Ärzte in der Coronazeit. Ein unseliges Kapitel, das inzwischen fast aus unserem Blickfeld verschwunden ist. Das Gros der Mediziner hat nicht hinterfragt, sondern lieber Geld verdient mit der hastig zugelassenen mRNA-Injektion. Nebenwirkungen und Schäden wurden meist ignoriert und Patienten abgewiesen. Internist und Allgemeinmediziner Dr. Jürgen Borchert hat als Delegierter der Ärztekammer bis Herbst 2025 versucht, eine Aufarbeitung unter Kollegen in Gang zu bringen. Und pure Feindseligkeit geerntet. Bis hin zur körperlichen Bedrohung. Würde die deutsche Ärzteschaft wieder genauso brav mitmachen?
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Interview mit Dr. Jürgen Borchert (deutsch)
Milena Preradovic: Ärzte in der Coronazeit – ein unseliges Kapitel der Medizinerzunft. Ob Maskenpflicht oder später die neuartige mRNA-Injektion: Das Gros der Ärzte hinterfragte nicht, sondern machte mit und spritzte im Akkord. Und das lohnte sich. Die Wirtschaftszeitung Business Insider errechnete, dass Ärzte durch die sogenannte Impfung bis zu 24.000 Euro extra im Monat verdienten. Von Schäden und Nebenwirkungen wollten viele später nichts wissen. Und die wenigen Ärzte, die sich für Patienten und für evidenzbasierte Medizin einsetzten, wurden verfolgt und bestraft. Aber wie sieht das heute aus? Bereuen Mediziner ihr Handeln? Arbeiten sie Corona aus heutiger Sicht auf?
Mein Gast hat das als Delegierter der Ärztekammer versucht und ist auf viel Feindseligkeit gestoßen. Jetzt auf Punkt Preradovic. Hallo, Dr. Jürgen Borchert. Schön, dass Sie da sind.
Dr. Jürgen Borchert: Hallo, Frau Preradovic. Ich freue mich auf das Gespräch.
Milena Preradovic: Ich auch. Ich stelle Sie kurz vor: Sie sind Allgemeinmediziner und Internist und praktizieren in Ihrer Praxis in Bremen. Sie haben in Berlin studiert und dort an der Freien Universität zehn Jahre wissenschaftlich gearbeitet. Ab 1985 haben Sie sich zusätzlich zum Homöopathen ausbilden lassen, ab 1995 folgte eine psychotherapeutische Ausbildung. Sie waren knapp zwei Jahre Delegierter der Bremer Ärztekammer und haben Ihren Sitz im letzten Herbst niedergelegt, weil Sie mit Ihren Versuchen, die Coronazeit aus ärztlicher Sicht aufzuarbeiten, bei Ihren Kollegen gescheitert sind. Darüber wollen wir sprechen – auch, weil die Ärzte bei der Aufarbeitung inzwischen etwas aus dem Blickfeld geraten sind.
Sie haben sich 2023 zum Delegierten der Ärztekammer Bremen wählen lassen. Was war Ihr Ziel?
Dr. Jürgen Borchert: Mein Motiv war klar: Wir Ärzte haben in dieser Pandemie eine zentrale Rolle gespielt, und ich denke, wir haben diese Rolle nicht gut gespielt. Das fiel mir von Anfang an auf und war für mich zum Teil unerträglich. Zu sehen, wie wir Ärzte insgesamt versagt haben, wie wir mitgelaufen sind, mit in eine Falle, die die Politik uns gestellt hat. Wie wir im Grunde wesentliche Kriterien unseres ärztlichen Berufes, also der Arztethik, verraten haben, indem wir einem Narrativ gefolgt sind, das für mich leicht durchschaubar war. Das alles war für mich schwer erträglich und hat mich dazu veranlasst, mich aufzustellen, mit meinen Kollegen ins Gespräch zu kommen und ihnen Informationen zu vermitteln, die sie offensichtlich nicht hatten. Ich wollte ihnen helfen, wieder Offenheit und Neugier zu entwickeln, die Dinge auch aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Ich konnte nicht still sein. Ich wollte nicht schweigen.
Milena Preradovic: Um welche Themen ging es da konkret? Was haben Sie versucht, Ihren Kollegen nahezubringen?
Dr. Jürgen Borchert: Das begann gleich in der ersten Sitzung. Ich habe etwas Ungewöhnliches getan. Die erste Sitzung war eher ein Kennenlernen, ohne inhaltliche Tiefe. In der zweiten Sitzung ging es dann richtig los. Nach der ersten Sitzung habe ich einen E-Mail-Brief an alle Delegierten geschrieben. Darin habe ich erklärt, wer ich bin, warum ich dort bin, und gesagt: Wir müssen Fragen stellen, wir müssen Dinge hinterfragen. Ich habe eine Reihe von Fragen formuliert: Wo kommt das Virus her? Warum hat der Staat diese Maßnahmen ergriffen? Die Maßnahmen müssen doch infrage gestellt werden. Insgesamt habe ich etwa zehn zentrale Fragen aufgeworfen. So bin ich eingestiegen.
Milena Preradovic: Und wie waren die Reaktionen?
Dr. Jürgen Borchert: Ich bekam zwei Reaktionen, beide von Kollegen in chefärztlichen Positionen hier in Bremen. Zwei geharnischte E-Mails: Ich solle diesen Unsinn lassen, man wisse das alles viel besser, das sei längst erledigt. Fragen zu stellen sei überflüssig. Ich hätte offenbar keine Ahnung, was auf den Intensivstationen los gewesen sei, wie sehr man dort um das Leben der Patienten gekämpft habe. In diesem Ton waren diese beiden Mails verfasst. Alle anderen haben geschwiegen.
Milena Preradovic: Also gar keine Reaktion.
Dr. Jürgen Borchert: Keine Reaktion.
Milena Preradovic: Und als Sie dann in den nächsten Sitzungen Ihre Anträge gestellt haben?
Dr. Jürgen Borchert: In der nächsten Sitzung, ein Vierteljahr später, habe ich die ersten Anträge eingebracht. Thematisch ging es damals auch gesamtgesellschaftlich um die Pandemieverträge der WHO und die Internationalen Gesundheitsvorschriften, die im Juli 2024 in Genf verabschiedet werden sollten. Ich habe einen Antrag gestellt mit der Frage, ob bei der WHO Interessenkonflikte vorliegen und ob man das nicht untersuchen müsse. Ich habe daran erinnert, dass die Ärztekammer Bremen in der vorherigen Legislaturperiode bereits eine Arbeitsgruppe zu Interessenkonflikten zwischen Pharmaindustrie und Ärzteschaft eingesetzt hatte. Dazu gibt es ein sehr gutes Protokoll. Daran wollte ich anknüpfen und das auf die WHO übertragen. Das liegt eigentlich offen zutage: Wer finanziert wen?
Milena Preradovic: Und wurde der Antrag angenommen?
Dr. Jürgen Borchert: Nein. Er wurde gar nicht erst in die Tagesordnung aufgenommen. Der Vorstand legt die Tagesordnung fest und hat den Antrag nicht aufgenommen. Solche Anträge werden zu Beginn der Delegiertenversammlung noch einmal zur Abstimmung gestellt. Wir sind dort 30 Delegierte. Der Antrag wurde mit 28 zu zwei Stimmen abgelehnt. Eine Kollegin hat regelmäßig für mich gestimmt. Sie vertritt vor allem die homöopathische Seite innerhalb der Kammer. Es gibt dort verschiedene Listen. Unsere Liste vertritt primär die Corona-Aufarbeitung, aber auch Homöopathie, wobei das eher im Hintergrund steht.
Milena Preradovic: Wie ging es dann weiter? Das war die zweite Sitzung. Wie lange haben Sie versucht, Ihre Themen immer wieder einzubringen?
Dr. Jürgen Borchert: Auf vielen Sitzungen, fast auf jeder, habe ich Themen eingebracht. Die Begründung für die Ablehnung war stets ähnlich: „Herr Borchert, Sie sind zu politisch. Wir beschäftigen uns hier nicht mit Politik, sondern mit Gesundheitsthemen, die Bremen betreffen.“ Ich habe dann darauf hingewiesen, dass auf der Website der Ärztekammer Bremen unter der Rubrik „Womit beschäftigt sich die Ärztekammer?“ ganz oben „Berufs- und Gesundheitspolitik“ steht. Das habe ich ihnen vorgehalten. Aber entweder haben sie es nicht gehört oder sie nehmen ihre eigene Website nicht ernst. Die Argumente waren immer dieselben: zu politisch oder nicht zuständig.
Milena Preradovic: Das klingt ehrlich gesagt nach Ausflüchten. Haben Sie die Kollegen auch auf das Thema Impfen angesprochen?
Dr. Jürgen Borchert: Ja, natürlich. In derselben Sitzung habe ich einen zweiten Antrag gestellt: die Einrichtung einer Arbeitsgruppe zu möglichen Nebenwirkungen der Impfungen. Ich habe das bewusst als Frage formuliert: Ob die sogenannten Impfungen relevante Nebenwirkungen haben oder nicht. Auch dieser Antrag wurde abgelehnt mit der Begründung, dafür sei das Paul-Ehrlich-Institut zuständig. Ich habe darauf hingewiesen, dass das Paul-Ehrlich-Institut aus meiner Sicht komplett versagt hat. Damit bin ich nicht durchgedrungen. Ich wurde belächelt. Es gab ständig Zwischenrufe, oft abfällige. „Hören Sie auf, wir wollen Ihre Themen nicht.“ Oder am Ende der Sitzungen: „Hören Sie auf, wir wollen nach Hause.“ Auch „Lassen Sie uns in Ruhe“ fiel mehrfach.
Milena Preradovic: Also man wollte das effektiv nicht hören.
Dr. Jürgen Borchert: Und sich nicht damit beschäftigen.
Milena Preradovic: Sie haben ja auch geschrieben, dass es bei Ihrer Abschiedsrede, als Sie nach knapp zwei Jahren schließlich aufgegeben haben, quasi zu Tumulten kam. Können Sie das noch einmal erzählen?
Dr. Jürgen Borchert: Ja, die Abschiedsrede. Davor liegt natürlich noch eine Menge. Es sind fast zwei Jahre vergangen. Mir ging es in diesen Sitzungen im Grunde nicht gut. Ich fühlte mich alleingelassen und sehr unwohl. Gleichzeitig habe ich im Laufe der Zeit bemerkt, dass mich einige Kollegen durchaus freundlich begrüßt haben. Es war also nicht immer nur kalte Schulter oder scharfe Blicke. Es gab auch freundliche, angenehme Signale von einigen.
Milena Preradovic: Diskutiert hat aber keiner mit Ihnen.
Dr. Jürgen Borchert: Nein. Nie. Das wollte ich vielleicht noch ergänzen, weil das in der Phase des Wahlkampfes interessant war. In dieser Zeit bin ich hier in Bremen durch meinen Wohnort gegangen und habe mindestens 30 Praxen aufgesucht. Alle Kollegen haben mich empfangen, sofort in ihre Sprechzimmer gebeten. Ich habe ihnen mein Anliegen erklärt und war erstaunt, wie viele Verständnis zeigten. Es ging darum, Unterstützerunterschriften zu sammeln. Damit eine Liste überhaupt zur Wahl zugelassen wird, braucht man 55 Unterschriften.
Milena Preradovic: Und die haben Sie bekommen.
Dr. Jürgen Borchert: Ja. Ich bin wirklich Klinken putzen gegangen und habe sie bekommen.
Milena Preradovic: Und die Ärzte, die Sie zuerst aufgesucht haben, hatten Verständnis für Ihre Themen?
Dr. Jürgen Borchert: Genau das ist ja das Interessante. Viele, die mich kannten, sagten: „Es ist gut, dass Sie das machen. Gehen Sie dahin.“ Einige sagten sogar: „Ich spritze nicht mehr.“ Die Zustimmung war enorm. Ich war wirklich erstaunt. Ich war auch in drei Kliniken, habe mit drei Chefärzten gesprochen, mit zwei Ärzten und einer Oberärztin. Es war erstaunlich, wie offen sie waren. Einer sagte sogar: „Meine Assistenten werden das alle unterschreiben. Wir sind hier alle sehr erstaunt über das, was läuft.“ Einige sagten zwar, sie würden meine Liste nicht wählen, aber sie gäben mir die Unterschrift, damit die Liste überhaupt zugelassen wird.
Milena Preradovic: Das ist ja erstaunlich. Also anscheinend wissen viele Ärzte doch, dass es da Ungereimtheiten gab, dass mit dieser sogenannten Impfung nicht alles in Ordnung war. Das bekommen sie mit. Aber warum die Delegierten der Ärztekammer, mit denen Sie es zu tun hatten, nicht? Es kann ja nicht sein, dass die nichts wissen oder nichts mitbekommen haben.
Dr. Jürgen Borchert: Das halte ich auch für ausgeschlossen. Nachdem ich gewählt worden war, gab es noch etwas Interessantes. Ich erhielt einen Anruf von einem Kollegen, den ich vorher nicht kannte. Später stellte sich heraus, dass er in Bremen über Jahrzehnte sehr viel Fortbildung gemacht hatte und in einer ärztlichen Organisation eine wichtige Funktion innehatte. Er rief mich an, gratulierte mir, und wir verabredeten uns. Wir saßen zwei Stunden in einem Café zusammen. Ich habe ihm meine gesamte Position dargelegt, alle Punkte, die uns in der Coronazeit beschäftigt haben. Er sagte zu mir: „Herr Borchert, wenn Sie das so in der Delegiertenversammlung vermitteln, dann haben Sie eine Chance.“ Er wünschte mir alles Gute. Danach ist der Kontakt nicht mehr aufgelebt. Ich werde ihm demnächst noch einmal schreiben und schildern, was passiert ist. Er wird es vermutlich längst erfahren haben. Aber auch das war für mich sehr aufschlussreich.
Milena Preradovic: Aber genau da habe ich eine Zwischenfrage. So wie Sie es schildern, gibt es in Bremen doch eine ganze Menge Ärzte, die verstanden haben, was da gelaufen ist und dass es nicht gut gelaufen ist. Aber sie sagen nichts. Warum?
Dr. Jürgen Borchert: Das ist das Kernproblem. Ich bin überzeugt, dass es nicht wenige Ärzte gibt, die Bescheid wissen, aber schweigen. Die Frage ist: warum? Man kann versuchen, das psychodynamisch, also aus der Psyche heraus, zu erklären, aber auch soziologisch. Wahrscheinlich ist es eine Kombination aus beidem. Warum halten gerade diejenigen dicht, die die Ärzteschaft offiziell vertreten? Die Ärztekammer ist ja die berufliche und gesundheitspolitische Vertretung der Ärzte. Ich denke, es ist ein Gruppenphänomen. Ärzte sind eine klar definierte Gruppe. Sie haben von Anfang an mitgemacht, sind dem Narrativ gefolgt und haben ihre Mitarbeit angeboten. Sie haben das Impfen – das sogenannte Impfen – im Grunde an sich gezogen, nachdem es zunächst staatlich organisiert war.
Milena Preradovic: Sie meinen die Impfzentren.
Dr. Jürgen Borchert: Genau. Die Ärzteschaft hat das Impfen an sich ziehen wollen. Das war auch ein Geschenk der Regierung. Es wurde verlangt, dass auch an Wochenenden geimpft wird, und es gab finanzielle Anreize. Man muss sich das vor Augen führen: 38 Euro pro Impfung am Wochenende. In manchen Praxen wurden hunderte Impfungen durchgeführt. Dafür wurden extra Wochenendpraxen eingerichtet. Das war ein erheblicher finanzieller Anreiz.
Milena Preradovic: Business Insider hat errechnet – und das ist vermutlich konservativ –, dass Ärzte durch diese sogenannten Impfungen bis zu 24.000 Euro extra im Monat verdient haben. Das ist natürlich ein starker Anreiz. Man weiß ja auch, dass viele Ärzte finanziellen Interessen nicht völlig abgeneigt sind.
Dr. Jürgen Borchert: Das ist eine alte Taktik der Macht. Wenn man eine Gruppe an sich binden will, muss man sie beschenken. Das war historisch immer so. Die Herrschenden haben gelernt, wie man Gruppen – ob Ärzte oder andere – an sich bindet. Und das ist bei der Ärzteschaft sehr erfolgreich gelungen.
Milena Preradovic: Zuckerbrot und Peitsche. Professor Homburg schrieb 2024: Einer meiner Studentinnen, die an Multipler Sklerose leidet, gelang es nicht, eine Impfunfähigkeitsbescheinigung zu erhalten, weil alle Ärzte Angst vor Sanktionen, Razzien und Gefängnis hatten. Angst spielte also vermutlich auch eine große Rolle – und vielleicht tut sie das bis heute.
Dr. Jürgen Borchert: Vielleicht sogar heute noch mehr. Es haben viele Prozesse stattgefunden. Welt am Sonntag hat im Oktober 2024 berichtet, dass noch rund 1.000 Verfahren laufen. Es gibt Ärzte, die im Gefängnis sitzen – zehn, zwölf, vielleicht fünfzehn, ich weiß die genaue Zahl nicht. Viele wurden mit hohen Geldstrafen belegt oder haben ihre Approbation verloren. Diese Angst führt natürlich dazu, dass man schweigt und nicht zu dem steht, was man vielleicht selbst erkannt oder getan hat.
Milena Preradovic: Der Bundesgerichtshof hat Ärzte ja von der Haftung in Sachen Corona-Impfung freigesprochen. Da kann man sich den Mund abwischen und weitermachen. Haben Sie eigentlich damals in Ihrer eigenen Praxis geimpft?
Dr. Jürgen Borchert: Nein. Das kam extrem selten vor. Es gab einzelne Patienten, die das unbedingt wollten, aber das können Sie an einer Hand abzählen.
Milena Preradovic: Mhm. Aber ich möchte noch einmal zu meiner Ursprungsfrage zurückkommen. Bei Ihrer Abschiedsrede gab es ja richtige Tumulte. Erzählen Sie das bitte noch einmal.
Dr. Jürgen Borchert: Ja. Die Abschiedsrede war am Ende einer Sitzung, es war schon fast 23 Uhr, und alle wollten nach Hause. Ich habe dann trotzdem den Schritt gewagt und gesagt, dass ich noch etwas sagen möchte. Ich wollte deutlich machen, welche Bedeutung diese Liste hat, die ich vertrete, die immerhin von 81 Wählern gewählt worden ist. Und ich wollte ansprechen, dass hier eine mangelnde Empathie erkennbar ist angesichts der katastrophalen Nebenwirkungen, die durch diese Injektionen aufgetreten sind.
Als ich das sagte, entstand ein ziemlicher Tumult. Ich musste meine Ansprache unterbrechen. Es wurden Zwischenrufe hereingeschrien. Die Vorsitzende ließ das alles geschehen und griff überhaupt nicht ein, obwohl es ihre Aufgabe gewesen wäre, wieder Ordnung herzustellen.
Als nach kurzer Zeit wieder etwas Ruhe einkehrte, setzte ich noch einmal an, um zum Schluss zu kommen, und sprach erneut von dieser Empathielosigkeit. Dabei rutschte mir ein Wort heraus, das ich so eigentlich gar nicht sagen wollte. Ich sagte sinngemäß, dass man dort vor sich hindümpelt. Ich meinte damit, dass nicht mitgedacht wird, dass Neugier fehlt. In dem Moment sprang ein Delegierter auf, kam mit geballten Fäusten auf mich zu und schrie mich an. Ich habe gar nicht verstanden, was er sagte. Ich war erschrocken und wich zur Seite. Ein Kollege, der hinter mir saß, sagte später zu mir: „Du, ich hatte Angst, dass der dir eine reinhaut.“
Milena Preradovic: Wahnsinn. Wir reden hier von einem Delegierten der Bremer Ärztekammer.
Dr. Jürgen Borchert: Ja. Er war völlig außer sich. Und andere auch. Ich schätze, etwa ein Drittel der Versammlung war deutlich erregt. Es war wirklich enorm. Dann hat die Vorsitzende die Sitzung beendet. Es war nicht mehr möglich, noch etwas zu sagen. Alle haben ihre Sachen zusammengepackt und sind gegangen.
Milena Preradovic: Wahnsinn.
Dr. Jürgen Borchert: Es war heftig.
Milena Preradovic: Als ich ein wenig über Sie recherchiert habe, bin ich auch auf einen Artikel gestoßen, in dem stand, dass die Antifa bei der Nichtaufarbeitung von Corona in Bremen eine Rolle spielt. Nachdem eine Antifa-Gruppe mit Ärger gedroht hatte, wurde Ihre Vortragsreihe zur Corona-Aufarbeitung von der Kassenärztlichen Vereinigung abgesagt. Was war da los?
Dr. Jürgen Borchert: Das war im Mai 2025. Wir sind hier in Bremen eine Gruppe von etwa 20 kritischen Ärzten. Wir haben eine Vortragsreihe organisiert. Ich habe das organisatorisch im Wesentlichen übernommen, weil ich zeitlich am flexibelsten bin. Es war alles genehmigt. Ich hatte in der Kassenärztlichen Vereinigung einen großen Saal für insgesamt zehn Vorträge gemietet. Die Ärztekammer hatte die Veranstaltungen als ärztliche Fortbildung anerkannt, pro Vortrag mit vier Punkten.
Am 7. Mai sollte die erste Veranstaltung mit zwei Vorträgen stattfinden. An diesem Morgen, gegen 9:30 Uhr, rief mich der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung an und sagte: „Herr Borchert, die Veranstaltung findet nicht statt. Sie haben uns nicht die Wahrheit gesagt, Sie haben uns hinters Licht geführt.“ Ich wollte noch etwas erwidern, aber er legte auf. Das Gespräch war beendet. Das war ein echter Tiefschlag.
Milena Preradovic: Aber es steckte auch die Antifa dahinter, habe ich gelesen.
Dr. Jürgen Borchert: Ja. Kurz darauf wurde mir berichtet, dass am Abend zuvor eine Antifa-Gruppe die Kassenärztliche Vereinigung kontaktiert hatte. Dort hieß es sinngemäß, man stelle Räume für „Schwurbelkram“ zur Verfügung und müsse dafür sorgen, dass das nicht stattfinde. Daraufhin hat die KV reagiert. Wie genau die Abläufe waren und wer letztlich die Fäden gezogen hat, möchte ich hier nicht weiter öffentlich spekulieren. Aber es war auffällig, dass alles so gezielt und kurzfristig geschah.
Milena Preradovic: Wahnsinn.
Dr. Jürgen Borchert: Ich hatte allerdings einen Plan B. Ich konnte die Vorträge zu anderen Zeitpunkten an einem anderen Ort stattfinden lassen. Ein Referent konnte zwar nicht kommen, aber die übrigen Vorträge fanden statt und waren sehr gelungen.
Die Ärztekammer hat allerdings noch am selben Tag, am Nachmittag des 7. Mai, die Anerkennung als Fortbildung zurückgezogen. Die Begründung war, ich hätte falsche Angaben gemacht.
Milena Preradovic: Bezüglich der Ärztekammer oder der Kassenärztlichen Vereinigung?
Dr. Jürgen Borchert: Bezüglich beider. Die KV sagte morgens ab, und die Ärztekammer entzog die Fortbildungsanerkennung mit der Begründung, ich hätte falsche Auskünfte erteilt. Konkret ging es darum, dass auf dem Flyer stand: „Veranstalter: Dr. med. Jürgen Borchert für den ärztlichen Berufsverband Hippokratischer Eid“. Daraus wurde konstruiert, der Veranstalter sei nicht ich, sondern der Berufsverband. Das ist aus meiner Sicht eine Verdrehung.
Milena Preradovic: Das hört man inzwischen in vielen Bereichen. Sobald sich die Antifa einschaltet, bekommen Institutionen offenbar große Angst. Das finde ich hochproblematisch.
Sie haben sicher mitbekommen, dass der US-Gesundheitsminister Kennedy kürzlich einen Brief an seine deutsche Kollegin geschrieben hat. Darin fordert er, die strafrechtliche Verfolgung von Ärzten in Deutschland wegen ausgestellter Befreiungen von Masken oder Impfungen zu beenden. Die Reaktionen waren erwartbar: Corona-Hardliner haben das als Angriff von rechts diffamiert.
Nach Ihren Erfahrungen der letzten zwei Jahre: Haben Sie noch Hoffnung auf eine echte Aufarbeitung?
Dr. Jürgen Borchert: Im Moment habe ich diese Hoffnung nicht. Die politisch Verantwortlichen machen nicht mit. Es gibt im Bundestag eine Enquetekommission, die aber zentrale Themen ausklammert. In Brandenburg gibt es allerdings eine Enquetekommission, in der offen gesprochen wird. Ich kenne dort Professor Bergholz persönlich, der als Experte eingeladen ist.
Was Kennedy gesagt hat, unterstütze ich voll und ganz. Ich habe übrigens bei der letzten Sitzung der Ärztekammer am 17. November des vergangenen Jahres einen Antrag auf ein Rehabilitierungsgesetz eingebracht. Die Ärztekammer Bremen sollte den Bundestag auffordern, ein Gesetz zur Rehabilitierung aller in der Coronazeit verurteilten Ärzte und Ärztinnen zu erlassen. Auch die Rolle der Ärztekammern selbst sollte dabei aufgearbeitet werden. Dieser Antrag wurde erneut fast einstimmig abgelehnt.
Milena Preradovic: Obwohl es ein solches Gesetz in Slowenien und Spanien bereits gibt.
Dr. Jürgen Borchert: Ja, das habe ich auch in der Begründung angeführt. Aber ich sehe derzeit wenig Hoffnung. Vielleicht braucht es noch eine Generation, bis diese Schweinerei aufgearbeitet wird.
Milena Preradovic: Ich fürchte, Sie haben recht. Aber vielleicht trägt auch so ein Gespräch dazu bei. Vielleicht sehen es andere Ärzte. Ich weiß, dass viele Ärzte zuschauen, auch solche, die bisher geschwiegen haben. Und ich bin überzeugt: Wenn Ärzte damals den Mund aufgemacht hätten, wäre das alles nicht passiert – oder zumindest schnell vorbei gewesen. Vielen Dank, dass Sie da waren, für diese wichtigen Ausführungen.
Dr. Jürgen Borchert: Ich danke Ihnen für das Gespräch.
Milena Preradovic: Die meisten Ärzte wollen diese Coronazeit am liebsten vergessen, nach vorne schauen, weitermachen. Geld ist gut angelegt. Aber sollen sie wirklich damit durchkommen? Fragt euren Arzt doch einfach einmal, wie er Corona heute sieht. Konfrontiert ihn mit Fakten und Studien. Wenn er abblockt, wisst ihr zumindest, woran ihr seid. Ich wünsche euch eine gute Zeit. Bis bald.
Interview with Dr. Jürgen Borchert (english)
Milena Preradovic: Doctors in the coronavirus era—an unfortunate chapter in the history of the medical profession. Whether it was mandatory masks or, later, the novel mRNA injection, the majority of doctors did not question it, but went along with it and administered the shots at a rapid pace. And it was worth it. The business newspaper Business Insider calculated that doctors earned up to €24,000 extra per month thanks to the so-called vaccination. Many later refused to acknowledge the damage and side effects. And the few doctors who stood up for their patients and for evidence-based medicine were persecuted and punished. But what is the situation today? Do doctors regret their actions? Are they reevaluating COVID-19 from today’s perspective?
My guest tried to do so as a delegate of the Medical Association and encountered a lot of hostility. Now on to Punkt Preradovic. Hello, Dr. Jürgen Borchert. It’s great to have you here.
Dr. Jürgen Borchert: Hello, Ms. Preradovic. I’m looking forward to our conversation.
Milena Preradovic: Me too. Let me briefly introduce you: You are a general practitioner and internist and practice in your own practice in Bremen. You studied in Berlin and worked there as a researcher at the Free University for ten years. In 1985, you began training as a homeopath, followed by psychotherapy training in 1995. You were a delegate to the Bremen Medical Association for almost two years and resigned your seat last fall because your attempts to address the coronavirus pandemic from a medical perspective failed among your colleagues. We want to talk about that—also because doctors have somewhat fallen out of focus in the discussion.
You were elected as a delegate to the Bremen Medical Association in 2023. What was your goal?
Dr. Jürgen Borchert: My motive was clear: we doctors played a central role in this pandemic, and I don’t think we played that role well. I noticed this from the beginning and found it unbearable at times. To see how we doctors failed as a whole, how we went along with it, into a trap that politicians had set for us. How we basically betrayed essential criteria of our medical profession, i.e., medical ethics, by following a narrative that was easily transparent to me. All of this was difficult for me to bear and prompted me to stand up, talk to my colleagues, and give them information that they obviously didn’t have. I wanted to help them develop openness and curiosity again, to look at things from a different perspective. I couldn’t stay silent. I didn’t want to remain silent.
Milena Preradovic: What specific issues were you referring to? What were you trying to convey to your colleagues?
Dr. Jürgen Borchert: It started right away in the first meeting. I did something unusual. The first meeting was more of a get-to-know-you session, without any in-depth content. Things really got going in the second meeting. After the first meeting, I wrote an email to all the delegates. In it, I explained who I was, why I was there, and said: We have to ask questions, we have to question things. I formulated a series of questions: Where did the virus come from? Why did the government take these measures? The measures must be questioned. In total, I raised about ten key questions. That’s how I got started.
Milena Preradovic: And what were the reactions?
Dr. Jürgen Borchert: I received two responses, both from colleagues in senior medical positions here in Bremen. Two angry emails: I should stop this nonsense, they knew much better, it was all long settled. Asking questions was superfluous. Apparently, I had no idea what was going on in the intensive care units, how hard they were fighting for the lives of the patients there. That was the tone of these two emails. Everyone else remained silent.
Milena Preradovic: So no reaction at all.
Dr. Jürgen Borchert: No reaction.
Milena Preradovic: And when you submitted your motions at the next meetings?
Dr. Jürgen Borchert: I submitted the first motions at the next meeting, three months later. At that time, the topic of discussion throughout society was the WHO’s pandemic agreements and the International Health Regulations, which were to be adopted in Geneva in July 2024. I submitted a motion asking whether there were conflicts of interest at the WHO and whether this should be investigated. I reminded them that the Bremen Medical Association had already set up a working group on conflicts of interest between the pharmaceutical industry and the medical profession during the previous legislative period. There are very good minutes on this. I wanted to build on that and apply it to the WHO. It’s actually quite obvious: who is financing whom?
Milena Preradovic: And was the motion accepted?
Dr. Jürgen Borchert: No. It wasn’t even included in the agenda. The board sets the agenda and did not include the motion. Such motions are put to a vote again at the beginning of the delegates‘ meeting. There are 30 delegates there. The motion was rejected by 28 votes to two. One colleague regularly voted for me. She mainly represents the homeopathic side within the association. There are various lists there. Our list primarily represents the coronavirus response, but also homeopathy, although that is more in the background.
Milena Preradovic: What happened next? That was the second meeting. How long did you keep trying to raise your issues?
Dr. Jürgen Borchert: I raised issues at many meetings, almost every one. The reason for the rejection was always similar: “Mr. Borchert, you are too political. We are not concerned with politics here, but with health issues that affect Bremen.” I then pointed out that on the website of the Bremen Medical Association, under the heading “What does the Medical Association do?”, “Professional and health policy” is listed at the top. I pointed this out to them. But either they didn’t hear me or they don’t take their own website seriously. The arguments were always the same: too political or not within their remit.
Milena Preradovic: To be honest, that sounds like excuses. Did you also raise the issue of vaccination with your colleagues?
Dr. Jürgen Borchert: Yes, of course. At the same meeting, I submitted a second motion: to set up a working group on the possible side effects of vaccinations. I deliberately phrased it as a question: whether the so-called vaccinations have relevant side effects or not. This motion was also rejected on the grounds that the Paul Ehrlich Institute was responsible for this. I pointed out that, in my opinion, the Paul Ehrlich Institute had completely failed. I didn’t get through to them. I was ridiculed. There were constant heckles, often derogatory. “Stop it, we don’t want your issues.” Or at the end of the meetings: “Stop it, we want to go home.” “Leave us alone” was also said several times.
Milena Preradovic: So they effectively didn’t want to hear it.
Dr. Jürgen Borchert: And they didn’t want to deal with it.
Milena Preradovic: You also wrote that when you finally gave up after almost two years, your farewell speech was met with what amounted to rioting. Can you tell us about that again?
Dr. Jürgen Borchert: Yes, the farewell speech. Of course, a lot happened before that. Almost two years had passed. I basically didn’t feel good in these meetings. I felt alone and very uncomfortable. At the same time, I noticed over time that some colleagues greeted me in a friendly manner. So it wasn’t always just cold shoulders or sharp glances. There were also friendly, pleasant signals from some.
Milena Preradovic: But no one discussed anything with you.
Dr. Jürgen Borchert: No. Never. I wanted to add that because it was interesting during the election campaign. During that time, I went through my neighborhood here in Bremen and visited at least 30 practices. All of my colleagues welcomed me and immediately invited me into their offices. I explained my cause to them and was amazed at how many showed understanding. The aim was to collect signatures of support. In order for a list to be eligible for election, you need 55 signatures.
Milena Preradovic: And you got them.
Dr. Jürgen Borchert: Yes. I really went door to door and got them.
Milena Preradovic: And the doctors you visited first were sympathetic to your issues?
Dr. Jürgen Borchert: That’s exactly what’s so interesting. Many who knew me said, “It’s good that you’re doing this. Go for it.” Some even said, “I don’t inject anymore.” The approval was enormous. I was really amazed. I also visited three clinics and spoke to three chief physicians, two doctors, and a senior physician. It was amazing how open they were. One even said, “My assistants will all sign this. We are all very surprised here about what is going on.” Some said they would not vote for my list, but they would give me their signature so that the list would be approved.
Milena Preradovic: That’s amazing. So apparently many doctors do know that there were inconsistencies, that there was something wrong with this so-called vaccination. They are aware of that. But why aren’t the delegates of the Medical Association you dealt with? It can’t be that they don’t know anything or haven’t noticed anything.
Dr. Jürgen Borchert: I think that’s out of the question. After I was elected, something interesting happened. I received a call from a colleague I didn’t know before. It later turned out that he had done a lot of further training in Bremen over decades and held an important position in a medical organization. He called me, congratulated me, and we made an appointment to meet. We sat together in a café for two hours. I explained my entire position to him, all the issues that had been on our minds during the coronavirus pandemic. He said to me, “Mr. Borchert, if you convey this to the delegates‘ meeting, you have a chance.” He wished me all the best. After that, we didn’t stay in touch. I will write to him again soon and describe what happened. He will probably have heard about it by then. But that was also very revealing for me.
Milena Preradovic: But that’s exactly where I have an interjection. As you describe it, there are quite a few doctors in Bremen who understood what was going on and that it wasn’t going well. But they don’t say anything. Why?
Dr. Jürgen Borchert: That is the core problem. I am convinced that there are quite a few doctors who know about it but remain silent. The question is: why? One can try to explain it psychodynamically, i.e., from a psychological perspective, but also sociologically. It is probably a combination of both. Why are those who officially represent the medical profession keeping quiet? The Medical Association is the professional and health policy representative of doctors. I think it’s a group phenomenon. Doctors are a clearly defined group. They got involved from the beginning, followed the narrative, and offered their cooperation. They basically took over vaccination—so-called vaccination—after it was initially organized by the state.
Milena Preradovic: You mean the vaccination centers.
Dr. Jürgen Borchert: Exactly. The medical profession wanted to take over vaccination. That was also a gift from the government. They demanded that vaccinations also be carried out on weekends, and there were financial incentives. You have to keep in mind: 38 euros per vaccination on weekends. In some practices, hundreds of vaccinations were carried out. Special weekend practices were set up for this purpose. That was a considerable financial incentive.
Milena Preradovic: Business Insider has calculated—and this is probably a conservative estimate—that doctors earned up to 24,000 euros extra per month from these so-called vaccinations. That is, of course, a strong incentive. We also know that many doctors are not entirely averse to financial interests.
Dr. Jürgen Borchert: That’s an old tactic of power. If you want to win over a group, you have to give them gifts. That has always been the case throughout history. Those in power have learned how to win over groups, whether doctors or others. And they have been very successful in doing so with the medical profession.
Milena Preradovic: Carrot and stick. Professor Homburg wrote in 2024: One of my students, who suffers from multiple sclerosis, was unable to obtain a certificate of exemption from vaccination because all the doctors were afraid of sanctions, raids, and prison. So fear probably played a big role—and perhaps it still does today.
Dr. Jürgen Borchert: Perhaps even more so today. There have been many lawsuits. In October 2024, Welt am Sonntag reported that around 1,000 cases are still pending. There are doctors in prison—ten, twelve, maybe fifteen, I don’t know the exact number. Many have been fined heavily or have lost their licenses. This fear naturally leads people to remain silent and not stand by what they may have recognized or done themselves.
Milena Preradovic: The Federal Court of Justice has acquitted doctors of liability in matters relating to the coronavirus vaccination. So you can wipe your mouth and carry on. Did you actually vaccinate people in your own practice at the time?
Dr. Jürgen Borchert: No. That was extremely rare. There were a few patients who really wanted it, but you can count them on one hand.
Milena Preradovic: Mhm. But I would like to come back to my original question. There was quite a commotion during your farewell speech. Please tell us about that again.
Dr. Jürgen Borchert: Yes. The farewell speech was at the end of a meeting, it was almost 11 p.m., and everyone wanted to go home. I took the plunge anyway and said that I wanted to say something. I wanted to make clear the significance of the list I represent, which was voted for by 81 voters. And I wanted to address the apparent lack of empathy in view of the catastrophic side effects that have occurred as a result of these injections.
When I said that, there was quite an uproar. I had to interrupt my speech. There were shouts from the floor. The chairwoman let it all happen and did not intervene at all, even though it would have been her job to restore order.
When things calmed down again after a short time, I started again to conclude and spoke once more about this lack of empathy. In doing so, a word slipped out that I didn’t really want to say. I said, in essence, that people there are just drifting along. What I meant was that people weren’t thinking for themselves, that they lacked curiosity. At that moment, a delegate jumped up, came toward me with clenched fists, and yelled at me. I didn’t understand what he was saying. I was startled and stepped aside. A colleague sitting behind me later said to me, “Man, I was afraid he was going to punch you.”
Milena Preradovic: That’s crazy. We’re talking about a delegate from the Bremen Medical Association here.
Dr. Jürgen Borchert: Yes. He was completely beside himself. And so were others. I estimate that about a third of the assembly was clearly agitated. It was really enormous. Then the chairwoman ended the meeting. It was no longer possible to say anything. Everyone packed up their things and left.
Milena Preradovic: Crazy.
Dr. Jürgen Borchert: It was intense.
Milena Preradovic: When I did a little research on you, I also came across an article that said Antifa plays a role in the failure to address Corona in Bremen. After an Antifa group threatened trouble, your series of lectures on dealing with Corona was canceled by the Association of Statutory Health Insurance Physicians. What happened there?
Dr. Jürgen Borchert: That was in May 2025. Here in Bremen, we are a group of about 20 critical doctors. We organized a series of lectures. I took on most of the organizational work because I have the most flexible schedule. Everything had been approved. I had rented a large hall from the Association of Statutory Health Insurance Physicians for a total of ten lectures. The Medical Association had recognized the events as continuing medical education, awarding four points per lecture.
The first event with two lectures was scheduled to take place on May 7. That morning, around 9:30 a.m., the chairman of the Association of Statutory Health Insurance Physicians called me and said, “Mr. Borchert, the event will not take place. You did not tell us the truth; you misled us.” I wanted to say something in response, but he hung up. The conversation was over. That was a real blow.
Milena Preradovic: But I read that Antifa was also behind it.
Dr. Jürgen Borchert: Yes. Shortly afterwards, I was told that an Antifa group had contacted the Association of Statutory Health Insurance Physicians the evening before. They said that rooms were being made available for “nonsense” and that they had to ensure that this did not take place. The Association of Statutory Health Insurance Physicians responded accordingly. I don’t want to speculate publicly here about exactly how things unfolded and who was ultimately pulling the strings. But it was striking that everything happened so deliberately and at such short notice.
Milena Preradovic: That’s crazy.
Dr. Jürgen Borchert: However, I had a plan B. I was able to hold the lectures at a different time and in a different location. One speaker was unable to attend, but the other lectures took place and were very successful.
However, on the same day, in the afternoon of May 7, the Medical Association withdrew its recognition as continuing education. The reason given was that I had provided false information.
Milena Preradovic: Regarding the Medical Association or the Association of Statutory Health Insurance Physicians?
Dr. Jürgen Borchert: Both. The Association of Statutory Health Insurance Physicians canceled in the morning, and the Medical Association withdrew the continuing education accreditation on the grounds that I had provided false information. Specifically, the flyer stated: “Organizer: Dr. Jürgen Borchert for the Hippocratic Oath Medical Professional Association.” From this, it was inferred that the organizer was not me, but the professional association. In my opinion, this is a distortion.
Milena Preradovic: You hear this in many areas these days. As soon as Antifa gets involved, institutions apparently become very afraid. I find that highly problematic.
You have probably noticed that US Health Secretary Kennedy recently wrote a letter to his German counterpart. In it, he calls for an end to the criminal prosecution of doctors in Germany for issuing exemptions from masks or vaccinations. The reactions were predictable: Corona hardliners defamed this as an attack from the right.
Based on your experiences over the last two years, do you still have hope for a genuine reappraisal?
Dr. Jürgen Borchert: At the moment, I don’t have that hope. The political leaders are not cooperating. There is a commission of inquiry in the Bundestag, but it excludes key issues. In Brandenburg, however, there is a commission of inquiry where people speak openly. I know Professor Bergholz personally, who is invited there as an expert.
I fully support what Kennedy said. Incidentally, at the last meeting of the Medical Association on November 17 last year, I submitted a motion for a rehabilitation law. The Bremen Medical Association should call on the Bundestag to pass a law rehabilitating all doctors convicted during the coronavirus pandemic. The role of the medical associations themselves should also be addressed. This motion was again rejected almost unanimously.
Milena Preradovic: Even though such a law already exists in Slovenia and Spain.
Dr. Jürgen Borchert: Yes, I also mentioned that in my reasoning. But I see little hope at the moment. Perhaps it will take another generation before this mess is sorted out.
Milena Preradovic: I’m afraid you’re right. But perhaps a conversation like this will help. Perhaps other doctors will see it. I know that many doctors are watching, even those who have remained silent until now. And I am convinced that if doctors had spoken up back then, none of this would have happened—or at least it would have been over quickly. Thank you very much for being here and for these important comments.
Dr. Jürgen Borchert: Thank you for the interview.
Milena Preradovic: Most doctors would prefer to forget this coronavirus period, look ahead, and move on. Money is well spent. But should they really get away with it? Just ask your doctor how he sees coronavirus today. Confront him with facts and studies. If he blocks you, at least you know where you stand. I wish you all the best. See you soon.
CHAPEAU, herr borchert, und DANKE Ihnen Beiden –
im dezember 2019 konnte herr tedros, who, in der tagesschau völlig frei was von virus-bedrohung aus china rumschwurbeln – ich bekam angst und ließ mich vom hausarzt gegen pneumokokken impfen, als ich später das abspritzen mit einem rna-gemisch ablehnte, schmiß er mich ich nach 30 jahren raus…
frau merkel zündete die lunte gegen impfskeptiker ab 2020, seitdem eskaliert die allgemeine diktatur der angst, die schon unser aller vorfahren in den abgrund geführt hat, tagtäglich neu: angst vor einem virus …, dem klima…, den russen… –
klar sind ärzte nicht per se bessere menschen, doch sie verletzen ihren berufseid und nehmen gern berufsgruppenspezifische privilegien mit – beamte, die ihre remonstrationspflicht verletzen, tun es ihnen gleich –
mit dieser biedermann-und-brandstifter-attitüde traten allen voran herr montgommery und frau buyx nur allzugern breitbeinig ins rampenlicht, politik und mainmedien verbreiten diesen ‚wahnsinn der normalität‘ (arno gruen) weiterin 24/7 und: die mehrheit schweigt (mal wieder)-
natürlich verlange ich von medizinern nichts übermenschliches, einfach nur anstand und wenigstens ein bißchen ‚arsch in der hose‘ und minimale berücksichtigung historischer fakten
Ich habe mal vor vielen Jahren mit einem sehr guten Bekannten (Freund wäre übertrieben)
darüber diskutiert wie es kam, daß in den KZs des Dritten Reichs so viele Mediziner ihr
Unwesen getrieben haben. Seine Antwort (als Prof. Dr. Chefarzt usw.): „warum erwartest
Du von Medizinern mehr Moral als vom „normalen“ Menschen ?“
Mein zweiter Gedanke zum Thema ist: wozu erlernt ein Mensch einen Beruf ? Um Geld zu
verdienen ! Sollte ein Mediziner das nicht wollen, sondern eher als „wundertätiger Heiliger“
auftreten ?
Ein wenig mehr Realitätsbewußtsein täte vielen Menschen gut …
Das Schweigen der Aerzte
Noch immer werden Ärzte für Vorfälle während der Pandemie verurteilt. Die meisten Kollegen schweigen dazu. Nicht so Oliver Christen, Facharzt für Psychotherapie und Psychotraumatologie.
Marco Caimi im offenen Austausch und Gespräch mit ihm.
https://www.youtube.com/watch?v=i4uy6MzpYCc
Vielen Dank, Herr Kollege!
Sie haben nichts Überraschendes gesagt!
Triebel
Also ganz ehrlich: Ich als Lieschen Müller war von Anfang an skeptisch und habe mich sofort mit der Fa. BionTec beschäftigt. Die hatten noch nie ein Medikament in den Markt gebracht. Und plötzlich zaubern die einen „Impfstoff“ aus dem Hut. Jeder Laie weiß, dass das normalerweise Jahre dauert. Dann, dass der „Impfstoff“ bei minus 70 Grad gelagert werden muss. plötzlich war das kein Thema mehr. Dann der fehlende Beipackzettel. Fr. Merkel hat in einer Bundespressekonferenz auf Frage der Evidenz gesagt, es gäbe keine, es sei ihre politische Entscheidung. Und Wieler vom RKI sagte, es darf keine Entscheidung hinterfragt werden. Und zum Thema Masken: Man hätte nur die DGUV lesen müssen. Für mich sind die Spritzärzte Mittäter. Und sie spritzen weiter dieses Gift. Nix mit Genfer Gelöbnis und Nürnberger Kodex!
Wir wollen unsere Ärzte zurück! Als Fachleute, die ohne Wenn und Aber an unserer Seite stehen und sich um unsere individuellen Körper und Probleme kümmern. Die sollen sich nicht einer „Volksgesundheit“ verbunden fühlen – einem kollektivistischen Modell, sondern nur uns mit unserem Körper. Die sollen dafür auch gerne gut verdienen, aber nicht durch Korruption seitens der Politik.
Ärzte, geht mal in euch! Wie vielen von euch ist es inzwischen mulmig, wenn Ihr an die Impfoffensive zurückdenkt; an die Aufforderung, ein „Gemeinwohl“ über das Wohl des Einzelnen zu stellen. Und dann habt ihr recht schnell in euren Praxen die Folgen gesehen.
Und wieder die Augen davor zugekniffen wie damals bei Semmelweis, nach dem der Semmelweis-Reflex benannt ist.
Macht euch ehrlich! Ihr seid Politik und Wissenschaft auf den Leim gegangen und habt dadurch viele eurer Patienten geschädigt. Das darf nicht mehr passieren. Denn wen haben die Menschen in Zeiten von Krankheit und Leid außer euch?
Vielleicht braucht es einen Patientenstreik. Menschen, die sich nicht mehr beliebig in die lukrative Geräte- und Pharmamedizin schicken lassen. Die ihre medizinische Versorgung selbstbestimmt in die Hand nehmen gegenüber ihrem Arzt. Keine Vorsorge, keine Default-Gerätemedizin, keine „Schutz“impfungen mehr.
Bis Ihr zur Besinnung gekommen seid.
Es gab mal eine Zeit, in der Ärzte in meinen Augen ethisch handelten. Und dass sie ihr Geld nicht auf Kosten der Gesundheit ihrer Patienten verdienten.
Diese Zeiten sind seit Jahren vorbei. Inzwischen habe ich für diesen Berufsstand mit wenigen Ausnahmen (wie den mutigen Dr. Borchert) nur noch Verachtung übrig. Ich kann die Sorgen der Ärzte durchaus verstehen, aber aus ethischen Gründen nein zur Impfung zu sagen bzw. vorsichtige Kritik zu äußern, bringt einen nicht gleich in den Knast. Das ist Feigheit auf Kosten der Patienten. Dass die Politik im gleichen Boot sitzt, macht es nicht leichter.
Immerhin mag es auch etwas Gutes haben. Mehr Menschen werden alternative gesundheitliche Wege suchen und begreifen, dass die Gesundheit immer in ihren eigenen Händen liegt. Medikamente helfen dabei nicht. Jeder kann mit 80 noch auf einen Berg klettern oder auch in Windeln alleine im Heim vegetieren. Ich habe das vor Jahren begriffen (nach mühseliger Informationsbeschaffung), Konsequenzen gezogen, mein Leben umgestellt und bin täglich erneut froh darüber. Es ist nur frustrierend, dass dieses Wissen bei den meisten Menschen nicht ankommt. Vielleicht muss es wieder 100 Jahre dauern, bis sich die Erkenntnis durchsetzt, dass der Heiler immer der Körper ist. Und eine möglichst natürliche Unterstützung seiner Funktionen der beste Weg für eine Heilung ist. Und dass diese Unterstützung immer eine Kombination physischer, psychischer und energetischer Elemente beinhaltet. Zu sagen „ooch, mir gehts doch gut“, bedeutet nur, dass bei demjenigen das Fass (an Schadstoffen, Stress etc.) noch nicht übergelaufen ist. Nun, schlecht Ding will Weile haben 😉 Wenn ich höre, dass ein zivlisierter Mensch z.B. mit 60 schon 10 „Medizin“-Tabletten täglich futtert und dem einen gleichaltrigen nicht zivilisierten (aber gesunden) Menschen im tiefen Dschungel gegenüberstelle, nun ja …