gerade unterwegs sind, ob Bio oder nicht. Ich habe auch gelesen, dass in Honigproben häufig Glyphosat nachgewiesen wird.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Ja, und nicht nur Glyphosat. Im Honig findet man eine ganze Reihe weiterer Substanzen. Auch hier besteht wieder ein Zusammenhang mit Glyphosat, der häufig nicht herausgearbeitet wird.
Milena Preradovic:
Zumal in Roundup als Markenprodukt ja nicht nur Glyphosat enthalten ist, sondern auch andere toxische Stoffe.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Genau. Glyphosat stört bei Bienen unter anderem die Cytochrom-P450-Monooxygenasen im Stoffwechsel. Dadurch können sie andere Schadstoffe nicht mehr richtig entgiften. Die Folge ist, dass sich diese Schadstoffe im Organismus anreichern. Die Bienen finden ihren Stock nicht mehr, finden nicht mehr nach Hause, ganze Völker sterben aus. Dafür gibt es zahlreiche Untersuchungen.
Diese Zusammenhänge werden jedoch kaum berücksichtigt. Im Vordergrund stehen Krebs oder Autismus – diese Folgen werden akzeptiert oder diskutiert. Ein zentrales Problem ist aber ein anderes: Sie nehmen Glyphosat auf, es entfaltet im Körper eine Wirkung, zum Beispiel auf die DNA-Methylierung und damit auf die Genregulation. Theoretisch können dadurch Tumorsuppressorgene abgeschaltet werden, was bösartige Erkrankungen begünstigt.
Das große Problem ist das Timing. Wenn die Exposition zum Zeitpunkt der Diagnose bereits zurückliegt – etwa weil jemand den Beruf gewechselt hat – und spätere Rückstandsmessungen negativ oder niedrig ausfallen, wird der Zusammenhang mit der eigentlichen pathologischen Kaskade nicht mehr erkannt. Genau das haben US-Gerichte inzwischen verstanden.
Man kann sich nicht nur auf die Endpunkte industrieeigener Studien verlassen, sondern muss die biologischen Plausibilitäten berücksichtigen. Das hat letztlich erst die gerichtliche Neubewertung ermöglicht. Wenn Europa hier nachzieht, wird Glyphosat eingeschränkt werden müssen.
Für die Einzelperson gilt aber: Der kleine Landwirt, der Selbstversorger, kann sich am ehesten eine saubere Versorgung sichern.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Das Problem für die Gerichte ist oft, dass der Mörder schon lange aus dem Haus ist, wenn das Opfer stirbt.
Milena Preradovic:
Ein interessantes Schlusswort. Vielen Dank, Dr. Hackenberg. Vielen Dank, Wolfgang, für dieses Thema, das viele noch gar nicht richtig auf dem Schirm haben. Wenn man dieses Buch liest, merkt man schnell: Das gehört dringend wieder auf die Agenda.
Wir konnten heute nur einen kleinen Teil besprechen. Ich kann das Buch von Stephanie Seneff wirklich empfehlen. Es macht nicht fröhlicher, aber es macht schlauer. Vielen Dank, dass ihr da wart.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Danke.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Danke, dass wir darüber sprechen konnten.
Milena Preradovic:
Ja. Das Thema gehört dringend auf den Tisch – gerade wenn man bedenkt, dass die maßgebliche Studie zu Glyphosat offenbar gekauft war. Wenn dieser Stoff tatsächlich so giftig ist, dann gehört er vom Markt. Zusammen mit all jenen, die darüber Bescheid wussten.
Ich wünsche euch eine gute Zeit. Bis bald.
Interview with Dr. Hans-Michael Hackenberg and Dr. Wolfgang Wodarg (english)
Milena Preradovic:
The issue of glyphosate as a pesticide in our fields had been lying dormant, but it has now been awakened with a bang. The key study on the safety of glyphosate has been retracted after 25 years due to serious ethical shortcomings. The journal accuses the authors of having ties to glyphosate manufacturer Monsanto. So it looks like a bought study. Fittingly, my guests have just translated a groundbreaking book from the US that claims to prove the devastating health and environmental consequences of glyphosate. Among other things, the weed killer is said to be responsible for diseases such as cancer, autism, and Alzheimer’s, and to destroy our microbiome. We’ll be talking about this now on Punkt Preradovic. Hello, Dr. Hans-Michael Hackenberg and Dr. Wolfgang Wodarg. It’s great to have you here.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Hello, Milena.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Hello. I’m glad we can be here.
Milena Preradovic:
You’re very welcome. Let me briefly introduce you. Dr. Hackenberg, you are a general practitioner and sports physician, studied in Heidelberg, and worked at the university hospital there for a long time before setting up your own practice. You are co-editor and lead author of the guide “Post-vaccination consequences of genetic immunization trials – a guide for general practitioners.” Now, together with Wolfgang Wodarg, you have translated the book “Deadly Legacy – How the weed killer glyphosate is destroying our health and environment” by American scientist Stephanie Seneff into German.
Wolfgang, I will of course introduce you briefly as well. You are a specialist in internal medicine and pneumology, a specialist in hygiene and environmental medicine, and a specialist in public health and social medicine. You have worked as a public health officer, served as a health expert for the SPD in the Bundestag for many years, and chaired the Health Committee in the Council of Europe. There, in 2009, you pushed through the investigative committee on swine flu. Since 2020, you have been a key educator on the subject of COVID-19 and the so-called vaccination.
Wolfgang, I’ll start with you. There has been a remarkable development: the key 25-year-old study on the alleged harmlessness of glyphosate has now been retracted by the journal that published it at the time. The findings that glyphosate is not carcinogenic are not credible, and Monsanto apparently co-authored the study. This study is also the basis for glyphosate still being on the market today. So we have to ask ourselves: Is the glyphosate empire crumbling? And should the EU, whose approval is valid until 2033, now reconsider?
Dr. Wolfgang Wodarg:
The EU should have reconsidered long ago. The crucial question is: Why is such a miserable and corrupt study only being withdrawn after 25 years? And it’s not just about this one study. When I worked at Transparency International for ten years fighting corruption in the healthcare sector, we had a working group that dealt intensively with corruption in science, i.e., science for sale. This case was a prime example.
We spent a long time looking at the flow of money, for example the funding provided by Bayer. Bayer bought Monsanto and thus took over its legacy. We wanted to find out why Bayer had been funding the University of Cologne for years and what exactly was in the contracts. It was not even possible to disclose these contracts through legal action. The university and lobbyists prevented these transactions between science and industry from becoming transparent.
This means that there has been collusion for decades. Glyphosate is only on the market because of fraud, deception, and ghostwriting. Scientific texts were published by authors who were actually paid by Monsanto. It was this approach that made this whole poisoning maneuver possible in the first place.
Milena Preradovic:
You could say that the Corona system already existed before. The book also raises the question of whether the effects and side effects of glyphosate—the brand name is Roundup—were already known before it was approved. I asked myself: How are products that have such a massive impact on the food cycle even tested?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Normally, studies are actually carried out, especially on the so-called acceptable daily intake. These studies are intended to clarify what amount can be ingested without causing damage to health. Such studies were probably also carried out. I tried to find out when and how exactly – but it is virtually impossible to access this information. All you get are the limit values.
As far as I know, this value is 0.5 milligrams per kilogram of body weight per day in Europe and 1.75 milligrams in the US. These enormous differences are remarkable. It is difficult to understand how such discrepancies can arise when the studies are supposedly valid. I assume that animal experiments were carried out.
But this brings us to a special point: the toxicity of glyphosate differs fundamentally from that of many other toxic substances. This makes it difficult to prove clear correlations using traditional studies.
Milena Preradovic:
There are now numerous studies on glyphosate, including animal experiments. The book even describes how earthworms suffer from glyphosate. This could have been determined earlier.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
This has also been determined and proven. However, it was not transferred to humans, and the overall context was ignored. Glyphosate is not metabolized and does not accumulate in the body. This distinguishes it from many other toxins.
If glyphosate accumulated and caused acute symptoms such as cardiac arrhythmia or massive increases in liver values above a certain threshold, it would have disappeared from the market long ago. But that is not what happens. And therein lies the insidious mechanism of this substance.
I now refer to this as a kind of flow poisoning or transit toxicity. Glyphosate enters the body, remains there for a certain period of time, interacts with proteins and causes biological effects before leaving the body again. As long as this permanent flow continues, the toxic effects also occur.
Milena Preradovic:
We’ll come to the individual diseases that glyphosate causes, according to the book, in a moment. The book has been out in the US for several years now. Has it had any impact there?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Yes, a great deal. Stephanie Seneff has been highly praised for this book from a wide variety of quarters. To my knowledge, Robert F. Kennedy Jr. also contributed to the foreword. The book was a bestseller and was widely received.
In Germany, on the other hand, it has had virtually no impact so far. We came across it ourselves in a different context, namely in connection with mRNA injections. I read the book rather by chance and discovered striking parallels. The symptoms of chronic glyphosate exposure are dramatically similar to the symptoms after an mRNA injection.
Today, I believe that anyone who experiences health reactions after such an injection should check whether there is also chronic intoxication, for example with glyphosate, in the background.
Milena Preradovic:
Stephanie Seneff also writes in her book that chronic fatigue syndrome, or CFS or ME, first appeared with the introduction of glyphosate into the food chain. In addition, there are cancer, Alzheimer’s, autism, and Parkinson’s. These are all diseases that are also being discussed in connection with the so-called COVID vaccination. What connection do you see here?
Dr. Wolfgang Wodarg:
First of all, we need to look at this in a differentiated way. Whenever substances enter the brain that do not belong there and cause disruption, such symptoms can occur. The functioning of the brain is extremely complex. If certain areas are damaged, it can lead to disturbances in the biorhythm, memory, or general performance.
This can affect motor skills, cause sensory disturbances, or lead to memory loss. The range of symptoms is enormous, which is why it is very difficult to prove clear causalities.
Milena Preradovic:
But both enter the brain.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Yes, but in different ways. Glyphosate facilitates the entry of other substances into the brain. Glyphosate acts as a chelating agent and makes it easier for aluminum, for example, to cross the blood-brain barrier. It transports or facilitates the transport of toxic metals into the brain.
These metals can cause considerable damage there and lead to serious side effects.
Milena Preradovic:
Now that we’ve briefly touched on mRNA, your publisher also points out that there is an open letter signed by Wolfgang, along with Professor Bhakdi, Professor Hockertz, and Dr. Sterz, who was interviewed here two weeks ago. The open letter is titled: “Anyone who still participates is acting criminally.” Very briefly, Wolfgang: What are you calling for in this letter?
Dr. Wolfgang Wodarg:
We are calling for mRNA technology, i.e., the use of artificially produced, modified RNA, to be stopped immediately. This is being administered to healthy people, supposedly to protect them from infection. It is a form of infection prophylaxis through genetic modification of humans.
Nucleic acid is injected, which alters genetic functions. This is an extremely high risk. Whenever cells are genetically modified, the body recognizes them as foreign, rejects them, and fights them. This results in inflammatory reactions that are very dangerous and can occur anywhere in the body. This is exactly what we have observed in many cases after the injections.
We therefore call for this technology to be abandoned. Humans must not be genetically modified just to protect them from infectious diseases that we know are hardly relevant anymore.
Milena Preradovic:
Thank you for that interjection, it was important to me. Now let’s get back to glyphosate. Dr. Hackenberg, the book says that we basically cannot escape glyphosate at all. How should I imagine that? How do we absorb glyphosate?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Through everything: through food, through water, through the air, through dust, and probably even through the respiratory tract. There are studies from residential areas in the US that are located on busy roads. These studies have shown that car exhaust fumes also play a role. Some of the fuel is biofuel, which is often made from genetically modified corn. This seems to contribute to the pollution.
I think we currently have little chance of escaping this poison. Especially since the agricultural uses of glyphosate go far beyond mere soil cultivation. In certain cases, glyphosate may even be used shortly before harvest to dry out the foliage and pods of the plants, thereby synchronizing and facilitating the harvest.
I find this particularly problematic because this form of application has a direct impact on our food. If, for example, chickpeas are sprayed with it shortly before harvest, glyphosate ultimately ends up directly on the food.
Milena Preradovic:
What alarmed me was that you wrote about the toxicological blood test of an acquaintance, in which all values were borderline toxic. Do you assume that we all have such a blood count?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Many people, yes. I would say most. Such comprehensive tests are rarely carried out. But most people are exposed to low levels of pollutants. However, this must be put into context. For example, many people who smoke also have elevated levels of pollutants.
However, if specific tests were carried out, for example in connection with post-vaccination problems or other health issues, I am convinced that findings would be made in a large number of people.
Milena Preradovic:
Specifically with glyphosate?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Yes, but not only. Glyphosate is part of the whole picture. We are exposed to numerous environmental pollutants: neonicotinoid residues, organophosphates, the so-called “forever chemicals,” i.e., poly- and perfluorinated alkyl substances. There are countless substances that affect us and that should really be considered together.
Dr. Wolfgang Wodarg:
It is also important to note that glyphosate does not only or primarily affect our body cells directly, but also causes great damage to the microbiome. After all, we consist to a considerable extent of microorganisms. Even if human cells are not directly affected because certain metabolic pathways do not exist there, the microbes on which we depend and which produce vital substances for us are damaged. Hans-Michael, perhaps you could explain that in a little more detail.
Milena Preradovic:
Yes, what are the specific effects?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Perhaps we should go into a little more detail here. Stephanie Seneff has developed a model hypothesis that basically forms the basis for all this damage. Glyphosate is chemically very similar to glycine. Glycine is the smallest amino acid, and glyphosate is phosphonomethylglycine.
According to this hypothesis, glyphosate can replace glycine residues in proteins and enzymes, thereby disrupting their function. This is a key point. If such a mechanism is at work, then it potentially affects everything, because our entire body is made up of proteins, and our metabolism involves millions of enzymatic processes.
In plants, glyphosate primarily affects a specific enzyme in a metabolic pathway known as the shikimate pathway. This enzyme is needed to produce certain amino acids that are vital for plants and, in some cases, essential for humans. This key enzyme, EPSP synthase, is blocked by glyphosate.
Our own body cells do not possess this enzyme.
However, more than half of the bacteria in our microbiome have this very EPSP synthase. Accordingly, these microorganisms are massively affected by glyphosate.
However, the microbiome is a central component of our organism. It is not limited to the intestine, but is present everywhere: on the skin, on the mucous membranes, in all regions of the body. Everything is interconnected. We now know about the gut-brain axis, i.e., the close connection between the gut and the central nervous system, including via the vagus nerve, the lymphatic system, and the bloodstream. But there is also a gut-skin axis and a gut-lung axis.
Many of these connections are still being researched, but they highlight the enormous complexity and importance of this system.
Milena Preradovic:
But what does this ultimately mean in concrete terms when the microbes in our microbiome are damaged?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Then the balance between the microorganisms changes. If central bacterial groups such as Bacteroides or lactobacilli, i.e., the acid-loving, protective bacteria, are disturbed, other germs that are also present can take over.
This altered composition has a negative effect on the pH value in the intestine, which is essential for proper digestion. It should also be remembered that the intestine is home not only to bacteria, but also to trillions of viruses, which exist in a complex balance with the bacteria and are located, among other places, in the protective mucous membrane of the intestinal wall.
These relationships are highly complex and are only partially understood at this point.
Milena Preradovic:
Then they basically have an easier time of it.
Dr. Wolfgang Wodarg:
No, no, no, not like that. Not in the sense of “easier time of it.” They are not “evil.”
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Exactly. It’s a natural regulatory mechanism.
Milena Preradovic:
Okay.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
We mess it up, yes.
Milena Preradovic:
Yes.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Please don’t follow this idea that we have “enemies.” That’s wrong.
Milena Preradovic:
No, I didn’t mean it that way. I just didn’t realize that these are “nice” viruses, so to speak. Let’s move on to autism. I read in the book that in the US in 2020, around 4.3 percent of eight-year-old boys and 1.1 percent of girls were diagnosed with an autism spectrum disorder. What evidence is there that glyphosate is the cause? Who can comment on this?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
I can say something about that. Wolfgang mentioned earlier that aluminum as a trivalent ion normally has difficulty penetrating biological membranes, partly because of its electrical charge. However, when aluminum is “wrapped” in glyphosate, i.e., chelated, it can more easily cross membranes. Under certain circumstances, aluminum can then cross the blood-brain barrier and have a toxic effect on the central nervous system. There, it can trigger inflammation of the nerve cells, or neuroinflammation.
Depending on the duration and severity, this can develop into a chronic precursor that can lead to autism. However, the term autism is quite controversial. In the US, the term “neurodevelopmental disorders” is often used instead. However, I wonder how one can clearly distinguish between the two, because a neurological developmental disorder can sooner or later also lead to an autistic clinical picture.
There are other factors that can also play a role: other environmental pollutants, not just aluminum. There is mercury, methylmercury—
Dr. Wolfgang Wodarg:
Lead.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
—and lead, exactly. There are a whole range of factors that interact here.
If we take this example further: Newborns are given aluminum through vaccinations in the first few weeks. If glyphosate then changes the situation in such a way that aluminum can more easily enter the central nervous system, and if paracetamol is administered shortly afterwards, for example as a suppository for fever, then another mechanism comes into play. Paracetamol is metabolized, producing intermediate products, including a highly toxic metabolite. Normally, this is intercepted by the glutathione system.
However, this glutathione system can be disrupted by glyphosate. The toxic intermediate product can then more easily become problematic, possibly crossing the blood-brain barrier and binding to glutathione that is needed in the brain. The consequence can again be neuroinflammation.
Milena Preradovic:
Wolfgang, you wanted to add something.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Yes. I think it is important to mention another mechanism: if we disrupt the function of intestinal bacteria, this has direct consequences because these bacteria produce certain essential amino acids for us that we would otherwise not get or not get in sufficient quantities.
If intestinal bacteria are killed by glyphosate or can no longer grow, we lack essential amino acids. We need these in turn to produce proteins. This can lead to deficiencies and defects, which then have an indirect effect. Put simply, the production site for certain essential amino acids is disrupted, and this can damage physical development in many ways.
Milena Preradovic:
This is also interesting because I read in the book that glyphosate has even been detected in infant formula.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Well, yes.
Milena Preradovic:
Yes, well—
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
In Brazil, for example, we have a relatively significant contamination of infant formula, especially in soy-based products, i.e., soy milk-based products. Soy milk is a product that has become fashionable and is recommended to many mothers: instead of breastfeeding, they should use a soy-based product, which is healthier than milk. In my opinion, this is nonsense, but that’s how it’s sold. And the glyphosate contamination of soy is extreme, at least in Brazil.
Milena Preradovic:
That can’t be good. Wolfgang: Glyphosate is also blamed for cancer. There have already been court rulings on this, in the US, I believe. How scientifically reliable is the claim that it can cause cancer?
Dr. Wolfgang Wodarg:
You have to look very closely at the scientific work that is being used as a basis. At the beginning, we talked about this study, which was finally withdrawn after 25 years. And then you have to look at how authorities work, such as the Federal Institute for Risk Assessment, the BfR: there may be people there who hold positions of responsibility and at the same time have close contacts with industry. These are massive conflicts of interest.
As a result, regulatory authorities can no longer be relied upon. And regulatory authorities ultimately define which studies are required for approval. These studies are then often commissioned by the companies themselves. However, companies prefer to publish the results that benefit them and ignore others. So we have a strong selection and publication bias. It is enormous.
When a court decides, lawyers are not scientists. They rely on experts. And that requires independent, critical scientists who are not affiliated with Bayer or Monsanto, but who ask the right questions. Stephanie Seneff is one such person. And Kennedy has won cases as a lawyer in the US; he had Seneff at his side, who was able to convince the court that the cancer risk is very high. In the end, what matters is how reliable the studies are that are included in the assessment.
Milena Preradovic:
But even the WHO says that it can be or is carcinogenic.
Dr. Wolfgang Wodarg:
I wouldn’t rely on that. I don’t know what is said there and why. Occasionally, there are voices in the WHO that say important and correct things. But that is rather rare.
And when it comes to what is ultimately used as a decision-making criterion in the European Union, it must be said that we have learned a great deal in recent years. You can no longer rely on anything. There are interests behind it. The European Commission decides according to political taste. It excludes voices that do not say what people want to hear. That has nothing to do with science anymore. It is a question of power.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Yes.
Dr. Wolfgang Wodarg:
I thought about this again briefly earlier: In the European Union, we actually have the principle of subsidiarity, which clearly states that what individual countries can regulate better should also be regulated there. But the crucial question is: Who determines what countries can do “better”? Ultimately, that is decided by the Commission.
Milena Preradovic:
Because Austria wanted to – Austria had said yes.
Dr. Wolfgang Wodarg:
If a country itself says, “We can do this better,” then that has to count. Then the European Union has to be quiet and withdraw. Subsidiarity comes from below. Democracy starts at the bottom.
If a country like Hungary says, “We think this is wrong, we’re not going along with it,” then the European Union has to say, “Okay, subsidiarity principle, then you do it yourself.” That is the core of the European Union. It was in the constitution. Have you all forgotten that?
The European Union claims that the principle of subsidiarity exists, but at the same time says: We decide what you can do better. That is absurd. And many have become accustomed to it. That is precisely the key point that we must now discuss again. Politically, that is the key to finally bringing about change in the European Union.
I appeal to Viktor Orbán and others who do not go along with everything Ms. von der Leyen says: Refer to our common Constitution, to the treaties, to the Lisbon treaties, to what we have decided together. The principle of subsidiarity is clearly stated there.
Milena Preradovic:
Orbán is no longer alone. He now has Czechia and Slovakia on his side, as well as Poland on the migration issue. Let’s see. It will definitely be interesting.
Back to glyphosate. Of course, there are those besides Monsanto who say it’s all harmless. A manager once said in a video that you could drink it. When he was asked to drink it, he broke off the interview. He didn’t want to do it after all.
Many farmers are also not convinced that glyphosate is harmful. They say that the contamination of the fields is always below the maximum levels and is therefore harmless. Dr. Hackenberg, what is your view on this? Are there acceptable amounts of glyphosate that are harmless?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
The crucial question is: Who sets these maximum levels and according to what criteria? We are dealing with a massive impact on the soil microbiome. This impact depends heavily on how long glyphosate remains effective and how much of it is applied.
On this basis, certain authorities then set limits that are considered acceptable, according to criteria that I find highly questionable. There are studies that show how long it takes for an ecosystem in a region to stabilize again if glyphosate is discontinued immediately. This stabilization can take between three and ten years. From this alone, one can deduce how meaningless these limits are.
In addition, studies are often tailored to a specific endpoint.
Milena Preradovic:
But specifically: Is glyphosate harmless in very small quantities?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
No. It cannot be harmless in principle. Compared to other toxins, it simply has the special feature that it does not accumulate in the body. This means that as long as it flows through the organism, the exposure continues. If you stop it immediately, the exposure stops relatively quickly.
Dr. Wolfgang Wodarg:
But this picture can also be misleading. When I look at an ecosystem in which plants and animals depend on even the smallest bacteria, everyone has their function. The system only works when everyone works together.
If I wipe out entire populations of bacteria and plants—in some cases for decades—then meadows and habitats also die. It takes a very long time for something like this to recover. What this means for humans in the long term depends on many factors. But the ecological impact is catastrophic.
There are also different ways in which glyphosate is used. Firstly, it is sprayed on the leaves, killing the plants and allowing the desired seeds to grow better. Secondly, it is sprayed after harvesting to make plant residues die off more quickly and to facilitate harvesting, for example to dry grain. Thirdly, it is used to keep areas completely clear so that nothing grows there anymore.
In addition, certain plants have been genetically modified to be resistant to glyphosate.
Milena Preradovic:
Glyphosate-resistant, yes.
Dr. Wolfgang Wodarg:
These are the patented seeds from Monsanto and Bayer. The farmer kills everything and then buys these seeds, which are immune to glyphosate. These plants then grow alone in the field.
This patent strategy has led to huge monopolies. Seed production, seed trade, and even growing your own seeds are hardly profitable anymore. Knowledge about this is being lost because farmers have become so dependent on the agricultural industry.
Farmers are told: If you want this, spray this product at this time. If you want something else, spray it at a different time and use our seeds.“ Everything is calculated, entered into programs, and in the end, the farmer follows the instructions.
If you look at Bayer’s apps today, they tell you exactly when to sow, when to spray, and what the weather will be like. Basically, all the farmer has to do is follow the recommendations.
Milena Preradovic:
Then he has basically left his profession. At the same time, many farmers fear massive crop failures if glyphosate is banned and even see food safety at risk. Is there any truth to this?
Dr. Wolfgang Wodarg:
That’s not what the farmers are saying. That’s what Bayer’s servants are saying.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
You have to differentiate between the two.
Milena Preradovic:
There are definitely farmers who say that.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Yes, there are those who are dependent.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Of course there are farmers who are dependent. I also receive invitations from committed farmers who want to show me how well it all works, how the biomass is growing and how beautiful the plants look.
In doing so, certain aspects are viewed in isolation and others are ignored so that this system can continue. You often don’t see things like that when your own economic survival depends on it.
It’s the same mechanism as in medicine: drugs are used even though they do more harm than good, and it takes a very long time for this to be openly acknowledged. That’s how it is in medicine – and apparently in agriculture too.
Milena Preradovic:
One last question to finish: Is it useful to buy organic products to avoid glyphosate?
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Partly yes, of course. If you have a supplier of organic vegetables today who definitely does not use glyphosate, that is a clear advantage for you personally. However, you also have to check where the contamination comes from.
There are now even options for private individuals to have glyphosate tested. Test kits are available online, for example for honey or vegetables. You cut a small sample, put it in the test container, send it in, and the laboratory analysis is included in the price. Then you can see how high the glyphosate contamination is. This can be useful if, for example, you notice unusually high glyphosate excretion in a family with several members and don’t know where it comes from.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Incidentally, bees are a species that require shikimate metabolism. When bees come into contact with glyphosate, the results are devastating. If there are no more bees, plants will no longer be pollinated, and that will change entire ecosystems. Bee mortality is currently extremely worrying, and glyphosate plays a very large role in this.
Milena Preradovic:
Especially since bees don’t distinguish between organic and non-organic fields. I have also read that glyphosate is often detected in honey samples.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Yes, and not just glyphosate. A whole range of other substances can be found in honey. Here, too, there is a connection with glyphosate that is often not highlighted.
Milena Preradovic:
Especially since Roundup, as a branded product, contains not only glyphosate but also other toxic substances.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Exactly. Among other things, glyphosate disrupts the cytochrome P450 monooxygenases in the metabolism of bees. As a result, they can no longer properly detoxify other pollutants. The consequence is that these pollutants accumulate in the organism. The bees can no longer find their hive, can no longer find their way home, and entire colonies die out. There are numerous studies on this.
However, these connections are hardly taken into account. The focus is on cancer or autism – these consequences are accepted or discussed. But there is another central problem: you ingest glyphosate, it has an effect in the body, for example on DNA methylation and thus on gene regulation. Theoretically, this can switch off tumor suppressor genes, which promotes malignant diseases.
The big problem is timing. If exposure occurred some time before diagnosis—perhaps because someone changed jobs—and subsequent residue measurements are negative or low, the connection with the actual pathological cascade is no longer recognized. This is precisely what US courts have now understood.
One cannot rely solely on the endpoints of industry-owned studies, but must also consider biological plausibilities. Ultimately, this is what made the judicial reassessment possible. If Europe follows suit, glyphosate will have to be restricted.
For individuals, however, the small farmer, the self-sufficient farmer, is most likely to be able to secure a clean supply.
Dr. Wolfgang Wodarg:
The problem for the courts is often that the murderer is long gone by the time the victim dies.
Milena Preradovic:
An interesting closing remark. Thank you very much, Dr. Hackenberg. Thank you very much, Wolfgang, for raising this issue, which many people are not yet fully aware of. When you read this book, you quickly realize that it urgently needs to be put back on the agenda.
We were only able to discuss a small part of it today. I can really recommend Stephanie Seneff’s book. It doesn’t make you happier, but it does make you smarter. Thank you very much for being here.
Dr. Wolfgang Wodarg:
Thank you.
Dr. Hans-Michael Hackenberg:
Thank you for letting us talk about this.
Milena Preradovic:
Yes. This topic urgently needs to be addressed—especially when you consider that the authoritative study on glyphosate was apparently bought. If this substance is indeed so toxic, then it belongs off the market. Along with all those who knew about it.
I wish you all the best. See you soon.
Warum JETZT?
Das ist meine Frage.
Warum zieht man die Studie JETZT zurück.
Vorher 25 Jahre lang nicht.
Meine These: Jetzt passt es. Jetzt will man die Bauern damit ruinieren.
Erst hat man sie alle in die Richtung gebracht, jetzt will man es ihnen vielleicht wegnehmen, wer weiß, und dann gehen wahrscheinlich viele pleite.
Würde auch erklären, dass es jetzt plötzlich die WHO sagt.
Immer fragen, warum und warum JETZT.
… oder es ist gegen Deutschland gerichtet.
Vielleicht müssen wir wegen Bayer (Beyer?) dann ja sogar haften. Das fragte ich mich damals schon, als Bayer diese mir nicht nachvollziehbare Aktion unternahm und ausgerechnet Monsanto aufkaufte mit ausgerechnet Glyphosat, wo man damals schon WUSSTE, dass das irgendwann hochgehen wird, hochgehen MUSS.
Ich dachte damals, lange vor Corona, schon, dass man uns Deutschen das irgendwann zuschieben wird.
Dabei kommt es nicht von uns, wir haben es aufgekauft, in einer total unvernünftigen und nicht verstehbaren Aktion (was passierte da womöglich im Hintergrund?).
Der Wirkstoff Glyphosat ist seit nahezu 50 Jahren auf dem Markt. Bisher ist mir kein Fall bekannt, in dem nachgewiesen werden konnte, dass eine der oben genannten Krankheiten auf den Wirkstoff zurückzuführen ist. Es müsste ja unter Landwirten eine besondere Häufung festzustellen sein. Es ist mir nicht bekannt, dass dies der Fall ist. In USA und Südamerika wird es wesentlich intensiver eingesetzt und auch dort gibt es keine Hinweise.
Wie kommt es eigentich, dass diese Studie jetzt zurückgezogen wird. Sie ist doch seit 25 Jahren bekannt und es gibt mittlerweile tausende von Studien. Diese Frage wird im Interview nicht beantwortet.
Was mir nicht klar ist: wozu der HInweis auf die Covid-Impfung im Zusammenhang mit Glyphosat?
Im Video wurde mehrfach erklärt, warum der Nachweis schwierig ist. Und ein Nachweis bedeutet, es muss auch Interesse an einem Nachweis bestehen, was Dank Pharmalobby definitiv nicht der Fall ist, im Gegenteil (wie ebenfalls im Video erläutert).
Als ethisch denkender Mensch sollte eigentlich immer im Vordergrund stehen, auf den Einsatz jeglicher Art von Giften – unabhängig von Mengen – zu verzichten. Ich bin in der glücklichen Lage, in der Nähe einen kleinen Bio-Bauern zu haben und seine Produkte bezahlen zu können (was leider nicht jedem vergönnt ist). Ich merke den geschmacklichen Unterschied und bin im übrigen mehr als dankbar, auf solche wenigstens halbwegs (Erde, Luft und Wasser sind ein Problem) gesunden Produkte Zugriff zu haben. Nur als Beispiel: Vergleichen Sie mal gereinigtes, remineralisiertes Wasser (ich nutze Umkehrosmose) mit Leitungswasser; Ihr Körper bzw. Ihre Sinne werden Ihnen mit Sicherheit deutlich vermitteln, was besser ist.
Und der Zusammenhang C. mit G.? Nun, beides ist ein Verbrechen an der ganzen Menschheit, da alle betroffen sind. Und ich bin mir inzwischen sicher, dass wir noch sehr lange Zeit (genetische Übertragung von Mutter auf Kind) die Folgen dieser Genmanipulation spüren werden. Dagegen wirkt der Contergan-Skandal wie ein leichter Husten gegenüber einer schweren Grippe, wenn mir dieser Vergleich gestattet sei.
Mir ist bewusst, dass Ihnen das alles suspekt vorkommt. Mir (60+) ging es bis vor 10 Jahren nicht anders. Aber nachdem ich mich intensiv mit dem Thema Gesundheit und Krankheit beschäftigt habe war mir klar, dass (nur) ich selbst es in der Hand habe, gesund alt zu werden. Medikamente (mit Ausnahme der Notfallmedizin) sind nur gut für den Mülleimer, und selbst dort gehören sie eigentlich aufgrund ihrer Giftigkeit nicht hin.
Ich kann Sie nur dringend bitten, versuchen Sie sich selbst ein objektives Bild zu verschaffen, jenseits der Mainstream-Medien (ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass es dort praktisch zu allem nur noch eine Meinung gibt?!).
Noch eine ganz persönliche Anmerkung: Es schaudert mich, wenn ich sehe, was die angebliche „Krone der Schöpfung“ auf und mit unserem Planeten treibt. Aber was soll man auch erwarten, wenn insbesondere ein Reptiliengehirn Kommandos gibt und der Neocortex nur noch in diesem Rahmen abwägen und abnicken kann. Da bleibt unsere hochgelobte Logik schnell auf der Strecke. Und solange Gewinn vor Moral geht, Panik vor Abwägen, Herdenmentalität vor Individualität, Fortschritt vor Sicherheit (ich denke da z.B. an die KI), solange fällt es mir schwer, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen.
Günstig und effektiv ist Edelschungit fürs Trinkwasser. Mal gucken bei Hamoni.
Lieber Axel
Zunächst: ich bin 71, Dr. agr. und Buchautor von zwei Büchern, von dem eines „Satt und unzufrieden“ heißt. Geschrieben habe ich es, weil ich es so satt bin, mir von satten Mitbürgern meine konventionelle Produktionsweise vorwerfen zu lassen. Das sind nämlich mindestens 90% meiner Berufskollegen. Ich bin es auch satt, mich ständig belügen zu lassen. Wenn ich den Umfragen glauben würde, würden mindestens 50% nur Bio einkaufen. Tatsächlich ist es nur ein Anteil von um die 10% und das auch nicht einmal regelmäßig. Das sind die Zahlen für Deutschland. Fragen Sie mal nach, wie hoch der Anteil außerhalb Deutschlands ist?
Zu den Medien: Frau Preradovic hat mir mir auch schon ein Interview geführt, ebenso Tichy. Allerdings lässt die Seriosität dieser alternativen Medien immer mehr zu wünschen übrig. Mit den Autoren des Interviews habe ich mittlerweile Kontakt und sie haben mir gegenüber Fehler in der Recherche eingeräumt. Immerhin! Aber die Falschinformation ist draußen und wird auch öffentlich nicht zurückgenommen.
Ich werde übrigens weiter Leitungswasser trinken, so wie meine Eltern. Mein Vater wurde 90, meine Mutter 101 Jahre alt.
Sollten Sie ernsthaftes Interesse an der Landwirtschaft haben: http://www.bauerwilli.com
BRAVO
Bauer Willi habe ich mal, wenn ich mich recht entsinne, auf Kontrafunk mit Gerald Markel gehört. Da war noch einer seiner Kollegen dabei, weiß grad nicht mehr wer es war. Glaube die Sendereihe hieß Backstage Economy. Schade das sie endete, eine der Besten.
Das diese Pflanzenschutzmittel, oder andersrum ausgedrückt, den Rest umbringen Mittel, nicht sonderlich förderlich für den Organismus sein werden, sollte eigentlich aus der Sache heraus jedem einleuchten.
Mich interessiert immer, wäre eigentlich ohne diese ganzen Mittel und mit Ersatzmitteln, also mal simpel ausgedrückt sowas wie Brennnesseljauche usw., also etwas das kaum bis gar nicht schädlich ist, überhaupt eine Landwirtschaft möglich in den Stil?
Gehen wir mal davon aus, wir müssten keine Profite machen, sondern würden in einem System leben, das tatsächlich die Versorgung im Sinn hat und nicht das Geld an erster Stelle steht.
Es ist eine lange Zeit her, sicher fast 15 Jahre, daher finde ich das nicht mehr und weiß es auch nicht den Namen, da hatte ich mal eine Art Doku gesehen aus irgendeinem der osteuropäischen Ländern übersetzt, da wurden Pflanzen vorgestellt, die waren nicht genmanipuliert und daneben ein Feld die waren verändert.
Dann wurde dies über das Jahr verfolgt.
Die genveränderten Pflanzen wuchsen nicht, ohne entsprechende extra dafür gemachte Düngemittel. Die genveränderten Pflanzen waren dazu auch extrem anfällig für Schädlinge, eben weil sie aus sich selbst heraus durch die veränderten Gene, massiv anfällig waren.
Also kurz, die genveränderten Pflanzen verhielten sich wie Süchtige. Sie waren abhängig davon Zusatzstoffe zu brauchen, sonst waren sie nicht wirklich lebensfähig und an eine Ernte war gleich gar nicht zu denken.
Gemachte Pflanzen also, passend hergerichtet für die Industrie, die diese dann versorgen kann, damit dann Dinge wachsen und Ernten da sind, damit man damit wieder Geld oben drauf machen kann.
Ein doppelter Kreislauf also, zum Wohle Dritter.
Die nicht genveränderten Pflanzen, übrigens gleiche Pflanze, nicht irgendwas anderes, wurden daneben gepflanzt als kleines Testfeld. Diese wuchsen sehr gut und hatten innere Stärke sich Schädlingen zu widersetzen. Es gab eine gute Ernte. Diese brauchten bis auf normale natürliche Dünger im Grunde nichts außer Wasser versteht sich. Die Böden wurden von Unkraut/Beiwuchs befreit.
Jetzt stellt sich dann die Frage, ob wir denn wirklich mit „normalen“ Pflanzen uns versorgen könnten.
Oder ob es wirklich, so wie die Erzählung ist, ohne diese, nennen wir es, Bodybuilder auf Stoff-Pflanzenanbautechnik, es gar nicht anders ginge?
Wäre es denn möglich eine große Anzahl Menschen zu versorgen ohne giftige Landwirtschaft? Und wenn nein, muss es dann wirklich so massiv sein, oder wäre es mit 50-80% weniger Gift und ohne Gentechnik und anderen Dingen an Dünger etc. dann auch möglich, wird aber aus mal wieder Profitgründen fallen gelassen?
Ich befürchte ja, dass es im Grunde schon machbar wäre, nur eben das System selbst ist, was dies verhindert.
Und immer daran denken, dass die Herrschenden, die immer ganz Oben in der Pyramide stehen, sich interessanterweise ja komplett anders versorgen lassen und sich das Zeugs tausende Kilometer nonstopp einfliegen lassen ua.