2026…wo führst du uns hin? Auch die Kabarettistin Monika Gruber erwartet wenig Gutes angesichts neuer Zensurgesetze und dem Appell führender Politiker, unabhängige Medien einzuschränken. „Die neuen Faschisten tarnen sich als Antifaschisten“, so Gruber, die nach einjähriger Pause 2026 wieder die Bühne rockt. Ein Gespräch auch über den Berliner Stromanschlags-Skandal, die trübe Stimmung der gehorsamen Deutschen, Kriegsschauplätze statt Weihnachten und über Auswanderungsgedanken einer eigentlich Heimatverbundenen.
Monika Grubers Website: https://monika-gruber.de/
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Interview mit Monika Gruber (deutsch)
Milena Preradovic: Eine linksextreme Gruppe verübt einen Anschlag auf das Berliner Stromnetz. 45.000 Menschen sitzen bei eisigen Temperaturen tagelang in ihren Wohnungen fest. Und weder dem Bundespräsidenten noch dem Bundeskanzler ist das auch nur ein öffentliches Wort wert. Merz hat sich zwar besorgt über Anschläge auf die Energiesicherheit geäußert, meinte damit aber die Ukraine. Kein Scherz. Auch nicht, dass der Berliner Bürgermeister am Tag des Anschlags Tennis spielen geht und zunächst darüber lügt. Was sagt das über unsere Eliten aus? Und was wäre geschehen, hätte sich eine rechtsextreme Gruppe zu dem Anschlag bekannt? Absurdistan 2026. Echt hartes Brot für Kabarettisten. Aber mein Gast nimmt jede Herausforderung an. Jetzt auf Punkt Preradovic. Hallo Monika Gruber, wie schön, auch dieses Jahr wieder mit dir starten zu können.
Monika Gruber: Milena, das freut mich, dass du mich wieder eingeladen hast.
Milena Preradovic: Ja.
Monika Gruber: Ich weiß nicht, ob ich so ein gutes Omen bin.
Milena Preradovic: Du meinst, weil 2025 so ein richtig geiles Jahr war?
Monika Gruber: Richtig. Ein bescheidenes Jahr, zumindest für mich. Es war alles wahnsinnig anstrengend. Ich finde, man hat für alle Dinge, die einem sonst locker von der Hand gehen, so viel Kraft gebraucht.
Milena Preradovic: Ja, und ich befürchte, das wird nicht besser. Aber wir besprechen das gleich. Ich stelle dich kurz vor. Du bist eine der bekanntesten und scharfzüngigsten Kabarettistinnen Deutschlands und auch in Österreich ausgesprochen beliebt. Du warst zunächst Fremdsprachensekretärin, hast dann eine Schauspielschule besucht und bist recht schnell zum Kabarett gekommen. Schon mit deinem zweiten Solo-Bühnenprogramm Hauptsache gesund gelang dir der große Durchbruch. Seither füllst du Riesenhallen und bist auch im Fernsehen und Kino zu sehen. Für deine Auftritte hagelt es Auszeichnungen. Ich habe bei zehn aufgehört zu zählen.
Monika Gruber: Vom Bayerischen hagelte es Auszeichnungen. Hagelte. Ja, schön.
Milena Preradovic: Vom Bayerischen Kabarettpreis über Bambi und Bayerischen Verdienstorden bis zum Karl-Valentin-Orden. Du bist auch Buchautorin, zum Beispiel Willkommen im falschen Film – Neues vom Menschenverstand in hysterischen Zeiten, das du zusammen mit Andreas Hock geschrieben hast. Deine Bühnenkarriere hattest du vor zwei Jahren überraschend beendet. Aber jetzt bist du wieder da, und auch darüber sprechen wir gleich. Aber zuerst zum linksextremistischen Anschlag auf die Berliner Stromversorgung.
Monika Gruber: Das ist doch nur ein ganz normaler Stromausfall gewesen.
Milena Preradovic: Genau so, wie es die Tagesschau berichtet hat. Aber 45.000 Menschen tagelang ohne Strom, und der Berliner Bürgermeister geht an Tag eins Tennis spielen und vertuscht das auch erst einmal. Was hast du da gedacht?
Monika Gruber: Ich dachte mir: Alles wie immer. Mich wundert nur – und das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum diese Gestalten mit so einem Benehmen durchkommen –, dass der mediale Komplex dazu immer schweigt. Es müsste ihnen alles um die Ohren gehauen werden. Auch dieses Verhalten, dieses Nicht-vor-Ort-Sein. Fast so, als hätten diejenigen, die betroffen sind, Angst davor, dem normalen Volk auf der Straße zu begegnen, sich eventuell rechtfertigen zu müssen oder auch mal angeschrien oder beschimpft zu werden. Oder, keine Ahnung, vielleicht mit weinenden Menschen konfrontiert zu sein. Diese Demophobie, wie ich es immer liebevoll nenne, die Angst vor dem Volk, das zeichnet sie alle aus. Und die Medien lassen sie immer durchkommen. Natürlich, weil es ja kein linksextremistischer Anschlag war. Stell dir vor, Rechtsradikale hätten dieses Stromnetz sabotiert.
Milena Preradovic: Was wäre passiert?
Monika Gruber: Brennpunkte rauf und runter, nächtelang Sondersendungen, Empörung, Märsche von Hunderttausenden auf den Straßen und die üblichen Verdächtigen, die sich immer äußern. Jetzt herrscht eisiges Schweigen. Da hörst du gar nichts. Und dann wird sogar fast erwartet, dass irgendwer sagt: Ja, das war wahrscheinlich Putin. Das war ja auch der erste Versuch. Und ach, wie könne man überhaupt auf die Idee kommen, dass das von den Linken gewesen sein könnte, wo es doch angeblich überhaupt kein Problem mit linkem Terror in Deutschland gibt. Es ist schon putzig, was für gymnastische Übungen manche Leute in diesem Land anstellen, nur um keine Verantwortung übernehmen zu müssen.
Milena Preradovic: Ja, der Bundespräsident.
Monika Gruber: Mit der Entschuldigung.
Milena Preradovic: Kein Wort vom Bundespräsidenten, kein Wort vom Bundeskanzler. Ich meine, Merz hat sich besorgt über Anschläge auf die Energiesicherheit geäußert, aber er meinte die Ukraine. Im Ernst, während dieser Zeit?
Monika Gruber: Ich glaube, er hat sich jetzt auf Außenpolitik spezialisiert. Das ist sein neues Steckenpferd. Innenpolitisch ist er, so mein Eindruck, nicht wirklich interessiert. Für ihn ist jetzt die große Weltbühne wichtig: Paris, die Ukraine, Kasachstan, Macron – seine neuen Best Buddies. Und wir sind halt auch irgendwie da. Das wird sich schon regeln. Auch der Bundespräsident, der sonst immer salbungsvoll zu allem seinen Senf dazugibt: nichts. Eisiges Schweigen. Das ist schon bezeichnend. Und was mich am meisten erschreckt – enttäuscht hat mich gar nichts mehr –, ist, dass das Gros der Leute immer noch nicht merkt, wo die Reise in Deutschland hingeht. Sie merken es nicht. Wenn man sagt: Schaut mal, das und das ist passiert, dann heißt es: Ja, aber uns geht es doch noch so gut. Da möchte ich sagen: Kinder, ja, weil wir von der Substanz zehren. Aber schaut mal, was hier los ist. Was ja auch so putzig ist: Herr Bantersack, der Grünen-Chef, fordert jetzt vom Innenminister Dobrindt, den Menschen vor Ort bestmögliche Hilfe zukommen zu lassen.
Monika Gruber: Und er erwartet – ich zitiere –, dass Herr Dobrindt endlich erkennt, dass kritische Infrastrukturen wie zum Beispiel Stromnetze besser geschützt werden müssen. Da denke ich mir: Burle, du weißt schon, in welcher Partei du bist? In der Partei, die die Energiewirtschaft eines Industrielandes sabotiert hat. Ich kann das gar nicht anders bezeichnen. Was diese Partei – und alle Parteien, die schweigend zugestimmt haben – angerichtet haben, ist Sabotage eines Industrielandes. Vernichtung von Arbeitsplätzen, Vernichtung von Wohlstand. Die Talfahrt geht in rasanter Geschwindigkeit weiter, und die Leute sind immer noch wie sediert. Man eröffnet dann Nebenkriegsschauplätze, um die Leute abzulenken. Und dann heißt es: Irgendwie läuft es doch noch ganz gut. Ach, nach fünf Tagen läuft der Strom wieder, ist doch alles in Ordnung. Schnee haben wir auch, und der FC Bayern spielt am Wochenende. Tutti paletti. Und ich frage mich, wann das Gros der Leute aufwachen und registrieren wird, was hier eigentlich passiert.
Milena Preradovic: Warum schlafen die Leute so? Oder warum regt sich überhaupt kein Protest bei all diesen Themen? Sind es die Medien? Kriegen die Leute das einfach nicht mit, weil sie nicht die gleichen Dinge konsumieren wie wir?
Monika Gruber: Wahrscheinlich. Ich habe neulich mit einem Polizisten bei uns gesprochen, der meinte, sie hätten bei vielen Dingen Nachrichtensperre. Wenn die Leute wüssten, was eigentlich los ist, auch in einer Kleinstadt wie der unseren, dann wäre es nicht mehr so ruhig. Sie kommen vielen Delikten überhaupt nicht mehr nach. Sie können das gar nicht mehr verfolgen. Täter werden laufen gelassen, die eigentlich verurteilt werden müssten, weil schlicht die Manpower fehlt. Wenn die Leute wüssten, was hinter den Kulissen wirklich los ist, dann wäre es wahrscheinlich nicht mehr so ruhig.
Milena Preradovic: Die Sperre?
Monika Gruber: Ja, Nachrichtensperre, so hat er es formuliert. Sie haben Anweisung, bestimmte Dinge nicht mit der Presse zu teilen.
Milena Preradovic: Möglicherweise Dinge, die mit randalierenden Migranten zu tun haben oder …
Monika Gruber: Zum Beispiel vorneweg. Das wird einfach alles unter den Tisch gekehrt. Natürlich gibt es viele Faktoren, warum die Leute immer noch relativ ruhig sind. Erstens merkt jeder im Geldbeutel, dass alles teurer wird. Aber man denkt sich: Mensch, ich habe ja noch die Heizung in meiner Bude. Es funktioniert alles noch einigermaßen. Weihnachten war schön, wir haben einen vollen Tisch. Und dann schaut man in andere Länder und hört ständig: Schau mal in die Ukraine, da ist ja alles ganz schlimm. Es gibt Krisenherde auf der ganzen Welt, und wir sitzen doch an einem vollen Tisch. Aber ich denke mir: Ich folge zum Beispiel Emmanuel Böminghaus. Der postet jeden Tag auf Xing, wie viele Betriebe – auch kleine und mittlere – Stellen abbauen oder ganz schließen. Er hat es sich quasi zur Aufgabe gemacht, wie ein Wächter des Mittelstandes festzuhalten, wie viele Arbeitsplätze unwiederbringlich verloren gehen. Und es ist teilweise wirklich schmerzhaft, seine Posts zu lesen, weil es nicht aufhört. Jeden Tag neue Betriebe. Teilweise sind es „nur“ 150 Leute. Aber 150 Leute, das sind 150 Arbeitsplätze. Da hängen 150 Familien dran mit 300, 400 Familienmitgliedern. Das ist schon eine kleine Stadt. Das sind Schicksale. Das sind Menschen, die vielleicht keinen Job mehr finden, die in die Grundsicherung fallen, obwohl sie das nicht wollen. Und das mal zehn, mal zwanzig, mal hundert – das ist schon bedenklich.
Monika Gruber: Und es ist keine Umkehr zu spüren. Das Heizungsgesetz bleibt bestehen, so wie es von Herrn Habeck vorgesehen wurde. Es wird nichts geändert. Und selbst wenn kriminelle Afghanen abgeschoben werden, haben wir im letzten Jahr wieder eine Zuwanderung von rund einer Viertelmillion gehabt. Zusätzlich sind knapp 300.000 Menschen aus Deutschland weggegangen. Das sind Leute, die hier fehlen. Das sind Fachkräfte, die gehen. Dieser Brain Drain bleibt enorm hoch oder steigt sogar weiter an. Das ist beunruhigend. Und wenn man sich überlegt, wie viele Netto-Steuerzahler wir in Deutschland überhaupt noch haben bei 84 Millionen Einwohnern – ich glaube, es sind etwa 16 Millionen, Beamte und Ähnliches mit eingerechnet –, dann ist das erschreckend.
Milena Preradovic: Ja, die müssen im Grunde alles bezahlen. Und wo du gerade Böminghaus erwähnt hast: Ich folge ihm auch. Da sieht man, wer alles pleitegeht. Aber was wir nicht sehen, sind die, die einfach zumachen. Die sagen: Es macht keinen Sinn mehr, wir hören auf. Und das sind extrem viele kleinere Betriebe. Oder die große Industrie, die gerade im Ausland baut – in China, in Polen, in Ungarn. Die Autoindustrie geht nach Tschechien und Ungarn. Die sind noch nicht ganz weg, die müssen erst fertig bauen, aber dann sind sie auch hier weg. Für immer.
Monika Gruber: Und viele Betriebe gehen auch nach Amerika, um die Zollpolitik von Trump zu umgehen. Das ist natürlich clever gemacht. Man kann von Trump halten, was man will, aber das wird aufgehen. Er haut die Zölle hoch und bietet gleichzeitig gute Bedingungen. Da sagen die Unternehmen: Bevor wir hier diese Megazölle zahlen, bauen wir unseren Betrieb gleich dort. Bei uns bleibt die Energieversorgung volatil, damit kann man nicht arbeiten. Das ist standortschädigend. Die Lohnnebenkosten sind zu hoch. Wenn Trump bessere Bedingungen bietet, gehen wir rüber und bauen dort unser Werk auf. Das wird funktionieren. Davon bin ich überzeugt. Und wir schauen ins Gebirge.
Milena Preradovic: Die Energiepreise sind dort ja nur ein Bruchteil von dem, was hier gezahlt wird. Ich habe vorgestern etwas gesehen – also schön war das nicht. Da musste eine Autobahn gesperrt werden, weil wegen der Kälte ein neu gebautes Windrad drohte abzubrechen. Da habe ich mir gedacht: Ist das vielleicht ein Sinnbild dafür, wie Deutschland gerade dasteht?
Monika Gruber: Die Carolabrücke liegt ja immer noch im Fluss. Die ist bis heute nicht wiederhergestellt. Dann wird eine Kommission gebildet, dann wird diskutiert, ob an der Stelle, wo die Brücke im Wasser liegt, vielleicht der dreirädrige Sumpfrohrzeisig nisten könnte. Dann Baustopp, fünfzehn Jahre, dann passiert nichts. Das ist kompletter Irrsinn. Und ich habe auch einen großartigen Satz gelesen zur Klimapolitik, den jemand auf X gepostet hat: In der breiten Weltöffentlichkeit hat sich mittlerweile die Erkenntnis durchgesetzt, dass es sich beim menschengemachten Klimawandel um ein innerdeutsches Problem handelt, bei dem man sich besser nicht einmischt. Genau so ist es. Wir reden hier ständig über diese vollkommen irren Klimaziele und diesen ganzen Wahnsinn. Und die größten Umweltverschmutzer der Welt fahren nicht einmal zu den Klimakonferenzen. In Brasilien wird hektarweise Wald abgeholzt, und die sind nicht da. Die größten Umweltsünder – USA, Russland, Indien, China – sagen: Macht ihr mal eure komische Klimapolitik, ruiniert euch selbst, wir machen business as usual. Und wir glauben immer noch, mit unserer Chuzpe, wir würden mit gutem Beispiel vorangehen und der Rest der Welt würde uns folgen. Nein. Klima ist mittlerweile ein rein deutsches Projekt. Wir basteln daran herum, zerstören unsere Volkswirtschaft, und die anderen schauen zu. Und wir zahlen weiter Entwicklungshilfe an China. Kinder, die müssten uns längst Entwicklungshilfe zahlen.
Milena Preradovic: Man könnte das aber auch so sehen, dass diese ganze Klimapolitik hervorragend funktioniert. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit kann Luft besteuert werden – Stichwort CO₂-Steuer. Das ist natürlich Umverteilung.
Monika Gruber: Natürlich ist das alles Umverteilung. Wenn die Spritpreise in den nächsten Monaten wieder über zwei Euro steigen – und das erwarte ich –, dann ist das alles bezahlt durch Steuern. Das nimmt man den Menschen weg, die ohnehin schon fast 50 Prozent Steuern zahlen. Rechnet man Grundsteuer, Grunderwerbsteuer und all den anderen Kram dazu, ist man weit über 50 Prozent. Plus Mehrwertsteuer, plus, plus, plus. Und dann heißt es immer noch: Die Reichen sind das Problem, die Erben sind das Problem. Kinder, das, was jemand erbt, ist hundertmal versteuert. Lasst ihn doch erben. Diese naive Vorstellung, immer auf die Reichen draufzuhauen, ist absurd. Die haben Steuersparmodelle, von denen wir nicht einmal träumen können. Die haben nicht einen Buchhalter, sondern drei operative Steuerberater, ein Geflecht aus Holdings und Stiftungen. Wir sind da außen vor. Getroffen werden immer der Mittelstand und die kleinen Leute. Die Großen sind safe, die sind ganz anders aufgestellt. Das ist doch logisch.
Milena Preradovic: Mit dieser Neiddebatte – wir müssen die Reichen rannehmen – kann man natürlich wunderbar von eigenen Problemen ablenken. Diese Debatte tragen Linke, SPD und Grüne ständig vor sich her.
Monika Gruber: Man braucht immer einen Sündenbock. Das ist völlig klar. Und das Lustige ist ja: Weltweit gehören die reichsten Menschen fast alle dem linken Spektrum an. Das sind Ultralinke. Bis auf Elon Musk. Aber der Rest – die Apple-Leute, Zuckerberg – das sind alles Linke. Und nach ihrer eigenen Argumentation hätten die längst dafür sorgen müssen, dass es den Leuten besser geht. Ich bin fest davon überzeugt, dass es gut war, dass man so Bürgermeister von New York wird. Denn jetzt brüllt der Muezzin schon in Manhattan. Diese sozialistische Transformation wird dort ein solches Ausmaß annehmen, dass man in fünf Jahren wieder einen Rudy Giuliani Junior brauchen wird, um diesen Saustall aufzuräumen. Das wird ein anarchistischer Moloch. Hundertprozentig.
Milena Preradovic: Schön war doch der Satz von Mamdani: Man werde den kalten Individualismus durch warmen Kollektivismus ersetzen.
Monika Gruber: Dann fragen Sie mal die Venezolaner, wie warm es dort war – von der Temperatur mal abgesehen. Der Kollektivismus hat dort hervorragend funktioniert: Die Leute haben gehungert. Diese Vorstellung, Sozialismus habe bisher nur deshalb nicht funktioniert, weil er nicht richtig umgesetzt wurde, und wir machen es jetzt richtig, ist naiv und putzig. Irgendwann müsste doch mal jemand kapieren, dass das einfach nicht funktioniert.
Milena Preradovic: Die Sowjetunion hat sich echt bemüht. Also das kann man nicht anders sagen.
Monika Gruber: Ja, es haben sich viele bemüht. Kuba hat sich bemüht, andere auch, und es hat nie funktioniert. Es führt immer zu sozialen Verwerfungen, zu Not, zu Armut, zu Hunger, zu Deindustrialisierung. Und das ist genau das, was sie wollen. Und man muss schon sagen: Die Linken kriegen hier alles auf dem Silbertablett serviert. Es ist ja keiner da aus dem konservativen Lager, der sich hinstellt und sagt: So, bis hierher und nicht weiter. Stattdessen biedert man sich bei diesen Leuten noch an. Ich rede mit vielen Konservativen und frage sie: Glaubt ihr wirklich, dass ihr dafür Respekt bekommt? Sie verachten euch so oder so. Ihr beugt euch, ihr unterwerft euch, ihr sagt Ja und Amen. Glaubt ihr, dass euch das Anerkennung bringt? Ganz im Gegenteil. Für die seid ihr sowieso rechtsradikal, Nazis, egal was ihr tut.
Milena Preradovic: Aber glauben die das selbst?
Monika Gruber: Ich glaube schon. Ich glaube, sie sagen sich: Man darf ja nicht mit der AfD, also müssen wir irgendwie mit den Linken. Aber das ist inhaltlich so diametral unterschiedlich, dass man gar nicht zusammenkommen kann. Und wenn man dann alles schluckt, serviert man dieses Land, diese Volkswirtschaft, diese Menschen auf dem Silbertablett. Wir geben es freiwillig her. Wir opfern unseren Wohlstand, wir wehren uns nicht. Und dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn irgendwann alles weg ist. Und das wird weg sein. Es wird ein böses Erwachen geben für viele Menschen – völlig ohne Not. Das ist das Tragische daran. Es hätte nicht sein müssen, wenn ein paar Leute irgendwann beim Griff in die Hose ihre Eier wiedergefunden hätten. Es können nicht immer nur wir Frauen sein, die Eier haben. Wir beweisen sie, indem wir den Mund aufmachen. Aber es gibt so viele, die an ihren Pöstchen hängen und bloß nicht zu weit aus dem Fenster lehnen wollen. Ich erinnere mich an einen Freund von mir, der saß mal mit den sogenannten jungen Wilden der CDU zusammen. Da ging es nur darum, wie man möglichst schnell Staatssekretär wird, um dann die Pension zu kassieren. Das sind die jungen Wilden einer Partei, in der es um nichts mehr geht. Nicht darum, etwas für Deutschland zu bewegen oder anzuschieben, sondern darum, wie man sich absichert. Mit Anfang 30 ist mir das zu wenig.
Milena Preradovic: Sind das alles Themen deines neuen Bühnenprogramms? Du gehst ja wieder auf die Bühne, oder?
Monika Gruber: Ja, ich gehe wieder auf die Bühne. Aber ganz ehrlich: Die Leute haben das alles so satt. Natürlich kann man Zeitkritisches anklingen lassen, das mache ich auch. Ich habe neulich bei Helmut Schleich eine Nummer gesehen, da ging es um den Russen, der einmarschiert – humorvoll verpackt. Das geht schon. Aber die Leute schlagen morgens die Zeitung auf und werden nur mit Horrormeldungen bombardiert. Sie wollen einen Abend, an dem sie davon nichts hören, sondern einfach mal befreit lachen können. Über die Mätzchen des Partners, über Familie, über das Leben. Ich bin ja kein klassischer politischer Kabarettist. Ich bin Geschichtenerzählerin. Ich erzähle humorvolle Geschichten aus dem Leben, um die Leute vom Alltag abzulenken. Ich glaube, das brauchen sie. Ich habe vor Weihnachten ein Programm mit den Salzburger Philharmonikern im Mozarteum gemacht, mit humorvollen, auch nachdenklichen Weihnachtsgeschichten, dazwischen Sketche. Man hat gemerkt: Die Leute waren dankbar. Sie hatten befürchtet, ich würde nur in meiner üblichen Art draufhauen, aber es war anders. Sie wollten einfach einen Abend lang diesen ganzen Mist vergessen, dieses permanente Bombardement mit schlechten Nachrichten und diese ständige Angstmacherei. Seit fünf Jahren schwebt ein Damoklesschwert nach dem anderen über uns: Corona, Ukraine, Energiewende, Deindustrialisierung, Blackouts. Es hört ja nicht auf.
Monika Gruber: Das zermürbt die Leute. Und man spürt das auch. Um Herrn Merz zu zitieren: das Stadtbild. Wenn ich vor Weihnachten durch meine Stadt gehe, denke ich mir: Den Leuten ist die Lebensfreude abhandengekommen. Wie wenige Häuser noch weihnachtlich geschmückt sind. Früher stand vor jedem Haus ein beleuchteter Christbaum. Das wird den Leuten regelrecht abgewöhnt, als sei es unanständig, sich auf Weihnachten zu freuen. Viele haben Angst, dass der Nachbar kommt und von Energieverschwendung spricht. Oder man denkt gleich an muslimische Nachbarn und lässt den Baum weg. Dann fährst du über die Grenze, gehst durch Salzburg oder Basel, alles ist wunderschön dekoriert, die Leute sind freundlich, lachen dich an. Und bei uns siehst du morgens schon in der Bäckerei diese Merkel-Mundwinkel. Alle sind gereizt, aggressiv, auf Krawall gebürstet. Sobald man ins Ausland fährt, merkt man erst, wie mies die Stimmung bei uns ist. Die Leute lassen sich nicht einfach mitreißen, sie werden ständig bombardiert. Und natürlich haben sie Angst. Sie sagen sich: Wenn das so weitergeht, kann ich mir dies und das bald nicht mehr leisten. Alles wird enger, alles wird teurer.
Milena Preradovic: Dann merken sie es ja doch irgendwie. Aber sie tun trotzdem nichts.
Monika Gruber: Der Karren steckt einfach noch nicht tief genug im Dreck.
Milena Preradovic: Okay, aber dann ist er richtig weg. Ich wohne ja in Österreich, und ich erkenne deutsche Touristen im Sommer an den Mundwinkeln. Das ist wirklich krass. Sie haben einfach wesentlich schlechtere Laune. Und auch hier ist nicht alles Gold, die Politik schon gar nicht. Aber ich habe den Eindruck, Österreicher sind anders als Deutsche. Wie siehst du das?
Monika Gruber: Sie sind bodenständiger, lebensfroher, offener und, finde ich, auch freundlicher. Bei uns ist dieser Grant, und den meinen wir ernst. Der hat sich in den letzten Jahren richtig manifestiert. Und die Österreicher gehen anders mit Politik um. Wenn die Regierung etwas vorschlägt, sagen sie: Schauen wir uns das an und richten es uns so ein, dass es für uns passt. Der Deutsche hingegen ist der perfekte Untertan. Er liebt es, gesagt zu bekommen, was er zu tun hat, und liebt es, das zu befolgen. Wie man während Corona gesehen hat, liebt er es auch, andere zu denunzieren, mit dem Finger zu zeigen und zu sagen: Der hat die Maske nicht richtig über der Nase. Dieses Stigmatisieren gehört leider auch dazu.
Milena Preradovic: Ich erkläre mir das immer so: Die Deutschen wollen immer perfekt sein, im Guten wie im Bösen.
Monika Gruber: Genau so ist es.
Milena Preradovic: Und diese Untertanenmentalität. In Deutschland wird die Meinungsfreiheit extrem eingeschränkt. In der EU generell, aber Deutschland ist der Musterschüler. Menschen bekommen wegen Tweets morgens um sechs Hausdurchsuchungen. Die EU geht da mit oder sogar voraus. Jetzt wurde der Schweizer Analyst Jacques Baud wegen unliebsamer Fakten mit Sanktionen belegt. Er lebt in Belgien, seine Konten sind gesperrt, er kann nicht reisen, nicht einmal in seine Heimat Schweiz, wo ihn die Politik fallen gelassen hat. Wer ihm hilft, wird bestraft. Da frage ich mich: Wie ist das für eine Kabarettistin? Auch wenn du sagst, du bist nicht so politisch – ist das nicht auch eine Frage der Schere im Kopf?
Monika Gruber: Nein, das muss es nicht sein. Aber man muss damit rechnen, dass einem sehr schnell das Prädikat „umstritten“ angeheftet wird. Und rechts natürlich sowieso. Das ist die unmittelbare Vorstufe zu rechtsradikal und rechtsextrem. Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Feedback aus den Medien und dem Feedback vom Publikum. Ich habe wieder mit dem Kartenvorverkauf für ein neues Programm begonnen, weil ich gemerkt habe: Das ist das Einzige, was mir wirklich Spaß macht – abgesehen vielleicht von einer Konditorlehre, aber dafür bin ich inzwischen zu alt. Ich hatte Bedenken, ob noch genug Leute Karten kaufen würden. Und dann war der Zulauf enorm. Am ersten Tag habe ich 40.000 Karten verkauft, in einer Woche 100.000. Das ist natürlich eine Genugtuung. Vor allem, wenn man mitbekommt, dass Journalisten Veranstalter kontaktieren, mit denen ich seit Jahrzehnten zusammenarbeite, und fragen, ob sie eigentlich wissen, wen sie da veranstalten – die Gruber. Das machen übrigens nicht nur Journalisten, sondern auch Privatpersonen.
Milena Preradovic: Sind das Privatpersonen oder ist das Antifa? Wer ruft da an?
Monika Gruber: Alles Mögliche. Privatpersonen und Journalisten haben Veranstalter von mir und auch Hallenbetreiber kontaktiert und nachgefragt, ob sie denn wüssten, was ich so sage und so weiter. Und die haben gesagt: Natürlich, wir kennen die Monika seit 20 Jahren. Ich arbeite hauptsächlich mit Menschen zusammen, die ich seit sehr langer Zeit kenne, mit denen ich teilweise auch privat befreundet bin. Auch bei den Hallen ist das so. Mein Team kommt hin, man geht danach gemeinsam etwas trinken, man ruft sich zum Geburtstag an. Wir sind nicht überall, aber in sehr vielen Orten gibt es seit Jahren einen engen Kontakt.
Und dann gab es zum ersten Mal eine neue Eskalationsstufe: Antifa-nahe Personen haben bei Freunden von mir angerufen oder über Social Media geschrieben. Eine Freundin von mir betreibt einen Onlineshop, für den ich ab und zu Werbung mache. Sie wurde gefragt, ob sie denn wisse, dass sie mit einer Rechtsradikalen Werbung macht. Sie hat gesagt: Wer sind Sie? Was wollen Sie? Dann hieß es, sie stehe auf einer Liste der Antifa. Was das für eine Liste sei und wer sie erstellt, konnte sie natürlich nicht herausfinden. Aber das war für meine Freundin, die ein völlig unpolitischer Mensch ist, loyal mir gegenüber und seit vielen Jahren meine beste Freundin, ein Schock. Sie war zwei Tage lang wie gelähmt. Sie hat mich gefragt, ob sie sich ein Pfefferspray kaufen solle. Ob ich glaube, dass sie ihren Laden in Brand stecken könnten. Seitdem ist ihr mulmig.
Monika Gruber: Die Bandagen werden härter. Und das bei mir, wo ich sage: Ich bin ja nicht einmal wirklich politisch. Ich äußere mich politisch, ja, aber ich mache kein politisches Kabarett. Ich sage nichts, was auch nur annähernd rassistisch oder verfassungsfeindlich ist. Wo ist also das Problem? Wir haben in Deutschland seit Jahren ein massives Problem, nicht nur mit Meinungen, sondern mit Meinungstoleranz. Andere Meinungen auszuhalten. Ich muss auch den Schwachsinn aushalten, den irgendwelche linken Grünen von sich geben. Ich würde aber niemals auf die Idee kommen, zu versuchen, diese Leute wirtschaftlich zu zerstören oder sie zu verachten oder zu hassen. Ich stimme mit Heidi Reichinnek in fast nichts überein, aber ich würde nie sagen, dass ich diesen Menschen hasse. Erstens kenne ich sie gar nicht. Vielleicht ist sie privat ganz lustig. Aber das, was sie sagt, halte ich größtenteils für verquasten Blödsinn. Trotzdem würde ich niemals versuchen, sie bei Freunden anzuschwärzen oder ihre Lebensgrundlage zu zerstören. Und das sind neue Wege. Und wenn das politisch weiter forciert wird – dieses Anschwärzen, dieses Trusted Flagging, HateAid, die natürlich nur denen helfen, die dem linksgrünen Zeitgeist entsprechen, während alle anderen sehen können, wie sie sich einen Anwalt leisten – dann ist das extrem bedenklich. Und das alles unter dem Deckmäntelchen: Wir wollen ja nur Kinderpornografie bekämpfen. Ja, genau. Das kann man auch anders erzählen.
Milena Preradovic: Dieses Einschüchtern von Veranstaltern ist ja ein typisches Vorgehen der Antifa. Und man muss sich vor Augen halten, dass die Antifa Geld von der Bundesregierung bekommt. Renate Künast hat das im Bundestag quasi unfreiwillig zugegeben. Auch ein Antifa-naher Verlag bekommt Geld, der Schülern in einem Buch erklärt, wie man Antifa wird – mit allen bösen Konsequenzen. Und das findet der Kulturstaatsminister Roth absolut richtig. Ich denke dabei immer an die Roten Garden in China, die die Drecksarbeit für die Regierung erledigt haben. Kannst du diesen Vergleich nachvollziehen?
Monika Gruber: Ich erinnere mich eher an die Stasi, um ehrlich zu sein. Ich spreche mit vielen Menschen aus dem Osten, und die haben schon vor Jahren zu mir gesagt: Habt ihr wirklich geglaubt, dass dieses ganze Regime einfach so verschwindet? Damals war hier Friede, Freude, Eierkuchen, da konnte ich mir nicht vorstellen, was für Zustände wir einmal haben würden. Die haben gesagt: Glaubt ihr wirklich, das ist einfach weg? Das kommt wieder, in einem anderen Gewand, in einer anderen Form. Die Antifaschisten werden sich als die neuen Faschisten entpuppen, getarnt als Antifaschisten. Der Klassenfeind hat die Seiten gewechselt. Es ist beängstigend, wie viele Parallelen man ziehen kann. Deshalb wählen auch so viele Menschen im Osten die AfD, weil sie sagen: Wir kennen diese Mechanismen. Dieses Denunzieren, dieses Anschwärzen, dieses Angst-Machen, Hausdurchsuchungen nach dem Motto „Bestrafe einen, erziehe Hunderte“. Das hatten wir alles schon. Und wir hätten nie gedacht, dass ihr auf denselben Mist noch einmal reinfallt. Aber es geht schleichend. Auch die Enteignung wird schleichend kommen, immer ein Stückchen mehr, und die Leute merken es nicht.
Monika Gruber: Und dann wird irgendwann das Bargeld verschwinden. Dann kommt die digitale Zentralbankwährung. Nebenbei heißt es dann noch, es gebe ja Bargeld. Aber ein Geldautomat nach dem anderen schließt. Im Supermarkt gibt es noch eine Kasse, der Rest sind Selbstbedienungskassen. Wer hat das gewählt? Wurdest du gefragt? Ich wurde nicht gefragt, ob ich das gut finde. Plötzlich mache ich den Job der Kassiererin, obwohl ich ihn nicht kann. Ich vertippe mich ständig, das System funktioniert nie, und die Kassiererin steht daneben und passt auf, dass ich nicht bescheiße. Warum setzt sie sich nicht einfach an die Kasse? Dafür wird sie bezahlt. Stattdessen machen wir den Job selbst, damit er irgendwann wegrationalisiert wird. Ich habe einmal gesagt: Das ist doch Bullshit. Sie stehen daneben und kontrollieren mich, statt einfach zu kassieren. Ich sage Guten Morgen, sie fragt mich, ob ich Payback-Punkte sammle, ich sage, ich sammle nur Schuhe, sie lacht mit ihren Grübchen – so wie früher. Das hier ist Bullshit.
Monika Gruber: Und dann heißt es alle zwei Wochen: Es wird immer weniger mit Bargeld bezahlt. Natürlich, weil es inzwischen Läden in München gibt, die gar kein Bargeld mehr annehmen. Dabei ist Bargeld das Zahlungsmittel, auf das wir uns irgendwann geeinigt haben. Und was ist bei einem Stromausfall? Was machst du ohne Bargeld? Dein Apple Pay funktioniert nicht mehr, wenn dein Handy keinen Saft hat. Kartenzahlung geht auch nicht. Dann hast du demnächst Supermärkte, in die du nur noch mit ID reinkommst. In Großbritannien gibt es schon Amazon-Supermärkte, da öffnet sich die Tür per ID, alles wird automatisch erkannt und abgerechnet, und das wird dann mit dem Carbon Footprint verknüpft. Was ist, wenn das bei uns kommt? Die Briten sind immer ein Stück voraus. Und weißt du, was bei uns in ein, zwei Jahren sein wird?
Milena Preradovic: Ja. Die Deutschen machen da ja auch ordentlich mit. Die Bundesregierung arbeitet an einem Zensurgesetz, mit dem Presse-Redaktionen und Tech-Plattformen von der Bundesnetzagentur ohne richterlichen Beschluss durchsucht werden können. Es geht um unliebsame politische Werbung, wieder einmal schwammig formuliert. Und der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Günther hat bei Lanz offen gefordert, kritische Medien wie Nius zu zensieren, weil sie angeblich schuld seien, dass die Politik so oft ins Straucheln gerät.
Monika Gruber: Genau so ist es.
Milena Preradovic: 2026 wird nicht besser.
Monika Gruber: Nein, politisch wird es nicht besser. Ich hoffe nur, dass es für mich persönlich besser wird, weil ich mich freue, mein Publikum wiederzusehen und auf der Bühne zu stehen. Das gibt mir Kraft. Wenn ich es schaffe, die Leute zum Lachen zu bringen, bin ich automatisch besser gelaunt. Und ich hoffe, die Leute gehen auch besser gelaunt nach Hause. Politisch sehe ich die Lage allerdings dramatisch. Manchmal muss ich wirklich einen Detox-Tag einlegen und mir keine Nachrichten anschauen, weil das einfach schlechte Laune macht. Ich habe einen Satz von Edward Snowden gelesen, den ich perfekt finde. Er hat gesagt: Die Leute, die sagen, sie hätten nichts zu verbergen und bräuchten deshalb keinen Schutz ihrer Privatsphäre im Netz, sind dieselben, die sagen: Ich brauche keine Meinungsfreiheit, ich habe ja nichts zu sagen.
Milena Preradovic: Ja.
Monika Gruber: Das ist so treffend. Und insofern sehe ich das wie du. Daniel Günther ist doch längst Ehrenmitglied der Grünen. Was macht der überhaupt noch in der CDU? Der ist dort völlig fehl am Platz. Herr Wüst genauso. Das sind keine Parteipolitiker mehr, das sind Karrieresoldaten. Menschen, die nur an ihrer Position interessiert sind. Die DNA der Partei, für die sie eigentlich stehen müssten, haben sie, glaube ich, nie verstanden. Die wollen Kanzler werden oder Ministerpräsident bleiben, wichtig sein, eine gute Pension bekommen. Aber sie sind so weit entfernt von der ursprünglichen DNA von Politikern wie Helmut Kohl, wie ich von der bemannten Raumfahrt. Das ist erschreckend. Und was Günther in der Corona-Zeit von sich gegeben hat, war haarsträubend.
Milena Preradovic: Ja, es ist alles haarsträubend. Und es hat sich ja noch weiter verschoben in Deutschland. Stichwort Silvester. Randale in allen großen Städten, allein in Berlin 600 brennende Raketen, Angriffe auf Polizei und Feuerwehr, 400 Festnahmen. Und die erste Reaktion von Polizei und vom tennisspielenden Bürgermeister war: Alles normal, sogar besser als letztes Jahr. Soll das das neue Normal sein? Ich kriege da Schnappatmung. Berlin wird ja schon lange als Failed State bezeichnet. Jetzt frage ich dich als Bäuerin aus der Nähe von München: Wie ist das Stadtbild in München? München war früher elegant und lebenslustig. Wie ist es heute?
Monika Gruber: München ist immer noch eine lebenswerte Stadt, aber sie hat sich stark verändert. Und das geht nicht mehr schleichend, sondern relativ rasant. Ich habe vor Jahren mit zwei Polizisten auf dem Oktoberfest gesprochen. Die sagten damals schon, es gebe Straßen, in die sie nicht mehr wirklich reinfahren. Und das ist Jahre her. Heute hast du Ecken, etwa rund um den Botanischen Garten, wo ich selbst tagsüber als Frau nicht mehr alleine reingehen würde. Angeblich wurde das Problem behoben, aber man sieht es auch in kleineren Städten. Bei uns liegen plötzlich Berge von Müll neben den Containern für Papier und Flaschen. Ich werde 55 Jahre alt, und das kenne ich aus meinem ganzen Leben nicht. Die Container sind mit Graffiti beschmiert. In Haidhausen, einem eigentlich sehr schönen Stadtteil Münchens, wurde zuerst ein Haus beschmiert, dann eine Straße, inzwischen halbe Viertel. Es sieht teilweise aus wie in Berlin.
Monika Gruber: Das kann man von Monat zu Monat beobachten: Es wird dreckiger, schmuddeliger. Bahnhöfe, S-Bahn, U-Bahn, öffentliche Plätze. Und dann gehst du durch die Fußgängerzone und hörst kaum noch ein deutsches Wort, geschweige denn ein bayerisches. Das ist befremdlich. Mir fällt das besonders auf, wenn ich woanders bin. Eine polnische Freundin hat mir ein Video vom Weihnachtsmarkt in Krakau geschickt. Als ich das gesehen habe, dachte ich mir: So war es bei uns vor 20 Jahren. Keine Betonpoller, kein Merkel-Lego, keine Angst vor Anschlägen. Familien mit kleinen Kindern, alte Menschen mit Rollatoren, Pärchen, die abends Hand in Hand gehen, Mädchen, die zu zweit unterwegs sind, ohne Angst. Alles aufgeräumt, alles geschmückt. Laser-Feuerwerke, Drachen in der Luft. Es war wie ein Disneyfilm.
Monika Gruber: Und dann siehst du Bilder aus Brüssel, Amsterdam oder Berlin und denkst dir: Das sind Kriegsschauplätze. Menschen, die angeblich vor Krieg geflohen sind, benehmen sich hier wie die Axt im Wald. Die schießen Böller in ein Seniorenheim und lachen sich kaputt. Letztes Jahr wurde sogar in ein Kinderzimmer geschossen. Der Täter wurde ausgewiesen, ja, aber sind das Zustände, die wir als neues Normal akzeptieren sollen? Will die Politik uns das so verkaufen? Der Großteil der Menschen sieht das doch. Die Leute wählen doch nicht die AfD, weil sie so großartig ist. Die wählen sie trotz Figuren wie Höcke. Nicht aus Begeisterung, sondern aus Verzweiflung. Weil sie sagen: Egal, wo wir unser Kreuz machen, bei SPD, CDU, FDP oder Grünen, unten kommt immer dieselbe linke Politik raus. Und das wollen wir nicht mehr. Das ist Notwehr. Politische Notwehr.
Milena Preradovic: Ja.
Monika Gruber: Und dann setzt sich jemand wie Günther bei Lanz hin und sagt, Portale wie Nius seien schuld daran, dass die Menschen ein schlechtes Bild von der Politik haben. Das ist doch ein Hohn. Milena, wenn ich mein Comeback gemacht hätte und im Vorverkauf am ersten Tag 22 Karten verkauft hätte und in der ersten Woche 58, dann würde ich mir Gedanken machen. Dann würde ich nicht sagen, die Leute sind Arschlöcher, sondern ich würde mich fragen: Bin ich schlecht geworden? Habe ich ein schlechtes Programm gemacht? Vielleicht wollen die Leute mich nicht mehr sehen. Dann ziehe ich Konsequenzen. Diese Selbstreflexion muss es in jedem Beruf geben. Warum gibt es sie bei Politikern nicht? Warum glauben Politiker, ihr Handeln habe keine Konsequenzen?
Milena Preradovic: Du hast es selbst gesagt: Es geht um Machterhalt. Genau deshalb dürfen Bürger offenbar auch belogen werden. Aber noch einmal ganz konkret: Wie wohl fühlst du dich eigentlich noch in Deutschland?
Monika Gruber: Ganz ehrlich: Ich hätte nie gedacht, dass ich mir jemals vorstellen könnte, aus Deutschland wegzugehen. Heute kann ich mir das vorstellen. Und ich kenne kaum jemanden in meinem Umfeld, der nicht zumindest einmal darüber nachgedacht hat. Aber das ist eigentlich keine Lösung. Wenn alle gehen, denen dieses Land etwas bedeutet, dann bleibt nichts übrig. Das ist meine Heimat. Ich bin hier verwurzelt. Vielleicht ist es nicht so pittoresk wie am Tegernsee oder Schliersee, aber es ist meine Heimat. Wenn ich hierherfahre, die flache Landschaft des Erdinger Mooses sehe, bestimmte Häuserzeilen, Menschen, den Dialekt höre, dann wird mir warm ums Herz. Hier bin ich groß geworden, hier sind meine Erinnerungen, meine Familie, meine Freunde, mein soziales Leben. Ich habe Freunde auf der ganzen Welt, aber sprachlich, menschlich, sozial gehöre ich hierher. Wegzugehen würde mir unfassbar schwerfallen. Aber ich kann auch nicht meine geistige und körperliche Gesundheit opfern für ein Land, das sich borniert in den Untergang führen lässt, das alles Lebendige, alles Lebenswerte preisgibt. Wir lassen uns das alles nehmen. Wir leisten keine Gegenwehr. Wir sind zu brav, zu angepasst, zu still.
Monika Gruber: Wenn wir Franzosen wären, wären wir schon längst auf der Straße – jede Woche. Aber hier passiert nichts. Als ich damals bei dieser Demo gegen das Gesetz mitgemacht habe, ist ja sofort die Hölle losgebrochen. Die mediale Aufregung – eineinhalb Jahre lang. Ich war oder bin immer noch persona non grata. Dabei war das eine Demonstration aus dem Nichts mit 14.000 Menschen. Und ich denke mir: Leute. Ich bekomme ja viel mit, zum Beispiel von den Bauern bei mir in der Gegend oder aus dem Bauernverband. Welche Probleme die haben mit diesem Mercosur-Abkommen, wie wenig sie gehört werden, dass sie keine Lobby haben. Selbst der Bauernverband vertritt ihre Interessen kaum noch. Der hat sich genauso entfernt von den Menschen, die unsere Nahrung produzieren. Die werden immer nur dargestellt als Tierquäler und Landschaftsvergifter. Und dann denke ich mir: Leute, wie wollt ihr denn leben? Bei uns wird jetzt eine riesige Bäckereifabrik gebaut. Wann ist das eigentlich passiert, dass wir nicht mehr zum Bäcker gehen und unsere Semmel kaufen, sondern in riesigen Hallen irgendwelche Teiglinge aus China aufgebacken werden? Ist das die Zukunft, die wir wollen? Es müssten sich viel mehr Leute zusammenschließen, die unzufrieden sind, lauter werden. In England, in Brüssel, in Holland sind die Bauern auf die Straße gegangen und haben vehement protestiert. Und bei uns?
Milena Preradovic: Ja.
Monika Gruber: Ein kleiner Japser, und dann ist wieder Ruhe. Wir sind viel zu angepasst. Das meine ich mit dem perfekten Untertan. Und wenn morgen wieder eine sogenannte Pandemie ausbrechen würde – es gab ja nie eine –, dann würde der Großteil der Leute wieder alles mitmachen. Wieder jeden Mist, sich Filtertüten vors Gesicht knallen, am besten noch zu Hause im Bett, weil Lauterbach es sagt. Das ist unfassbar und zermürbend. Mir fällt das immer auf, wenn ich nach Italien oder nach Österreich komme. Da fällt eine Last von mir ab. An der Tankstelle wird gescherzt, die Leute lachen dich an. Und bei uns verschwindet das alles. Alles grau in grau, die Leute mürrisch. Nicht alle, um Gottes willen. Man muss sich diese Inseln schaffen: Freunde, gute Bekannte, gemeinsam kochen, ein paar Flaschen Wein aufmachen und bewusst nicht über Politik reden. Aber es fällt immer schwerer, das gebe ich zu.
Milena Preradovic: Monika, das war ein schöner Appell zum Schluss. Und wirklich: Mit niemandem starte ich so gern ins neue Jahr wie mit dir. Ein gutes Omen, was auch immer es ist.
Monika Gruber: Ich hoffe, ein besseres als letztes Jahr. Aber klar, wenn man so viele Rabbit Holes kennt wie wir und so viele Informationen sammelt, kann man zwischendurch schon verzweifeln. Man darf sich nicht entmutigen lassen.
Milena Preradovic: Galgenhumor kann Leben retten. Das ist mein Spruch – seit fünf, sechs Jahren.
Monika Gruber: Absolut. Wenn wir uns den Humor abgewöhnen, dann haben wir verloren. Wenn wir nicht mehr lachen, vor allem nicht mehr über uns selbst, dann ist die letzte Hoffnung weg.
Milena Preradovic: Vielleicht auch ein deutsches Problem. Du kennst ja die drei dünnsten Bücher der Welt: italienische Heldensagen, englische Küche und deutscher Humor.
Monika Gruber: Ja, ich kenne einen Spruch, den hatte ich mal auf Grußkarten drucken lassen: Deutscher Humor ist, wenn man trotzdem nicht lacht.
Milena Preradovic: Kann uns nicht passieren.
Monika Gruber: Nein. Humor beginnt da, wo der Spaß aufhört.
Milena Preradovic: Ganz genau. Und ich befürchte, wir stehen nächstes Jahr um diese Zeit wieder hier. Ich stelle mich schon mal an. Vielen Dank, dass du da warst.
Monika Gruber: Danke dir. Und vielen Dank, alles Gute. Wir lassen uns unsere gute Laune nicht verderben. Und du schaust so strahlend aus – wirklich. Wenn das das neue Jahr ist, dann ist es gut gestartet. Du strahlst wie ein junges Mädchen.
Milena Preradovic: Jetzt haben wir uns aber schön eingeseift.
Monika Gruber: Ich mache nur Komplimente, wenn ich sie ernst meine.
Milena Preradovic: Ich auch. Vielen Dank, liebe Monika. Tschüss, meine Liebe. Liebe Grüße nach Kärnten. Ich erwarte dich dieses Jahr auf jeden Fall.
Monika Gruber: Ich komme.
Milena Preradovic: Tja, Leute, 2026 fängt turbulent an. Und wie gesagt: Das ist erst der Anfang. Wir haben Januar. Also warm anziehen und am besten einen gefütterten Bademantel bereitlegen. Ich wünsche euch eine gute Zeit. Bis bald.
Interview with Monika Gruber (english)
Milena Preradovic: A left-wing extremist group carries out an attack on Berlin’s power grid. 45,000 people are stuck in their homes for days in freezing temperatures. And neither the president nor the chancellor deem it worthy of a public statement. Merz has expressed concern about attacks on energy security, but he was referring to Ukraine. No joke. Nor is the fact that the mayor of Berlin went to play tennis on the day of the attack and initially lied about it. What does that say about our elites? And what would have happened if a right-wing extremist group had claimed responsibility for the attack? Absurdistan 2026. Really tough stuff for cabaret artists. But my guest takes on every challenge. Now on Punkt Preradovic. Hello Monika Gruber, how nice to be able to start the year with you again.
Monika Gruber: Milena, I’m glad you invited me back.
Milena Preradovic: Yes.
Monika Gruber: I don’t know if I’m such a good omen.
Milena Preradovic: You mean because 2025 was such a great year?
Monika Gruber: Right. A modest year, at least for me. Everything was incredibly exhausting. I think you needed so much energy for all the things that usually come easily to you.
Milena Preradovic: Yes, and I’m afraid it’s not going to get any better. But we’ll discuss that in a moment. Let me introduce you briefly. You are one of the best-known and sharpest-tongued cabaret artists in Germany and also extremely popular in Austria. You started out as a foreign language secretary, then attended drama school and quickly moved into cabaret. You made your big breakthrough with your second solo stage show, Hauptsache gesund (The Main Thing Is to Be Healthy). Since then, you’ve been filling huge venues and appearing on television and in movies. You’ve received numerous awards for your performances. I stopped counting at ten.
Monika Gruber: You received numerous awards from Bavaria. Numerous. Yes, that’s right.
Milena Preradovic: From the Bavarian Cabaret Award to the Bambi and the Bavarian Order of Merit to the Karl Valentin Order. You are also an author, for example of Willkommen im falschen Film – Neues vom Menschenverstand in hysterischen Zeiten (Welcome to the Wrong Movie – News from Common Sense in Hysterical Times), which you wrote together with Andreas Hock. You surprisingly ended your stage career two years ago. But now you’re back, and we’ll talk about that in a moment. But first, let’s talk about the left-wing extremist attack on Berlin’s power supply.
Monika Gruber: It was just a normal power outage.
Milena Preradovic: Exactly as reported by the Tagesschau news program. But 45,000 people were without power for days, and the mayor of Berlin went to play tennis on day one and initially covered it up. What did you think about that?
Monika Gruber: I thought to myself: business as usual. I’m just surprised—and that’s probably why these characters get away with such behavior—that the media complex always remains silent about it. They should be called out on everything. Including this behavior, this not being on site. It’s almost as if those affected are afraid of encountering ordinary people on the street, of possibly having to justify themselves or even being shouted at or insulted. Or, I don’t know, maybe being confronted with people who are crying. This demophobia, as I always affectionately call it, the fear of the people, is what characterizes them all. And the media always lets them get away with it. Of course, because it wasn’t a left-wing extremist attack. Imagine if right-wing extremists had sabotaged this power grid.
Milena Preradovic: What would have happened?
Monika Gruber: Non-stop news coverage, nights of special broadcasts, outrage, marches of hundreds of thousands on the streets, and the usual suspects always speaking out. Now there is an icy silence. You hear nothing. And then it’s almost expected that someone will say, “Yes, it was probably Putin.” That was the first attempt. And oh, how could anyone even think that it could have been the left, when there is supposedly no problem with left-wing terrorism in Germany at all. It’s funny what gymnastic exercises some people in this country perform just to avoid taking responsibility.
Milena Preradovic: Yes, the Federal President.
Monika Gruber: With the apology.
Milena Preradovic: Not a word from the President, not a word from the Chancellor. I mean, Merz expressed concern about attacks on energy security, but he was referring to Ukraine. Seriously, during this time?
Monika Gruber: I think he’s now specializing in foreign policy. That’s his new hobbyhorse. My impression is that he’s not really interested in domestic politics. For him, the big world stage is important now: Paris, Ukraine, Kazakhstan, Macron – his new best buddies. And we’re just kind of there too. It’ll work itself out. Even the Federal President, who otherwise always adds his two cents to everything in an unctuous manner: nothing. Icy silence. That’s quite telling. And what frightens me most—nothing disappoints me anymore—is that the majority of people still don’t realize where Germany is headed. They don’t realize it. When you say, “Look, this and that has happened,” they say, “Yes, but we’re still doing so well.” I want to say, “Kids, yes, because we’re living off our reserves.” But look at what’s going on here. What’s also funny is that Mr. Bantersack, the leader of the Green Party, is now calling on Interior Minister Dobrindt to provide the best possible help to the people on the ground.
Monika Gruber: And he expects—and I quote—Mr. Dobrindt to finally recognize that critical infrastructure such as power grids must be better protected. And I think to myself: Burle, you do know which party you’re in, right? The party that sabotaged the energy industry of an industrialized country. I can’t describe it any other way. What this party—and all the parties that silently agreed—has done is sabotage an industrialized country. The destruction of jobs, the destruction of prosperity. The downward spiral continues at breakneck speed, and people are still sedated. Then you open up secondary theaters of war to distract people. And then you say: Somehow, things are still going quite well. Oh, after five days, the power is back on, so everything is fine. We’ve got snow, and FC Bayern is playing at the weekend. Tutto a posto. And I wonder when the majority of people will wake up and realize what is actually happening here.
Milena Preradovic: Why are people so asleep? Or why is there no protest at all about all these issues? Is it the media? Do people simply not notice because they don’t consume the same things as we do?
Monika Gruber: Probably. I recently spoke to a police officer here who said that they have a news blackout on many things. If people knew what was really going on, even in a small town like ours, it wouldn’t be so quiet anymore. They can’t keep up with many crimes anymore. They can’t even pursue them anymore. Perpetrators who should actually be convicted are being let go simply because there isn’t enough manpower. If people knew what was really going on behind the scenes, things probably wouldn’t be so quiet anymore.
Milena Preradovic: The blackout?
Monika Gruber: Yes, a news blackout, that’s how he put it. They have instructions not to share certain things with the press.
Milena Preradovic: Possibly things that have to do with rioting migrants or…
Monika Gruber: For example, first and foremost. It’s all just swept under the carpet. Of course, there are many factors why people are still relatively calm. First, everyone notices in their wallets that everything is getting more expensive. But you think to yourself: Hey, at least I still have heating in my apartment. Everything still works reasonably well. Christmas was nice, we have a full table. And then you look at other countries and hear constantly: Look at Ukraine, everything is really bad there. There are trouble spots all over the world, and we’re sitting at a full table. But I think to myself: I follow Emmanuel Böminghaus, for example. Every day, he posts on Xing how many companies—including small and medium-sized ones—are cutting jobs or closing down completely. He has made it his mission, as a guardian of small and medium-sized businesses, to record how many jobs are being irretrievably lost. And it’s really painful to read his posts sometimes because it never stops. Every day, new companies. Sometimes it’s “only” 150 people. But 150 people means 150 jobs. That affects 150 families with 300 or 400 family members. That’s a small town. These are people’s lives. These are people who may not find another job and who will end up on welfare, even though they don’t want to. And that’s ten times, twenty times, a hundred times – it’s really worrying.
Monika Gruber: And there is no sign of a reversal. The Heating Act remains in place, as envisaged by Mr. Habeck. Nothing will change. And even if criminal Afghans are deported, we still had an influx of around a quarter of a million immigrants last year. In addition, almost 300,000 people have left Germany. These are people who are missing here. These are skilled workers who are leaving. This brain drain remains extremely high or is even increasing. That is worrying. And when you consider how many net taxpayers we actually still have in Germany with a population of 84 million – I believe it is around 16 million, including civil servants and the like – then it is frightening.
Milena Preradovic: Yes, they basically have to pay for everything. And since you just mentioned Böminghaus: I follow him too. There you can see who is going bankrupt. But what we don’t see are those who simply close down. They say: It doesn’t make sense anymore, we’re stopping. And there are an extremely large number of smaller businesses. Or the big industry that is currently building abroad – in China, Poland, Hungary. The auto industry is moving to Czechia and Hungary. They’re not quite gone yet; they have to finish building first, but then they’ll be gone from here too. Forever.
Monika Gruber: And many companies are also moving to America to circumvent Trump’s tariff policy. That’s clever, of course. You can think what you want about Trump, but it will work. He’s raising tariffs and offering good conditions at the same time. So companies are saying: before we pay these mega tariffs here, we’ll just build our business there. Our energy supply remains volatile, which makes it impossible to work. That damages our location. Non-wage labor costs are too high. If Trump offers better conditions, we’ll go over there and build our factory there. It will work. I’m convinced of that. And we look up at the mountains.
Milena Preradovic: Energy prices there are only a fraction of what is paid here. I saw something the day before yesterday – and it wasn’t pretty. A highway had to be closed because the cold weather threatened to break off a newly built wind turbine. I thought to myself: Is this perhaps a symbol of how Germany is currently standing?
Monika Gruber: The Carola Bridge is still in the river. It has not been restored to this day. Then a commission is formed, and there is discussion about whether the three-wheeled marsh tit might be able to nest where the bridge lies in the water. Then construction is halted for fifteen years, and nothing happens. It’s complete madness. And I also read a great quote about climate policy that someone posted on X: The general public has now come to realize that man-made climate change is an internal German problem that is best not to interfere with. That’s exactly how it is. We’re constantly talking about these completely crazy climate targets and all this madness. And the world’s biggest polluters don’t even attend the climate conferences. In Brazil, hectares of forest are being cleared, and they’re not there. The biggest polluters – the US, Russia, India, China – say: Go ahead with your weird climate policy, ruin yourselves, we’ll carry on as usual. And we still believe, with our chutzpah, we are setting a good example and the rest of the world will follow us. No. Climate is now a purely German project. We are tinkering with it, destroying our economy, and the others are watching. And we continue to pay development aid to China. Children, they should have been paying us development aid long ago.
Milena Preradovic: But you could also see it this way: this whole climate policy is working brilliantly. For the first time in human history, air can be taxed—keyword: CO₂ tax. That is, of course, redistribution.
Monika Gruber: Of course it’s all redistribution. If fuel prices rise above two euros again in the coming months—and I expect they will—then it will all be paid for by taxes. That takes money away from people who already pay almost 50 percent in taxes. If you add in property tax, real estate transfer tax, and all the other stuff, you’re well over 50 percent. Plus VAT, plus, plus, plus. And then they still say: The rich are the problem, the heirs are the problem. Kids, what someone inherits is taxed a hundred times over. Let them inherit. This naive idea of always bashing the rich is absurd. They have tax-saving models that we can’t even dream of. They don’t have one accountant, but three operational tax advisors, a network of holding companies and foundations. We are left out of it. It’s always the middle class and the little people who are affected. The big players are safe; they are in a completely different position. That’s logical.
Milena Preradovic: This envy debate—we have to take on the rich—is, of course, a wonderful way to distract from your own problems. The left, the SPD, and the Greens are constantly pushing this debate.
Monika Gruber: You always need a scapegoat. That’s perfectly clear. And the funny thing is: almost all of the richest people in the world belong to the left wing. They are ultra-leftists. Except for Elon Musk. But the rest—the Apple people, Zuckerberg—they’re all leftists. And according to their own argument, they should have made sure long ago that people were better off. I am firmly convinced that it was a good thing that someone like that became mayor of New York. Because now the muezzin is already shouting in Manhattan. This socialist transformation will take on such proportions there that in five years‘ time, they’ll need another Rudy Giuliani Junior to clean up this mess. It will become an anarchistic juggernaut. One hundred percent.
Milena Preradovic: Mamdani’s statement was nice: Cold individualism will be replaced by warm collectivism.
Monika Gruber: Then ask the Venezuelans how warm it was there—apart from the temperature, that is. Collectivism worked brilliantly there: people were starving. The idea that socialism has only failed so far because it wasn’t implemented properly, and that we’re doing it right now, is naive and cute. At some point, someone has to realize that it just doesn’t work.
Milena Preradovic: The Soviet Union really tried hard. There’s no other way to put it.
Monika Gruber: Yes, many tried hard. Cuba tried hard, others too, and it never worked. It always leads to social upheaval, hardship, poverty, hunger, deindustrialization. And that’s exactly what they want. And you have to say: the leftists are being served everything on a silver platter here. There’s no one from the conservative camp who stands up and says: Okay, this is as far as we go. Instead, people are still currying favor with these folks. I talk to many conservatives and ask them: Do you really think you’ll get respect for this? They despise you anyway. You bow down, you submit, you say yes and amen. Do you think that will earn you recognition? Quite the contrary. To them, you’re right-wing extremists, Nazis, no matter what you do.
Milena Preradovic: But do they believe that themselves?
Monika Gruber: I think so. I think they say to themselves: We can’t work with the AfD, so we have to work with the left somehow. But their views are so diametrically opposed that it’s impossible to find common ground. And if you swallow everything, you’re serving this country, this economy, these people on a silver platter. We’re giving it away voluntarily. We are sacrificing our prosperity, we are not fighting back. And then we shouldn’t be surprised when everything is gone at some point. And it will be gone. There will be a rude awakening for many people – completely unnecessarily. That’s the tragic thing about it. It wouldn’t have had to be this way if a few people had found their balls again at some point. It can’t always be us women who have balls. We prove it by speaking up. But there are so many who cling to their positions and don’t want to stick their necks out too far. I remember a friend of mine who once sat down with the so-called young rebels of the CDU. All they talked about was how to become a state secretary as quickly as possible so they could collect their pensions. These are the young rebels of a party that no longer stands for anything. It’s not about making a difference or getting things done for Germany, but about how to secure your position. In my early 30s, that’s not enough for me.
Milena Preradovic: Are these all topics in your new stage show? You’re going back on stage, right?
Monika Gruber: Yes, I’m going back on stage. But honestly, people are so tired of it all. Of course, you can touch on current issues, and I do that too. I recently saw a number by Helmut Schleich about the Russians invading—presented in a humorous way. That’s fine. But people open the newspaper in the morning and are bombarded with horror stories. They want an evening where they don’t hear about any of that, but can just laugh freely. About their partner’s antics, about family, about life. I’m not a classic political cabaret artist. I’m a storyteller. I tell humorous stories from life to distract people from their everyday lives. I think that’s what they need. Before Christmas, I did a program with the Salzburg Philharmonic Orchestra at the Mozarteum, with humorous and thoughtful Christmas stories interspersed with sketches. You could tell that people were grateful. They had feared that I would just bash away in my usual manner, but it was different. They just wanted to forget all this crap for one evening, this constant bombardment of bad news and fearmongering. For five years now, one sword of Damocles after another has been hanging over us: COVID-19, Ukraine, the energy transition, deindustrialization, blackouts. It never stops.
Monika Gruber: It wears people down. And you can feel it. To quote Mr. Merz: the cityscape. When I walk through my city before Christmas, I think to myself: People have lost their zest for life. How few houses are still decorated for Christmas. In the past, there was an illuminated Christmas tree in front of every house. People are being discouraged from doing this, as if it were indecent to look forward to Christmas. Many are afraid that their neighbors will come and talk about wasting energy. Or they immediately think of their Muslim neighbors and leave the tree out. Then you cross the border, walk through Salzburg or Basel, everything is beautifully decorated, the people are friendly, they smile at you. And here, you see those Merkel-style corners of the mouth in the bakery in the morning. Everyone is irritable, aggressive, ready to fight. As soon as you go abroad, you realize how bad the mood is here. People don’t just get carried away, they are constantly bombarded. And of course they are afraid. They say to themselves: If this continues, I won’t be able to afford this and that soon. Everything is getting tighter, everything is getting more expensive.
Milena Preradovic: So they do notice it somehow. But they still don’t do anything about it.
Monika Gruber: The cart just isn’t stuck deep enough in the mud yet.
Milena Preradovic: Okay, but then it’ll be gone for good. I live in Austria, and I can tell German tourists apart in the summer by the corners of their mouths. It’s really striking. They’re just in a much worse mood. And not everything is perfect here either, especially not politics. But I get the impression that Austrians are different from Germans. What do you think?
Monika Gruber: They are more down-to-earth, more cheerful, more open and, I think, also friendlier. We have this grumpiness, and we mean it. It has really manifested itself in recent years. And Austrians deal with politics differently. When the government proposes something, they say: Let’s take a look at it and arrange it so that it suits us. Germans, on the other hand, are the perfect subjects. They love being told what to do and love obeying. As we saw during the coronavirus pandemic, they also love denouncing others, pointing fingers and saying, “He’s not wearing his mask properly over his nose.” Unfortunately, this stigmatization is also part of it.
Milena Preradovic: I always explain it to myself this way: Germans always want to be perfect, in good and in bad.
Monika Gruber: That’s exactly how it is.
Milena Preradovic: And this subservient mentality. In Germany, freedom of expression is extremely restricted. In the EU in general, but Germany is the model student. People have their homes searched at six in the morning because of tweets. The EU is following suit or even leading the way. Now Swiss analyst Jacques Baud has been sanctioned for unwelcome facts. He lives in Belgium, his accounts are frozen, he can’t travel, not even to his home country of Switzerland, where politicians have abandoned him. Anyone who helps him is punished. So I ask myself: what’s it like for a cabaret artist? Even if you say you’re not that political, isn’t that also a question of self-censorship?
Monika Gruber: No, it doesn’t have to be. But you have to expect that you’ll very quickly be labeled “controversial.” And on the right, of course, anyway. That’s the immediate precursor to being labeled right-wing radical and right-wing extremist. There’s a big difference between feedback from the media and feedback from the audience. I started selling tickets for a new program again because I realized that it’s the only thing I really enjoy doing—apart from maybe training as a pastry chef, but I’m too old for that now. I was worried that not enough people would buy tickets. But then the response was enormous. I sold 40,000 tickets on the first day and 100,000 in a week. That’s very satisfying, of course. Especially when you hear that journalists are contacting event organizers I’ve been working with for decades and asking them if they actually know who they’re booking – Gruber. Incidentally, it’s not just journalists doing this, but also private individuals.
Milena Preradovic: Are these private individuals or is it Antifa? Who is calling?
Monika Gruber: All sorts of people. Private individuals and journalists have contacted my event organizers and venue operators to ask if they know what I say and so on. And they said: Of course, we’ve known Monika for 20 years. I mainly work with people I’ve known for a very long time, some of whom are also my friends in private. It’s the same with the venues. My team goes there, we go for a drink together afterwards, we call each other on our birthdays. We’re not everywhere, but in many places we’ve had close contact for years.
And then, for the first time, there was a new level of escalation: people affiliated with Antifa called my friends or wrote to them on social media. A friend of mine runs an online shop that I advertise for from time to time. She was asked if she knew that she was advertising with a right-wing extremist. She said, “Who are you?” What do you want?“ Then she was told that she was on an Antifa list. Of course, she couldn’t find out what kind of list it was or who created it. But that was a shock for my friend, who is a completely apolitical person, loyal to me and my best friend for many years. She was paralyzed for two days. She asked me if she should buy pepper spray. Whether I thought they might set her store on fire. She’s been feeling uneasy ever since.
Monika Gruber: The gloves are coming off. And that’s me, someone who says: I’m not even really political. I express my political views, yes, but I don’t do political cabaret. I don’t say anything that is even remotely racist or anti-constitutional. So what’s the problem? For years, we’ve had a massive problem in Germany, not only with opinions, but with tolerance of opinions. Tolerating other opinions. I also have to put up with the nonsense spouted by some left-wing Greens. But I would never dream of trying to destroy these people economically or to despise or hate them. I disagree with Heidi Reichinnek on almost everything, but I would never say that I hate her. First of all, I don’t even know her. Maybe she’s quite funny in private. But I consider most of what she says to be confused nonsense. Nevertheless, I would never try to badmouth her to friends or destroy her livelihood. And these are new approaches. And if this is pushed further politically—this badmouthing, this trusted flagging, HateAid, which of course only helps those who conform to the left-wing green zeitgeist, while everyone else has to find a way to afford a lawyer—then that is extremely worrying. And all under the guise of: We just want to fight child pornography. Yes, exactly. There are other ways to say that.
Milena Preradovic: This intimidation of event organizers is a typical tactic of Antifa. And we must remember that Antifa receives money from the federal government. Renate Künast admitted this in the Bundestag, more or less involuntarily. A publisher with ties to Antifa also receives money to publish a book that explains to schoolchildren how to become Antifa members—with all the negative consequences that entails. And Minister of State for Culture Roth thinks that’s absolutely right. It always reminds me of the Red Guards in China, who did the dirty work for the government. Can you understand that comparison?
Monika Gruber: To be honest, it reminds me more of the Stasi. I talk to a lot of people from the East, and they said to me years ago: Did you really believe that this whole regime would just disappear? Back then, everything was peace, joy, and pancakes, and I couldn’t imagine what kind of conditions we would have one day. They said: Do you really believe it’s just gone? It will come back, in a different guise, in a different form. The anti-fascists will turn out to be the new fascists, disguised as anti-fascists. The class enemy has changed sides. It’s frightening how many parallels can be drawn. That’s why so many people in the east vote for the AfD, because they say: We know these mechanisms. This denunciation, this slander, this fear-mongering, house searches according to the motto “punish one, educate hundreds.” We’ve already been through all that. And we never thought you’d fall for the same crap again. But it’s creeping up on us. Expropriation will also come creeping up, a little bit at a time, and people won’t notice.
Monika Gruber: And then at some point, cash will disappear. Then comes the digital central bank currency. Incidentally, they say there is still cash. But one ATM after another is closing. There is still one cash register in the supermarket, the rest are self-service checkouts. Who voted for this? Were you asked? I wasn’t asked if I thought it was a good idea. Suddenly I’m doing the cashier’s job, even though I don’t know how to do it. I keep making mistakes, the system never works, and the cashier stands next to me and makes sure I’m not cheating. Why doesn’t she just sit at the cash register? That’s what she’s paid for. Instead, we do the job ourselves so that it will eventually be rationalized away. I said once: This is bullshit. They stand there and check up on me instead of just doing the checkout. I say good morning, she asks me if I collect Payback points, I say I only collect shoes, she laughs with her dimples—just like she used to. This is bullshit.
Monika Gruber: And then every two weeks we hear: “Cash payments are declining.” Of course, because there are now stores in Munich that no longer accept cash. Yet cash is the payment method we all agreed on at some point. And what happens during a power outage? What do you do without cash? Your Apple Pay no longer works when your cell phone is dead. Card payments won’t work either. Soon you’ll have supermarkets that you can only enter with your ID. In the UK, there are already Amazon supermarkets where the door opens with your ID, everything is automatically recognized and billed, and that is then linked to your carbon footprint. What if that comes to us? The British are always one step ahead. And do you know what will happen here in a year or two?
Milena Preradovic: Yes. The Germans are also playing along. The federal government is working on a censorship law that will allow the Federal Network Agency to search press editorial offices and tech platforms without a court order. It’s about unwelcome political advertising, once again vaguely worded. And Schleswig-Holstein’s Minister President Günther openly called on Lanz to censor critical media such as Nius because they are allegedly to blame for the fact that politics so often stumbles.
Monika Gruber: That’s exactly right.
Milena Preradovic: 2026 won’t be any better.
Monika Gruber: No, politically it won’t get any better. I just hope that things will get better for me personally, because I’m looking forward to seeing my audience again and being on stage. That gives me strength. When I manage to make people laugh, I automatically feel better. And I hope that people go home in a better mood too. Politically, however, I see the situation as dramatic. Sometimes I really have to take a detox day and not watch the news because it just puts me in a bad mood. I read a quote by Edward Snowden that I think is perfect. He said: „The people who say they have nothing to hide and therefore don’t need their privacy protected online are the same people who say: ‚I don’t need freedom of speech, I have nothing to say.
Milena Preradovic: Yes.
Monika Gruber: That’s so apt. And in that respect, I see it the same way you do. Daniel Günther has long been an honorary member of the Green Party. What is he still doing in the CDU? He’s completely out of place there. The same goes for Mr. Wüst. They are no longer party politicians, they are career soldiers. People who are only interested in their position. I don’t think they ever understood the DNA of the party they are supposed to represent. They want to become chancellor or remain minister-president, be important, get a good pension. But they are as far removed from the original DNA of politicians like Helmut Kohl as I am from manned space flight. It’s frightening. And what Günther said during the coronavirus pandemic was hair-raising.
Milena Preradovic: Yes, it’s all hair-raising. And things have shifted even further in Germany. Take New Year’s Eve, for example. Riots in all major cities, 600 rockets set alight in Berlin alone, attacks on police and firefighters, 400 arrests. And the first reaction from the police and the tennis-playing mayor was: everything is normal, even better than last year. Is that supposed to be the new normal? It makes me gasp for breath. Berlin has long been referred to as a failed state. Now I ask you, as a farmer from near Munich: What is the cityscape like in Munich? Munich used to be elegant and fun-loving. What is it like today?
Monika Gruber: Munich is still a livable city, but it has changed a lot. And it’s no longer a gradual change, but a relatively rapid one. Years ago, I spoke to two police officers at the Oktoberfest. Even then, they said there were streets they no longer really dared to enter. And that was years ago. Today, there are areas, such as around the Botanical Garden, where I myself would no longer go alone as a woman, even during the day. Supposedly, the problem has been solved, but you can see it in smaller towns too. Suddenly, there are mountains of trash next to the containers for paper and bottles. I’m 55 years old, and I’ve never seen anything like this in my entire life. The containers are covered in graffiti. In Haidhausen, a very beautiful district of Munich, first a house was vandalized, then a street, and now half the neighborhood. In some places, it looks like Berlin.
Monika Gruber: You can see it happening month by month: it’s getting dirtier and grungier. Train stations, subways, public places. And then you walk through the pedestrian zone and hardly hear a word of German, let alone Bavarian. It’s strange. I notice it especially when I’m somewhere else. A Polish friend sent me a video of the Christmas market in Krakow. When I saw it, I thought to myself: That’s how it was here 20 years ago. No concrete bollards, no Merkel Lego, no fear of attacks. Families with small children, elderly people with walkers, couples walking hand in hand in the evening, girls walking around in pairs, without fear. Everything tidy, everything decorated. Laser fireworks, kites in the air. It was like a Disney movie.
Monika Gruber: And then you see pictures from Brussels, Amsterdam, or Berlin and think to yourself: These are theaters of war. People who supposedly fled war behave like bulls in a china shop here. They shoot firecrackers into a retirement home and laugh themselves silly. Last year, they even shot into a child’s bedroom. The perpetrator was deported, yes, but are these conditions we should accept as the new normal? Is that what politicians want to sell us? Most people see it that way. People don’t vote for the AfD because it’s so great. They vote for it despite figures like Höcke. Not out of enthusiasm, but out of desperation. Because they say: No matter where we put our cross, whether it’s the SPD, CDU, FDP or the Greens, the same left-wing policies always come out at the bottom. And we don’t want that anymore. It’s self-defense. Political self-defense.
Milena Preradovic: Yes.
Monika Gruber: And then someone like Günther sits down on Lanz and says that portals like Nius are to blame for people having a bad image of politics. That’s a mockery. Milena, if I had made my comeback and sold 22 tickets in advance on the first day and 58 in the first week, I would be concerned. I wouldn’t say people are jerks, but I would ask myself: Have I gotten worse? Did I put together a bad program? Maybe people don’t want to see me anymore. Then I would take action. This kind of self-reflection has to exist in every profession. Why doesn’t it exist among politicians? Why do politicians believe that their actions have no consequences?
Milena Preradovic: You said it yourself: it’s about retaining power. That’s exactly why citizens can apparently be lied to. But once again, specifically: how comfortable do you still feel in Germany?
Monika Gruber: Honestly, I never thought I could imagine leaving Germany. Today, I can imagine it. And I hardly know anyone in my circle who hasn’t thought about it at least once. But that’s not really a solution. If everyone who cares about this country leaves, there will be nothing left. This is my home. I have roots here. Maybe it’s not as picturesque as Tegernsee or Schliersee, but it’s my home. When I come here and see the flat landscape of the Erdinger Moos, certain rows of houses, people, hear the dialect, it warms my heart. This is where I grew up, this is where my memories, my family, my friends, my social life are. I have friends all over the world, but linguistically, humanly, socially, I belong here. It would be incredibly difficult for me to leave. But I also can’t sacrifice my mental and physical health for a country that is narrow-mindedly allowing itself to be led to ruin, that is giving up everything that is alive, everything that is worth living for. We are letting all of this be taken from us. We are not putting up any resistance. We are too well-behaved, too conformist, too quiet.
Monika Gruber: If we were French, we would have been out on the streets long ago—every week. But here, nothing happens. When I took part in that demonstration against the law, all hell broke loose immediately. The media uproar lasted a year and a half. I was, and still am, persona non grata. And yet it was a demonstration that came out of nowhere, with 14,000 people. And I think to myself: People. I hear a lot, for example from the farmers in my area or from the farmers‘ association. What problems they have with this Mercosur agreement, how little they are heard, that they have no lobby. Even the farmers‘ association hardly represents their interests anymore. It has distanced itself just as much from the people who produce our food. They are always portrayed as animal abusers and polluters of the countryside. And then I think to myself: People, how do you want to live? A huge bakery factory is now being built in our area. When did it happen that we no longer go to the bakery to buy our bread rolls, but instead have dough pieces from China baked in huge halls? Is that the future we want? Many more people who are dissatisfied need to join forces and make themselves heard. In England, Brussels, and Holland, farmers took to the streets and protested vehemently. And here?
Milena Preradovic: Yes.
Monika Gruber: A little gasp, and then everything is quiet again. We are far too conformist. That’s what I mean by the perfect subject. And if another so-called pandemic were to break out tomorrow—there never was one—then the majority of people would go along with everything again. All the nonsense, putting filter bags over their faces, preferably at home in bed, because Lauterbach says so. It’s unbelievable and demoralizing. I always notice this when I go to Italy or Austria. A weight is lifted off my shoulders. People joke around at the gas station, they laugh at you. And here, all that disappears. Everything is gray, people are grumpy. Not everyone, for God’s sake. You have to create these islands for yourself: friends, good acquaintances, cooking together, opening a few bottles of wine and deliberately not talking about politics. But I admit it’s getting harder and harder.
Milena Preradovic: Monika, that was a nice appeal at the end. And really: I don’t like starting the new year with anyone as much as I do with you. A good omen, whatever it is.
Monika Gruber: I hope it’s better than last year. But of course, when you know as many rabbit holes as we do and gather so much information, you can despair at times. You can’t let yourself get discouraged.
Milena Preradovic: Gallows humor can save lives. That’s been my motto for five or six years now.
Monika Gruber: Absolutely. If we lose our sense of humor, then we’ve lost. If we stop laughing, especially at ourselves, then all hope is lost.
Milena Preradovic: Maybe that’s a German problem, too. You know the three thinnest books in the world: Italian heroic legends, English cuisine, and German humor.
Monika Gruber: Yes, I know a saying that I once had printed on greeting cards: German humor is when you don’t laugh anyway.
Milena Preradovic: That can’t happen to us.
Monika Gruber: No. Humor begins where fun ends.
Milena Preradovic: Exactly. And I’m afraid we’ll be standing here again this time next year. I’ll get in line. Thank you very much for being here.
Monika Gruber: Thank you. And thank you very much, all the best. We won’t let anything spoil our good mood. And you look so radiant—really. If this is the new year, then it’s off to a good start. You’re glowing like a young girl.
Milena Preradovic: Now we’ve really gotten ourselves into a mess.
Monika Gruber: I only give compliments when I mean them.
Milena Preradovic: Me too. Thank you very much, dear Monika. Bye, my dear. Best wishes to Carinthia. I’ll definitely be expecting you this year.
Monika Gruber: I’ll be there.
Milena Preradovic: Well, folks, 2026 is off to a turbulent start. And as I said, this is only the beginning. It’s January. So dress warmly and have a lined bathrobe ready. I wish you all the best. See you soon.
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